Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden

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Tomislav2007 schrieb:
Ich habe gestern noch gelesen das Unternehmen deutschlandweit händeringend zehntausende Fahrer suchen aber keine finden, weil kaum noch jemand diese Arbeit machen will.
Hier wird einer Arbeit hinterher getrauert die so unattraktiv ist das man keine/kaum Menschen dafür findet, warum dann nicht automatisieren ?
Tomislav2007 schrieb:
Wir haben in Deutschland eines der besten und sichersten Sozialsysteme der Welt.

Das war auch nur eine Antwort auf ascer Beispiel und dieser Busfahrer Frage. Sozialsysteme bei uns sind toll - auch hier war es nur eine Reaktion auf dieses "unabwendbare göttliche Prinzip" der KI. Mit sozial meinte ich, dass man trotz autonom fahrenden Bussen nicht von heute auf morgen die Fahrer entlassen muss oder ihnen eine Fortbildung ermöglicht.
Ergänzung ()

silent-jones schrieb:
Ich spiele auf kein Sozialstaatsprinzip an, sondern auf das Leben an sich. Die Natur ernährt ihre Lebewesen und zwar physisch sowie psychisch. Dies muss man sich nicht erst bei anderen Lebewesen erarbeiten.
Das Leben ansich ..und mir wurde noch Sozialdarwinismus vorgeworfen. Die Natur ernährt niemanden, sondern stellt die grundlegend benötigten Sachen. Bisher musste noch jedes Lebewesen sich die Nahrung erarbeiten.

silent-jones schrieb:
und die Allerreichsten haben noch nie gearbeitet, sondern haben geerbt oder spekulieren einfach nur mit Geld weltweit.
Diese Diskussion ist doch mühselig - auch die reichen zahlen Steuern, welche durch Zuschüsse wieder in die Systeme fließen (versicherungsfremde Leistungen) Ob jemand reich ist oder nicht ist mir eigentlich egal.

silent-jones schrieb:
Dem Geldsystem ist der Mangel inhärent, denn es ist ein Schuldgeldsystem, bei dem immer mehr Geld zurück verlangt wird, als jemals herausgegeben wurde.
Was auch richtig ist oder wie sollte das Risiko beziffert werden? Sollten Menschen mit schlechter Bonität weniger zurückzahlen und die mit hoher Bonität mehr?
silent-jones schrieb:
b. Was sind die natürlichen Gesetzen des Lebens
Bestimmt nicht, dass alle gleichen Zugang zu Nahrung, Wasser etc, bekommen, dass sind Errungenschaften der Zivilisation. Natürlich wäre es, wenn der schwache verhungert, da er nicht jagen kann oder behindert ist. Oder das Kind, was an einer Krankheit stirbt, die mit Impfungen verhindert werden kann. Natürlich heißt nicht immer gut - Krankheiten, Epidemien, Düren - alles natürlich aber bestimmt nicht gut.

silent-jones schrieb:
d. Warum will ich nicht, dass mein Nächster ein BGE bekommt
Da du dich so auf die Natur beziehst - da es unnatürlich wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kausu schrieb:
Die Natur ernährt niemanden

Die Vögel säen nicht und ernten auch nicht und doch ernährt sie ihr Vater.
 
Ihr Vater? hä?

Davon abgesehen ging es darum, dass sich niemand Nahrung in der Natur erarbeiten muss. Ist die Jagd nach Insekten oder das suchen von Saatkörnern keine Arbeit?
 
Zuletzt bearbeitet:
Kausu schrieb:
Ihr Vater? hä?

Davon abgesehen ging es darum, dass sich niemand Nahrung in der Natur erarbeiten muss. Ist die Jagd nach Insekten oder das suchen von Saatkörnern keine Arbeit?

Du wirst doch wohl den Unterschied zwischen "ich pflücke einen Apfel" und abhängig beschäftigt zu sein kennen oder?
In Deutschland, sowie in fast allen westlichen Industrienationen, muss sich niemand seine Nahrung erarbeiten, das geschieht größteils automatisch in der industriellen Landwirtschaft. Für Trinkwasser muss auch niemand zum Brunnen laufen. Auf der einen Seite sprichst Du über unsere moderne Welt und dann willst Du die Notwendigkeit für sozialversicherungspflichtige Arbeit mit prä-mittelalterlichen Zuständen begründen. Macht alles keinen Sinn. Alles ein unausgegorenes gedankliches Durcheinandern. Nimm Dir mehr Zeit, um Dich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Youtube ist voll von Vidoes diverser Wissenschaftler und Philosophen sowie kompetenten Menschen, die dieses Thema umfassend erforscht haben.
Nur so viel: Das BGE zu finanzieren ist kein Problem. Es ist bereits finanziert, nur hinter gestörten Konstruktionen wie HartzIV verborgen und in allerlei Steuern und Abgaben versteckt, die dann alle wegfallen würden.
Das Gesamteinkommen Deutschlands beträgt ca. 2 Billionen Euro jährlich.
 
silent-jones schrieb:
Ich spiele auf kein Sozialstaatsprinzip an, sondern auf das Leben an sich. Die Natur ernährt ihre Lebewesen und zwar physisch sowie psychisch. Dies muss man sich nicht erst bei Lebewesen erarbeiten.

Jetzt lenk nicht ab. Du hast geschrieben es sei natürlich, dass sich kein Lebewesen dies erarbeiten muss und das ist einfach Unfug.

silent-jones schrieb:
In Deutschland, sowie in fast allen westlichen Industrienationen, muss sich niemand seine Nahrung erarbeiten, das geschieht größteils automatisch in der industriellen Landwirtschaft.
Und das nennst du natürlich? Ich nenne es Fortschritt durch Zivilisation. Automatisch und natürlich zusammenwerfen ist schon toll.

silent-jones schrieb:
Macht alles keinen Sinn. Alles ein unausgegorenes gedankliches Durcheinandern.
Oh dann lass mich doch an deiner umfassenden Weisheit teilhaben, wieso es natürlich ist, dass Lebewesen sich diese Sachen nicht erarbeiten müssen. Diesen Quark hast du erwähnt
https://www.welt.de/kultur/article136334779/Die-Natur-ist-die-Lehrmeisterin-aller-Sadisten.html
Hier mal zu deiner tollen Natur

silent-jones schrieb:
Youtube ist voll von Vidoes diverser Wissenschaftler und Philosophen sowie kompetenten Menschen, die dieses Thema umfassend erforscht haben.
Ja wahrscheinlich solche Leute wie KenFM oder Lesch und Pispers.

silent-jones schrieb:
Nur so viel: Das BGE zu finanzieren ist kein Problem. Es ist bereits finanziert, nur hinter gestörten Konstruktionen wie HartzIV verborgen und in allerlei Steuern und Abgaben versteckt, die dann alle wegfallen würden.
Was am BGE am meisten nervt sind diese unterschiedlichen Aussagen - noch vor ein paar Seiten wurde mir von jemand anders darauf geantwortet, dass solche Leistungen nicht wegfallen. Am Ende ist es mir auch egal, ob es finanzierbar wäre (wäre es nicht) - wie vor ein paar Tagen schon erwähnt.

Da hier gern mit linken Seiten argumentiert wird.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=15187
https://www.nachdenkseiten.de/?p=41787

Habe eben auch erst gemerkt mit wem ich versuche zu diskutieren - HerrAbisZ hat ja eine tolle Seite über Religion, NWO und was auch immer. Darauf gehe ich gar nicht erst ein.

silent-jones schrieb:
Du wirst doch wohl den Unterschied zwischen "ich pflücke einen Apfel" und abhängig beschäftigt zu sein kennen oder?
Bei dem einen hole ich mir meine Nahrung direkt und mit dem anderen finanziere ich diese - die Landwirtschaft stellt ja nicht aus Gutmütigkeit diese Produkte her, sondern will sie verkaufen. Beides ist aber Arbeit.
 
Das hier mutiert mehr und mehr zu einem Esotherikthread. Die hier vorgerbachten „argumente“ haben ja schon nicht mal mehr was mit linker politik zu tun. Und dann wieder die allseits beliebten totschlagargumebte weil man argumentativ mit dem Esotherikgeschwurbel nichts in der hand hat. Es verwundert nicht, dass der thread sich im kreis dreht...
 
Mustis schrieb:
Das hier mutiert mehr und mehr zu einem Esotherikthread. Die hier vorgerbachten „argumente“ haben ja schon nicht mal mehr was mit linker politik zu tun. Und dann wieder die allseits beliebten totschlagargumebte weil man argumentativ mit dem Esotherikgeschwurbel nichts in der hand hat. Es verwundert nicht, dass der thread sich im kreis dreht...
Dass man in einem IT-Forum hyperaktive linke Gehirnhälften antrifft, ist nicht verwunderlich. :D ,
aber dieses ständige Diffamieren und Verspotten anderen Meinungen muss doch nicht sein.
Man macht sich damit doch nur selbst zum Idioten.
Im Übrigen sind Spiritualität und Esoterik zwei grundlegend verschiedene Dinge, die Du, wohl mangels Kenntnis, in einen Topf wirfst.
 
Es ist keine Diffamierung, sondern eine Tatsache. Und mit Spiritualität hat das Gerede von Vater oder Mutter Natur etc. auch wenig zu tun, zumindest im KOntext des hier eigentlich behandelten Themas.

Erkennst du eigentlich die Ironie, die sich aus deinem ersten und dritten Satz ergibt? Du willst, dass deine Meinung nicht diffamiert wird, wirfst aber direkt hinter her, dass man vermeintlich etwas aus deiner SIcht verwechselt, mangels Kenntnis. Das ist auch nicht anderes als Diffamierung. :rolleyes:
 
Mustis schrieb:
Es ist keine Diffamierung, sondern eine Tatsache. Und mit Spiritualität hat das Gerede von Vater oder Mutter Natur etc. auch wenig zu tun, zumindest im KOntext des hier eigentlich behandelten Themas.

Erkennst du eigentlich die Ironie, die sich aus deinem ersten und dritten Satz ergibt? Du willst, dass deine Meinung nicht diffamiert wird, wirfst aber direkt hinter her, dass man vermeintlich etwas aus deiner SIcht verwechselt, mangels Kenntnis. Das ist auch nicht anderes als Diffamierung. :rolleyes:

Diffamierung (Dein Stiel) ist: Schwachsinn, Unfug etc. was Du da schreibst.
Sachgerechte Antwort (Mein Stiel) ist: Spiritualität und Esoterik werden häufig verwechselt bzw. gleichgesetzt, wie auch in Deiner Antwort.

Dass Du den Begriff der Esoterik in diesem Zusammenhang benutzt, zeigt eindeutig, dass Du nicht weißt, was er bedeutet und ihn nur deshalb verwendest, weil er im allgmeinen Sprachgebrauch häufig missbraucht wird, um die Argumente des Gegenübers lächerlich zu machen.
 
Natürlich .... was ist für den Menschen "natürlich"?

Ist es das romantisierende Bild, wlches wir uns gerne von den Jäger und Sammler Kulturen machen?
Wenn ja, dann sollte doich klar sein, dass diese "Natur" uns abhanden gekommen ist (zumindest n den hochentwickelten Industrienationen).

Für diese Art des Lebens fehlt uns sehr sehr sehr viel Wissen. Wie baut man ein Haus mit den Dingen, die man im Wald findet? Wie baut man das nötige Werkzeug (ebenfalls aus Dingen, die man im Wald findet)?
Bei vielen, die ein "natürliches Leben" fordern habe ich das Gefühl, dass ihnen überhaupt nicht klar ist, was das bedeuten würde.

In diesem Leben wäre NICHTS einsetzbar, was man in einem Geschäft kaufen kann ... Internet, Telefon ... no way ... Strom ... Solar, Windkraft kann man ja eigentlich fasst überall nutzen (Wasserkraft nur an Gewässern), WENN man das know how UND die ressourcen zur Verfügung hat, um diese anlagen zu bauen und zu betreiben.

Die moderne durchtechnolöogisierte Lebensweise ist auf "natürliche" Weise für die allermeisten von uns nicht umsetzbar (wahrscheinlich für keinen).
Allein schon die Gesundheit ... welche Pflanzen kann ich essen, welche Kombinationen sind schädlich (durch chemische Reaktionen), und was hilft gegen Vergiftungserscheinungen ... schon die Information, woher die Erscheinungen kommen, können huete viele menschen nur spekulativ angeben (ich glaube, ...).

Und selbst, wenn dies umsetzbar wäre, in Deutschland gibt es seit Ende des Gemeindelands (Acker und Waldflächen zur allgemeinen Nutzung - kein Privatbesitz) keinen Quadratzentimeter Land, auf dem man so leben könnte ... denn dieses "natürliche" Leben braucht nunmal Platz ... und in einer Welt des Privateigentums kostet das Geld, welches sich aus diesem Natürlichen leben nur schwer generieren lässt.

Wir haben "natürlich" schlicht und ergrefend verleernt, weil es seit Jahrhunderten (oder -tausenden) einfach nicht mehr nötig war ... je speziaisierter unsere Gesellschaft wurde, desto weiteer hat sie sich nicht nur von diuesem romantischen Ideal "natürlichkeit" verabschiedet, sondern desto unmlöglicher wurde auch ein Rückkehr.

Wir haben es schlicht verlernt, natürlich zu leben ... und ich denke, dass die Forderung wohl eher daraus entsteht, dass man etwas anderes für natürklich hält.
Nichts von dem, was Menschen heute tun (und wie sie es tun) ist wirklich natürlich ... auch die ganzen Vorzüge des modernen Lebens sind unnatürlich.

Wenn ich über Vögel oder Ratten nachdenke, dann denke ich auch öfter mal, wie gut die Viecher es doch haben ... klar, sie müssen auch zusehen, dass sie was zu futtern bekommen, aber das liegt allein in ihrer eigenen Verantwortung ... die Futtersuche ist darauf ausgelegt, so viel Futter heranzuschaffen, dass das Überleben gesichert ist ... und hier unterscheidert sich das doch sehr von menschlicher Arbeit, denn die ist nicht auf "genügend" ausgelegt, sondern immer auf "so viel wie möglich ... lieber noch etwas mehr".
Und in diesem Bezug, ist unsere Arbeitswelt tatsächlich unnnatürlich, denn bei Tieren ist die arbeit beendet, wenn der Magen gefüllt ist ... der Mensch ist das einzige Lebewesen, welches weit über diesen Zustand hinaus arbeitet, und das für normal hält.
Die Kehrseite eines natürlichen Lebens ist aber die absolute Unsicherheit ... denn bei jedem Spatzen, Wolf oder Hirsch ist klar, dass das Leben von jetzt auf gleich beendet sein kann ... auch ein Mensch muss in der Natur damit rechnen, dass ein anderes Tier in ihm kein "intellektuell überlegenes Wesen" sieht, sondern einfach eine Mahlzeit. Bären machen vielen von uns schon Angst, wenn sie eine Schrotflinte dabei haben ... "natürlich" wäre das eher ein spitzer Stock ... Lust auf einen "infight" mit mehreren hundert Kg Bär?

Ich weiß, dass ich kein "natürliches" Leben führen kann ... da kann mir auch egal sein, ob ich das gerne könnte .... denn mit diesem "möchte gerne" bekomme ich kein Essen in den Topf, was mich nicht umbringt (schon der Topf ist ein Problem), kein dichtes Dach über dem Kopf (von vernünftigen Wänden ganz zu schweigen) und wenn sich irgendwie mal was entzündet, wüsste ich nichtmal, welche Pflanzen entzündungshemmend wirken (gut, Kamille würde ich schon finden) ... mein Kräuterwissen reicht lang nicht aus, um auf mich allein gestellt in der Wildnis zu überleben.
Und wenn das Internet "widernatürlich" ist, dann kann Google eben auch nicht weiterhelfen, wenn man auf "widernatürliches" verzichten will ... das ist ein "Life-Hack" der in der Wildnis NICHT zur Verfügung steht.

Am Ende noch was zu benutzten begriffen:
"Widernatürlich" ist so ziemlich das übelste Normativ, was die Diskursgeschichte kennt. Es gaukelt die Erkenntnis des "natürlichen" vor und dient lediglich der herabwürdigung eines Zustandes, dem man das Etikett "widernatürlich" gibt.
Homosexualität gilt vielen noch heute als widernatürlich ... teilweise werden einzelne sexuelle Orientierungen sogar als pathoogische Störung betrachtet .... ursprünglich wohl, weil irgendwo in der Bibel stellen so interpretiert werden konnten ... als die Kirchen in Europa an Bedeutung verloren, haben dann die neu entstandenen Wissenschaften den Faden aufgenommen ... und aus einer Straftat (homosexueller Sexualakt) aufgrund "widernatürlicher" (nicht gottgefälliger) Neigungen wurde ein Krankheitsbild .... eine pathologisxche Störung ... in dieser Kategorie taucht Homosexualität in den ersten zwei DRM's der APA auf, nach der jahrelang weltweit psychische Erkrankuingen diagnostiziert wurden.
Der "Fortschritt" bestand in dem Fall darin, dass man nun nicht mehr die Handlung problematisierte (für die wurde im 16. Jahrhundert einfach hingerichtet), sondern die "veranlagung" zu ihr ... für die veranlagung kann man zwar niemanden hinrichten, aber lebenslang wegsperren und allen möglichen Therapien aussetzen.
Im 16 Jahrhundert hatten Richter und Henker durch Homosexalität ab und zu mal ein bisschen arbeit ... nach der wissenschaftlihen Aufarbeitung" als Störung konnten davon ganze Heere von Psychoanalytikern, Pflegern, und Schließern von leben, dass ein paar Menschen eben "gegen den willen Gottes" handeln möchten.
Aus einer situativen Zuwiderhandlung eines Menschen haben die aufstrebenden Wissenschaften "Medizin" und "Psychologie" einen "Defekt des Individuums" gemacht.
Sigmund Freud wurde scghwer angegangen, weil er Schriften widerrufen sollte aus denen eine nicht gebundene menschliche Sexualität abgeleitet werden konnte ... denn es hätte der Rethorik des widernatürlichen die Basis entzogen, wenn man sich hätte eingestehen müssen, dass sexuelle Energie zunächst nicht an etwas bestimmtes gebunden ist.
Das dumme ist nur, dass es sich bei diesen Schriften eigentlich um die Grundlagen der Psychoanalyse handelte.

Mal als Quelle, bevor mir wieder vorgeworfen wird, ich würde das als meins verkaufen wollen.
Die Geschichte der Homosexualität und des Diskurses um sie ist von Michel Foucault in seinem werk "Sexualität und Wahrheit" engehend betrachtet worden ... daraus stammen im großen und ganzen auch meine Gedanken dazu (nicht nur, aber zu einem großen Teil).

"Widernatürlich" soll nur eine Verhaltensweise, die man selbst nicht zeigt, als etwas schlechtes darstellen, und damit allem anderen eine höhere Wertigkeit zuweisen.

Ähnliche Vokabeln sind "entartet" oder "unwert" ... auch sie dienen nur dazu, einen Unterschied zu betonen und ihn dabei zu überhöhen. Diese Begriffe dienen der Wertsteigerung des eigenen Verhaltenscodizes ... denn in Absetzung zu den Verhaltensweisen oder Handlungen, die man als widernatürlich, entartet oder unwert bezeichnet, sind die eigenen Handlungen natürlich mit den geichen adjektiven ohne negativ-Präfix (wider-, un-) zu beschreiben ... man verhält sich aber nicht deswegen "natürlich", "artig" oder "wert", nur weil man anderen Verhaltensweisen diese abwertenden Etiketten verpasst.

Das hier ist das Reich der Werte ... und hier gibt es kein "gut" oder "schlecht" .... nur Willkür und gesellschaftliche Übereinkünfte.
 
Zuletzt bearbeitet:
@silent-jones

Eine abschließende Bemerkung meinerseits zu dem Thema: Ich sage, es ist Schwachsinn und begründe es im Anschluss auch und belege es mit Fakten und Argumenten. Seit wann darf man Unsinn nicht mehr als solchen bezeichnen, wenn man es anschließend belegt? Das ist mein Stil.

Deiner hingegen ist, eine Behauptung aufzustellen, hier in dem Falle, dass man Esoterik nicht kenne und es falsch benutzt, ohne ein einzige fachliches oder sachliches Argument anzubringen, was die aufgestellte These unterstützt oder belegt.

Ich zeige dir mal wie das geht: Esoterik definiert sich wie folgt:
Esoterik (von altgriechisch ἐσωτερικός esōterikós ‚innerlich‘, dem inneren Bereich zugehörig‘) ist in der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs eine philosophische Lehre, die nur für einen begrenzten „inneren“ Personenkreis zugänglich ist, im Gegensatz zu Exoterik als allgemein zugänglichem Wissen. Andere traditionelle Wortbedeutungen beziehen sich auf einen inneren, spirituellen Erkenntnisweg, etwa synonym mit Mystik, oder auf ein „höheres“, „absolutes“ Wissen.

Spiritualität hingegen wie folgt:
Spiritualität (von lat. spiritus ,Geist, Hauch‘ bzw. spiro ,ich atme‘ – wie altgriechisch ψύχω bzw. ψυχή, siehe Psyche) bedeutet im weitesten Sinne „Geistigkeit“ und bezeichnet eine auf Geistiges aller Art oder im engeren Sinn auf Geistliches in spezifisch religiösem Sinn ausgerichtete Haltung.

In diesem Falle begrenzt sich der Personenkreis auf diejenigen, die die Natur als Vater oder Mutter bezeichnen und ihr damit eine Persönlichkeit beibringen. Diese Betrachtungsweise allein ist in der Regel philosophisch begründet. Spiritualität würde vor raus setzen, dass es hierbei um etwas geistlichem/religiöses geht. Nun könnte man diverse Naturreligionen anbringen. Aber schon bei diverser fängt das Problem an: Die Natur derart zu verklären ist zunächst mal nichts geistliches/religiöses, da viel zu unspezifisch. Auch Naturreligionen haben ihre Götter etc. Nicht nur einfach Mutter/Vater Natur. Dementsprechend gelange ich zu dem Schluss, dass es sich hierbei eben um Esoterik und nicht um Spiritualität dreht. Eine klare Abgrenzung zwischen Spiritualität und Esoterik im Kontext der Naturreligionen ist hierbei aber auch gar nicht möglich, da in unserem Kulturkreis keinerlei klar definierten Naturreligionen anerkannt sind und großflächig Anhänger haben. Das du, zufälligerweise, einer Ethnie angehörst, die sich auf ein entsprechendes Erbe berufen könnte, habe ich, zugegebener Maßen, aufgrund er Wahrscheinlichkeit mal ausgeschlossen. Denn in DE sind solche Ethnien doch äußerst selten anzutreffen. Hinzukommt, dass Spiritualität im weit gefassten Sinne auch Esoterik umfasst, sprich Esoterik ist immer auch spirituell, spirituell aber nicht unbedingt esoterisch...

So, genügend Exkurs zu dem Thema? Grundsätzlich sollte man beim Thema BGE oder Sozialleistungen vor allem logisch und zwangsweise auch finanzmathematisch argumentieren. Ein gewisser Schuss Ethik und Moral gehört dazu. Aber Esoterik/Spiritualität haben recht wenig bei dem Thema zu suchen in meinen Augen. Denn damit kommt man nicht weit, denn diese Dinge sind hoch subjektiv und man wird kaum auf einen Nenner kommen, sobald mehrere Sichtweisen aufeinander prallen, denn die eine spirituelle oder esoterische Sichtweise mit allgemeiner Gültigkeit gibt es nicht.
 
Wenn ich von "natürlich" spreche, meine ich damit nicht ein Leben ohne Technologie oder rückwärtsgewand, wie die ersten Menschen, ich meine damit ein natürliches und somit gesundes Verhalten im Prozess des Lebens.

Ein Beispiel:
Es ist für den Menschen, als soziales Wesen, natürlich, kooperativ zu sein, ansonsten wäre der Mensch gar kein soziales Wesen. Konkurierendes Verhalten, wie es uns durch die Wirtschaft aufgezwungen wird, steht im ständigen Konflikt mit unserem Wesen, das stets einen Zustand energetischer Balance anstrebt, also geringster Entropie. Das ist ein Fakt, eine fundamentale Wahrheit. Wenn wir körperlich, geistig und seelisch nicht in Balance sind, fühlen wir Stress, sind durch Angst korrumpiert und neigen zu irrationalem Verhalten, um irgendwie wieder energetische Balance herzustellen.
Ein anderes Beispiel:
Es für den Menschen natürlich, Empathie zu empfinden, weil es eine Notwendigkeit, also eine die Not wendende Bedingung für seine Existenz ist. Ein Mangel an Empathie bedeutet immer, eine innere Abspaltung, eine Dissoziation von sich selbst. Dies führt ebenfalls in einen inneren Konflikt, ein Ausdruck innerer Disbalance, d.h. erhöhter Entropie. Wenn wir körperlich, geistig und seelisch nicht in Balance sind, fühlen wir Stress, sind durch Angst korrumpiert und neigen zu irrationalem Verhalten, um irgendwie wieder energetische Balance herzustellen.

Das sind keine persönlichen Ansichten, sondern fundamentale Wahrheiten des Menschseins an sich.
Diese Einsichten kann man nicht intellektuell entwickeln, sondern nur durch persönliche Innenschau.
Wasser ist nunmal nass.

Jedes System kann nur funktionieren, wenn es auf diesen Tatsachen basiert.
 
silent-jones schrieb:
Es ist für den Menschen, als soziales Wesen, natürlich, kooperativ zu sein, ansonsten wäre der Mensch gar kein soziales Wesen. Konkurierendes Verhalten, wie es uns durch die Wirtschaft aufgezwungen wird, steht im ständigen Konflikt mit unserem Wesen, das stets einen Zustand energetischer Balance anstrebt, also geringster Entropie. Das ist ein Fakt, eine fundamentale Wahrheit.
Blödsinn, Blödsinn, Blödsinn! Und diesmal bin ich es leid, dies argumentativ zu widerlegen, da du es dir ja zum wiederholten Mal ebenfalls sparst, dies in irgendeiner Form zu belegen außer mit dem Hinweis, dies sei eine fundamentale Wahrheit.

Das der Mensch von Grunde auf zur Kooperation fähig ist, ist im Normalfall unstrittig. Das konkurrierendes Verhalten jedoch aufgezwungen ist, insbesondere von der Wirtschaft, ist und bleibt esoterisches Geschwurbel und widerspricht jeder wissenschaftlichen und anthropologischen Erkenntnis.
 
silent-jones schrieb:
Nur so viel: Das BGE zu finanzieren ist kein Problem. Es ist bereits finanziert, nur hinter gestörten Konstruktionen wie HartzIV verborgen und in allerlei Steuern und Abgaben versteckt, die dann alle wegfallen würden.
Das Gesamteinkommen Deutschlands beträgt ca. 2 Billionen Euro jährlich.
Da bin ich jetzt aber gespannt auf eine detaillierte Aufschlüsselung Deinerseits!
Du wärest der King unter allen Befürwortern, wenn Du die (solide) Finanzierung geschafft hättest!
 
Fangen wir jetzt wieder bei der Grundlage an, dass 2 Bio nicht allein für ein BGE verwendet werden können? Bitte nicht....

PS: Geht nicht an dich Thomas, hatte nur gar nicht auf dem Schirm, dass diese unsägliche Behauptung schon wieder aufgestellt wurde.
 
Danke Thomas und Mustis für die Klarstellungen.

Bis es in dem Thread wieder rationaler zugeht, sei es nun Finanzierung oder Ausgestaltung der aktuellen Systeme, ziehe ich mich zurück. Auf solche "ganzheitlichen" Diskussion habe ich keine Lust..kann ich mich auch mit den Zeugen Jehovas austauschen. Da kriege ich wenigstens noch schön buntes bedrucktes Papier.
 
@Mustis:
Deiner eigenen Berechnung zufolge reichen 2 Bio für ein BGE vo über €2.000,- ... nur so am Rande.

Aber es ist natürlich blödsinn, das gesamte Briuttoinlandsprodukt dafür heranzuziehen ... was zählt, sind die Einnahmen des Staates ... und die sind eben NICHT mit dem BIP identisch.
Der Großteil des in Deutschland erwirtschafteten Geldes fließt direkt in den Kreislauf zurück, ist also nur dann für ein BGE verwertbar, wenn man Reinvestition gleichzeitig verbietet.

Schönes wirtschaftsmodell wäre das ... ich bin ein Freund der Subsistenzwirtschaft (Wirtschaft ist NICHT auf den Verkauf von Überschüssen angewiesen), aber mir ist klar, dass kaum eine Gesellschaft auf der Welt so existieren kann, dass unser Leben in diesen Gesellschaften mit Subsistenzwirtschaft ein völlig anderes wäre ... und das darauf dann halt doch keiner Bock hat ... das ist nämlich "etwas" unbequemer, als ein 9to5 Job in einem mehr oder weniger globalen Wirtschafts- und Handelssystem, welches einem bei entsprechender Liquidität letztlich alles bis in die Wohnung liefern kann, WEIL eben alle Wirtschaft auf Überschuss und Handel baut.
Allein Zwischenhändlerketten ernähren weltweit mehr Menschen, als jemals im primären Sektor gearbeitet haben.
Mit Subsistenzwirtschaft wären wir wohl niemals 4Mrd. geworden, denn der Motor unserer Wirtschaft ist nicht das, was gerade gebraucht wird, sondern das, was gerade NICHT gebraucht wird, und daher an andere verkauft werden kann/muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, aber ich schrieb nicht, dass 2 Bio nicht reichen, sondern das 2 Bio nicht für das BGE allein da sind. :rolleyes:

Ergo genau das, was du aussagst und was ich einige Wochen zuvor genau so im Thread auch schon dargelegt habe, daher ist es irgendwie nicht sinnig, mich darauf hinzuweisen... Das nur mal so am Rande und das ich durchaus in der Lage bin zu berechnen, dass 2 Bio reichen um 2000 BGE zu zahlen, wenn ich 1 Bio errechnet habe um 1000€ BGE zu finanzieren, sofern diese den irgendwo vorhanden wären dafür. Mal ganz ehrlich, ich soll mich hier nicht langsam beleidigt durch dich fühlen?
 
Stöckchen, Steinchen, Baum, Elefant...Stöckchen, Steinchen, Baum, Elefant....repeat.

Ihr dreht Euch im Kreis, macht echt kein Spaß mehr der teils sehr interessanten Diskussion zu folgen, danach gab es nur noch Yellow-Press und BILD Niveau.

[X] Beobachtung beendet
 
@Mustis:
Warum fühlst du dich eigentlich sofort persönlich angegriffen?
 
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