Als MINT-Akademiker mache ich das auch meist. Ich habe hier schon viele "harte Fakten" gepostet, Studien zitiert usw. Nichtsdestoweniger halte ich es für wichtig, neben Dystopien und harten Zahlen auch Utopien anzubieten. Konstruktive Vorschläge, wie man einen soziale Zukunft organisieren kann. Sonst läuft das eher auf ein Modell USA hinaus, wo man die unteren Teile der Gesellschaft de facto "ghettoisiert". Und am besten zusätzlich noch Mauern um die gehobenen Wohngebiete zieht. Mit kontrollierten Eingängen und bewaffneten Wachen.
Ok - da gehe ich mit. Mir ging es eher darum, dass man nach Fragen bzgl. der Finanzierung oft Philosophen als Antwort erhält und bei dem Thema interessieren mich diese Meinung nicht. Bei der endgültigen Ausgestaltung gern.
Aber wie risikofreudig sind die Deutschen? Sehr gering. Es "vergammeln" doch jetzt schon Milliarden auf deutschen Konten. Dann noch Sparbücher und Dergleichen.
Tut mir Leid, aber zu dem Thema sage ich schon lange nichts mehr bzw. ich diskutiere mit keinen mehr darüber.
Tagesgeld sind für kurzfristig wichtige Ausgabe (Waschmaschine, Auto kaputt etc.)
Alles andere gehört investiert ABER
normale Anleger kaufen Aktien wenn sie unten sind und verkaufen Aktien wenn sie oben sind...
typische deutsche Anleger kaufen die Aktien wenn sie oben sind und verkaufen sie panisch, wenn sie unten sind ... oder kaufen tolle Werbeangebote wie Telekom Aktien oder Versicherungen bei Göttinger Gruppe (nur weil ein Politiker Werbung macht) ... die Leute sind einfach zu faul sich selbst zu kümmern.
Indirekt schon. Denn die Konsequenz aus technologischem Wandel, Nullzinspolitik, weniger Arbeitsplätzen, ... ist, dass diese bisherigen, sicheren Konzepte, wie Sparbücher, private Vorsorge, Rente, u.v.m. sukzessive entwertet werden.
Das die heutigen Systeme sich auch wandeln werden ist mir klar, aber Ansprüche an dem Staat (z.B. Entgeltpunkte) müssen bestehen bleiben und dürfen nicht einfach mit "jetzt gibt es BGE" abgespeißt werden. So müsste man ja doppelt zahlen - Rentenbeiträge für Rente, die es nicht mehr gibt und dann nochmal Steuern für das BGE
Nur darauf wollte ich hinaus.
Schon heute muss man mit mittlerem Einkommen oder weniger ja sehr alt werden, um etwa von einer Riesterrente überhaupt unterm Strich ein Plus zu erhalten. Und seit Jahrzehnten waren noch nie so viele Bürger von Altersarmut bedroht, wie heute.
Ein großes Problem ist, dass viele denken Riesterrente ist ein Sparvertrag - es handelt sich um eine Versicherung, um das Langlebigkeitsrisiko abzufedern. Ob man das nun sinnvoll findet sei dahingestellt ABER ich finde diesen Vergleich unfair. Ich sage ja auch nicht, dass ich xMal Krank werden muss, um meine Beiträge rauszuholen.
Ansonsten kann sich Riester tatsächlich lohnen aber nur, wenn das eigene Einkommen stimmig ist und man genug Steuererstattungen bekommt, die man dann reinvestieren muss. Dann lohnt es sich durchaus.
Übrigens auch so eine Sache. Wenn das BGE kommen sollte, dann müssen vorhandene Riester weiter mit Zulagen versorgt werden. Warum? Nicht weil ich Riester so toll finde, aber wenn mittendrin einfach die Spielregeln geändert werden - wer würde dann dem Staat noch vertrauen und Vertrauen ist ziemlich wichtig für den Staat. Nicht nur Riester auch VL Zulagen, KFW Kredite (die bei der Steuer angesetzt werden können) all das muss erhalten bleiben und dann könnte man über ein BGE reden, aber bei vielen Seiten wird alles irgnoriert.
Nur bei einer Grundeinkommenseite konnte ich bisher lesen, dass dies alles bleiben muss - natürlich auch auslaufen muss.
Exakt. Deshalb der Verweis auf Precht, der zu der harten, rein wirtschaftlichen Betrachtung (die eben z.B. Google & Co. aus offensichtlichen Gründen beim BGE anstreben) soziale Ansätze hinzugibt.
Mir ging es eher um das eigene Gefühl -sicherlich wird man es sozial verhandeln müssen aber ich würde mir trotzdem sinnlos und unzufrieden vorkommen "wir brauchen dich nicht - hier hast du gnädige 1000€". Ich will keine Almosen.
Einer der größten Irrtümer - primär der Konservativen und Sozis - ist es, dass es für jeden Arbeit gäbe.
Einer der größten Irrtümer - häufig von Liberalen - ist es, dass man jeden nahezu beliebig weiterqualifizieren könne.
Ich verkürze deinen Beitrag einfach mal. Ich stimme dir überraschenderweise bei vielen Sachen zu - sicherlich werden die wenigsten morgen Dr. für KI werden - ich übrgigens auch nicht, aber dein Post ist ziemlich krass.
Ich verstehe es zumindest so - nach dem Motto "alles unter Dr.titel" ist zu nix zu gebrauchen.
Würdest du deinen/einem normal begabten Kind - also Durchschnitt - auch dazu raten keine Ausbildung, Meister, oder Studium zu machen, da man "euch" später eh nicht braucht und ihr nur balast seit?
Oder mir raten, dass ich eigentlich meine Weiterbildung abbrechen könnte?
Entschuldige bitte diese private Frage aber so verstehe ich deine Schlussfolgerung.
Gerade dein Beispiel mit dem zwei linken Händen.
Sicherlich werden diese hochqualifizierten Jobs zu nehmen, aber Wandel gab es schon immer. Sicherlich könnte der kommende stärkere Ausmaße als die davor erreichen und ich halte deine Punkte für schlüssig, aber trotz aller Statistiken glaube ich nicht daran, dass es in Zukunft nur noch für 50 hochqualifizierte in Deutschland Arbeit geben wird und der Rest verkommt mit BGE aber man wird viel flexibler werden müssen sowie Arbeit und Arbeitgeber öfter wechseln müssen.
Weiterbildung wird ja nicht nur gemacht, um ganz nach oben zu kommen - sicherlich schafft es nicht jeder zum Einstein, aber ich rede auch nur von normalen Aufstieg oder Seitenumstieg in die Selbständigkeit.