Daten retten bei halb-funktionierender Festplatte?

Gkla

Ensign
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Hi,

seit gestern ist eine Festplatte, die schon paar Jahre auf dem Buckel hat, nur noch so halb funktionsfähig.
D.h.: sie bootet, läuft auch (ohne Knackgeräusche) und zeigt mir auch alle Ordner an, die drauf sind. Sobald ich jedoch etwas kopieren will, schmiert sie ab, sodass ich nur noch das USB-Kabel ziehen kann. (Getestet an PC und Laptop)
Habe mich vorab hier etwas informiert, um euch noch relevante Infos geben zu können.
Im Anhang ist crystaldiscinfo. Nach bisschen Recherche ist mir direkt die Lesefehlerrate ins Auge gesprungen - sieht nicht gut aus, ja.

Habe daraufhin 6 h Recuva mal laufen lassen, dass mir sogar sehr viele gelöschte Daten angezeigt hat, die ich auch retten kann - ist aber unrelevant, weil es mir nur um die vorhandenen Daten geht.
Habe also erst nach dem Scan gemerkt, dass das Programm eher für gelöschte Dateien ausgelegt ist und nicht für noch vorhandene Ordner. testdisk habe ich danach auch noch funktioniert aber das ist vermutlich auch nicht das passende Programm für meine Situation.
Fällt euch was ein, wie ich da jetzt evtl. noch paar Sachen retten könnte?

VG
 

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Viele unlesbare Sektoren

Wenn du Pech hast ist das schon ein Headcrash

professionelle Datenrettuntg wenn es wichtig ist

ddrescue wenn es nicht kosten soll. wenn ddrescue stecken bleibt, selbst verschiedene offset ausprobieren und/oder min-read-rate setzen im ersten Durchgang, dann werden Problemzonen, besser übersprungen und man kann in weiteren durchgängen schauen, ob bei den lücken noch was zu machen ist

aber wenn der lesekopf tot ist oder einer davon, wirst du ausser lückentext da nix mehr raus bekommen und wenn du da stundenlang programme rüber lässt, macht auch der profi nix mehr
 
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kieleich schrieb:
aber wenn der lesekopf tot ist oder einer davon, wirst du ausser lückentext da nix mehr raus bekommen und wenn du da stundenlang programme rüber lässt, macht auch der profi nix mehr
Außer vermutlich die Platte irgendwann ganz schrotten.
 
kado001 schrieb:
das bleibt an problematischen sektoren haengen
kieleich schrieb:
ddrescue wenn es nicht kosten soll. wenn ddrescue stecken bleibt, selbst verschiedene offset ausprobieren und/oder min-read-rate setzen im ersten Durchgang, dann werden Problemzonen, besser übersprungen und man kann in weiteren durchgängen schauen, ob bei den lücken noch was zu machen ist
damit bekommt man das sauberste image von dem was noch lesbar ist. Aus dem image kann man dann Daten retten.
Je laenger du an der Platte selbst spielst, desto wahrscheinlicher ist das noch mehr unlesbar wird.
 
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Ich besorg mir erstmal eine neue Festplatte, hab sonst eh keinen Platz und versuche mich dann mit Macrium mal dran - auch wenn das vielleicht hängen bleibt. Aber sieht mir erstmal am unkompliziertesten aus. Danke euch - ich meld mich, wenn es neue Infos gibt :)
 
Lass wenigstens den Strom von der Platte, bis du Ersatz da hast.
 
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Du kannst auch Live Linux booten und dann mit "dd" die ganze Festplatte auf die neue clonen. Dabei angeben das kaputte Sektoren ignoriert werden und dann kannst du wahrscheinlich noch das meiste retten.
 
dd braucht viele optionen um mit lesefehlern halbwegs umgehen zu können. wenn man hier einfach einen befehl aus wiki kopiert, hat man ein korruptes image aus dem sich nichts retten lässt! dd ist insgeamt eher ungeeignet für so etwas

ddrescue macht es richtig und kann resumen. es gibt kein grund dd zu verwenden
 
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Macrium soeben getestet, ist ziemlich zeitnah abgebrochen. Dann muss ich wohl ddrescue probieren wenns keine guten Alternativen gibt.
 
Nicht wirklich. ddrescue ist explizit fuer genau sowas gemacht.

Es macht eine sektorweise Kopie der betroffenen Platte, und - im Gegensatz zu anderen Imageprogrammen die ich kenne - ignoriert im ersten Durchlauf erstmal saemtliche Sektoren die nicht gelesen werden koennen, ohne dabei aufgrund der Lesefehler abzubrechen.
Wenn dann alle "guten" Sektoren abgearbeitet sind, versucht es weitere Durchlaeufe um die fehlerhaften Sektoren zu kopieren. Dabei wird auch recht tief in die Fehlerkorrektur Trickkiste gegriffen, so das ddrescue es so manches Mal tatsaechlich noch schafft solche Sektoren zu kopieren.

Wichtig: Das kann sehr langsam sein. Den Vorgang sollte man aber auf keinen Fall abbrechen.

Wie andere schon geschrieben haben: Das ist das allerletzte was du selber noch machen kannst. Sind die wichtigen Daten auf dem ddrescue image nicht lesbar, muessen professionelle Datenretter ran.

Sind die Daten wichtig genug, dass professionelle Datenrettung in Frage kommt (Kosten mindestens dreistellig, je nach Fehler auch schnell vierstellig), dann solltest du alle eigenen Versuche beenden.
Denn jede Sekunde die die Platte laeuft, kann Daten unwiederrufflich zerstoeren.
 
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