Leserartikel Asus Vivobook Pro 17, Testbericht und Problemlösung

Baal Netbeck

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Vorwarnung: Auch diesen Erfahrungsbericht habe ich nicht gut geplant und die Fotos sind nur Smartphone-Schnappschüsse. Ich hoffe meine Erfahrungen werden dem ein oder anderen Besitzer trotzdem helfen oder Interessenten, bezüglich des Kaufes, vorwarnen.

Vorwort:
Ich habe bereits einen anderen Notebook Testbericht geschrieben:
https://www.computerbase.de/forum/threads/dell-xps-15-9570-testbericht-und-optimierung-fuer-spiele.1840958/
Dieser mag sich in Aufbau und Themen an jenem orientieren. ;)

Dieses Notebook hat sich mein Vater gekauft um sein, in die Jahre gekommenes, i7 Sandy Bridge Notebook, zu ersetzen.
Ihm gehen regelmäßig die 8GB Ram aus, wenn er Ebay und Delcampe zu viel nutzt und der Akku hält kaum noch um dem Laptop von einer Steckdose zur nächsten zu tragen.

Die Anforderungen waren ein 17" Gerät mit FullHD und 16GB Ram...einer SSD fürs Betriebssystem....mindestens 1TB HDD und wieder ein funktionierender Akku. ;)

Auch die CPU sollte natürlich nicht langsamer sein als die alte, was bei seinen Preisvorstellungen gar nicht so selbstverständlich war....und er wollte gute Boxen.....und es sollte edel aussehen....und leise sein....und min. 3 USB Anschlüsse haben....und einen Lan-Anschluss.....und eigentlich auch ein DVD Laufwerk.

Bei den DVD Laufwerk konnte ich ihn zu einem externen Gerät überreden, da diese Aufgabe sonst nicht machbar war.

Am Ende ist es dieses Modell geworden:
https://www.asus.com/de/Laptops/ASUS-VivoBook-Pro-17-N705UD/

Allerdings ein refurbished Gerät um in seinen Preisvorstellungen zu bleiben.
Ich glaube er hat 850€ gezahlt, bin mir aber nicht sicher.
Daten:
Intel 4 Kerner mit bis zu 4,6GHz, 16GB Ram, eine Nvidia GTX 1050 mit 2GB, eine 256GB SSD, 42Wh Akku und ein 17" FullHD IPS Display.

An Anschlüssen bietet das Vivobook Pro kein DVD Laufwerk, aber einen Lan Anschluss, zwei USB 2.0 Typ A, einen USB 3.0 Typ A und einen Typ C Anschluss.
Auch einen Combi Kopfhörer/Mikrofon Audio Anschluss und ein SD Kartenleser, sowie einmal HDMI.
Unser Gerät hat auch einen Fingerprint Sensor im Touchpad integriert, den wir aber nicht nutzen wollen und den ich auch nicht ausprobiert habe.

Meine Meinungen/Erfahrungen zu den Komponenten und dem Notebook insgesamt:
Die CPU: Intel Core i7-8565U
Vier Kerne mit HT und Boost von 4,1GHz allcore, bis 4,6GHz singlecore.
Eigentlich eine echt gute CPU, aber leider wird sie unter Last deutlich gedrosselt. Erst auf 36W durch die TDP Limitierung und dann überhitzt auch schon die Spannungsversorgung und die CPU Kerne drosseln abwechselnd auf ca. 1,8-2,2GHz, bei einem ungefähren Verbrauch von 20-24W, ausgelesen mit HWInfo.
Das müsste nicht sein und macht mir auch Sorgen für Nutzer, die dieses "Pro" Notebook für CPU intensive Arbeit benutzen wollen.
Denn die CPU-Spannungsversorgung überhitzt nicht nur bei Cinebench mit 8 Threads....sie überhitzt auch wenn nur 3 Threads genutzt werden und auch das installieren des neusten Windows Funktionsupdates, hat sie überfordert.

HWInfo konnte mir keinen Temperatursensor auslesen, der zeigt wie warm die Spannungsversorgung wirklich wird, aber zeitgleich mit dem drosseln der CPU Kerne meldet es "IA/GT/Ring:VR Thermal Alert", was laut meiner Internetrecherche entweder die externen oder internen Spannungswandler sind.

Positiv ist die singlecore Leistung.....4,6GHz habe ich zwar so gut wie nie gesehen aber 4,5 öfter und 195 Punkte in Cinebench R15 sind ein tolles Ergebnis.

Asus scheint um ihre Probleme mit den Spannungswandlern zu wissen und, um nichts anbrennen zu lassen, wird die CPU bei gleichzeitiger GPU Belastung(PC Spiele) auf 8W begrenzt....manchmal auch ganze 12W...aber meist 8.

Der 16GB DDR4 Ram belegt beide Ram Slots mit je 8GB. Dual Channel ist also gegeben und die 2400MHz CL17 sind nichts besonderes.

Daher enttäuscht der Ram leider bei Bandbreite und Ram Latenz. :(

Eine Aida64 Messungen ergab:
read: 32947 MB/s
write: 34539 MB/s
copy: 29962 MB/s
latency: 80.2 ns


Wenn man nicht damit spielt, wird der langsame Ram vermutlich nicht stören, aber ich wünsche mir natürlich eher schnelleren Ram. ;)

Die Nvidia GTX 1050 hat leider nur 2GB Vram!
Damit scheidet sie für viele aktuelle Spiele im Grunde aus.
Entweder gehen die Anforderungen gar nicht weit genug runter um die 2GB nicht zu überfüllen oder sie sehen dann sehr bescheiden aus.

Das Vivobook scheint die Grafikkarte immerhin ganz gut kühlen zu können. Jedoch bremst es die CPU ja auch auf 8W runter, was das Kühlsystem natürlich entlastet.

Die 256GB SSD ist eine Micron 1100 im M2 Formfaktor, jedoch nur über Sata angebunden.
Ich kann im Betrieb nichts schlechtes über sie sagen....

Der AS SSD Benchmark misst für sequenzielles Lesen 478MB/s und Schreiben 393MB/s.
Die 4K Werte sind 22 und 78MB/s.
Die 4K-64Thread sind 234 und 245.
Die Zugriffszeiten sind 0,2 und 0,07 ms


Die 1TB HDD ist von Seagate und grausig langsam.
123MB/s sequenzielles lesen klingen erstmal ganz gut.
53MB/s schreiben eher weniger.
Die 4K und 4K64Thrd. Werte sind alle zwischen 0,39 bis 0,7MB/s.....einen Spieleordner auf die HDD zu kopieren hat ewig gedauert.
Die Zugriffszeit fürs Lesen lag bei 47ms und die fürs Schreiben bei eher unrealistisch guten 1,3ms.....da wurde vermutlich nur in den Cache geschrieben.

Die HDD ist im Alltag, in der Regel, das lauteste am Laptop.
Sie surrt auch hochfrequent wenn der Mauszeiger bewegt wird....unabhängig ob Touchpad oder Ext. Maus!
Ein mir unerklärliches Verhalten, jedoch verschwindet dieses Mauszeigersurren sobald die HDD in den Ruhezustand geht.
Ich habe sie daher so eingestellt, dass sie nach 1min ausgeschaltet wird.

Der 42WH Akku ist für so ein Gerät eher unterdimensioniert. In das Gehäuse würde sehr viel mehr passen wenn man es denn verbauen wollte.
Ich habe keine Methode, um reproduzierbar, irgendwie die Akkulaufzeit zu messen, aber ich habe mit Internet und einrichten...Programme installieren usw. grob 4h mit dem Gerät gearbeitet, bevor es Strom brauchte.
Dabei hatte ich die Displayhelligkeit bereits reduziert und die CPU undervolted, aber toll war es nicht.....schlecht aber auch nicht.
Eher wie erwartet.

Das 17" FullHD 60Hz IPS Display ist ganz in Ordnung.

Ich habe es nicht kalibriert. Die Farben sind subjektiv gut und realistisch.

Die maximale Helligkeit reicht mir....für einen sonnigen Tag draußen mag es aber zu wenig sein.
FullHD auf 17" kenne ich von meinem alten Notebook, aber hier hat es mich an manchen Stellen gestört.
Die blaue Leiste von CB z.B. zeigt relativ stark ein schwarzes Gitter zwischen den Pixeln....das ist mir komischerweise vor allem bei blauen Oberflächen aufgefallen.....schön fand ich es nicht....kritisch aber auch nicht.

Bei aktuellen Spielen zeigt sich die native Auflösung allerdings als zu große Hürde für die 1050.
Ein senken der Auflösung(720p) und Hochskalieren auf 1080p bringt uns zwar wieder in akzeptable FPS Bereiche, es kommt aber leider auch mit einer extremen Unschärfe durch die Skalierung daher, oder mit einem kleineren Bild im Fenstermodus.


Die Tastatur sieht gut aus, hat eine Hintergrundbeleuchtung und ist sehr leise.
Ich bin kein Tastatur Profi, der eine fundierte Meinung zu der Tastatur hat!
Ich fand das tippen subjektiv angenehm, allerdings ist unser Modell mit Schweizer Tastenlayout....einige Belegungen sind daher gewöhnungsbedürftig.

Das Touchpad ist ordentlich groß.....das war es auch schon.

Erstmal hat es geklappert!
Jedes mal wenn man den Finger hebt und wieder ablegt, knallte es auf den Akku darunter.
Sehr störend in der Bedienung. Ich habe das Problem gelöst indem ich ein Stück geschäumte Plastikfolie daruntergeklemmt habe.

Wer dies nachmachen möchte, sollte gewarnt sein, dass die Schicht dünn sein muss, sonst steht das Pad im unteren Bereich nach oben raus.

Das klicken funktioniert durch herunterdrücken der unteren linken und rechten Seite des Pads....oder Linksklick mit einem antippen.
Das kenne ich schon von meinem alten MSI Laptop und es war da schon schlecht.
Ich mag das Gefühl einfach nicht.

Die Gesten werden gut erkannt, aber sonst fand ich die Steuerung des Mauszeigers mit dem Pad nicht gut.
Ich habe schlechtere benutzt, aber das Dell XPS oder Macbooks waren deutlich besser.

Das Gehäuse ist im Grunde ein Plastikbomber der sich gut zu verstecken weiß.

Asus spricht von einem "dünnem Aluminiumgehäuse ".
Ich will nicht sagen, dass sie lügen....aber unter einem Alugehäuse verstehe ich auch feste Aluwände.
Hier sieht es für mich so aus, als hätte man eine Plastikbasis irgendwie mit "Alulack" bestrichen und so eine Aluoptik erschaffen, die zwar gut aussieht, aber die Festigkeit von Plastik hat.

Ist jetzt nicht weiter schlimm.

Die Vorteile sind z.B. die Temperaturen beim Anfassen.
Das Dell XPS ist z.B. im kalten Zustand sehr kalt anzufassen und bleibt länger kalt....und irgendwann wird es dann echt warm und unter Last auch richtig unangenehm heiß auf den Beinen.

Hier im Vivobook hat man die Oberfläche sehr schnell mit dem Finger angepasst und sie erwärmt sich auch unter Last nicht wirklich.

Die Boxen sind mit Harman Kardon zusammen entwickelt worden.
Ich bin auch hier kein Profi.....umgehauen wurde ich vom Sound nicht, aber es ist schon ganz gut.
Ich konnte Stimmen gut verstehen und Musik klang gut.
Viel Bass oder grandiosen Musikgenuss würde ich jedoch nicht erwarten. ;)

Das Netzteil ist mit 115W ausreichend stark ausgelegt, so eine hohe Verlustleistung kann das Notebook gar nicht auf Dauer verkraften.

Es ist relativ groß, matt-schwarz und wirkt etwas zu klobig.

Bleibt noch das Kühlsystem.....

Das Kühlsystem des Vivobook Pro 17:
Das Vivobook Pro 17 ist leider nicht so einfach zu Warten und um das ganze Kühlsystem zu erreichen hätte es bedurft, dass ich das Notebook praktisch komplett zerlege. :(

Man löst an der Unterseite 11 Schrauben(eine kürzere ist unter einem Gummi Pinöpel versteckt).
IMG_20191228_122326.jpg

Dann kann man die Verbindung zwischen Plastikboden und der Tastaturebene mit dem Fingernagel etwas aufspreizen und mit einer Kreditkarte rundum die Plastikklipse lösen.
Das hat ohne Probleme funktioniert und man kann dann die Ebene mit der Tastatur abheben.
Jedoch ist sie mit flachen Kabeln für Tastatur, Hintergrundbeleuchtung, Touchpad und Fingerprint Sensor mit dem Mainboard verbunden.

Da ich keine Lust hatte alle wieder hineinzufummeln und mir schon eines der Kabel herausgerutscht war, habe ich es nicht ganz abgenommen sondern nur hochgehalten und mit dem Handy Schnappschüsse gemacht:
IMG_20191228_170317.jpg

IMG_20191228_170325.jpg

IMG_20191228_170334.jpg


Die HDD und das Wlan Modul kann man von hier erreichen und auch den einen Lüfter, der warme Luft links aus dem Gehäuse pustet ist einfach zu erreichen und könnte gereinigt werden.

Die SSD, der Ram und der zweite Lüfter sind nur zu erreichen, wenn man auch das Mainboard herausnehmen würde.

Über die Heatpipekostruktion kann ich daher nicht viel sagen. Was ich von dem teilweisen Öffnen und dem gucken durch die Lüftungsschlitze auf der Unterseite sehen konnte scheint eine Komponente, mit zwei Heatpipes gekühlt zu sein, wobei eine davon zu den Kühlfinnen hinten rechts geleitet wird und die andere Heatpipe, von der anderen Komponente aus kommend, rüber zu den Kühlfinnen auf der linken Seite führt.

Ich nehme an, dass es die GPU ist, die von zwei Heatpipes gekühlt wird, und die CPU nur das überstehende Ende der einen GPU Heatpipe bekommt.
Die Einschätzung beruht darauf, dass die GPU Temperaturen zu gut sind, um nur von dieser einen Heatpipe zweiter Klasse gekühlt zu werden und weil ich meine auf der Platine zu erkennen wo die Rammodule installiert sind, und zu welcher Komponente die Datenleitungen führen.
Auch meine ich bei der anderen Komponente erkennen zu können wo die VRam Chips sitzen.

Das Gehäuse hat zwar drei seitliche Öffnungen, die sich für Kühlfinnen eignen, jedoch werden nur zwei davon so genutzt und die dritte die hinten links sitzt, scheint ein Lufteinlass zu sein.

Auf der einen Seite wäre es natürlich schön, wenn es mehr Kühlfinnen gäbe, auf der anderen Seite funktioniert das Kühlsystem auch so relativ leise und der hintere Lufteinlass hat den Vorteil, dass er nicht blockiert wird, wenn man den Laptop mal auf der Bettdecke nutzt.

Auch ist die Oberfläche der Kühlfinnen meiner Einschätzung nach größer als die des Dell XPS 15.
Das spiegelt sich auch in einem leiseren Betrieb bei ähnlicher Leistungsaufnahme wieder.

Passiv kühlt das XPS 15 jedoch besser, so dass dessen Lüfter im Alltag fast immer still stehen und im Vivobook öfter und länger laufen.....wenn auch sehr leise und deutlich von der HDD übertönt.

Fazit zur Kühlung:
Die Hauptkomponenten, CPU und GPU kühlt das Notebook relativ gut und leise.
Die Spannungsversorgung ist ein anderes Thema auf das ich weiter unten nochmal eingehe.

Betrachtung der Ausgangslage und der Temperaturen:

Ich habe das Notebook auf einem dünnen Glastisch im Netzbetrieb, mit vollem Akku getestet.
Die Raumtemperatur lag immer im Bereich von 20 bis 21°C.

Bei reiner CPU Last durch Cinebench R15 war die CPU Temperatur ziemlich gut....der heißeste Kern erreichte nur 77°C.
Das Powerlimit von 36W hält die CPU bei grob 3,6GHz und im ersten Durchlauf kommt sie auf grob 750 Punkte und im single core auf super 195 Punkte.
Aber schon der zweite Durchlauf ruft "IA/GT/Ring: VR Thermal Alert" hervor und die CPU Kerne fangen an abwechselnd zu drosseln.
Nach mehreren Durchläufen pendeln sich die Punkte trotz guten Kerntemperaturen, von 62-68°C, bei 590 Punkten ein.
Durch die Drosselung verbraucht die CPU nur noch 20-24W und liegt eher bei 2,7GHz im Schnitt.

...hier in HWInfo zu sehen:
vivobook VR drosseln.png


Soweit so schlecht.....ich halte es für bedenklich, dass in einem "Pro" Notebook, das laut der Asus Produktseite: "....mehr als genug Leistung für hocheffizientes Computing, reibungsloses Multitasking und beschleunigt Lade- und Bootingzeiten " bietet, die Spannungversorgung offenbar nicht in der Lage ist 22W zur Verfügung zu stellen, ohne zu überhitzen.
Auch wenn ich Cinebench nur mit drei Threads statt 8 laufen lasse gibt es die gleiche Drosselung und auch im Alltag beim installieren eines Windows Funktionsupdates, konnte ich diese Drosselung beobachten.



Auch wenn Asus schreibt: "Ausgestattet mit leistungsfähiger NVIDIA® GeForce® GTX 1050 Grafik eignet sich das VivoBook Pro 17 ideal für PC-Gaming und Entertainment-Anwendungen, Bildbearbeitung, Videoschnitt und vieles mehr. "
....ist das mit dem PC-Gaming so eine Sache. ;)

Die 1050 kann zwar durchaus moderne Spiele mit entsprechend anspruchslosen Settings und veringerten Auflösungen darstellen, aber ihre 2GB Vram sind oft eine starke Bremse....Ich musste immer die Texturen auf low stellen und das sieht wirklich nicht so toll aus....und Fortnite wäre z.B. ein Spiel, das selbst auf low(außer Sichtweite) mehr als 2GB nutzt und zumindest sowas, sollte man doch mit flüssigen Bildfolgen spielen können.

Gekühlt wird sie im Vivobook ziemlich gut und sie boostet über 1700MHz, was erstmal gut klingt.

Leider hat Asus das Vivobook so konfiguriert, dass bei GPU Belastung die CPU auf 8W begrenzt wird....manchmal springt es auch auf 12W aber in der Regel sind es 8W.

Sofern das Spiel nur wenige CPU Threads ausnutzt, ist das nichtmal ein Problem.
Frostpunk lief zu meiner Überraschung trotz sehr niedrigen Einstellungen und verringerrter Auflösung im late game, weiterhin im GPU limit und hatte keine Probleme mit der 8W Begrenzung.

Aber Anno 1800 und Kingdome Come Deliverance sind bitter ins CPU Limit gelaufen und liefen sehr schlecht.

Die Lüftung blieb in einem angenehmen Rahmen

Einzelbetrachtung der Spiele und Softwareanpassungen

Im normalen Alltag ist es ein scheinbar gutes Notebook.....wenn man ein Office "Desktop-Ersatz" sucht, den man ab und zu mal mitnimmt.....Webseiten und Videos laden schnell.....Display ist groß usw.

Gucken wir uns Spiele an.....

Ich habe drei Spiele ausgewählt, die ich selbst für spielenswert halte.

Frostpunkt.....das beste Spiel der letzten Jahre!!!
Kingdome Come Deliverance .....das zweitbeste Spiel der letzten Jahre.
Und Anno 1800, das aus meiner Sicht viel Potential verschenkt hat, dass mich aber trotzdem für sehr lange Zeit gefesselt hat.

Um die Situation mit der CPU Leistung in Spielen zu verbessern habe ich erst die CPU mit Throttlestop undervolted.
Es waren -115-120mV Offset möglich, weshalb ich mich für sichere -110mV Offset entschieden habe.
Das hat z.B. in KcD grob 300MHz mehr Takt bedeutet.
1,7-1,8GHz statt 1,4-1,5GHz waren aber immer noch zu wenig, um in Städten so wirklich gut spielen zu könnnen.

Auf der Suche nach einer Lösung habe ich eine Möglichkeit gefunden, über Throttlestop, diese 8W Begrenzung zu deaktivieren.
Das Vorgehen ist wenig vertrauenerweckend, da man sich eine extra Datei herunterladen muss und diese installieren muss, um dann das Limit auszuhebeln.
Da ich nichts beschädigen wollte, habe ich gleichzeitig die TDP auf 18W begrenzt, was mir in Cinebench, zusammen mit dem Undervolting, etwas mehr Punkte(620-640 mc und 196 sc) gebracht hat, als der drosselnde Normalzustand.
Und das eben ohne drosseln wegen der Spannungsversorgung. :)

Um in Spielen nicht durch Erhitzung des Mainboards oder der Luft im Inneren doch die Spannungsversorgung zu überhitzen, habe ich die GPU ebenfalls begrenzt und undervolted.
1506MHz bei 775mV habe ich eingestellt und den VRam etwas übertaktet.
Das ist zwar eine Einschränkung bei der GPU Leistung, jedoch spart es auch deutlich Energie und gleicht sich so grob den Mehrverbrauch der CPU aus.

In den drei Spielen gab es so, trotz langer Spieldauer, nie ein Drosseln, was ich als gutes Zeichen werte.
Trotzdem möchte ich an dieser Stelle natürlich darauf hinweisen, dass das aushebeln solcher Begrenzungen, eure Hardware beschädigen kann.....Asus wird die nicht aus Zufall gesetzt haben.

Wer genau wissen möchte, wie man das bei sich einstellen kann, der kann in meine ausführliche Anleitung zum undervolten von Notebooks mit aktueller Intel + Nvidia Hardware gucken:
https://www.computerbase.de/forum/threads/anleitung-zum-undervolting-von-aktuellen-intel-nvidia-notebooks.1869825/

.....jetzt aber die Spiele. ;)

Frostpunkt
Hier habe ich eine stark ausgebaute Stadt im Endurance Mode genommen.
Alles ist erforscht und es beginnt gerade ein Sturm.
Ich habe ein weit herausgezoomtes Standbild genommen und jeweils drei Messungen gemacht.


Hier macht uns die Begrenzung der CPU auf 8W keine Probleme.
Das Spiel läuft trotz praktisch schlechtesten Settings nur auf 36 FPS. Der Vram ist zu klein und die GPU zu langsam.
Dafür hat die CPU keine Probleme die GPU zu versorgen.

frost scatter.png

Die Änderungen die ich an CPU und GPU vorgenommen habe, haben hier nur Nachteile gebracht.
Der gesenkte Takt der GPU macht sowohl bei dem Vivobook als auch bei dem Dell XPS die Leistung schlechter.
interessant und für mich nicht zu erklären, sind die besseren Frametimes des Vivobooks, trotz schlechteren FPS.

Ich hätte wegen dem halb so großen VRam, hier eher ein anderes Bild erwartet, aber auch ein überprüfen der Ergebnisse hat nichts neues ergeben.

Insgesamt läuft das Spiel eher zäh und sieht vor allem mit den Einstellungen sehr schlecht aus.....fast schon unspielbar.

Kingdome Come Deliverance
Ich nutze eine lange Benchmarksequenz, bei der ich mit dem Pferd in einem Waldstück nördlich von Rattay starte, durch das eine Stadttor in die Stadt reite bis zum Zentrum, wo ich eine Runde um den Marktplatz drehe und über das andere Stadttor die Stadt wieder verlasse um zurück zu dem Waldstück zu reiten.
Die Szene ist eine der CPU intensivsten Szenen im Spiel, da man aber viel Zeit in Rattay verbringt sehe ich das als sinnvoll an.
Die Einstellungen waren 720p und gerade so hoch gewäht, dass das Spiel mit den 2GB VRam ausgekommen ist und ich trotzdem nicht 1,5m vor mir die Pfützen aufploppen habe...oder die Leute 5m von mir entfernt nochmal ihre Kleidung wechseln, oder erst einen Kopf aufsetzen.....minimale Sichtweite ist in diesem Spiel grausam.;)



In diesem Spiel wirkt sich die 8W Begrenzung der CPU sehr negativ aus.
Der Takt lag in der Regel zwischen 1,4-1,5GHz und die GPU war unterfordert.
Das Spielgefühl war sehr zäh und die Frametimes sehr unregelmäßig und ruckelig.
An schnelles reagieren in Nahkämpfen ist so nicht zu denken.....das Spiel war so im Grunde nicht zu spielen.
kcd stock.png

Wie man sieht ist die CPU extrem ausgelastet....ihr Takt ist hier ungewöhnlicherweise mal kurz auf 1,6 oder 1,7(je nachdem ob der Afterburner oder HWinfo früher aktualisiert).
Auch wenn HWInfo das anzeigt, ist hier kein undervolting aktiv, das Programm aktualisiert diese Anzeige nicht und zeigt daher falsch an.
Die GPU Auslastung ist schlecht, und die Frametimes schwanken stark.
Immerhin sind die Temperaturen gut.


Jetzt habe ich die CPU auf 18W gehen lassen und die GPU begrenzt:
kcd uv.png

Nun hat das Anpassen endlich richtig was gebracht. :)

Die Frametimes zeigen sich deutlich stabiler und der FPS-Durchschnitt deutlich höher.
Die CPU boostet auf brauchbare Taktraten und CPU und GPU haben weiterhin gute Temperaturen.
Die GPU Auslastung ist fast immer auf 99% auch wenn sie kleinere Einbrüche hat, die jedoch nicht groß Problemem machen.

Perfekt läuft das Spiel so immer noch nicht, aber so würde ich es spielen und könnte Spaß daran haben(wenn ich nicht einen Desktop Rechner hätte).
kcd scatter.png

Die Werte des Dell XPS sind ein ganzes Stück besser, aber bei den Frametimes kommt das Vivobook mit den undervolting Anpassungen an den Stock Zustand des Dell heran.

So sieht hier z.B. der jeweils zweitbeste Frametimeverlauf der Messungen mit undervolting und der stock Messungen im Vergleich aus:
kcd vivo stock vs uv.png

Das Dell XPS ist hier nochmal etwas besser(wenn ebenfalls undervolted):
kcd Dellvs vivo.png


Kommen wir zu Anno 1800......
Hier habe ich mich für eine etwas experimentelle Ausführung des Benchmarks entschieden...das ist noch nicht ganz ausgereift aber vielversprechend.
Bisher habe ich hier immer nur Standbilder getestet, aber wenn ich beobachte, was ich beim Spielen so alles mache, dann entspricht das nur einem Teil des Geschehens.
Ich verbringe durchaus Zeit in der maximal herausgezoomten Ansicht im Standbild, ich springe aber auch an andere Stellen auf der Karte, springe von Inselwelt zu Inselwelt und ich scrolle auch kurze Wege auf der Karte.
Und manchmal gucke ich mir die Stadt auch aus einer mittelnahen Position an.

Der integrierte Benchmark geht da komplett am Spielgeschehen vorbei! Schlechte Wahl! :stacheln:

Also habe ich mir einen eigenen Ablauf überlegt....
Mein Savegame ist definitiv lategame, auch wenn ich nur 10200 Investoren habe. Ich habe alle Gebäude gebaut, alles freigeschaltet, alle Inseln sind von mir oder der KI besiedelt. ich habe eine Ressourcenfressende Schönbauinsel....einige Dutzend Handelsrouten usw.

Ich habe für jede Inselwelt eine mittelnahen Kameraposition auf einen Hotkey gelegt.
Jeweils drei Schiffe, link neben Inseln plaziert und mit Hotkeys versehen....dann alle Kamerahotkey Positionen herausgezoomt.

Dann starte ich in der alten Welt mit dem herausgezoomten Standbild und zähle bis 10.
Springe dann von Schiff zu Schiff und scrolle jeweils mit der Tastatur nach rechts über die Insel, bis das Schiff aus dem Bild verschwindet....springe zum nächsten Schiff usw.
Nach dem letzten Schiff, springe ich mit dem Kamerahotkey auf die mittelnahe Position, wo ich wieder bis 10 zähle, bevor ich zur nächsten Inselwelt springe.
Das wiederhole ich für alle Inselwelten und das ist dann eine Messung.

Ach ja und ich bereite die Messungen auch ausgiebig vor.
Nach dem laden des Spielstandes, warte ich erstmal, bis ich auf der Minimap sehe, dass auch alle Inseln mit den Spielerfarbei eingefärbt sind...das dauert eine ganze Weile.....dann fahre ich auch alle Inseln und Inselwelten in der maximalen und mittleren Zoomstufe ab, damit auch alles schonmal im Ram/VRam war.
Das dauert mehrere Minuten, ist aber notwendig um relativ vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, die auch mit dem Spielerlebnis außerhalb des Benchmarks vergleichbar sind!

In Zukunft will ich das mit einem Script oder Autoklicker automatisieren. So wie es jetzt ist, ist da natürlich viel menschliche Variation drin....da die Messungen so lange dauern, bin ich jedoch zuversichtlich, dass es ausreichend genau ist.

Die Spieleinstellungen sind teilweise auf niedrig, wie der Wuselfaktor, die Texturen, das Postprocessing und die Beleuchtung.
Die Sichtdistanz ist sehr hoch.
Der Rest ist auf Mittel,
Die Auflösung sit durch FidelityFX130% verringert und AA ist deaktiviert.

Steigen wir mit den Ergebnissen ein, die bei mir für Verwunderung gesorgt haben:
anno vivo.png

Sowohl mein AMD Desktop PC, als auch das Dell XPS 15, liefen immer mit DX12 besser ...zumindest im späteren Spielverlauf.
Auch hier war DX12 mit dem Auslieferungszustand des Vivobooks leicht schneller, aber verwundert war ich nach dem undervolten, da hier DX11 deutlich besser lief!

Ich habe erstmal meine Messungen verifiziert, die sich aber als zutreffend erwiesen haben.
Dann habe ich mit dem Afterburner Overlay nach Ursachen gesucht und ich glaube ich habe eine Erklärung gefunden. :)

Im stock Zustand war das Spiel hart CPU limitiert und hier hat DX12 die CPU etwas besser ausnutzen können.
Da sie nur vier Kerne hat, war der Unterschied nicht sonderlich groß, da auch DX11 die CPU gut ausgelastet bekommt.

Als sich durch meine Änderungen der CPU Takt extrem gesteigert hatte, die GPU aber etwas langsamer wurde, war ich mehr GPU limitiert und hier scheint DX12 viel größere Probleme mit den 2GB Vram zu haben.
Diese sind dauerhaft mit leicht über 2GB, ausgelastet und haben so vermutlich keinen Platz mehr für Zwischenspeicherungen usw.
In DX11 wir der VRam unter 2GB gehalten und das scheint hier die Leistung deutlich zu verbessern.

Vergleichen wir das beste Ergebnis einmal mit dem Dell XPS und dem AMD Desktoprechner:
anno systeme.png

An die anderen Systeme kommt das Vivobook nicht heran, aber es ist durchaus spielbar.
Die 0.1% low Frametimes sehen hier gar nicht so unterschiedlich aus, fühlen sich aber sehr unterschiedlich an.

Um das zu verdeutlichen zeige ich einmal den Frametimeverlauf der jeweils zweitbesten Messung.
anno graph vivo.png

Wie man gut sehen kann, hilft das undervolting die Frametimes niedrig zu halten....außer bei ca. 70s wo vermutlich etwas im Hintergrund aufgepoppt ist oder ein NPC etwas zu sagen hatte.

Was man in dieser Auftragung nicht sehen, kann, ist wie hoch die drei Frametimepeaks gehen.
Die kommen immer dann, wenn ich die Inselwelt wechsle und da gibt es große Unterschiede zwischen den Systemen.

Der Wechsel von der neuen Welt nach Cap Trelawney, dauert auf dem AMD Rechner 0,21 Sekunden. Das hereinzoomen der Kamera ist smooth.
Auf dem Dell XPS 15 dauert dies mit 0,26s nur leicht langsamer aber das hereinzoomen ist nicht ganz ruckelfrei.
Und auf dem Vivobook dauerte es selbst mit undervolting 0,5s und ohne sogar 0,7s.....und das hereinzoomen war ruckelig.

Für mich fühlt sich das eben schon nach einer langen Pause an....man drückt die Taste und muss unangenehm lange warten, bis etwas passiert.

Die Anpassungen haben sich hier, wie schon in KcD als echte Bereicherung erwiesen..

Spielefazit
Das Vivobook Pro 17 ist ab Werk nur für alte Spiele oder Spiele mit geringen CPU Anforderungen geeignet.
Das die eigentlich relativ schnelle CPU auf 8W begrenzt wird, ist sehr schade.

Die Grafikkarte ist auch eher für alte Spiele geeignet, die der GPU nicht zu viel abverlangen und vor allem nicht mehr als 2GB Vram benutzen.

Wenn man die CPU mit Throttlestop auf bessere und hoffentlich unbedenkliche 18W laufen lässt,
und zusätzlich das undervolting Potential auslotet, kann mann auch CPU intensive Spiele angehen.

Mit war es wichtig, gleichzeitig die GPU einzubremsen und zu undervolten, da ich nicht riskieren wollte dass es doch zu viel Hitzeentwicklung im Gehäuse gibt.
In KcD hat sich der Verbrauch, stock, im Bereich von 55-61W bewegt.
Mit meinen Anpassungen lag ich bei kaum höheren 61-65W.
Ich denke da sollte es keine Probleme geben. Der Verbrauch in Anno 1800 bewegte sich nach dem Anpassen ebenfalls in dem Bereich von 60-65W.

Nach den Anpassungen lief Frostpunk wegen der limitierten Grafikkarte etwas schlechter.
Kingdome come Deliverance und Anno 1800 wurden jedoch erst richtig spielbar.

Gesamtfazit

Wenn man das Vivobook Pro 17 als Desktopersatz nutzen möchte, spricht wenig dagegen. :)

Die Tastatur ist angenehm, die 17" 1080p IPS auch.
Die Lüfter bleiben unauffällig, werden jedoch von der HDD übertönt.
Sind Lüfter und HDD aus, hört man ein leises Spulenfiepen, dass mich aber nicht gestört hat.

Die SSD tut ihren Dienst und beschleunigt Programmstarts und Windows.
Die HDD ist quälend langsam, aber als Massenspeicher braucht man ja nicht viel Geschwindigkeit.

Es gibt aus meiner Sicht alle wichtigen Anschlüsse...vor allem freue ich mich über einen Lan Anschluss.

Die CPU ist mit 4 Kernen und 8 Threads für den Alltag schnell genug, vor allem weil der 1 und 2-Kern Boost mit 4,6 und 4,5GHz sehr hoch ausfällt.
Längere Lastszenarien führen jedoch schnell zu einer Drosselung der CPU Kerne, aufgrund der scheinbar mangelhaften Spannungsversorgung.
Hier würde ich von Dauerbelastungen Abstand nehmen oder die CPU mit Throttlestop auf unter 20W begrenzen und undervolten.

Die 16GB Ram werden, dem normalen Nutzer, nicht so schnell ausgehen.

Die Akkulaufzeit ist wegen der nur 42Wh großen Akkus leider nicht auf der Höhe der Zeit.
Mit 4h Arbeiten oder Youtube kann man meiner Einschätzung nach ungefähr rechnen....dann schaltet sich der Laptop ab. :(

Die Boxen sind zwar kein Billig-schrott, aber starken Bass braucht man nicht zu erwarten.

Am Ende entscheidet der Preis darüber, ob sich das Gerät für einen lohnt.
Unter 900€ für diese Variante mit SSD und 16GB Ram sehe ich als konkurrenzfähig an.

Bei fast allen Geräten in der Preisklasse oder darunter fehlten aus meiner Sicht wichtige Eckpfeiler.
Entweder war die CPU zu langsam, der Ram nur 8GB, das Display zu klein oder zu schlecht...oder es hat meinem Vater nicht gefallen. ;)


Für die Anforderungen meines Vaters scheint das Gerät perfekt.
Für meine eigenen nicht.

Ich hoffe ich konnte die Vor und Nachteile ausführlich darlegen und eine gute Kaufberatung abgeben bzw. Besitzern dieser Geräte, die CPU intensive Spiele spielen wollen, einen Ausweg aus der 8W Begrenzung aufzeigen.
 

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Domski

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Danke für den Testbericht der etwas anderen Art! Der sehr praktisch orientierte Ansatz hat mir gut gefallen. Das "Forschen" nach den Ursachen und möglichen Lösungen waren interessant zu lesen.
Schönes Wochenende :)
 

Baal Netbeck

Rear Admiral
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Wie immer tolle Arbeit von dir mein Freund, womit du mal wieder ein Ticket für eine Erwähnung auf der Startseite gebucht hast! :D
Danke. :) ich weiß das zu schätzen. :daumen:
Der sehr praktisch orientierte Ansatz hat mir gut gefallen. Das "Forschen" nach den Ursachen und möglichen Lösungen waren interessant zu lesen.
Danke, ich gebe mir Mühe. ;)
Es verwirrt mich immer, wie wenig einige Laptophersteller darauf achten, dass ihre Produkte auch sinnvoll konfiguriert sind.

Bei dem Dell XPS 15, war es schade, dass die CPU Spannungsversorgung bei CPU intensiven Spielen überhitzt ist.
Und es war nicht so schlau, dass die GPU, die eigentlich schuld war, dann um so mehr aufgedreht hat.
Aber da wurde zumindest auf der Produktseite nicht mit PC Spielen geworben.
Das hätten sie einfach lösen können, indem es eine Kühlung auf der Spannungsversorgung gegeben hätte.
Oder zumindest eine räumliche Trennung von CPU und GPU Spannungsversorgung.
Aber das Gerät hat im Alltag gut funktioniert...und nicht verspochen bei Spielen zu funktionieren.


Hier im Vivobook Pro gehe ich mit Asus härter ins Gericht.
Wenn die Spannungsversorgung nicht mal 22W bereitstellen kann ohne zu überhitzen....und dieser Zustand nicht nur bei Benchmarks oder Rendern erreicht wird, sondern schon bei Windows updates oder dem Öffnen von Internetseiten mit vielen Bildern.....dann ist das eine Fehlentwicklung oder übertriebenes Kostensparen.....so günstig ist das Notebook auch nicht.

Selbst wenn der BWLer gesagt hat, sie müssen den halben Euro sparen und die Spannungsversorgung soll nicht mehr liefern, hätten sie ja wenigstens ähnliches machen können was ich gemacht habe.

Warum ist das long und short Power limit 36W? warum ist nicht short auf 36 und long auf 18?
Warum muss es im Spielebetrieb 8W sein? Hätte es nicht auch gereicht 15W zu konfgurieren?

Zwei winzige Änderungen an den Einstellungen und ich hätte kaum was zu meckern gehabt.
 

andi_sco

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@Baal Netbeck : hat das Notebook keine Lufteinlässe auf der Unterseite, in Höhe des Mousepads?
Ansonsten eine echt schwache Leistung von Asus. Mein Asus Billigheimer mit 6W CPU drosselt die CPU nie und das bei Semiaktiver Lüftung - sprich, der Lüfter sorgt nur für Luftdurchsatz im Gehäuse.
Mir ist bewusst, das ein i7 mit Geforce wesentlich mehr zieht, aber dafür kann man bei dem Preis auch ein besseres Kühlsystem erwarten.

PS könntest du den Cinebench R20 auch mal testen? Mich würde da der Vergleich zum Ryzen 5 2500U einfach interessieren.
 

Steini1990

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Echt erschreckend wie schlecht manche Notebooks konfiguriert sind. Da tritt die eigentlich verbaute Hardware komplett in den Hintergrund weil man sie gar nicht auslasten kann.
 

Baal Netbeck

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hat das Notebook keine Lufteinlässe auf der Unterseite, in Höhe des Mousepads?
Ich sehe gerade, dass drei der Fotos nicht als Anhang funktioniert haben.... Die werde ich morgen irgendwann Mal reparieren.
Da habe ich auch die Unterseite fotografiert.

Ich bin mir nicht mehr sicher, ich glaube beim Touchpad gab es keine Öffnung.
Eine "größere" mittig hinten über CPU und GPU....und vorne rechts und links kleine, wo die Boxen verbaut sind.
Mir ist bewusst, das ein i7 mit Geforce wesentlich mehr zieht, aber dafür kann man bei dem Preis auch ein besseres Kühlsystem erwarten.
Das Kühlsystem von CPU und GPU ist ja ausreichend.
Beide bleiben auf angenehmen Temperaturen.

Nur die Spannungsversorgung ist wohl unterdimensioniert oder zu wenig effizient....oder nicht ausreichend im Luftstrom....oder was auch immer das Problem ist.

In dem Punkt kann man durchaus was besseres erwarten.
An den heatpipes und Kühlfinnen mit den zwei Lüftern kann ich nichts aussetzen.
PS könntest du den Cinebench R20 auch mal testen? Mich würde da der Vergleich zum Ryzen 5 2500U einfach interessieren.
Ich hatte meinem Vater den Laptop eingerichtet und dabei die Tests gemacht.

Gestern habe ich ihn den vorbei gebracht.... Weitere Tests werden da schwer.

Aber ich habe Mal bei Notebookcheck geguckt....da gibt es ein thinkbook, das mit 193 single core Punkten im R15 gut zu den 195 Punkten im Vivobook herankommt.

Das macht im R20 472 Punkte....also 2,45 Fach mehr Punkte.

Im multicore macht es im Schnitt 620 im R15....was auch gut zu meinen Ergebnissen passt.

Und im R20 dann 1571 Punkte...also das 2,53 fache...

Mit meinem undervolting und der Begrenzung auf 18W hatte ich grob 640 Punkten....sagen wir also Mal Die Punkte steigen wie bei Notebookcheck, dann sind das ja 1622 cinebench R20 Punkte.....bei meinen 18W auf der cpu hat das ganze Notebook konstante 36W aus der Steckdose gezogen.

Da von Gerät zu Gerät große Unterschiede existieren, wird diese Abschätzung genau genug sein.;)

Viele Notebooks mit dem i7 8565U haben deutlich schlechtere Werte auf Notebookcheck gehabt....vermutlich sind sie in kleineren noch schlechter gekühlten Laptops verbaut und halten sich eher an die TDP von Intel, die mit 15W angegeben ist....oder haben sie sogar darunter angesetzt.

Echt erschreckend wie schlecht manche Notebooks konfiguriert sind.
Ja leider.
Man sieht es halt nicht von außen....
Man guckt z.B. in Testberichten gemessene, 3Dmark Ergebnisse an und da ist spielt die CPU bei den Grafikpunkten so gut wie keine Rolle....die 8W Begrenzung ist da völlig egal....und im CPU Teil ist dann die Grafikkarte gar nicht belastet und die CPU ist nicht eingeschränkt.

Die spiele Tests sind schwer einzuschätzen weil es so viele Optionen gibt, die man gar nicht auf den Schirm haben kann... Und die getestete Szene so unglaublich viel Einfluss hat.

Ich tue mich da auch extrem schwer gute Produkte zu finden....und noch schwerer anderen zu empfehlen.

Notebookcheck ist da echt gut...aber die haben halt auch nur eine Auswahl an Geräten selbst getestet.....HWunboxed macht gute Tests, die auch auf die Displays gut eingehen.

CB macht natürlich auch Tests, aber auch da wird man selten Tests zu allen Geräten finden, die man im Blick hat...und von einer review-quelle zu anderen review-seiten sind die Ergebnisse nicht vergleichbar.

Ich gebe mein bestes, das Notebook so genau wie möglich unter die Lupe zu nehmen....die Schwachstellen zu finden und zu untersuchen....aber eventuell ist die Konkurrenz ja noch viel schlimmer??

Und für Tests des Displays, der Tastatur, der boxen, der Akkulaufzeit usw. kann ich halt nur grobe subjektive Einschätzungen bieten.....da muss man wo anders suchen.

Wäre es mein eigenes gewesen, hätte ich wohl alles auseinander genommen und mir zur Not mit Wärmeleitpaste und kleinen Kupferstücken oder sowas selbst etwas gebastelt. ;)
 

Baal Netbeck

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