Arbeiten in der IT

Skysnake schrieb:
Er meint bei einer IG Metall gebundenen OEM der im DAX40 Index ist (BMW vermutlich).

Verdient jemand mit EG12 und einem 40h Vertrag (35 sind 100%) bereits all in ca 115k im Jahr. Gruppenleiter verdienen um die 180k, aber eher zum Einstieg. Wenn Sie sich entwickelt haben dann eher 200k.

Was ich jetzt wiederum relativ viel finde. Ich wäre bei IGM Bude für den Gruppenleiter eher von 150k ausgegangen wenn entwickelt. Also 25% weniger.

Ich würde das jetzt auch dem DAX OEM zusprechen und im "normalen" Markt eben von den 150k mit mehrjähriger Erfahrung ausgehen.

@Sandro_Suchti Jetzt verständlich?

Bei uns im Unternehmen (IGM Bayern) verdient der GL zum Einstieg ungefähr gleichviel wie ein Era 12B 40h und guten Leistungszulagen, ca 120-130k €. Erst wenn man noch eine Stufe aufsteigt lohnt sich das finanziell.
 
Hallo Freunde der IT Abteilung,

seit ein paar Jahren arbeite ich nun in meinem ersten Job als Systemintegrator / IT Abteilung in einem Unternehmen mit ca 1000 Mitarbeitern.

Es gibt da so ein paar Dinge, die ich etwas kurios finde und mich einfach mal interessieren würde, wie das Arbeitsleben dahingehend in einem Systemhaus wirklich aussieht. Könnt ja gerne mal etwas erzählen, wie es bei euch so abläuft ;)

Ich habe das Gefühl die interne IT ist einfach nicht gut gemanaged.
Bei Verbesserungsvorschlägen wird sofort abgeblockt mit "Das haben wir schon seit 10 Jahren so gemacht", Personalplanung für Montage findet grundsätzlich per WhatsApp am Sonntag statt, Mitarbeiter im Urlaub werden trotzdem gestört, da alles ja immer super wichtig ist, Überstunden häufen sich an und man kann sie nicht wirklich abbauen, Wenn ein Geschäftsführer "Husten hat" muss sofort alles stehen und liegen gelassen werden, auch wenn man gerade in einem Meeting sitzt, es wird gern ein Sündenbock gesucht, Dienstreisen an andere Standorte auch gern einen Tag vorher beschlossen und vom Chef der Systemintegration wird man wochenlang geghostet. Zudem hat jeder seine kleinen Bereiche die er nur ungern erklärt. Zugegeben da bin ich nichts besser. Auch ich habe nicht jede Richtlinie dokumentiert. Das gebe ich zu. Ist das so gängig in der internen IT ? Wie gesagt das ist meine erste Stelle in der Branche.
Klar ist das ein "mimimi" auf einem ganz hohen Level. Man bekommt gleich viel Verantwortung und viele eigene Projekte. Ob ein Projekt "Wir machen lieber für einen Standort mit 10 Mitarbeitern eine riesen Anlage fertig, damit wir das synchron haben zu den anderen Standorten mit 300 Mitarbeitern" so sinnvoll ist, ist ansichtssache. Aber wegwerfen von guter aber alter HW weil "wir das immer so gemacht haben" finde ich auch interessant.
Ich finde es gut selbstständig zu arbeiten und sich seine Zeit und Aufgaben etwas selbst einzuteilen. Ist das in einem Systemhaus überhaupt möglich ? Wie ändern sich solche Punkte, welche von mir kritisiert wurden bei Systemhäusern bzw in euren Firmen ?
Wo liegen die Unterschiede im Vergleich zur Internen IT (Personalplanung, Selbstständiges Arbeiten, "haben wir immer so gemacht", Schnelligkeit der anderen Abteilungen, Stresslevel)

Denkt ihr die interne IT an sich sorgt für diese Probleme oder mein Betrieb ?
 
Klingt eher nach einem Betriebsproblem. Organisation hat nicht immer etwas mit der Betriebsgröße zu tun. Wir haben kleine Betriebe in der Betreuung, die aber die Digitalisierung nicht verpennt haben und gut in Softwarethemen aufgestellt sind, umgekehrt haben wir auch größere Unternehmen, die vieles noch per Papier oder Hand machen, was nicht notwendig wäre. Nicht selten stinkt der Fisch vom Kopf bzw. ist der Kopf dafür verantwortlich, dass hier früh digital gedacht wird.

Der größte Unterschied zwischen interner IT und einem Systemhaus ist für meine Begriffe, dass man nicht nur eine Infrastruktur sieht. Man bekommt halt viel mehr mit, muss aber unter Umständen auch mal niedere Tätigkeiten ausführen, weil gerade alle anderen in Projekten sind. So ist es jedenfalls bei uns, die Technik hat aber mit Azubis auch nur 10 MA. Da ist es denke ich normal, dass man vom first bis third level notfalls alles macht.

Das macht für mich den Arbeitsalltag abwechslungsreich und man lernt in meinen Augen auch deutlich mehr als bei der inhouse IT. Ich habe aber auch einige Kollegen, die darauf keine Lust mehr haben. Wir sind deshalb auch im Versuch das alles etwas umzustrukturieren.
 
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Das klingt sehr gut !

Ich denke, man sollte nicht alle internen IT Abteilungen in einen Topf werfen, aber ich denke in Systemhäusern sind solche Probleme wie in meinem Betrieb weniger oft zu finden oder ?
 
Also deine Punkte, die da aufgezählt werden, kann dir in jeder IT-Abteilung passieren. Da ist jetzt nichts Unbekanntes dabei. Zum Thema sonntags per WA angeschrieben werden. Ignorieren. Wenn keine Flammen aus dem Serverraum schlagen, ignorieren.

Alte Hardware wegwerfen, wieso nicht. Ich plündere meistens noch die CPU für die Sammlung und dann abfahrt mit dem Zeug. Wo soll das Zeug gelagert werden? Hardware ohne Wartung betreiben, nur im Notfall.
Nach 5 Jahren ist es durch, im GPU/HPC Bereich alle 3 Jahre.
In einem Systemhaus hast du halt oft ungeplante Aufgaben. Wenn der Kunde anruft und da brennt die Hütte mit einem Thema, dann wirst halt reingeworfen. Das mag nicht jeder. Vorteil ist, man sieht viele Umgebungen. Vor Ort ist mittlerweile selten. Das wird alles Remote gemacht. Ich empfand den Stresslevel beim Dienstleister höher als in der internen IT.

Der genannte Punkt ist leider ein schlechter Führungsstil und kommt leider viel zu oft vor.
Wenn ein Geschäftsführer "Husten hat" muss sofort alles stehen und liegen gelassen werden, auch wenn man gerade in einem Meeting sitzt, es wird gern ein Sündenbock gesucht,
 
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Ihr erinnert euch an meinem Post GF dreht am Rad ? Ich hatte letzte Woche ein Gespräch mit ihm alleine. Er hatte mich abgepasst, nach einem Meeting. Da hat er seine Sicht der Dinge nochmals dargestellt. Er meinte anders funktioniert das hier in diesem Laden nicht. Es sei sein Führungsstil. Hin und wieder, mit den Mitarbeitern so umzugehen.
Ich habe ihm nochmals deutlich klargemacht, solch einen Umgang möchte und akzeptiere ich nicht. Hat er dann auch so akzeptiert. Das Gespräch verlief im sachlichen Ton.

Heute ist er nochmals auf mich zugekommen und meinte, ob ich nicht Interesse an einem Beratervertrag hätte. Ich habe dankend abgelehnt. Manche wollen es nicht verstehen.
 
@konkretor Korrigier mich gerne, aber ist Beratervertrag das Synonym für eine Kündigung, damit man den AN nicht mehr formal im Haus hat? Oder verstehe ich das gerade falsch?
 
Ne, der Herr hätte gerne weiter Zugriff auf mein Wissen. Mit Beratervertrag ist gemeint, nach Beendigung meines Arbeitsvertrages weiterhin gewisse Dinge für das Unternehmen zu tun.
 
Vielleicht fehlt mir der Kontext, aber endet das Arbeitsverhältnis denn sowieso zeitnah?
 
Jup in 3 Wochen ist Schluss. Jetzt merken sie halt was alles liegen bleibt. Für so jemand arbeite ich nicht länger wie notwendig
 
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einfachpeer schrieb:
Es gibt da so ein paar Dinge, die ich etwas kurios finde und mich einfach mal interessieren würde, wie das Arbeitsleben dahingehend in einem Systemhaus wirklich aussieht. Könnt ja gerne mal etwas erzählen, wie es bei euch so abläuft ;)
Ich kann nur von einem Systemhaus berichten, aber ich schau mal...
(Ich bin nie gewechselt weil Gehaltsverhandlungen möglich sind und ich von allem was ich gelesen und gehört habe beim ersten Arbeitgeber gut gelandet bin...)

einfachpeer schrieb:
Bei Verbesserungsvorschlägen wird sofort abgeblockt mit "Das haben wir schon seit 10 Jahren so gemacht"
Habe ich noch nie gehört - allen ist bewusst, dass man mit den Zeiten gehen muss und wer nicht seine Methoden updated ist irgendwann abgehängt.
Was nicht heißt, dass man immer alles besser macht, aber wenigstens ist immer die Option offen, es mal zu probieren. Oder zumindest vorzuschlagen, es zu probieren. Es muss auch ein Mehrwert ersichtlich sein, sonst ist es Zeitverschwendung.

einfachpeer schrieb:
Personalplanung für Montage findet grundsätzlich per WhatsApp am Sonntag statt, Mitarbeiter im Urlaub werden trotzdem gestört, da alles ja immer super wichtig ist
Igitt

einfachpeer schrieb:
Überstunden häufen sich an und man kann sie nicht wirklich abbauen
Flexible Arbietszeiten und Regelung für unbegrenzten Urlaub sind da schon echt nice :)

einfachpeer schrieb:
Wenn ein Geschäftsführer "Husten hat" muss sofort alles stehen und liegen gelassen werden, auch wenn man gerade in einem Meeting sitzt


Intern sowieso nicht weil die Geschäftsführung (CEO, COO) der Gründer und zweiter Mitarbeiter waren und damit entsprechenden technischen Hintergrund haben um sich selbst helfen zu können.

Bei Kunden werden als Entscheider bekannte Personen schon teils priorisiert behandelt, aber nicht so, dass man alles stehen und liegen lassen muss.
Aber ich verstehe auch, warum versucht wird diejenigen glücklich zu halten, die bei der nächsten Vertragsverhandlung was zu sagen haben.

Ansonsten gibt's natürlich auch 'Prio A' Vorfälle. Primär ist das wenn bei einem Kunden mehrere User nicht arbeiten können oder gar der ganze Betrieb steht weil in der IT etwas nicht funktioniert. Dann kann es tatsächlich sein, dass der gesamte Tagesplan über den Haufen geworfen wird bis es beim Kunden wieder läuft.

einfachpeer schrieb:
es wird gern ein Sündenbock gesucht
Fehler sind menschlich. Solange jemand nicht durch ständige grobe Fehler auffällt wird akzeptiert, dass es nicht immer perfekt läuft.
Primär wird dann erstmal eine Lösung gesucht.

einfachpeer schrieb:
Dienstreisen an andere Standorte auch gern einen Tag vorher beschlossen
Eher nicht.
Vor-Ort-Termine beim Kunden können allerdings sehr spontan entstehen wenn die Notwendigkeit besteht.

einfachpeer schrieb:
vom Chef der Systemintegration wird man wochenlang geghostet
Es gibt viel zu viele Kunden, da weiß man - wenn man dem nicht hinterher telefoniert, kommt nichts.

Der Abteilungsleiter der Technik bei uns ist bei Mails auch manchmal was langsam mit der Antwort, aber wenn's wichtig ist kann man auch anrufen oder in sein Büro spatzieren.

einfachpeer schrieb:
Zudem hat jeder seine kleinen Bereiche die er nur ungern erklärt.
Wenn jemand 'kannst du mir kurz zeigen, wie das geht' fragt, wird eigentlich immer ein 'ja' erwartet.

Außer, das wurde schon mehrfach erklärt und der kapiert es noch immer nicht oder man hat grade wirklich keine Zeit.

Andererseits wird auch erwartet, dass Leute zumindest versuchen, sich etwas selbstständig zu erarbeiten.

einfachpeer schrieb:
Auch ich habe nicht jede Richtlinie dokumentiert.
Dokumentation ist immer so ein Thema... klar man pflegt die eigenen 'best practices' und den kundenspezifischen Passworttresor.
Aber ansonsten besteht eigentlich nur die Projektdoku und was auch immer in den Tickets hinterlegt ist - außer der Kunde zahlt extra für mehr.

einfachpeer schrieb:
Aber wegwerfen von guter aber alter HW weil "wir das immer so gemacht haben" finde ich auch interessant.
Bei uns wird alte HW eigentlich erst entsorgt, wenn die wirklich nicht mehr zu brauchen ist.

einfachpeer schrieb:
Ich finde es gut selbstständig zu arbeiten und sich seine Zeit und Aufgaben etwas selbst einzuteilen. Ist das in einem Systemhaus überhaupt möglich ?
Klar, zumindest in gewissen Grenzen.

Man hat natürlich zugeteilte Projekte die zu bearbeiten ist und innerhalb dieser Deadlines, die nach Möglichkeit einzuhalten sind. Insbesondere weil Projekttasks gerne mal voneinander abhängig sind, ist das unvermeidbar.

Aber man kann sich aus den bestehenden offenen Tickets diejenigen aussuchen die einen interessieren und wann man die bearbeitet ist dann erstmal Sache des Bearbeiters, solange die nicht einfach liegen bleiben.
Teilweise muss man natürlich auch den Kunden mit in die Zeitplanung einbeziehen - wenn man z.B. ein System updaten soll das dafür eine Downtime braucht, kann man das nicht einfach unangekündigt mitten am Arbeitstag machen.

einfachpeer schrieb:
konkretor schrieb:
Ich empfand den Stresslevel beim Dienstleister höher als in der internen IT.
Ohne selbst mal als interne IT gearbeitet zu haben:

Es gibt sicherlich auch stressige interne IT Jobs, aber allgemein dürfte als Dienstleister der Druck - und Stress - höher sein.

Allein schon, weil manche größere Kunden (mit interner IT) sich nur dann melden wenn etwas nicht funktioniert und die interne IT nicht geschafft hat, das Problem zu lösen.
Dadurch wird man ständig mit neuen Fehlern konfrontiert - manchmal von Software die man noch nie zuvor gesehen hat - und am anderen Ende der Leitung möchte jemand ASAP eine Lösung.

Andererseits kommt da dann auch eine gewisse Routine und Übung bezüglich Troubleshooting mit rein und der Puls geht nicht sofort auf 180 bloß weil ein Fehler aufgeploppt ist.
 
konkretor schrieb:
nach Beendigung meines Arbeitsvertrages weiterhin gewisse Dinge für das Unternehmen zu tun.
Wieso nicht? Müsstest dir sowas ja nicht mehr gefallen lassen, einfach im Vertrag festhalten 😁 Ich hätte sowas bei fast jedem vergangenen Job gemacht und schön abkassiert.
 
einfachpeer schrieb:
Zudem hat jeder seine kleinen Bereiche die er nur ungern erklärt.
Ist für mich immer ein Zeichen mangelnder Kompetenz. Sehr viele Leute machen das um sich unersetzlich zu machen weil Sie im Grunde nichts drauf haben.
einfachpeer schrieb:
Zugegeben da bin ich nichts besser. Auch ich habe nicht jede Richtlinie dokumentiert.
Seine Arbeit nicht erklären wollen auf Nachfrage und eventuell nicht jeden kleinen Pups dokumentieren sind zwei völlig unterschiedliche Dinge

einfachpeer schrieb:
Ist das so gängig in der internen IT ?
Fehlende Dokumentation? Oh man ja. Das passiert leider ständig und andauernd, weil man ansonsten vor lauter dokumentieren zu nichts mehr kommen würde. Schau dir spaßeshalber mal den Personalbedarf an, den der BSI Grundschutz für einen sicheren Betrieb einplanen. Das sind absolute Fantasiewerte. Ich würde sagen ich habe noch keinen gesehen der nicht Faktor 10 weniger Leute hatte....

einfachpeer schrieb:
Aber wegwerfen von guter aber alter HW weil "wir das immer so gemacht haben" finde ich auch interessant.
Soch genau das. Kein Supportverteag kein Betrieb. Allein schon wegen SecurityPatches. Das ist halt der Unterschied zwischen Privat und kommerziell.
einfachpeer schrieb:
Ich finde es gut selbstständig zu arbeiten und sich seine Zeit und Aufgaben etwas selbst einzuteilen. Ist das in einem Systemhaus überhaupt möglich ?
Kannst du oft machen so lange du deine Aufgaben erfüllst. Oft läuft das aber darauf hinaus das man sich entscheiden kann wie viele Stunden extra es denn gerne wären.

Aber natürlich kann man auch mal frei nejmen. Aber im Schnitt arbeitest du super leicht einfach noch extra.

einfachpeer schrieb:
Wie ändern sich solche Punkte, welche von mir kritisiert wurden bei Systemhäusern bzw in euren Firmenliegen d

in der internen IT ist es immer ruhiger als in nem Systemhaus einfach weil du da nicht sie letzte Fallbackebene wie in nem Systemhaus bist.
einfachpeer schrieb:
Wo liegen die Unterschiede im Vergleich zur Internen IT (Personalplanung, Selbstständiges Arbeiten, "haben wir immer so gemacht", Schnelligkeit der anderen Abteilungen, Stresslevel)
Kommt ganz auf die Firma an. In nem Systemhaus siehst du aber definitiv mehr und wirst bei mehr Themen winfach ins kalte Wasser geworfen. Wie su kannst das noch gar nicht? Dann wird es ja Zeit das du das mal machst. Der Kunde mit 10 Vollzeitleuten sie das schon seit Jahrzehnten betreiben ist in ne Sackgasse gelaufen und kommt nicht weiter. Also mal bitte schnell fixen.
einfachpeer schrieb:
Denkt ihr die interne IT an sich sorgt für diese Probleme oder mein Betrieb ?
Im wesentlichen dein Betrieb
konkretor schrieb:
Nach 5 Jahren ist es durch, im GPU/HPC Bereich alle 3 Jahre.
Na so hart würde ich das nicht mehr sehen. Es gibt inzwischen auch im HPC Bereich immer mehr Systeme die 5x Jahre betrieben werden. Aber im Prinzip hast du schon recht. Gerade bei GPUs. Da wird jeder Jajr extra schwierig.
 
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Danke für eure sehr ausführlichen Antworten.

Ich versuche erstmal mich noch etwas weiterzubilden im aktuellen Laden. Eine FortiGate Admin Schulung wartet z.B noch auf mich. Danach wenn mir die Decke und die Führungsebene auf den Kopf fällt, werde ich mich mal bei dem nächst größten Systemhaus hier bewerben. Die Benefits schmecken da btw auch sehr ^^

Danke euch für die ehrlichen Einblicke ! Kommt man ja sonst schwer dran. Entweder böses Blut auf Kununu oder geschönte Stellenbeschreibungen. Sehr wertvoller Thread hier meiner Meinung nach...
 
Security Bereich ist wie Datenbanken und Windows wohl Zertifikatlastiger als andere IT Bereiche aber ich kann dir aus meiner serfahrung sagen, dass die Schulungen und Zertifikate nur einen SEHR begrenzten Nutzen haben. Sie können als Einstieg helfen vor allem wenn man ein Einzelkämpfer ist und niemanden für den Austausch hat mit dem man sich auch mal reiben kann. Aber an und für sich hast du den Inhalt der meisten Schulungen und Zertifikate in einem Bruchteil der Zeit allein durchgeackert wenn du wirklich damit arbeitest.

Mein alter Chef hat nur einmalig ne Schulung organisiert zu Influxdb Monitoring und das einfach weil es genau Null Expertise gab und auch keiner sonst Zeit hatte sich damit zu beschäftigen außer mir. Für das Schulungsmaterial habe ich mich zu 98% nicht interessiert da bekannt. Was aber wirklich was gebracht hat waren die Gespräche in den Pausen mit den Dozenten und während die Kollegen die Basics gelernt haben...

Am Ende war es eher eine Consulting als eine Schulung für zwei Tage. Wenn man hart ist hätte man das auch in einen Nachmittag quetschen können mit dem gleichen Ergebnis für mich.

Was ich damit sagen will. Etwas machen ist durch nichts zu ersetzen außer es in mehr unterschiedlichen Umgebungen zu machen und genau das bekommst du bei einem Systemhaus im BestCase.

Ich war bei uns aber quasi Level2-4 Support in einer Person die das Zeug auch noch teilweise entwickelt hat. Das war schon extrem herausfordernd und stressig aber das Lernpensum war auch gigantisch. Für mich war es normal bei Projekte mit Kunden 10+ Leuten auf Kundenseite gegenüber zu stehen auf fachlicher Ebene. Und um ehrlich zu sein ist es aktuell auch nicht anders nur bin ich jetzt Kunde und beschäftige teils Dutzende von Mitarbeitern auf Anbieterseite 😅 und das teilweise dann auch noch parallel bei mehreren Anbietern...

Das musst du aber auch wollen. Sprich nicht konfliktscheu sein sondern voll einsteigen wenn du Probleme siehst und echte Lösungen einfordern statt unter dem Teppich kehren.

Ist wie Ikarus du fliegst hoch damit musst aber aufpassen nicht abzustürzen
 
Skysnake schrieb:
Am Ende war es eher eine Consulting als eine Schulung für zwei Tage.
Bin auch der Meinung das das deutlich mehr bringt als irgendwo in einer Schulung zu sitzen. Wir machen das gerne das wir den Dienstleister einfach vor Ort haben und zusammen mit ihm ein System in Betrieb nehmen. Lernt man 1000mal mehr bei. Muss auch dazu sagen das uns Zertifikate (interne IT) komplett egal sind.
 
Skysnake schrieb:
Soch genau das. Kein Supportverteag kein Betrieb. Allein schon wegen SecurityPatches. Das ist halt der Unterschied zwischen Privat und kommerziell.
So leben wir es auch. Trifft bei manchen Kollegen oder Kunden aber auch immer noch auf Kopf schütteln. "Die Hardware ist doch noch gut". Ja vielleicht schon, aber die hat seit 4 Jahren kein Carepack mehr und die letzte mögliche Firmware ist von 2022. Weg damit aus dem produktiven Betrieb.
 
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Gibt ja auch Mittelwege... Wir nutzen solche Hardware z.B. für Labs, wo die Leute was oder sogar Azubis was zum rumspielen haben. Klar, natürlich nicht mit aller Hardware, das wäre zu viel, aber immer mal.
 
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