Deutschland auf dem Weg zum Überwachungsstaat?

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@zero

Das Argument ist in meinen Augen geheuchelt. Das Ergebnis ist doch das selbe. Theoretisches Beispiel: Das Innenministerium greift ab sofort, zur Vorratsdatenspeicherung auf studivz zurück und hat damit mehr Daten, als jemals sonst beschafft werden könnten. (Wenn es das nicht schon tut) ;)

Da steht ja nun alles drin. Von der politischen oder religiösen Gesinnung, bis zu diversen Vorlieben. Die Plattform ist besser, als jedes Tool zur Rasterfahndung.

Sorry, aber wer sich so öffentlich exponiert, sich dann aber über Kameras in Innenstädten aufregt, ist in meinen Augen nicht ernst zu nehmen.

Entweder möchte ich mich nicht öffentlich machen, wobei ich dann auch auf studivz etc. verzichte, oder aber ich möchte es. Dann sollte es mich aber nicht stören, dass meine Daten auch genutzt werden.

MFG

@franeklevy

Du hast es erfasst!
 
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^^ich weiß!
 
@e-ding
Es gibt ja auch noch andere schützenswerte und heikle Daten, als den persönliche Lebenslauf und Interessen.
Zb. Emailverkehr, Telefonate, Termine, besuchte Seiten mit genauen Angaben über wer mit wem wann und wo. Glaub kaum, dass dies in Deinen Beispielen auch alles derart umfangreich vorgehalten wird. ;)
Wenn mans so betrachtet ist auch jede verschickte Bewerbung ein Risiko, genauso wie jeder öffentliche Unterhaltung.

PS:
Ich bin dort übrigens nicht registriert und wenn gäbs auch keine Infos von meinem restlichen für denjenigen eher uninteressanten Teil meines Lebens, meine schwarze Seite. *booh* :D
 
Gerade habe ich den nächsten "Coup" unserer Politker mitbekommen.
Der Rechtsausschuss des Bundesrats will der Musik- und Filmindustrie Zugriff auf die Vorratsdaten geben, um den Kampf gegen "Raubkopierer" zu erleichtern.
Außerdem sollen die Daten länmger gespeichert werden.
(Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,519651,00.html )

Ich persönlich finde das ein absoluten Skandal. Das ist der nächste Schritt auf dem Weg in einen faschistoiden Überwachungsstaat. Da sieht man doch von welchem Kaliber unsere Politiker sind. Diese Daten der Industrie zur Verfügung stellen zu wollen ist einfach indiskutabel.
Den Kampf gegen den Terror einfach noch zum Kampf gegen Raubkopierer auszuweiten ist abartig und zeigt doch nur, wie moralisch degeneriert unsere Politiker sind.
Das geschieht sicher nicht mehr im Interesse des Volkes. Scheinbar haben diese Volksverräter vergessen, dass sie vom Volk und nicht von der Industrie ihre Macht bekommen.
 
Stormtrooper85 schrieb:
Gerade habe ich den nächsten "Coup" unserer Politker mitbekommen.
Der Rechtsausschuss des Bundesrats will der Musik- und Filmindustrie Zugriff auf die Vorratsdaten geben, um den Kampf gegen "Raubkopierer" zu erleichtern.
Außerdem sollen die Daten länmger gespeichert werden.
(Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,519651,00.html )

Ich persönlich finde das ein absoluten Skandal. Das ist der nächste Schritt auf dem Weg in einen faschistoiden Überwachungsstaat. Da sieht man doch von welchem Kaliber unsere Politiker sind. Diese Daten der Industrie zur Verfügung stellen zu wollen ist einfach indiskutabel.
Den Kampf gegen den Terror einfach noch zum Kampf gegen Raubkopierer auszuweiten ist abartig und zeigt doch nur, wie moralisch degeneriert unsere Politiker sind.
Das geschieht sicher nicht mehr im Interesse des Volkes. Scheinbar haben diese Volksverräter vergessen, dass sie vom Volk und nicht von der Industrie ihre Macht bekommen.

boah... das ja wohl ein Scherz, sowas ist echt ein derber Schlag an unsere Freiheitsrechte. Irgendwann wird sich der Mop schon aufrichten und dagegen schlagen. Aber sowas darf man ja ned sagen ;)
 
@ e-ding:

Auch ich kann mit keinem der Accounts dienen. Trotzdem hat jeder die Möglichkeit sich selbst dazu zu entscheiden auf diesen Platformen mehr oder weniger Details über sich Preis zu geben. Der Unterschiede liegt hier in der Freiwilligkeit. Ich entscheide welche Daten ich freigebe und welche nicht, keiner der Social Networking 2.0 whatever Dienste zwingt einen User sich anzumelden. Hast du bei der VDS, den Kameras, dem neuen Ausweis die Möglichkeit selbst zu entscheiden?
Manche haben schon immer dazu geneigt sich mehr zu präsentieren als andere, das ändert aber nichts daran das sie es freiwillig tun.
 
Da habt ihr meine Position etwas falsch verstanden. Ich bin auch nicht scharf auf Fingerabdrücke, biometrische Daten und Vorratsdatensammlung.
Natürlich stelle ich die Infos auch nicht freiwillig ins studivz. Ich möchte allen Mitgliedern der Seite auch nicht das Recht auf Kritik absprechen aber wenn ich mich nackt auf den Marktplatz stelle, muss ich damit rechnen, dass jemand ein Foto macht.

Ich stelle mir nur die Frage wieviel Überwachung/ Kontrolle ist gut und notwendig und wo wirds einfach zu viel? Was darf und muss sein und was auf keinen Fall? Wo ist die Grenze?

Ist das Durchleuchten meines Privatgepäcks am Flughafen oder Alkoholkontrollen der Polizei ein zu tiefer Eingriff in meine Privatsphäre oder erst das Speichern meines genetischen Codes oder Bewegungsprofiles?

BTW:Hab heute gelesen, dass es in Japan keine Persos gibt. :freak:

MFG
 
Ok so kann ich den Standpunkt besser verstehen. Für mich ist da die Grenze wo massenhaft (alle Bürger sind betroffen) , präventiv und automatisiert Daten gesammelt werden ohne das ein Grund besteht. (lässt man mal das Gespenst Terror außen vor) Genau an diesem Punkt sind wir mit der VDS, der Steuernummer, den Mautbrücken und den Ausweisen angekommen.
 
Nun, es geht noch weiter.
Nach einem neuen Abkommen, sollen die Fluggastdaten zudem allen Geheimdienst innerhalb der EU zur Ferfügung stehen. Die Daten sollen zukünftig ohne einen Rechtsbeihilfeantrag ausgestauscht werden. Der Betroffenen muss/wird über diese Übermittlung nicht informiert werden:
http://www.heise.de/newsticker/such...sticker/meldung/98459/;words=Daten Weitergabe

Die Liste der Daten bei einem Flug ist dabei relativ lang:
http://bp0.blogger.com/_MAIDScDNy6I/Rzy4bzuHBmI/AAAAAAAABL0/4uAf9jGbAY8/s1600-h/englandfragen.jpg

grüße,
franeklevy
 
den[N]is hat es in #306 schon sehr gut erläutert das Argument mit den Web 2.0 Diensten hinkt

und selbst wenn ich mich nackt auf den Marktplatz stelle hab ich doch Kenntnis davon das mich jemand fotografiert

wenn aber meine Daten von irgendwelchen Behörder verwaltet werden habe ich keine Kenntnis was damit genau pasiert.... und wenn die Bullen aufgrund von irgendwelchen herbeifantisierten Verdachtsmomenten eine Online-Durchsuchung durchführen habe ich idR auch keine Kenntnis davon....

du verstehst den Unterschied? ;)
 
Ich gebe Dir wohl recht samcked2, allerdings kann ich Dir und allen anderen mit ruhigem Gewissen sagen dass es kaum die Polizei(abwertend Bullen) sein wird die sich ein Verdachtsmoment herbeifantasiert.
Ich habe mit der Polizei rein beruflich recht oft zu tun und muss sagen, die "Pisspfähle" der Nation sind personell gar nicht in der Lage sich was auszudenken, die sind froh wenn sie mal in Ruhe ihren Schreibkram in den Griff bekommen.

Ganz anders sieht das doch bei den Karriere geilen jungen Staatsanwälten aus die machen mir da viel mehr Sorgen.
Auch Dummheit ist gefährlich.
 
Dass Frankreich notorische Raubkopierer offline legen will, wurde in diesem Thread noch nicht erwähnt. Im Gegenzug soll sämtlicher Kopierschutz auf Datenträger abgeschaft werden.

Provider sollen/müssen auffällige Kunden melden, sprich solche, die einen überdurchschnittlichen Traffic aufweisen. Solche werden dann genauer unter die Lupe genommen.

Gute Nacht Frankreich. Nur ja nicht auffallen.

hier der Link
 
Raubkopierer sind aber leider ein Teil der Gesellschaft. Auch wenn Frankreich nicht gleich Deurtschland ist, ist es gut möglich, dass sich hier ähnliches entwickeln kann.

In dem Artikel steht aber auch einiges, das uns betreffen könnte:
-Firmen dürfen ohne richterlichen Beschluss auf die gespeicherten Daten der Provider zugreifen (muss noch entschieden werden)
-Aufforderung an die Firmen einige Seiten zu sperren (käme meiner Meinung nach einer Zensur gleich)
 
Ich denke auch das es hier mehr um die Überwachung der Gesellschaft durch den Staat geht und nicht um Maßnahmen der Industrie ihren Produktschutz betreffend.

Außerdem sind Raubkopierer kein deutsches sondern ein globales Problem, das in der globalisierten Welt von heute auch nur global gelöst werden kann, wenn das überhaupt möglich ist.
 
smacked2 schrieb:
und selbst wenn ich mich nackt auf den Marktplatz stelle hab ich doch Kenntnis davon das mich jemand fotografiert

Naja, aber keinen Einfluss darauf, was derjenige mit dem Foto macht. Verstehst Du?;)

MFG
 
Ich halte so einen Beschluss für extrem verfassungswidrig. Das ist doch ein harter Eingriff in die Freiheit und Selbstbestimmung eines Menschen. Weil jetzt der Staat fleißig am Datensammeln beschäftigt sein wird, sagt es doch aus, dass jetzt angenommen wird, dass jeder Bürger ein potentieller Straftäter ist? Wenn ich das so auffasse gilt dann garnicht mehr, dass man solange unschuldig ist, bis einem die Schuld nachgewiesen wurde.
Demnach ist es genau umgekehrt dann.

Das einzige woraus man aus ist, ist Profit in Zukunft zu machen.
Ich sehe schon die ersten Massenklagen im Neujahr kommen.
 
So was hier schon befürchtet wurde wird nun wahr:

Der Rechtsausschuss des Bundesrates will den Zugriff auf gespeicherte Telekommunikationsdaten auch bei zivilrechtlichen Konflikten ermöglichen.


Für zivilrechtliche Verstöße lies illegales Herunterladen von Musik, Kontoüberwachung zwecks Ermittlung von Bafög Sündern usw und so fort. So sollen erhobene Daten der Bürger nach Meldung von zdnet an die Musik- und Filmindustrie weitergegeben werden.
Was ursprünglich nur gegen Terroristen gedacht war zeigt bereits jetzt sein wahres Gesicht nämlich totale Überwachung und Kriminalisierung aller BürgerInnen.

Schöne neue Überwachungswelt :(
 
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