Deutschland in der Internetsteinzeit - Wie geht es weiter?

Ich sehe das ganze ähnlich, vielleicht nicht als schnödes"Nerdproblem", aber doch schon weit entspannter als der Themenersteller. In meinen Augen ist das doch schon eher Klagen auf recht hohem Niveau. Zugegeben bin ich in der glücklichen Lage, über Unitymedia als Kabelkunde mit (zumindest theoretisch) 100 MBit ins Internet zu können, vor einem Monat habe ich das auch entsprechend so umgestellt, aber nicht, weil ich es unbedingt brauchen würde, sondern, weil ich die Pläne der Telekom zur Drosselung der Geschwindigkeit als Eingriff in die Netzfreiheit betrachte und das, obwohl ich derzeit nicht annähernd an die Downlaod-Grenze stoßen würde. Vorher bot mir die Telekom mit 3 MBit - den Unterschied merkt man natürlich schon deutlich, aber: ich mache jetzt nichts mehr oder weniger als vorher. Klar freut man sich schon, dass das eine oder andere YouTube Video schneller lädt oder der Seitenaufbau bei Seiten mit riesigem (Werbe..)Inhalt um einiges besser funktioniert, aber ganz ehrlich: mein PC-Leben hat sich dadurch nicht grundlegend verändert, selbst die angenehmen Vorteile sind so marginal, dass der dadurch gesteigerte Grad meiner allgemeinen Lebensqualität kaum messbar sein dürfte - subjektiv empfinde ich das so. Es gibt für mich persönlich (selbst, wenn ich Games über Steam oder GoG kaufe und lade) nicht derart viele Anwendungen, dass ich derart schnelles Internet als Grundversorgung benötige.
 
Ich finde das schon eine recht lustige Diskussion, denn ich befinde mich in einem Alter wie Dein Nachbar, d.h. ich habe die Entwicklung miterlebt und habe auch lange Jahre davor ohne Internet gelebt. Ich weiß jetzt nicht wirklich, wann es mir besser ging, wann ich glücklicher war und welchen Vorteil mir persönlich das Internet gebracht hat.

Aber innerhalb von 10 Sekunden weiß ich, dass ich neutral betrachtet keinerlei Mehrwert durch das Internet erfahren habe.

  • Es gibt nichts, was ich vorher vermisst habe,
  • nichts, womit ich heute mein Geld verdiene, was ohne INET vorher nicht möglich gewesen wäre,
  • nichts, was ich früher nicht auch irgendwo nachlesen hätte können, wenn es mich interessiert hat
  • nichts, was sich im kommunikativen Bereich zum positiven verbessert hätte
  • nichts, was sich im zwischenmenschlichen Bereich zum Positiven verändert hätte

Alles, was ich mit dem Internet mache, sind eigentlich "Add Ons"
  • ich kann E Mail schreiben, wie wichtig heutzutage, was haben wir da früher gemacht?
  • ich kann online Banking betreiben, wow!
  • ich habe Video Streaming, was für ein Vorteil?
  • ich kann in Foren Beiträge posten
  • ich kann in Social Networks Sachen posten, die keinen Menschen interessieren
  • ich kann in Internet Shops und auf vielen anderen Seiten in Sekunden mein Geld verprassen, wo ich früher wirklich aktiv werden musste und was erlebt habe, hier und heute nur ein paar Mausclicks entfernt

Alles nice to have, aber nichts, ohne das ich nicht leben könnte

Wenn man mir heute das Internet abschaltet, beschwere ich mich nur, weil ich für etwas bezahle, wofür ich keine Leistung erhalte, aber es geht mir nicht wirklich ein Wert verloren, ohne den ich nicht leben kann oder an Qualität verliere.
 
feldwebel-Chief schrieb:
Deutschland befindet sich in der Steinzeit.

hier bekommt man gerade mal 100mbit für 40€ mit 6mbit upload.

US 1000 Mbit Up & Down 70$
JAPAN 2000 Mbit auch Up & Down ~40€

könnte noch weitere länder auflisten die bessere angebote haben als wir hier.

Was haben die Preise mit der Steinzeit zu tun?

Es gibt Entwicklungsländer, da bekommst du Lebensmittel und Getränke viel vbilliger, als in Deutschland.
Fortschrittlicher sind die deswegen nicht.


Beim Internet sollte man sich nicht am bestmöglichen orientieren, sondern mal die Leute berücksichtigen, die seit Jahren von DSL träumen.
 
Also ich kann mich in meiner Region nicht beschweren. Kabelbw mit bis zu 100m/bit möglich. Die bauen auch fleißig aus. Bei meinen Eltern auf dem Dorf war nur ne 1m/bit Leitung der Telekom verfügbar. Kabelbw hat hier schnell reagiert und sämtlichen Gemeinden Internet via Kabel ermöglicht.

@ Gerhard 12

Dann redest du dir das ein. Zu behaupten das Internet bietet keinen Mehrwert ist schlicht und einfach nur gelogen.
 
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Ja eben Deutschland ist ja so riesig, dass man es nicht schafft es angemessen und flächendeckend zu versorgen. Das ist die größte Baustelle in der Geschichte Deutschlands, es ist zum Fremdschämen ganz ehrlich!
 
Dann redest du dir das ein. Zu behaupten das Internet bietet keinen Mehrwert ist schlicht und einfach nur gelogen.

Jeden Monat 1 Cent geschenkt bekommen ist auch ein "Mehrwert" - nur wie wichtig?
Wie ich schon vorher anmerkte: das Internet ist kein Grundbedürfnis. Ohne wirst du nicht(!) sterben. Du wirst auch nicht krank.
Es kann etwas erleichtern, ist aber nicht essentiel notwendig für jenes.

Ich glaube darauf will er hinaus ;)
 
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Ihr weint und weint, hier in Italien bekommen ihr für 30€ vielleicht wenn man
Glück hat eine 20MB Down und 1MB Up.... und vlt in den Großstädten wie zb. Rom oder Mailand einen Glasfaser anschluss für 40€ und das auch nur mit glaub ich 40MB.
 
Was mir in diesem Thread irgendwie fehlt, ist der Umstand, dass Internetanschlüsse durch die steigende Nutzerzahl auf den Anschluss gesehen immer langsamer werden, bedingt durch den offenbar nicht oder kaum vorhandenen Ausbau. Das habe ich sowohl mit Kabel-Anschluss als auch DSL (ADSL2+) erlebt. Bei Ersterem war Internet mit 6 MBit/s gebucht und innerhalb eines Jahres ging die Bandbreite zur besten Zeit (Samstag und v. a. Sonntag, meist Mittag) derart nach unten, dass es sogar zu teilweise stundenlangen Internetausfällen kam - das war bei Kabel Deutschland, in München, ein Techniker, der vorsorglich vor Ort kam, meinte, das läge an der gestiegenen Kundenzahl, aber der Anbieter würde hier sparen, erst wenn mehrere Kunden einen Aufstand machen, würde man über die Aufschaltung einer weiteren Hauptleitung nachdenken. Bei DSL scheint es ähnlich abzulaufen ... seit vielen Jahren ADSL2+ mit 16 MBit/s (Telekom, momentan O2; Dorf mit um die 4000 Einwohnern), anfangs zeigte die FRITZ!Box 17-18 MBit/s an, was mehr als bezahlt war, mittlerweile kommt sie über 12-13 MBit/s nicht mehr hinaus, Downloads von schnellen bzw. gut angebundenen Servern bestätigen das. Immer mehr Internetnutzer/Kunden lassen sich vermuten, zumal einige WLAN-Netze hinzugekommen sind.
Meines Erachtens sollte man bei Ausbau-Überlegungen auch diesen Aspekt einbeziehen.
 
wenn ihr schon Preisvergleiche anderer Länder anführt, dann zieht auch mal das durchschnittliche Monatseinkommen in den Ländern zu Rate ... da relativiert sich dann so einiges ...schön für Japan diese Raten/Kosten die sich dann 20% der Leute leisten können. Selbst die USA also ich wollte da nicht arbeiten! Wo Rentner am Walmart Kundentaschen zum Auto tragen um überhaupt überleben zu können!

Herr lass endlich die EU Wirtschaft mal so richtig crashen, damit das Ganze nichtüberlebensfähige Geschmeiss mal vor die Hunde geht! Luxusbalgen die nicht mehr zu schätzen wissen was sie haben.
 
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Also ich würde jetzt erst einmal behaupten wollen, dass wir im internationalen Vergleich noch recht gut dastehen. Und damit meine ich sowohl Verfügbarkeit von Internetdienstleistungen (stationär als auch mobil) als auch preislich betrachtet. Dass der Ausbau nicht so schnell wie andernorts voranschreitet mag daran liegen, dass es hier keinen "raubtierhaften" Maximalkapitalismus mit einem entpsrechenden Wettbewerb gibt. Darüber hinaus ist einer der größten Player der Branche in Deutschland, das T, dem - meiner Kenntnis nach - auch heute noch die überwiegende Netzinfrastruktur gehört, ein ehemaliger Staatsbetrieb...was das für Innovationsfreude, Schnelligkeit, Service, Wettbewerb usw. bedeutet (vgl. DB), kann man sich ja vorstellen.

Ich denke, viele machen den "Fehler, anzunehmen, dass wenn nicht innerhalb kürzester Zeit die bestmögliche (Internet-) Technik - zum bestmöglichen Preis - flächendeckend zur Verfügung steht, man sich in einem Entwicklungsland befände. Aus dieser Sicht heraus ist es sicherlich auch ein "neridges" Problem. Die überwiegende Anzahl von Menschen kommt im normalen Alltag mit dem Zurecht, was ihr Internetanschluss hergibt. Eine 2 MBit-Flat reicht für Alles, auch zum Zocken...zugegeben, größere Downloads dauern natürlich entsprechend lange. Aber mal Hand aufs Herz: Weg von der NErd-Perspektive: Lädt sich Otto-Normal-User permanent unmengen an Daten aus dem Netz? Ich glaube es nicht. Vielleicht liegt es ja daran, dass Deutschland eine alternde Gesellschaft ist.

Nur zur Info: Das Geschriebene ist meine Bewertung/Meinung zur Ist-Lage. Ich persönlich könnte ohne Highspeed-Internet nicht mehr leben und werde echt sickig, wenn mal was rumzickt....
 
Hi,

Also ich würde jetzt erst einmal behaupten wollen, dass wir im internationalen Vergleich noch recht gut dastehen.

Gegenüber welchen Ländern? Afghanistan und Trinidad / Tobago? Die vorher bei Golem verlinkten Studien sagen klar das Gegenteil...

Dass der Ausbau nicht so schnell wie andernorts voranschreitet mag daran liegen, dass es hier keinen "raubtierhaften" Maximalkapitalismus mit einem entpsrechenden Wettbewerb gibt.

Bitte wie? Bei uns gibt es keinen "Maximalkapitalismus"? Wow...

Eine 2 MBit-Flat reicht für Alles

Klasse Verallgemeinerung, die stimmen ja bekanntlich immer...

Weg von der NErd-Perspektive: Lädt sich Otto-Normal-User permanent unmengen an Daten aus dem Netz?

Geh doch mal bitte nicht immer von dir aus. Was "Otto Normaluser" macht oder nicht macht steht doch gar nicht zur Debatte. Die Leute, die es anders brauchen können es aber eben nicht, wenn das Netz nicht da ist. Das ist der Unterschied. Einer braucht es nicht, der andere braucht es dringend.

Vor allem sagst du im Anschluß "Ich persönlich könnte ohne Highspeed-Internet nicht mehr leben", da fällt einem doch nichts mehr ein. Klar sagt es sich leicht zu behaupten "die anderen kommen alle auch mit weniger aus" wenn man selber viel hat. Ein hoch auf die egozentrische Weltanschauung.

Bevor solche Diskussionen losgehen sollte man sich immer klar machen, das man selbst evtl. nciht zwingend der Maßstab ist und es durchaus andere Bedürfnisse gibt, die es zu berücksichtigen gilt.

VG,
Mad
 
In der Tat, wir haben doch super Leitungen: Mit 0,1 mb upload macht es riesigen Spaß, sämtliche Cloudservices zu nutzen, nach nicht ganz 10 Minuten hat man schon ein ganzes Worddokument hochgeladen. /Ironie
 
Bei uns in Deutschland ist es eben wie in der USA, die hatten vor 30-40 Jahren ein Super ausgebautes Straßen & Stromnetz.
Aber die Sanierung des gesamten Netzes würde so viel kosten das keiner das freiwillig in Regionen macht in denen sich das nicht über einen Planbaren Geschäftszeitraum rechnet.

Deswegen gibts in Dörfern kleiner 2000-3000€ meistens kein richtiges DSL, außer sie haben das Glück das sowieso ne Hauptleitung durchs Dorf liegt. (Oft an Bahnstrecken etc.)


Deswegen siehst in "Schwellenländern" oft besser aus. Da gab es vorher nichts, und die können Kabel etc. verlegen ohne groß Rücksicht zu nehmen. Dazu gibt es dann noch Fördertöpfe etc.
 
Ein Grund von vielen, warum es nicht wirklich voran geht ist meiner Ansicht nach schon hier im Thread zu finden. Ein Großteil ist gar nicht interessiert an schnelleren Leitungen. Wo keine Potenziellen Kunden sind wird selten investiert.

Ich bin da anderer Meinung. Bin vor kurzem umgezogen und bin mit meinem jetzigen Anschluss zufrieden. Deutschlandweit ist das Angebot und der Ausbau aber ein Witz, gerade für das Jahr 2013. Wie viele andere Länder dastehen wurde eingangs ja schon mehrfach erwähnt.

Mein Elternhaus (in einer knapp 13k Einwohnerstadt) krebst seit nunmehr 10(?) Jahren mit DSL 3000 rum. Eine Änderung ist hier nicht in Sicht. Kabel ist ebenfalls nicht verfügbar. Und nein, hier heißt es nicht "das reicht uns für die paar Mails". Wer einigermaßen mit der Zeit geht und das Internet wirklich nutzt für den sind Geschwindigkeiten in diesem Bereich keine Freude. Da kann mir einer erzählen was er will :freaky:,

Vom Ausbau in den ländlicheren Gegenden will ich gar nicht erst reden. DSL Light ist was Kupferleitungen angeht hier das Maximum. Gerade wenn man beruflich auf so eine Leitung angewiesen ist, sieht es düster aus.
 
Felixxz21 schrieb:
Guten Abend,

Es gibt noch immer keinen Anspruch auf eine Internetgrundversorgung und die Politik tut wenig um Deutschlands Infrastruktur zu modernisieren. Oben drauf will die Telekom noch mal 6 Milliarden Euro in DSL-Vectoring investieren, also in eine Technologie die immer noch auf miesen Telefonkabeln aus dem letzten Jahrhundert basiert und keine Zukunft hat.

Vectoring bringt den Ausbau von FTTC voran. Das macht einen Großteil der Investitionen aus, da man auf Weitverkehrsstrecken nur Single-Mode Fasern verlegen kann und deshalb mehrere Fasern legen muss. Im Anschlussnetz funktionieren dann Multi-Mode-Fasern ganz gut, aber man muss sich dann mit Problemen wie Mode-Hopping auseinandersetzen. Das Kupfer ist auch noch lange nicht am Ende. Im Übrigen hatte man bis kurz nach der Wende viel Glasfaser verlegt (vor allem in Ostdeutschland). Die Amerikaner haben uns daraufhin zu Deutsch gesprochen für Blöd erklärt und man ist auf Kupfer übergegangen. Ein Hoch auf den goldenen Westen also.

Felixxz21 schrieb:
kompletten Glasfasernetz schaffen, dessen Kosten Deutschlandweit ja nur bei um die 50 Mrd. liegen würden

nur... aha... Achso ich vergaß, 50 Mrd. hat ja jeder so mal eben in der Portokasse :rolleyes:
Das hat auch die Telekom und die Kabelbetreiber nicht. Dazu kommt dann, das das unter optimalen Bedingungen passiert. Allein die Verhandlungen mit den Gemeinden können das alles zu Nichte machen. Dazu müssen die Bauarbeiten perfekt laufen. UND: das Netz möchte auch betreut werden. Folgekosten sind mit zu bedenken. Außerdem bin ich recht froh, dass das Netz nicht in staatlichen Händen liegt, wenn ich an unsere Autobahnen denke :D

Ich bin von ISDN auf 6000 (was effektiv auf 3,5 runtergeregelt werden musste) zu 2000 und schließlich auf VDSL50. Es ist Luxus. Mit den 2000 könnte ich genauso leben. Dauert alles halt etwas länger. Japan ist dicht besiedelt, da erreicht man mit gleichen Kosten mehr Leute. In Finnland sind gerade mal 5,5 Millionen Menschen anzubinden. Leider ist auch bei uns geiz geil. Ich habe mit den Plänen der Telekom zum Beispiel kein Problem. Zahl ich halt 20€ mehr für den Luxus. Dafür kommt das dann dem Ausbau zu Gute.

Man muss dieses Thema halt auch immer aus Sicht der TK-Anbieter sehen. Das wird viel zu oft vernachlässigt bei solchen Diskussionen.

VG
BassT
 
Ich misch mich auch mal ein:
Ich spreche hier auch von Entwicklungsland Deutschland !
Habe z.Zt. 6000RAM. Geht so- Allerdings hatte ich vorher mal 16MBit. Ich finde, DAS sollte wenigsten für jeden verfügbar sein.
Ich muss nicht 1GB haben, aber so 50 wären für mich schon schön.
Das gehört m.M. nach heute zur Infrastruktur !

Mir fällt auf, das die meißten die sich hier (und anderswo) austauschen und meinen, 1MBit wäre genug eben selbst sehr gut angeschlossen sind.Siehe direkt über mir ;)
Wenn man das Inet richtig nutzen will, ist selbst Ram6000 nich genug.Bei weitem.
Es ist schon nervig, auch mit 6MBit.VOD und nebenbei surfen+ eventuell downloaden?Patch o.ä.?
Keine Chance.
Es fehlt der Anreiz für die Terrorkom und die anderen
Die mussten damals ja bei der LTE-Frequenzauktion versprechen, fast ganz Deutschland anzubinden. Damit sie das lukrative 2100MHZ Geschäft in der Großsstadt ausbauen konnten.
Also haben die hier und da nen mast aufgestellt. Fakt ist -zumindest hier- das diese jetzt schon völlig überlastet sind. Ich habs bei meinem Bruder gesehen. Zu Hauptzeiten kommt er auf ca 1 MBit..Toll...
Ich finde de Umsetzung ist gescheitert. Es WÄRE eine alternative gewesen. Aber diese wurde nur halbherzig umgesetzt-
Meiner Meinung nach wäre für LTE folgendes vonnöten:
  • Drossel ok, aber erst nach Fesntnetzgrenzen (also ca. 75-100GB, siehe auch Össterreich)
  • Priorisierung von @Home LTE Kunden.
  • Ausbau vorhandener Zellen.Immoment sind viele bereits überlastet.

Zum Priorisierungspunkt. Hier läuft eine Autobahn lang. LTE Verträge + Handys werden auch immer mehr.
Mal ganz überspitzt gesagt, kommt der Grossstädter (der zuhause bereits seinen VDSL Vertrag hat) hier durchgefahren, bucht sich ein und---?---- klaut Bandbreite von Leuten, die darauf angewiesen sind :D
Deswegen (Liste oben) ist LTE für mich keine Alternative.

Ach ja, jetzt kommen bestimmt wieder einige, die dann meinen " Ach ja, wenns dir so wichtig ist, zieh doch in die Stadt"
Nö, is nix für mich.Hab ich schon gewohnt. Ich brauch ja auch -wie gesagt- keinen GBit Anschluss, ja nicht mal VDSL. Alles in allem würde 16000 schon reichen.

Ich verstehe halt nicht, warum immer neue Technologien (Vectoring) für wenige Leute ausgebaut werden und die Leute, die immer noch auf ordentliches INet warten wieder in die Röhre gucken.
ADSL2 wäre doch wirklich vertretbar. Zack den HvT mit nen bischen mehr Bandbreite versorgt, die Kabelverzweiger mit Glasfaser angeschlossen. Der Rest reicht doch.
Und dann, wenn es in 10 Jahren wieder nicht reicht kann man mit VDSL ausbauen.Glasfaser liegt ja dann schon bis dahin.
Im Grunde seh ich es auch so, das die TK Anbieter keine große Schuld trifft. Es ist und bleibt eben Kapitalismus :D
Grade und genau deswegen ist hier die Politik gefragt!
Anstatt sonst immer nur Müll zu verzapfen und sinnloses Zeug zu debatieren, könnten sie dort mal was sinnvolles vorschlagen. Vorsicht Ironie: Mit der Kohle von De-Mazieres Papierflieger hätten wir im Landkreis wahrscheinlich alle Häuser mit Glasfaser anbinden können :D
Länder für die wir bald zahlen werden, haben bessere Anbindungen als wir. Das ist ne Vermutung.
Mal ne Frage nebenbei: Warum werden DSL-Leitungen eigentlich nicht überirdisch verlegt?? Wie die alten Telefonleitungen?ist mir gestern mal so eingefallen..
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich hier Lese was manche sich aus den Fingern Saugen, da bekomm ich Plack.. Also bitte weg vom Stammtischgerede , hin zu harten Fakten:
http://www.bundesnetzagentur.de/Sha...ED4FE9CC08B0BAEC94?__blob=publicationFile&v=1
Schaut man die zig Seiten durch und kommt zum Intressanten, sieht man dass die Breitbandqualität bei durchschnittlich 2m/bit liegt. Die VDSL Anschlüsse sind so Gering in Deutschland, und nur Schwerpunktlastig in den Ballungsräumen, was man an der Studie auch sehr gut sieht. Intressierte Empfehle ich den Bereicht zu lesen und danach den Senf hier zu verbreiten

http://www.golem.de/news/ftth-und-f...-deutschland-nutzen-glasfaser-1302-97745.html
Golen redet von 200000 Glasfaseranschlüssen. Das bei 40Mio Haushalten! Ja ein Luxusproblem natürlich. Vor 20 Jahren hätte der Ausbau die Hälfte gekostet, nun wird jedes Jahr, welches Gewartet wird der Ausbau Teurer. Die Deutsche Telemedia Kabel möchte ja gerne, aber so lange der Profit vor dem Nutzen steht, passiert nichts. Und für die Herren die meinen, Internet ist nicht wichtig. Stimmt eine 2 Spurige Autobahn reicht ja auch und der Elbtunnel die 10km Stau tun ja auch nicht weh. Fakt ist durch bessere Anbindung hat nicht nur der Privatmann mehr vom Netz.

Hier ein Intressanter Blog zum Thema Subventionierung des Ausbaus:
http://blog.insm.de/3222-sollte-der-breitbandausbau-in-deutschland-subventioniert-werden/


http://www.golem.de/news/google-fib...it-laesst-sich-geld-verdienen-1305-99540.html
Ein Beweis anhand von Google, dass der Mehraufwand in den Ausbau auch Rentabel ist.

http://deutsche-wirtschafts-nachric...erre-ein-freiheit-des-internets-geht-zu-ende/

Was die Konsequenz hieraus sein könnte, wir hier gut angesprochen. Man sieht auch, dass der Wille der Unternehmen, den Anbietern wie Google, MS etc Geld für Bandbreite aus der Tasche zu ziehen nicht neu ist.
http://www.heise.de/ct/artikel/Netz-Kontrolleure-1758455.html

und hier:
http://www.heise.de/netze/meldung/E...r-internationalen-Telecomvertrag-1736051.html

Jeder der auch nur Ansatzweise denkt, der Netzausbau wäre nicht Finanzierbar, sollte sich bitte mal um die Hintergründe schlau machen. Weil die T-Com die T-Mobile USA mit soviel Geld gefüttert hat, wie es schon nicht mehr geht, müssen wir es nun ausbaden. Das ist bei Telefonica und bei Vodafone übrigens nicht anders, nur dass die Eben Verlustgeschäfte mit Ihren Netzen im Ausland haben.

Wenn sich die Politik durchringen würde zu sagen: Bis 2016 muss jeder Kunde mindestens 4mbit haben und dies auch als Flat bekommen können, DANN hätten wir endlich Ruhe. Internet kostet seit Jahren nicht das was es wert ist. Leitungen mit 16mbit erhalten in der Praxis mal grade 4mbit Bandbreite (mindetswert für IP TV (HD Stream)), alles darüber ist nicht Betrieblich Sicherbar. Die Datenautobahn Internet ist bei uns nicht 3 Spurig, sondern 1 Spurig und in dem Informationszeitalter 21. Jahrhunderts wo Jeder Mensch Verkabelt ist, Daten Digital versendet werden und wenns nach den Kassen geht bald der Artzbesuch wegfällt und via Skypekonferenz erfolgt ist ein "bis zu" Unhaltbar.. Und die FTTH Council lacht sich eh über uns Tot, was die Tabelle auf Seite 1 Beweist

@Asus: Ist der Quote ein Bericht des Verbraucherschutzes oder ein Blog? Mich würde mal ein Link Intressieren
 
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Na klar ist Deutschland ein Entwicklungsland was Internet betrifft. Wenn man Glück hat, kann man einen Kabelanschluss oder eine kurze Telefonleitung (unter 1,5 km Länge) sein Eigen nennen. Aber sonst hat man die A-Karte.

Selbst hier im Ruhrgebiet in einer 180.000 EW Stadt gibt es einen Ort wo nur ISDN und für ein paar Straßen DSL 384 verfügbar ist.

Im angrenzenden Gebiet (10-200 Meter weiter, mit anderer Vorwahl / VST) gibt es hingegen DSL 16000 oder sogar 800 Meter weiter Kabel mit bis zu 150 MBit/s.

Bringt den Leuten (180 Haushalte) in der Breitband-Desert aber auch nichts, da die Telekom nicht auf die Vorwahl der Stadt in der sie wohnen umschaltet und Unitymedia nicht einsieht auszubauen. Förderung für einen DSL Ausbau gibt es auch nicht, da das Gebiet nicht ländlich liegt.

Was bleibt also?

LTE mit bis zu 100 Mbit/s und max. 30 GB Traffic (Up- und Download) bei anschließender Drossel auf 48 Kbyte/s down und 8 Kbyte/s up für 45 Euro/Monat. Man kann quasi nichts damit machen, außer ein wenig, stumpf surfen. Alle breitbandhungerigen Anwendungen sind tabu. Denn wenn man mal auf die Idee kommt diese "längerfristig" (länger als 30-40 Minuten pro Monat) zu nutzen wird für den Rest des Monats das Internet quasi komplett abgestellt.

Fakt ist: LTE ist eine unverschämt teure Mogelpackung!

Die Geschwindigkeit teilt man sich mit anderen "Mobilfunkern". Eine Geschwindigkeit von 50Mbit oder höher wird man nur in Gebieten erreichen, die mit vielen PicoZellen abgedeckt ist. Das ist erfahrungsgemäß nur in der Stadt der Fall. Auf dem Dorf, wo sich ein Ausbau mit PicoZellen nicht rentiert, wird man diese Geschwindigkeit in absehbarer Zeit nicht bekommen. Jeder DSL-Anschluß kann eine nicht-geteilte (jedenfalls merkt man es nicht so stark) Geschwindigkeit von 2 bis 50Mbit bereitstellen.
Entschuldigung, liebe Dorftrottel - ihr seid außen vor!


Mit LTE ist man in seinem Transfervolumen begrenzt. 10, 15 oder 30 Gigabyte. Jeder Bürger in einem DSL-versorgten Gebiet kann eine Flatrate für unbegrenzten Transfer kaufen. Mit dem Download eines ISO-Images (z.B. ein legales Betriebssystem wie Linux oder ein legal erworbenes Spiel) verbraucht man schon 1-4 Gigabyte an Transfervolumen. Jeden Abend Videos aus der Onlinevideothek gucken? Nö! Da schmilzt das Transfervolumen wie das sprichwörtliche Eis in der Sonne.
Entschuldigung, liebe Dorftrottel - ihr seid außen vor!

Fazit:

Hier wird der Kunde ausgenutzt (Kosten?/Nutzen?), potentiell belogen (nur im Kleingedruckten stehen diese Fakten!) und auf den Arm genommen. Mit welcher Begründung soll ich noch 40€, 50€ oder 70€ pro Monat ausgeben? Der Stadtmensch bekommt mehr als die doppelte oder dreifache Leistung für 30€ im Monat!!

Für mich als Privatmensch bedeutet das wahrscheinlich: Umzug in eine DSL-versorgte Gegend oder Gründung einer "Interessengemeinschaft Internet" die Internet mit alternativen Techniken nach Hösseringen bringt.

Für Firmenkunden kann das nur bedeuten: Umzug in eine DSL-versorgte Gegend.

Für die technologisch inkompetenten Politiker, die konsequent Alternativen ignoriert haben, bedeutet das: Abwanderung von Firmen. Steuerausfälle. Abwanderung der jungen Leute. "Verödung" von Landstrichen.

Ich bin entzückt!

Ach ja, bevor ich es noch vergesse. Ihr könnt für "super günstige" 15 Euro 10 GB bei der Telekom und 5 Euro für 1 GB bei Vodafone nachbuchen.

Jeder nachdenkliche Kunde wird nun die wahre Absicht der Drossel erkennen.

Sie ist nicht dazu da um die Netze vor einem Überlauf zu schützen sondern dient eher als Gelddruckmaschine.

Hat man endlos Geld, hat man auch endlos High-Speed-Internet und das selbst mit LTE, wo die Drossel angeblich im Kundeninteresse aktiviert wird;).
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AMD-Mafiosi schrieb:
http://www.golem.de/news/google-fib...it-laesst-sich-geld-verdienen-1305-99540.html
Ein Beweis anhand von Google, dass der Mehraufwand in den Ausbau auch Rentabel ist.

...
Was die Konsequenz hieraus sein könnte, wir hier gut angesprochen. Man sieht auch, dass der Wille der Unternehmen, den Anbietern wie Google, MS etc Geld für Bandbreite aus der Tasche zu ziehen nicht neu ist.
http://www.heise.de/ct/artikel/Netz-Kontrolleure-1758455.html

Hast du dir den Beitrag über Google überhaupt gelesen:
  • Um teure Tiefbauarbeiten möglichst zu vermeiden, wurde vereinbart, die Kabel an jeden vorhandenen oberirdischen Mast der Stadt zu hängen
  • Statt das Glasfaser überall zu verlegen, werden nur solche Stadtviertel zu Fiberhoods ausgebaut, in denen sich genügend Menschen voranmeldeten

In Städten sind aber kaum noch Masten vorhanden (anders wie in den USA).
Auf dem Land sind diese zwar manchmal noch vorhanden aber wahrscheinlich gibt es dafür zu wenige Nutzer.

Bei uns auf dem Land hatte sich vor kurzem die Telekom + Gemeinderat stark gemacht um "schnelleres" Internet (16 Mbit o.ä) zu bekommen (Orf mit ca. 2000-3000 Einwohnern, 384 kbit-Interet). Die Telekom bestand nur auf eine Mindestanzahl an anzuschließenden Haushalte. Am Anfang waren die meisten dafür, aber als es konkret werden sollten haben sich doch zu wenige angemeldet, d.h. das Projekt ist entweder auf Eis gelegt bzw. gestorben :mad:
 
Stoiklopfer schrieb:
Hast du dir den Beitrag über Google überhaupt gelesen:
  • Um teure Tiefbauarbeiten möglichst zu vermeiden, wurde vereinbart, die Kabel an jeden vorhandenen oberirdischen Mast der Stadt zu hängen
  • Statt das Glasfaser überall zu verlegen, werden nur solche Stadtviertel zu Fiberhoods ausgebaut, in denen sich genügend Menschen voranmeldeten

In Städten sind aber kaum noch Masten vorhanden (anders wie in den USA).
Auf dem Land sind diese zwar manchmal noch vorhanden aber wahrscheinlich gibt es dafür zu wenige Nutzer.

Bei uns auf dem Land hatte sich vor kurzem die Telekom + Gemeinderat stark gemacht um "schnelleres" Internet (16 Mbit o.ä) zu bekommen (Orf mit ca. 2000-3000 Einwohnern, 384 kbit-Interet). Die Telekom bestand nur auf eine Mindestanzahl an anzuschließenden Haushalte. Am Anfang waren die meisten dafür, aber als es konkret werden sollten haben sich doch zu wenige angemeldet, d.h. das Projekt ist entweder auf Eis gelegt bzw. gestorben :mad:

Habe ich gelesen, aber um es noch mal zu sagen. Ein Leerrohr in der Straße bei Bauarbeiten tut nicht weh und viele Gemeinden machen so etwas schon in Eigenregie.. Man kann mit Fiber to the Building auch auf dem Lande Geld machen. Alle Großen Verteilerknoten haben LWL.. Es Hapert aber immer an der letzten Meile.. Also lasst euch keinen Scheiss erzählen ;)
 
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