Ich hatte bis vor Kurzem genau das selbe Erste-Welt-Problem.

Mein BenQ FP231W war sogar schon stolze 7,5 Jahre alt. Ich glaube, der war damit die PC-Komponente, die (in fast 30 Jahren Computerhobby) mit Abstand am längsten im/am "Primär-Rechner" ihren Dienst getan hat.
Ich bin offensichtlich nicht der einzige, dem es dabei irgendwie ganz irrational unter den Nägeln brennt, sich zu verbessern. Besonders weil der Monitor ja eine der wichtigsten Komponenten eines PCs ist. (Ich kann Leute nicht verstehen, die ausgerechnet an Aus- und Eingabegeräten sparen. Die sind schließlich die Komponenten, mit denen man direkt "in Berührung" steht.)
Stillstand ist Rückschritt.
Es hat sich im Monitorbereich aber leider wirklich erschreckend wenig getan, in den letzten Jahren. Vor allem sind die großen, hochauflösenden Monitore viel billiger geworden (der alte BenQ hat mich damals noch fast 1300 Euro gekostet).
Technisch gibt es hauptsächlich zwei Weiterentwicklungen:
1. Noch etwas größer, hochauflösender und mit besserer Farbdarstellung/Ausleuchtung usw. Bzw. sind solche guten großen Monitore mit 27" oder gar 30", 2560x1440 oder 1600 und modernem IPS/PLS-Panels usw. inzwischen in für Normalsterbliche halbwegs erschwingliche Preisregionen gerutscht. (Für meine Verhältnisse wären das um die 1000 Euro bzw.)
2. Monitore mit 120Hz und als Bonbon 3D-Stereoskopie. (Für 3D sind leider noch immer Brillen notwendig, weshalb ich das nur als Gimmick sehe, nicht als wirklich alltagstauglich.)
Das Problem ist, dass man derzeit nicht beides gleichzeitig haben kann. Die schnellen (3D-tauglichen) Monitore haben deutlich schlechtere Bildqualität (TN-Panels) und nur maximal 1920x1080er Auflösung.
In der Hinsicht hätte man also sogar einen Rückschritt gegenüber einem alten 23"- oder 24"-IPS-Monitor.
Als so eine Art dritte Alternative gäbe es dann noch die Möglichkeit, sich 3 Full-HD-Monitore als Multi-Monitor-Setup aufzustellen. Inzwischen unterstützen das sowohl AMD als auf Nvidia auch für Spiele.
Dafür würden sich dann günstige Full-HD-Monitore anbieten, die zusammen nicht mehr kosten, als ein einzelner guter 27-Zöller.
Kurz gesagt, es gibt noch nicht wirklich Monitore, die 5-7 Jahre alte High-End-Modelle in allen Belangen klar in den Schatten stellen. Man kann entweder (fast) überall nur etwas zulegen und dafür immerhin deutlich weniger ausgeben, als damals für sein altes Schätzchen, oder man muss an der einen oder anderen Stelle Kompromisse machen.
Ich habe mich nach langem Hin und Her für Alternative Nummer 1 entschieden. Also einen neuen 27-Zöller mit 2560x1440. In meinem Fall einen ASUS PB278Q. (Erfahrungsberichte inklusive subjektivem Vergleich mit meinem alten Monitor siehe in diesem
Thread.)
Insgesamt bereue ich das nicht. Der alte Monitor war zwar auch noch nicht schlecht (und tut jetzt hoffentlich noch lange Jahre seinen Dienst an einem anderen PC), aber der neue 27-Zöller ist insgesamt doch schon eine mehr als deutliche Verbesserung. Es hat sich gelohnt.
Es nicht natürlich immer ein Apfel-Birnen-Vergleich, aber ich würde sagen, dass man von diesem Schritt mehr merkt, als von den meisten CPU- oder GPU-Upgrades oder z.B. dem Upgrade von einer SSD der ersten Generation (mit SATA2) auf eine der zweiten (SATA3).
Ach ja, um den Beitrag noch etwas länger zu machen:

Ich sehe kein Problem in 16:9, sobald man trotzdem ausreichend vertikale Auflösung hat. Ob einem die 180-Pixel bei einem FullHD-Display schon fehlen, muss jeder selbst entscheiden, aber spätestens ab 1440 auf 27" sollte eigentlich für so gut wie keinen mehr ein Mangel an vertikalem Platz herrschen. Wer so einen großen, hochauflösenden 16:9-Monitor als "Sehschlitz" verunglimpft, der muss sich die Frage gefallen lassen, wie er es überhaupt mit was Kleinerem als den allergrößten 30"-Monstern aushalten kann.
