luckysh0t schrieb:
Als wäre es ein Pflichtenheft als Opposition automatisch gegen alles der Regierung zu sein und schlecht zu reden.
Den Effekt gibt es auch, aber das ist nicht der Hauptgrund; sonst koennten ja genauso die Regierungsparteien gegen diverse Ueberwachungsmassnahmen sein und Oppositionsparteien dafuer. Das passiert aber praktisch nie. Der Hauptgrund ist, dass der Standort (bzw. in dem Fall das Amt) den Standpunkt bestimmt:
Regierungsparteien sehen (und die Lobbyisten erzaehlen ihnen), was fuer tolle Dinge sie mit mehr Ueberwachung machen koennten, vom Aufklaeren von Verbrechen, besonders Kinderpornos und Terrorismus bis zum Ausspionieren von Kritikern, Journalisten und anderen Leuten, die boese sind. Missbrauch? Diese Regierung doch nicht! Deswegen sind Regierungsparteien dafuer. Nicht alle ganzen Herzens, aber die, die ganzen Herzens dabei sind, setzen sich meist durch, und andere treten zurueck (siehe Stephanie Krisper).
Oppositionsparteien sehen, was fuer schlimme Dinge die exekutive Gewalt anrichten kann, z.B. das Ausspionieren von Kritikern, Journalisten und anderen Leuten, die einfach ihre Rechte wahrnehmen. Missbrauch? Gut vorstellbar. Deswegen sind Oppositionsparteien dagegen.
Wenn ich mir anschaue, was ein Herr Spahn so alles als Gesundheitsminister getan hat und dann auf einmal gegen Herrn Lauterbach gewettert hat... ist ja nicht so, dass er alles von davor geerbt hat und nur alleine an allem Schuld ist.
Wenn man es nicht Verantworten muss, ist man doch automatisch besser, als der gerade in Verantwortung steht.
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