Notiz Browser für den M1-Prozessor: Auch Chrome und Firefox unterstützen Apple Silicon

Brink_01

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Sieht so aus als müssten Hersteller wie Microsoft immer erst darauf hoffen das Apple etwas neues ebenfalls implementiert.
Nur bei Apple gibt es so wenige mögliche Konfigurationen und die Kunden steigen schneller auf etwas neues um, was die Entwickler natürlich dazu bewegt schneller dafür etwas entwickeln.
Denke wir wären sonst weiter wenn Microsoft es damals schon geschafft hätte ARM durchzusetzen aber die hatten es wohl zu eilig.

Auf ein schnelles Surface Laptop mit ARM und guter Unterstützung würde ich sofort umsteigen.
 

Nixdorf

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Nur bei Apple gibt es so wenige mögliche Konfigurationen und die Kunden steigen schneller auf etwas neues um
Bei Apple kann man inzwischen die CPU später nicht upgraden oder mehr RAM dazu stecken. Bei den letzten Intel-Iterationen des Mac mini musste man diesen schon annähernd komplett zerlegen, um am RAM nachträglich Änderungen vorzunehmen. Beim Mac mini auf M1-Basis geht es gar nicht mehr. Reparaturen außerhalb des offiziellen Hersteller-Service werden von Apple aktiv sabotiert. Und der offizielle Service deklariert Schäden, die man eigentlich simpel reparieren kann, gerne zu einem wirtschaftlichen Totalschaden. Bei so wenig Flexibilität ist es kein Wunder, dass die Kunden eher dazu neigen, bei einem Defekt einfach gleich was Neues zu kaufen. Nachhaltigkeit sieht anders aus.

Man muss aber auch sagen, dass Apple-Nutzer, wenn der Rechner denn sauber läuft, diesen auch gerne mal deutlich länger nutzen, und sogar auf dem Gebrauchtmarkt noch Preise gezahlt werden, bei denen sich PC-Nutzer mit der Hand auf die Stirn schlagen.

Inwiefern noch Desktops auf M1-Basis erscheinen, ob diese bezahlbar sind, und ob man da dann eine dedizierte Grafikkarte verbauen kann, das wird sich erst noch zeigen. Meiner Meinung nach gibt es bei Apple schon länger dringenden Bedarf für einen wirklich erweiterbaren Rechner, der nicht gleich mindestens 6300 Euro kostet. So ist jedenfalls der komplette Enthusiasten-Markt außen vor.
 

foo_1337

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Man muss sich auch die Frage stellen, wie wichtig es ist, dass ein Browser nativ auf dem Gerät läuft.
Da der Browser mittlerweile eine der, wenn nicht die wichtigste Anwendung ist, ist das schon relevant.
Man sieht hier sehr gut, dass das ganze dank Rosetta fast so performant wie auf 'nem Ryzen 4750U läuft. Aber nativ geht's halt richtig ab.

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ork1957

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Die x86 Technik ist nicht wirklich geeignet für Ultrasparsame Chips und bis jetzt ist mir zumindest noch kein Hochleistungs ARM Chip bekannt, welcher es mit der Top Riege der x86 aufnehmen kann.
Atom war so gesehen sehr nah dran um x86 in einem Low Power Paket zu liefern, nur wurde dann natürlich die Software nicht angepasst um leichter und damit auch optimaler auf diesen Systemen zu laufen.
ARM ist auch nicht magisch, viele Operationen sind halt effizienter da sie ja gerade durch komplexe Implementierungen in der Hardware durch diese beschleuningt werden, was so gesehen ja gegen die "simple" Struktur von ARM geht.
Trotzdem ist es sparsam.
Wir kommen aber den Zeiten näher, wo x86 sparsam und gleichzeitig schnell genug sein kann, bei AMD könnte das ja schon der Schritt zu 5nm sein, bei Intel kann man das noch nicht so deutlich vorhersagen.
Übrigens, volles Firefox läuft schon auf meinem alten Sony Tablet, ist also kein Kunststück dass das jetzt auf dem M1 läuft :p
 

foo_1337

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Natürlich ist das kein Kunststück, hat auch niemand gesagt. Firefox war, wie Mozilla, schon immer Multiarch und da reicht ein einfaches Crosscompilen.
Und die Atom Krücke mit ARM bzw. das was Apple daraus gemacht hat, zu vergleichen ist schon irgendwie arm ;)
Aber hey, immer schön klein reden. Nach der Apple Vorstellung war ja der Tenor vieler "Das kann ja alles gar nicht sein". Nun ist es: "Wenn x86 in 5nm gefertigt wird, geht das auch". Nein, das ist nicht auf magische Weise nur durch shrinking möglich. Und jeder, der sich ernsthaft mit RISC und CISC bzw. der völlig vergeigten x86 Architektur beschäftigt hat, weiß das auch.
Es gibt Gründe, wieso jeder, der früher auf m68k ASM programmiert hat, die Welt nicht mehr verstanden hat, wenn er mal was auf Intel machen musste.
 

ork1957

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@foo_1337 Die Tatsache, dass mit den neuen ARM Macs alltägliche bzw. übliche produktive Aufgaben meist einfach schneller und mit weniger Stromverbrauch abgeschlossen werden kann man nicht abstreiten, viele Benchmarks in denen der M1 einfach schlecht abschneidet kann man auch nicht wirklich finden.
Bei vielen Vergleichen hinkt leider die tatsächliche Implementierung und die Verifizierung, dass das Endprodukt eines Benchmarks, wo anhand der Zeit zur Fertigstellung die Performance festgemacht wird, tatsächlich identisch ist bzw. die gleichen Qualitäten vorweist.
Cinebench R23 macht es in dem Sinne einfach, nur ist da fraglich ob tatsächlich der beste Weg zur Berechnung des Produktes auf ARM verwendet wurde oder ob da dank nach der Architektur bevorzugten Punkte x86 besser abschneidet.
Dort ist ein Sieg für AMD im mobilen Sektor ersichtlich, da sich die Zen 3 Kerne hervorragend schlagen und schon die Zen 2 Ableger im MC vor dem M1 liegen, da wäre es schon mit 7nm "geschafft".
Solange Apple aber die Performance geschlossen in ihrem Ökosystem hält glaube ich kaum, dass ARM x86 ersetzen wird, zumindestens solange kein anderer Hersteller außerhalb maßgeblich dazu beiträgt.
Außerdem, Swift ist Objective-C ist C und ohnehin fähig zu ARM und x86 zu kompilieren, somit ist ARM oder x86 weder schwerer noch einfacher für zu programmieren als das Gegenstück
 

foo_1337

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In jeder höheren Sprache und dazu gehört bereits C, wenn man nicht low-level unterwegs ist, ist die darunterliegende Architektur egal. Irgendjemand, im Zweifel eben der Compiler, muss das jedoch in Mach-O übersetzen und dann kommen die Vor- und Nachteile der Prozessorarchitektur schon zum Tragen. Und beim Ausführen des Binaries geht es dann eben weiter.
Und Swift ist nicht Objective-C. Es kommen lediglich diverse Einflüsse davon. Jedoch auch von Rust, Python und einigen anderen Sprachen.
Cinebench etc. sind mir ehrlich gesagt relativ egal. Für mich sind die realen Use-Cases wichtig. Und wenn die dann auf ARM signifikant schneller sind als auf x86, dann passt das für mich. Und das ist für mich privat bei M1 absolut gegeben. Beruflich habe ich in der aktuellen Umgebung noch Probleme, dass docker genutzt werden muss. Und bis die ganzen build systeme auch ARM supporten und dementsprechende Images bauen, wird noch einige Monate dauern. Hat eben null prio, weil die M1 Macbooks wegen fehlendem Dual Monitor Betrieb ohnehin nicht in Frage kommen.

Im mobilen Bereich sehe ich erst einen Sieg von Zen3, wenn die Akkulaufzeit mindestens gleichwertig ist. Und dass das nicht so sein wird, ist schon jetzt ohne Glaskugel absehbar.
Dazu kommt, dass AMD noch lange nicht in der Lage ist, diese Stückzahlen zu liefern. Daher hat auch immer Intel den Zuschlag seitens Apple bekommen. Und wann kommt Cezanne wirklich? Ggf. sind bis dahin schon der M1X oder M2 verfügbar.
 

ork1957

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@foo_1337 Bei mir ist es ein wenig anders (wäre auch komisch wenn nicht), vor allem wegen Linux und der Tatsache, dass es kein Convertible mit dem M1 (und equivalente Varianten) und einem vollen Betriebssystem geben wird bin ich eher an x86 gebunden.
Was sich an den Annahmen und den Produkten ändern wird kann man noch nicht sagen, daher wird es spannend zu sehen wie da die Konkurrenten aufeinander reagieren und was das alles bringen wird, wenn lieferbar natürlich ;)
 

Nixdorf

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Die Tatsache, dass mit den neuen ARM Macs alltägliche bzw. übliche produktive Aufgaben meist einfach schneller und mit weniger Stromverbrauch abgeschlossen werden kann man nicht abstreiten
Derzeit ist es für mich völlig Hupe, ob ein ARM-basierter Mac in bestimmten Bereichen schneller und effizienter ist. Solange das kein Computer ist, mit dem ich alles machen kann, was ich mit dem PC machen kann, ist er letztendlich uninteressant, weil es eine weitere Maschine ist, und ich bin ein Eine-Maschine-für-alles-Nutzer*. Insofern ist es super, wenn der Mac stellenweise schneller ist, aber ohne offene Architektur kommen wir nicht zusammen. Und da haben wir neben der Nichterweiterbarkeit noch gar nicht über die Unreparierbarkeit der Apple-Produkte geredet.

daher wird es spannend zu sehen wie da die Konkurrenten aufeinander reagieren und was das alles bringen wird
Das ist der wichtigere Punkt. Es gibt nun einen dritten Kontrahenten im Bunde der Prozessorbauer. Das wird den Wettbewerb anfachen.

Zur Frage X86 vs ARM:
Es ist richtig, dass X86 gegenüber ARM im Bezug auf die Architektur im Nachteil ist. Das Problem ist der Altar der heiligen Kompatibilität, wegen dem man bei X86 alles um die immer noch gleiche grundlegende Architektur aufbaut. Viele Defizite gegenüber moderneren Architekturen wie ARM muss man erst mit Konzepten wie Register Renaming oder MicroOps ausbügeln. Da hat man dann schon Strom verbraucht, wo ARM schon ab Werk ist. Die RISC-Architektur bekommt hier am Start einen Vorsprung. Das heißt aber nicht, dass X86 am Ende nicht trotzdem vorne sein kann, wie Zen 3 eindrucksvoll zeigt. Wenn man sich viel Mühe bei der Optimierung gibt, dann ist auch X86 effizient. Und mit dem M1 wird das Rennen auch wieder spannend.

* Eine Ausnahme mache ich: Wenn die Zweitmaschine absurd billig ist, dann kann man sowas machen. Aber bei mindestens 780€ für einen Mac mini: Nein.
 
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