Defekte Sektoren -> Daten retten

Fritzler

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Moinsen,
ich hab hier ne Festplatte liegen mit defekten Sektoren in der 1. Partition und somit will Windows nur auf die 2. Partition zugreifen und beim Zugriff auf Partition 1 wird verkündet, dass sie unformatiert ist.
Bis hierhin ja kein problem, hatte ja schonmal ne USB Platte wo nen Kumpel seine Partitionen gelöscht hat wiederhergestellt.
Also Active Partition Recovery angeworfen und sie da, Partition wird erkannt, es sind auch alle Daten noch zu sehen. Allerdings bleibt die recovery Schaltfläche grau Hinterlegt:freak:.
Danach Acronis Disc Suite genutzt, der will erst garnicht helfen und eckert, dass die partition ja noch nicht gelöscht sei, HÄ?

Kennt von euch jemand nen Programm mit dem ich die noch vorhandenen Dateien kopieren kann?

Testdisk ist ja nur zum Wiederherstellen der partitionstabellen, will ich ja nich weil die sektoren ja eh im arsch sind..
 

Ernst@at

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ich hab hier ne Festplatte liegen mit defekten Sektoren in der 1. Partition und somit will Windows nur auf die 2. Partition zugreifen und beim Zugriff auf Partition 1 wird verkündet, dass sie unformatiert ist.
Woher stammt die Erkenntnis von "defekten" Sektoren ?
Sind tatsächlich Sektoren hardwaremäßig "defekt" - was sagen die SMART-Informationen?
oder ist es an falsche Stelle geratener Datenmüll, der das Dateisystem in Unordnung gebracht hat?
Den die zu treffenden Maßnahmen/Aktionen richten sich nach diesen Kriterien
 

Fritzler

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Hab HDTune durchlaufen lassen und selbst im Quickscan tauchten 5 defekte Bereiche auf.
Die SMART Werte meckern bei reallocated sector Count (warnung) und failed bei seek error rate.

Also kann man schon von Defekter Hardware ausgehen.
 

Fritzler

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Er kopiert grade, ist jetzt bei 22GB und 110 Fehlern *grmpf*.

Nach dem clonen brauch ich aber imemernoch ne Software um die Daten von der Partition zu kopieren. Wer ne Idee?

War so lange nicht aktiv, weil Abifahrt nach Spanien.
 

Ernst@at

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Die weiter Vorgangsweise ergibt sich, wenn das Ausmaß der Zerstörung anhand des logfiles klar ist.
 

Fritzler

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Wo wird denn das logfile eigentlich gespeichert?
Beim booten der rescue CD hab ich gesagt, dass sich das Linux in RAM laden soll.
Der eingetippte Befehl lautet so:
ddrescue -B -n /dev/sda /dev/sdb rescued.log
 

Ernst@at

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Die logdatei befindet sich auf der RAMdisk. /root/rescued.log sollte daher vor Beendigung des Systemes auf einen USB-Stick gezogen werden, sonst ist die futsch und damit auch alle Informationen, wo auf der Platte Fehlstellen waren, welche nicht auf den Klon übertragen wurden.
 

Fritzler

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Wenn ich jetz nen USB Stick oder ne externe Festplatte reinstecke, müssten die doch als /dev/sdc erkannt werden oder?

Heute Nacht hat er grademal 3GB kopiert und jetz sins schon 1300 Fehler, das wird noch dauern...
Ab der 22Gb Marke kamen die ganzen Fehler.
 

Ernst@at

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klickst Du unten links auf das CD-Symbol und dann im Menü: Filesystems, dann weißt Du es genau.

dann in Konsole
mkdir /usbstick
mount -t vfat -o rw /dev/sd? /usbstick
 

Fritzler

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Müsstes nicht eher irgendwas mit Ntfs-3g sein, die externe HDD is ne 640GB NTFS formatierte.

Sowas wien USB stick hab ich nämlich nicht, da ich den Dateiaustausch über mein Server erledige.
edit: Werds per FTP übertragen, die linux befehle dazu versteh ich wenigstens .
 
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Ernst@at

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Die Frage lautete: "Wenn ich jetzt nen USB Stick..."
da die meist FAT formatiert sind, war das die Erklärung dazu.
also verwunderlich, wenn Du jetzt schreibst: "Sowas wien USB stick hab ich nämlich nicht" :lol:
für NTFS war ja im Beispiellink ein ntfs-3g Beispiel dabei...
 

Ambo$$

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Neue Platte brauchst du ja eh und fürs Klonen einer Platte mit defekten Sektoren kann ich nur HDClone empfehlen.
Beruflich habe ich auch gelegentlich mit Datenrettung zu tun und erfahrungsgemäß schafft es HDClone teilweiße sogar ganze Betriebssysteme von ner def. Platte zu retten - welches danach auch noch läuft!!

Benutze allerdings die Prof. Version, gibt auch ne Kostenlose, wobei ich da die Erfolgsquote nicht einschätzen kann;)
 

Ernst@at

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Nun, jetzt sollte nochmal nachgeputzt werden mit
ddrescue -B -c 1 -C -d -r 1 input output logfile (logfile muss der gleiche wie im Vorpost sein!)
weil er ja noch einige Bereiche an den Defektstellen übersprungen (/) hat
 

Fritzler

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So, am Ende waren jetz zwar immernoch 40MB unlesbar, aber das muss irgendwas "unwichtiges" gerwesen sein.
Jedenfalls muss ich keine weiteren Datenrettungstools drauf loslassen, der PC bootet vom Clon ohne meckern.

Dankeschön :D
 

Ernst@at

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So ist das aber mehr als bedenklich.
Als nächster Step wäre dran, die immer noch fehlerhaften und daher nicht kopierten Sektoren den Dateien auf der Platte zuzuordnen, damit da nicht eines Tages völlig merkwürdige Fehler auftauchen...
 

Ernst@at

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Auf diese Weise kann man das nur feststellen, wenn man eine 100%ig defragmentierte Platte vor sich hat, um zu einem defekten Sektor einen vorangehenden MP3-tag zuordnen zu können; aber mir solls recht sein :)
Andernfalls hat man mit einem normalen Hex-Editor keine Chance; da müsste es schon der "Disk Explorer" von Runtime sein(und den als HexEditor zu bezeichnen, ist Frevel)...
 
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