AK BioNTech-Impfung (n = 202, Krankenhauspersonal): Kein Impfling hatte N-AK (Roche), auch nicht nach der 2. Impfung. 4 Ausnahmen waren Impfung trotz Infekt.
1. Impfung: Tag 14–21 waren 92 % S-AK (Roche) nachweisbar, alle niedrig (Titer meist 1–150, Norm < 0,8, Infekte im Vergleich 2–210). Signifikant geringere Titer im Alter > 50 J, Titer < 0,8 zu 80 % in dieser Gruppe.
2. Impfung BioNTech: Nach 13–16 Tage waren zu 100 % Spike-Titer nachweisbar (20–12 500), auch bei 3 Immunsupprimierten ohne Titer vor 2. Impfung: Titer 1-100 2 %, 100-1000 19 %, > 1000 79 % (weit über Infekt). Die Altersabhängigkeit war vermindert.
AK AstraZeneca-Impfung (n = 63): Schwache Daten verunsicherten bezüglich der Wirksamkeit. 13–28 Tage nach Impfung hatten 93 % S-AK, vergleichbar BioNTech auch in der Altersabhängigkeit. Die Verunsicherung über die Wirksamkeit konnte entkräftet werden.
1. N- und S-AK unterscheiden sehr gut Infekt und Impfung. Impferfolg ist dokumentierbar.
2. AK-Titer ohne Messmethode sind sinnlos, Kenntnisdefizite sind leider weitverbreitet.
3. Verzögerte Immunantwort erklärt die Infekte nach 1. Impfung. AK-Titer bei Immunsupprimierten sind wichtig (Frage 3. Boost, Präparatwechsel).
4. Nach 2. BioNTech-Impfung waren 100 % S-AK positiv, auch Immunsupprimierte.
5. Altersabhängigkeit der Impfantwort (> 50 J), vermindert nach der 2. Impfung. Eine Impfverschiebung gefährdet.
6. AK-Verläufe führen zu rationalen Empfehlungen (Mythos Immunitätsverlust).
7. AK-Titer sollten in einem Impfpass stehen (Impfung/Infekt).
Die Daten eines kleinen Hauses (großer Dank an alle Unterstützer) können Studien nicht ersetzen. Vorhandene Messmethoden nicht einzusetzen und eher Vermutungen hochzuhalten, ist bedauerlich. Die Antikörpermessung sollte ihren Stellenwert in der klinischen Beurteilung erhalten, vergleichbar der Messung bei Hepatitis B (Impftiter/Infekt).