Bootprobleme

Mu Lei

Lieutenant
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Apr. 2006
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617
Ich habe zwei Festplatten. Auf einer HD (Disk 0) habe ich zwei primäre und eine erweiterte Partition. Auf den primären Partitionen ist jeweils XP, wobei eine Installation einmaldurchgeführt und dann mit dem Paragon Festplatten Manager kopiert wurde. Beide Installationen kann ich im Bootmanager einrichten und auch problemlos booten.

Auf der zweiten HD (Disk 1) ist eine primäre und eine erweitere Partition. Auf der primären Partition habe ich ebenfalls eine Kopie der ersten Installation.

Im Bootmanager ist diese auch eingetragen. Beim Booten kommt allerdings der Abbruch mit der Meldung Autochk nicht gefunden.

Stecke ich Disk 0 aber ab und boote Disk 1 allein, funktioniert alles normal.

Wie kann ich auch Disk 1 über den Bootmanager normal booten. Muss ich ggf. die Boot.ini von Hand anpassen und wie?
 
Dann schreib uns oder kopiere mal den Inhalt der Boot.ini von allen Platten.
 
So sehen die Boot.ini aus:

Disk 0 Partition 1

[boot loader]
timeout=30
default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS
[operating systems]
multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS="Microsoft Windows XP Professional" /fastdetect /NoExecute=OptIn

Disk 0 Partition 2

[boot loader]
timeout=30
default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(2)\WINDOWS
[operating systems]
multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(2)\WINDOWS="Microsoft Windows XP Professional" /fastdetect /NoExecute=OptIn

Disk 1 Partiton 1

[boot loader]
timeout=30
default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS
[operating systems]
multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS="Microsoft Windows XP Professional" /fastdetect /NoExecute=OptIn

Disk 0 funktioniert mit beiden Partitionen problemlos. Bei Disk 1 habe ich schon diverse Kombinationen der Werie in () versucht, aber bisher noch keine Lösung gefunden.

Was bedeutet eigentlich multi und rdisk?
 
Möchtest Du die Daten in die Boot.ini der ersten Platte hinzufügen um auszuwählen von welcher Platte welches System gebootet werden soll, oder wählst Du es im Bios aus?
Für die Auswahl von der 1.ten Platte um alle Systeme auszuwählen:
[boot loader]
timeout=30
default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS
[operating systems]
multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS="Microsoft Windows XP Partition1" /fastdetect /NoExecute=OptIn
multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(2)\WINDOWS="Microsoft Windows XP Partition2" /fastdetect /NoExecute=OptIn
multi(0)disk(0)rdisk(1)partition(1)\WINDOWS="Microsoft Windows XP Platte2" /fastdetect /NoExecute=OptIn
Du musst den Wert bei rdisk einstellen, also von wo die Platte angesprochen wird, 0+1 ist der primäre, 2+3 der secundäre IDE Port. Wenn also die Platten nicht zusammen an einem IDE Port sind musst Du es auf 2 oder 3 ändern. Zur besseren Übersicht der Auswahl habe ich mal die Anzeige die auf dem Bildschirm erscheint geändert, damit Du unterscheiden kannst welches System Du aussuchst, da ist es egal was in "Microsoft xxx" steht, da kannst Du hinschreiben was Du willst.
Hier sind einige Infos nachzulesen:
http://winfaq.de/faq_html/Content/tip0408.htm

Mal ein anderes Beispiel, wie es gemacht habe:
[boot loader]
timeout=6
default=multi(0)disk(0)rdisk(4)partition(1)\WINDOWS
[operating systems]
multi(0)disk(0)rdisk(4)partition(1)\WINDOWS="Microsoft Windows XP Professional" /fastdetect
multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS="Microsoft Windows XP Pro-Test" /fastdetect
C:\CMDCONS\BOOTSECT.DAT="Microsoft Windows XP-Wiederherstellungskonsole" /cmdcons
 
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@werkam
Danke für die Tipps. Ich werde es mal so testen. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass jede Platte eine eigene Boot.ini hat, die über den Bootmanager angesprochen wird.

Ich benutze übrigens den Bootmanager von Paragon. Der ist im Paket mit dem Festplattenmanager dabei. Irgendwie hat da beim Einrichten des Bootmanagers etwas nicht funktioniert. Habe auf dem Laptop eine ähnliche Installation laufen, allerding sind dort alle Partitionen auf einer Platte.

Ich wähle nicht im Bios aus, sondern über den Bootmanager bei Systemstart, der vermutlich auf die Boot.ini der ersten Platte zugreift. Heißt dies, dass die anderen Platten theoretisch keine Boot.ini brauchen?

Von der Grundlage her nutze ich drei Boot-Partionen haben.

Part 1 = Arbeitspartition
Part 2 = Testpartition
Part 3 = Sicherungspartition, für die schnelle Wiederherstellung, falls 1 nicht mehr läuft.

Dies hat sich bisher bewährt, da das Kopieren der Partitionen mit dem Festplattenmanager sehr gut und zuverlässig läuft.

Allerdings habe ich die Partitionen bisher nie auf mehrere Platten verteilt (wg. Laptop). Auf dem Desktop will ich es aber machen, da nur so die Sicherung auch bei einem Plattendefekt sinnvoll ist.

Die Part 3 auf der Disk 1 müsste für diesen Fall eine Boot.ini haben, die ein separates booten dieser Platte ermöglicht, oder?
 
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Teste es aus. Mit Paragon kenne ich mich nicht aus, so wie ich es oben geschrieben habe, kommst Du ohne den aus.
 
@Werkam
Hat super funktioniert. Habe rdisk auf 0 und 1 gesetzt. Danke noch mal!

Der Paragon bootet offensichtlich über das Bios, da nach der Boot-Auswahl des Paragon die Auswahl der Boot.ini kommt. Das heisst, nach dem Deaktivieren des Paragon läuft nun nur noch der Windows-Bootmanager.

Wie kann ich bei Deiner Lösung die Disk 1 booten, wenn Disk 0 defekt ist?

Wäre trotzdem interessant zu wissen, wie man das Problem mit dem Paragon in den Griff bekommt. Vielleicht schreibe ich dene mal ein Mail.
 
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Indem Du die Boot.ini drauf lässt und die andere Platte abmachst. Windows bootet ja immer von einer bootfähigen Platte, bei dir sind alle bootfähig und haben eine eigene boot.ini, deshalb ist es nicht weiter Problematisch, könnte nur sein das Du sie dann auf aktiv setzen musst.

Bei Paragon wirst Du dann wohl die andere Platte verstecken müssen oder im Bios die Bootreihenfolge ändern müssen.
 
@Werkam
Danke für die Tipps, hat super funktioniert. Ich habe auch das Abstecken der Platte getestet.
 
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