Ich habe so gut wie alle Battlefield-Teile gespielt, mehr oder weniger. Nur Battlefield Heroes, Battlefield Online und Play4Free habe ich ausgelassen.
Mein Einstieg war 2004 mit Battlefield Vietnam, danach parallel Battlefield 1942, und schließlich Battlefield 2, das für mich persönlich der Höhepunkt der Serie war. BF2: Modern Combat konnte ich auf der Xbox Classic anspielen, kam aber mit der Steuerung nicht wirklich klar.
Dann kam Battlefield 2142, der Wechsel ins futuristische Setting war spannend und hat richtig Spaß gemacht.
Battlefield: Bad Company und Bad Company 2 auf der Xbox 360 waren für mich die besten Singleplayer-Erfahrungen der Reihe. Alles danach war „okay“. Das Vietnam-Addon für BC2 war ebenfalls stark und hat richtig gut abgeliefert.
Battlefield 3 und Battlefield 4 auf der Xbox 360 waren meiner Meinung nach nicht mehr so gut wie BF2. Es wurden viele Kompromisse gemacht, und die Klassen wurden stark reduziert und eingeschränkt. Ab hier wurde , meiner Meinung nach, das Gameplay weniger taktisch und deutlich schneller. Man merkte, dass mehr Close Quarters Combat (CQC) forciert wurde, offenbar, um Spieler von Call of Duty 4: Modern Warfare (2007) und dessen Nachfolgern anzulocken. Man hat in CoD4 wohl einen Starken Konkurenten zu Battlefield gesehen.
Später habe ich BF3 und BF4 auch für den PC gekauft, nachdem ich mir einen Rechner gebaut hatte, der mithalten konnte. Und auch weil meine Freunde eher auf dem PC als auf der Konsole gespielt haben, somit hier auch noch mal ein paar Stunden versenkt.
Battlefield Hardline habe ich nicht direkt zum Release gespielt, sondern günstig vom Grabbeltisch mitgenommen. Das Setting war interessant, aber die Umsetzung hat mich nicht abgeholt.
Battlefield 1 fand ich gut und habe einige Stunden darin versenkt. Battlefield V hingegen hat mich nicht ganz überzeugt, das habe ich allerdings geschenkt bekommen und nicht gekauft.
Bei Battlefield 2042 habe ich wohl eine unpopuläre Meinung: Mir hat es gefallen, und es lief auf meinem alten Setup überraschend gut. Ich habe knapp 750 Stunden im Spiel verbracht, bis sie anfingen, es umzubauen, weil so viele „geweint“ haben.
Bis zu diesem Zeitpunkt fand man meist innerhalb von 30 Sekunden ein Match. Danach ging es los, dass man bereits Minuten warten musste. EA hat viele Spieler vergrault, die bis dahin aktiv waren.
Meiner Meinung nach hätten sie das bestehende Spiel nicht auf Biegen und Brechen umbauen sollen, sondern sich auf Technik, Balance und Content konzentrieren. Wenn sie gesagt hätten: „Okay, beim nächsten Spiel machen wir es anders“, wäre das besser gewesen, als mit der Brechstange aus BF2042 etwas zu machen, was es nie sein sollte.
Vor drei Monaten habe ich nochmal ein paar Runden gespielt (vor dem TPM/Secure Boot-Patch) – da wartete man schon 2–3 Minuten auf ein Match, was ich in der heutigen Zeit ziemlich fragwürdig finde. Viele haben einfach keine so große Geduldsspanne.
Diese Woche habe ich nochmal ein paar Stunden gespielt, und der Hype um BF6 hat wohl einige dazu gebracht, BF2042 nochmal zu installieren. Die Wartezeiten lagen trotzdem bei etwa 1-2 Minuten, und das mit Crossplay aktiviert.
Ich hatte insgesamt viel Spaß mit der Battlefield-Reihe, aber wie bereits gesagt Battlefield 2 bleibt für mich der Höhepunkt.
Die großen Maps waren ein Traum. Snipen war noch schwer, Sniper-Scopes leuchteten nicht wie Taschenlampen, es gab noch sieben Klassen und einen Commander.
Mit Battlefield 2042 kamen immerhin die großen Maps zurück, und mit den Specialists hatte man eine Freiheit, die meiner Meinung nach gut zu Battlefield passte. Das erlaubte eine neue Flexibilität und individuelle Spielweisen, die theoretisch jeden Spieler ebenbürtig machten.
Für mich sind die vier Klassen in BF6 ein klarer Rückschritt.
Aber ich höre jetzt schon die sogenannten „Veteranen“ schreien, dass die Specialists das Teamplay zerstört hätten und feste Klassen die Spieler automatisch zum Teamplay zwingen würden.
Das ist absoluter Quatsch. Nicht die Klasse bestimmt, ob jemand Teamplay leistet, sondern der Spieler vor dem Bildschirm. Wenn jemand keinen Bock hat und nur sein eigenes Ding durchziehen will, bringt auch die beste Klasseneinteilung nichts.