Sammelthread Diskussionen rund um den Rundfunkbeitrag

AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

Du fragst, was eine Auflagenzahl mit Qualität zu tun hat und konterst mit Zahlen, um Deine inhaltslose Behauptung bezüglich der besseren Qualität der ÖR zu untermauern?

Na das übertrifft meinen Sarkasmus bei Weitem!

BTW: wo ist denn die Quellenangabe zu Deiner Auswertung?
 
AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

Ich hätte nicht gedacht, dass ich es wirklich so ausführen muss aber soll sein.

Wenn die BILD eine Tagesauflage von beispielsweise 1.000.000 (in Worten eine Million) hat, dann sagt das nichts darüber aus wie qualitativ hochwertig die einzelnen Beiträge sind, geschweige denn welches Gewicht die Themen im Laufe eines Jahres besaßen.

Wenn ich jedoch eine Liste veröffentliche, hier übrigens die Quelle, und dort detailliert aufgelistet wird, wieviel Prozent von der Gesamtsendedauer die Themenblöcke bekamen, dann lässt sich dadurch durchaus eine gewisse Wertigkeit ausmachen.

Wenn wir also den ganzen Themenblock "Informationen" beispielhaft heranziehen, beinhaltet das Programm von ARD und ZDF fast 50% an reinen Informationssendungen. Und Sendungen wie "Brisant" nehmen davon gerade einmal 2,6% ein. Bei Pro7 die ohnehin nur 11,7% an Informationssendungen veranschlagen, nehmen Boulevardsendungen jedoch ganze 3,6% ein. Ich will das ganze nicht weiter ausführen müssen.

Was die Qualität der ÖR angeht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Grimme-Preis_2013
http://de.wikipedia.org/wiki/Grimme-Preis_2012
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Fernsehpreis_2012
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Fernsehpreis_2013
 
AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

Wenn Dein toller Themenblock "Information" zur Hälfte alleine aus Morgenmagazinen, Frühstücksfernsehen und Boulevardsendungen besteht, ist das identisch mit meiner exakt so gemeinten Auflagenzahl der BILD. Eine Zahl über die Auflage einer Tageszeitung sagt ebenso wenig über deren Qualität aus, wie die einer inhaltslosen Betrachtung einer analytisch gesetzten Kategorie "Information".

Da halte ich es wie der von mir sehr geschätzte Reich-Ranicki beim Deutschen Fernsehpreis und mache bei der Selbstbeweihräucherung dieses Unsinns nicht mit. Mit dem Unterschied, dass ich bereits weiß, welchen "Blödsinn" (Zitat RR) man im Fernsehen so jeden Abend zu sehen bekommt.

Diese Selbstbeweihräucherung der Fernsehschaffenden ist ebenso "schlimm" (Zitat: RR), wie die scheinbare Tatsache, dass man schon Promi ist, wenn man in einer Game-Show die Zahlen umdrehen durfte. So verwurstet ein Sender die von sich selbst geschaffenen Vorzeigekandidaten und seit Jahren tauschen die ÖR und die Privaten sich hier munter aus. Die ÖR mit Spitzengagen, da sie sich diese leisten können und aus Verzweiflung über das nicht ausreichend Quoten bringende, bisherige Sendekonzept. Inhalt dieser Wiederkäuaktion und damit gesellschaftliche Relevanz = 0. Fernsehen ist sich Selbstzweck genug. Und damit ist das beitragsorientierte Fernsehen, wie oben bereits erwähnt, wenn man über den Sarkasmus hinweglesen kann, demokratietheoretisch nicht mehr gestützt bzw. legitimiert.
 
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AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

Vergleicht doch mal Phoenix & Co. mit den Privaten. Wobei, die N24 Panzerdokus sind echt super...
 
AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

Und der österreichische Privatsender ServusTV hat nicht nur ein tadelloses HD-Bild, sondern auch phantastische Dokus im Programm. Phoenix ist nett, bekommt von den dem ZDF zur Verfügung stehenden Gebührenbeiträgen jedoch nur sagenhafte 2%. Mit 4,32 EUR im Jahr könnten wir in einem Opt-In-System z.B. Phoenix finanzieren.
 
AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

Ich habe mal eine Gegenfrage.

Was wäre, wenn wir 2 öffentlich rechtliche Sender mehr aufmachen, und somit das Beitragsangebot erhöhen, und den Beitragssatz auf 25€ erhöhen?

Welche Argumentation spräche DAGEGEN? Bitte keine subjektiven Einschätzungen, denn ich bin nicht dafür, ich frage ansich nur um zu verstehen wer denn überhaupt festlegt, wieviel der Bürger an Informationen will/braucht/zahlen muss. Denn wenn irgendjemand sagt: "Die Zeiten haben sich geändert, wir müssen nun auch im Internet anbieten, das kostet Bandbreite und somit Geld. Also müssen wir nun 25€ nehmen."

Wer sollte was dagegen sagen? Ob er konsumiert oder nicht, das ist ja jetzt schon nicht mehr von Relevanz.
 
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Stimmt, Servus hat gute Dokus. Schaue ich auch öfters. Immerhin bezahle ich den Sender über meine Redbullabhängigkeit mit... :p
 
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AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

Onkelhitman schrieb:
Wer sollte was dagegen sagen? Ob er konsumiert oder nicht, das ist ja jetzt schon nicht mehr von Relevanz.

Mehr Sender bedeuten erstmal höhere Ausgaben. Angenommen, ZDF möchte zwei neue Spartensender einführen. Dann müsste der erhöhte Finanzbedarf bei der zuständigen Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) für einen zukünftigen Berechnungszeitraum beantragt werden. Diese prüfen die Höhe des Beitrags und geben dann den Landesparlamenten eine Empfehlung, wie hoch ihrer Ansicht nach der Beitrag sein sollte. Die Ministerpräsidentenkonferenz setzt dann wiederum die endgültige Höhe der Rundfunkgebühr fest und die Landesparlamente müssen dies absegnen. Letztlich gibt es bei diesem Verfahren bereits einige Beteiligte, die sich neben dem Bestandsschutz gegen eine nicht verfassungsgemäße Fortentwicklung sperren.

Alternativ könnte das ZDF sein bestehendes Angebot verkleinern und aus dem Gesparten die neuen Sender finanzieren. Doch auch das ist nicht so einfach. Denn der Aufsichtsrat der Rundfunkanstalten entscheidet darüber, ob die zwei Sender inhaltlich zur Erfüllung der Informationspflichten überhaupt nötig sind. Und die Privatsender, die einer zu großen Ausdehnung des ÖR Angebots aus Eigeninteresse entgegen stehen. Letztlich obliegt es dem Bundesverfassungsgericht zu entscheiden, ob die beiden Sender dem Auftrag der Landesrundfunkanstalten entsprechen oder nicht.

PS: nach dieser Ausführung sollte jedem mindestens eine Sorgenfalte auf der Stirn stehen, der die demokratietheoretische Grundlage für den ÖR Rundfunk kennt...
 
AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

Deliberation schrieb:
Wenn Dein toller Themenblock "Information" zur Hälfte alleine aus Morgenmagazinen, Frühstücksfernsehen und Boulevardsendungen besteht, ist das identisch mit meiner exakt so gemeinten Auflagenzahl der BILD. Eine Zahl über die Auflage einer Tageszeitung sagt ebenso wenig über deren Qualität aus, wie die einer inhaltslosen Betrachtung einer analytisch gesetzten Kategorie "Information".
11,4% sind nicht "zur Hälfte", aber das nur am Rande.

Wenn bei der Auswahl von vorhandenen Themen eine derart starke Fokussierung auf Informationen, darunter Nachrichten, Dokumentationen, Berichten, Reportagen und Diskussionen liegt, dann ist davon auszugehen, dass diese Hilfen zur politischen Meinungsbildung bzw. Teilhabe am gesellschaftlichen Leben auch eine gewisse Wertigkeit besitzen.
Welche objektive Größe über die Qualität der Themeninhalte der ÖR sollen wir denn deiner Meinung nach heranziehen, wenn die quantitativ für Informationen aufgebrauchte Sendezeit nicht aussagekräftig ist?

Deliberation schrieb:
Da halte ich es wie der von mir sehr geschätzte Reich-Ranicki beim Deutschen Fernsehpreis und mache bei der Selbstbeweihräucherung dieses Unsinns nicht mit. Mit dem Unterschied, dass ich bereits weiß, welchen "Blödsinn" (Zitat RR) man im Fernsehen so jeden Abend zu sehen bekommt.
Reich-Ranicki hat den Preis im übrigen angenommen, wenn auch erst einige Tage nach der Veranstaltung. Und die erste Aufgabe des Kritikers ist es eben zu kritisieren. Wie Anton Ego folgerichtig feststellt:
In many ways, the work of a critic is easy. We risk very little yet enjoy a position over those who offer up their work and their selves to our judgment. We thrive on negative criticism, which is fun to write and to read. But the bitter truth we critics must face is that, in the grand scheme of things, the average piece of junk is more meaningful than our criticism designating it so.

Deliberation schrieb:
Diese Selbstbeweihräucherung der Fernsehschaffenden ist ebenso "schlimm" (Zitat: RR), wie die scheinbare Tatsache, dass man schon Promi ist, wenn man in einer Game-Show die Zahlen umdrehen durfte. So verwurstet ein Sender die von sich selbst geschaffenen Vorzeigekandidaten und seit Jahren tauschen die ÖR und die Privaten sich hier munter aus.
Was du hier aufzählst ist kein Alleinstellungsmerkmal der ÖR, im Gegenteil ist genau diese voyeuristische Zurschaustellung gescheiterter "Promis" Paradedisziplin der Privaten. Deine auf Einzelbeispielen beruhende Kritik versucht vom Kleinen auf das Große zu schließen. Kunstgriff 19 der Eristischen Dialektik.

Deliberation schrieb:
Die ÖR mit Spitzengagen, da sie sich diese leisten können und aus Verzweiflung über das nicht ausreichend Quoten bringende, bisherige Sendekonzept. Inhalt dieser Wiederkäuaktion und damit gesellschaftliche Relevanz = 0. Fernsehen ist sich Selbstzweck genug. Und damit ist das beitragsorientierte Fernsehen, wie oben bereits erwähnt, wenn man über den Sarkasmus hinweglesen kann, demokratietheoretisch nicht mehr gestützt bzw. legitimiert.
Das Budget der ÖR ist unter anderem auch deswegen so hoch, weil eben der Blick auf die Quote nicht ausschließlich programmbestimmend sein soll. Krux an der Sache ist, dass ein Programm, welches an den Interessen junger Bevölkerungsschichten vorbei produziert wird, ebensowenig zielführend ist.
Während die ÖR also die Gratwanderung zwischen Anspruch und Publikumsnähe gehen müssen, können sich die Privaten voll und ganz der visuellen Dekadenz hingeben. Das der Wunsch nach Boulevard Stilblüten wie "Brisant" hervorbringt, kann dem vom Gesetzgeber gewünschten Bildungsauftrag aber keinen Abbruch tun. Und die demokratietheoretische Legitimation verliert sich deswegen nicht plötzlich.
 
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Nö, mir erschließt sich eigentlich immer noch nicht, wer eigentlich für die Bürger entscheidet, was diese konsumieren sollen/müssen/können. Also ich verstehe die Grundlage nicht. Der Vorgang ist jetzt ansich klar.

Aber nehmen wir an, wir würden für Bus- und Bahn in Dland alle Geld bezahlen, völlig Hupe ob wir es nutzen oder nicht. Dann nennen wir das Ganze: "Bus und Bahnabgabe" und jeder Deutsche kann frei entscheiden, ob er die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzt oder nicht. Was auch immer er entscheidet, zahlen muss er trotzdem.

So etwas könnte von wem eigentlich beschlossen werden? Informationen sind ja scheinbar gesetzlich Verankertes Gut? Ist der ÖPNV das nicht auch? Könnte man das da, theoretisch gesehen, nicht einfach genauso machen? Eine Zwangsabgabe für jeden machen, ob man es nutzt oder nicht? Weil es ja "zum Wohle des Volkes" genutzt wird?
 
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Noxiel schrieb:
11,4% sind nicht "zur Hälfte", aber das nur am Rande.

Gutsherrenmentalität bringt uns hier nicht weiter. In der Kategorie "Information" sind die von mir erwähnten Formate unter "Magazin" zu finden. Der aggregierte Anteil beträgt 20,7%, was zugegebenermaßen nicht ganz die Hälfte der von mir bemängelten Kategorie "Information" ist, aber ich dachte, die 0,5% Unschärfe könne man mir zu Gunsten der besseren Lesbarkeit zugestehen.

Noxiel schrieb:
Welche objektive Größe über die Qualität der Themeninhalte der ÖR sollen wir denn deiner Meinung nach heranziehen, wenn die quantitativ für Informationen aufgebrauchte Sendezeit nicht aussagekräftig ist?

Es gibt keine objektiven Größen, wenn subjektive Personen darüber diskutieren. Dass das ZDF-Morgenmagazin für mich persönlich keine Informationssendung im Sinne der Aufklärung wahlberechtigter Personen zur Teilhabe an der Demokratie ist, dürfte jedoch gewisse, intersubjektive Zustimmung erfahren.

Noxiel schrieb:
Reich-Ranicki hat den Preis im übrigen angenommen, wenn auch erst einige Tage nach der Veranstaltung. Und die erste Aufgabe des Kritikers ist es eben zu kritisieren.

Es gab ja noch einen nachgelagerten Diskurs, in dem man seine Meinung ja durchaus ändern kann. Zumal der Diskurs im Gegensatz zur Verleihung selbst nach den Kriterien Reich-Ranickis durchgeführt wurde.

Noxiel schrieb:
Was du hier aufzählst ist kein Alleinstellungsmerkmal der ÖR, im Gegenteil ist genau diese voyeuristische Zurschaustellung gescheiterter "Promis" Paradedisziplin der Privaten. Deine auf Einzelbeispielen beruhende Kritik versucht vom Kleinen auf das Große zu schließen. Kunstgriff 19 der Eristischen Dialektik.

Kein Kunstgriff und auch keine Behauptung, das sei ein Alleinstellungsmerkmal. Im Gegenteil, mich stört, dass die sich wiederkäuende "Promisause" des Privatfernsehens auch im ÖR Einzug gehalten hat.

Noxiel schrieb:
Während die ÖR also die Gratwanderung zwischen Anspruch und Publikumsnähe gehen müssen, können sich die Privaten voll und ganz der visuellen Dekadenz hingeben. Das der Wunsch nach Boulevard Stilblüten wie "Brisant" hervorbringt, kann dem vom Gesetzgeber gewünschten Bildungsauftrag aber keinen Abbruch tun. Und die demokratietheoretische Legitimation verliert sich deswegen nicht plötzlich.

Da gebe ich Dir vollkommen recht. Die Legitimation entzieht sich nicht vollständig, nur weil die Programmdirektoren des ÖR einen Spagat hinlegen und damit Kompromisse eingehen müssen. Das sieht man auch an meiner Person. Denn ich würde am liebsten nur noch Naturdokumenationen im ÖR Fernsehen ansehen. Ob das dem Bildungsauftrag der ÖR entspricht, kann dann auch zurecht bezweifelt werden. ;)

Onkelhitman schrieb:
Nö, mir erschließt sich eigentlich immer noch nicht, wer eigentlich für die Bürger entscheidet, was diese konsumieren sollen/müssen/können. Also ich verstehe die Grundlage nicht. ... Informationen sind ja scheinbar gesetzlich Verankertes Gut? Ist der ÖPNV das nicht auch?

Die Grundlage liegt in der Theorie der (repräsentativen) Demokratie. Der ungehinderte Zugang zu Informationen ist die Grundlage einer Demokratie, in der die Herrschaft vom Volk, und damit jedem einzelnen Bürger ausgeht. Ob die Demokratie nun Repräsentanten wählt oder man sich wie im alten Athen auf dem Marktplatz trifft und diskutiert, der Bürger nimmt über verschiedenste Aktionen an der Demokratie teil (das nennt man politische Partizipation). Damit der Bürger dies machen kann, benötigt er Informationen. Und damit diese Informationen nicht einseitig sind, muss der Zugang zu diesen auch ungehindert und die Informationsquellen unabhängig sein.

Also kurz gesagt: der Bürger informiert sich ungehindert aus unabhängigen Quellen, bildet sich eine Meinung und nimmt am politischen Prozess teil, z.B. indem er zur Wahl geht.

Damit das in Deutschland funktioniert, hat man das Prinzip des ungehinderten Zugangs zu unabhängigen Informationen in das Grundgesetz geschrieben:

Art. 5 Abs. 1 GG (Auszug):
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. (...) Eine Zensur findet nicht statt.

Quelle: http://www.andreas-kitzing.com/text...d_Forschung_als_Grundlage_der_Demokratie.html

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk soll diese Augabe der allgemein zugänglichen und unabhängigen Quellen erfüllen. Damit die Staatsferne und Unabhängigkeit gewährleistet ist, wird der ÖRR durch Beiträge und nicht aus Steuergeldern finanziert.

Nach dem Krieg haben die Westallierten das Prinzip des ÖRR in Deutschland begründet. Dieses Prinzip wieder abzuschaffen, dürfte recht schwer sein. Denn dazu müsste nicht nur eine demokratische Mehrheit gefunden werden. Auch das Bundesverfassungsgericht müsste dem zustimmen und der Zugang zu Informationen laut GG müsste neu geregelt werden.
 
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@OnkelHitman
Ich bin kein Verfassungsrichter, noch habe ich Recht in irgendeiner Form studiert. Ich kann mich nur an das halten, was das Bundesverfassungsgericht respektive Grundgesetz als Nötig erachtet um den Bürgern eine freie und umfassende Meinungsbildung zu ermöglichen

Die Grundversorgung, die nicht als Minimalversorgung zu verstehen ist, umfasst die essentiellen Funktionen des Rundfunks für die demokratische Ordnung ebenso wie für das kulturelle Leben in der Bundesrepublik. Darin finden der öffentlich-rechtliche Rundfunk und seine besondere Eigenart ihre Rechtfertigung sowie das gesamte Programmangebot in den Bereichen Bildung, Information und Unterhaltung. Der Begriff der Grundversorgung ist zudem gegenständlich und zeitlich offen sowie dynamisch. Er ist damit eng gekoppelt an die – ebenfalls vom Bundesverfassungsgericht ausgesprochene – Bestands- und Entwicklungsgarantie, nach der dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk alle programmlichen und technischen Weiterentwicklungsmöglichkeiten, insbesondere zur Erfüllung des Grundversorgungsauftrags, offen stehen.

@Deliberation
Die 20,7% beziehen sich auf den gesamten Unterpunkt "Magazin", der sich eben nur zu 11,4% aus Frühstücksfernsehen und Boulevard zusammensetzt. Es geht hier schlicht um die Lesung und deine Schlussfolgerung daraus war bisher falsch. Erst mit ernsthafteren Formaten (Dokumentation, Reportage, Talk etc) schließt sich der Kreis und wir kommen auf die genannten 40% Sendeinhalt "Information".
Aber ich finde weitere Zahlenklaubereien sind zu diesem Zeitpunkt unnötig.

Und inwieweit das Morgenmagazin zur politischen Willensbildung beiträgt ist diskutabel. Ich schaue es regelmäßig und es dient dem Zweck in halbstündigen Beiträgen über Nachrichten, Politik, Weltgeschehen, Kultur und Szene zu informieren. Natürlich bleibt in diesen 30 Minuten nicht Zeit um jeden Punkt ausreichend und ergiebig zu beleuchten aber es erlaubt in Kürze einen ersten Abriss über die Themen zu geben. Womit Sinn und Zweck dieses Formats voll erfüllt sind, nämlich dem Frühaufsteher vor dem Weg zur Arbeit ein erstes Informationspaket mitzugeben.

Du störst dich dann indes auch nicht an der Promisause der Privaten und dem Einzug desselben in die ÖR, sondern an den Sehgewohnheiten einem großen Teil der Bevölkerung. So gerne ich auf diese Formate verzichten würde, so lässt sich nicht in Abrede stellen, dass es eine greifbare Klientel dafür gibt, was - und hier führt die Grundversorgung zur Krux - rechtfertigt diese Formate bis zu einem gewissen Grad auch in die ÖR zu überführen.
 
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AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

Also ich nutze weder unser städtisches Schwimmbad noch unsere Bibliothek, muss diese aber trotzdem mit Steuern (und den Umweg über den städtischen Haushalt) mitfinanzieren. Achja, die Feuerwehr hab ich auch noch nie gebraucht... Mit der "ich nutze es nicht, deshalb will/muss ich nicht zahlen" Logik ist kein Staat zu machen.

@ Onkel:
Zum Vergleich ÖPNV-Abgabe und ÖRR. Ich halte den Vergleich für falsch. Die ÖRR-Finanzierung muss nach Rechtsprechung des BVerfG „staatsfern“ erfolgen, darf daher nicht über die Haushalte von Bund und Ländern erfolgen. Daher früher das Gebührenmodell und heute das Beitragsmodell. Der ÖPNV darf und wird zum größtenteils aus öffentlichen Mitteln finanziert. Staatsfern muss hier nicht finanziert werden.

Zweitens wird der ÖRR und dessen Finanzierung, Bestand und Weiterentwicklung rechtlich aus Art. 5 Abs. 1 S. 2 GG und der ständigen Rechtsprechung des BVerfG abgeleitet und sichergestellt. Das ehemalige Gebührenmodell wurde mehrfach vom BVerfG bestätigt, für das neue Beitragsmodell steht die höchstrichterliche Bestätigung noch aus. Ich tendiere dazu, dass Karlsruhe das Beitragsmodell wahrscheinlich bestätigen wird, evtl. mit Änderungen für Unternehmen/Institutionen.
Der ÖPNV ist Teil der staatlichen Daseinsfürsorge. Aus der kommunalen Selbstverwaltung (Art. 28 GG) und der dazugehörigen Rechtsprechung des BVerfG ist der ÖPNV durchaus „geschützt“ und der Staat verpflichtet eine entsprechende Infrastruktur bereitzustellen. Dazu auch § 1 RegG: „Die Sicherstellung einer ausreichenden Bedienung der Bevölkerung mit Verkehrsleistungen im öffentlichen Personennahverkehr ist eine Aufgabe der Daseinsvorsorge.“ Daraus ist meines Erachtens aber kein direkter Vergleich mit der in Art. 5 Abs. 1 S. 2 GG normierten Rundfunkfreiheit und dem daraus abgeleiteten ÖRR zulässig.
 
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@Noxiel
Ja eben, sage ich ja, ein paar Pappenheimer könnten demnach, wenn sie wollten, darauf beharren, dass mit dem jetzigen Budget eine Grundversorgung nicht mehr mit 20 Euro im Monat ausreicht. Denn das Internet als weitere Plattform der Demokratie, besitzt ungeahnte Möglichkeiten und muss erschlossen werden. Somit muss der Beitrag auf 25€ angehoben werden. Hier geht es demnach um die Möglichkeit, nicht aber um einen Zwang oder eine Wahl.

Ferner ist auch nur der Rundfunk sowie das Fernsehen kostenlos. Für z.B. umfassende Berichterstattung muss ich weiterhin Geld ausgeben für Medien wie Zeitungen oder Bücher. Diese sind wiederum nicht pauschal abzugelten.

Die Frage die sich mir eben stellt ist, wieso darf jemand die eine Seite entscheiden, aber die Andere nicht?

und technischen Weiterentwicklungsmöglichkeiten, insbesondere zur Erfüllung des Grundversorgungsauftrags
Eben. Nehmen wir an, WLAN für Alle! ist eine neue Entwicklungsmöglichkeit, durch die man Informationen bekommen könnte. Jetzt wird das demnach beschlossen. Punkt. Alle müssen zahlen, steht ja so im Grundgesetz.

@ Deliberation
Das noch nichtmals. Es geht mir hier eher um die Verhältnismäßigkeit. Irgendwer beschließt, dass 2 Sender völlig ausreichen, Radiosender auch. Dann beschließt man, dass 5 Sender doch besser seien. Ok, 7 Sender geht auch. 10 Sender, warum nicht? Aber der Bürger muss nur zahlen für die "Grundversorgung", die ansich schon zu einer Luxusversorgung wird. Das ganze versteckt man hinter dem Wort "Beitrag" und nicht Steuer.

Ich sehe eben nur keinen Grund, warum man nicht dann einen "ÖPNV-Beitrag" erhebt. Das wäre ebenfalls keine Steuer, und irgendwer könnte dann sagen: "Ja, Grundversorgung ist die eigene Stadt." Später sagt jemand: "Ja, jetzt im Wandel der Arbeit, innerhalb des Bundeslandes ist die Grundversorgung." Und dann kommt ein Clown und sagt: "Ne, also Grundversorgung, da sollten wir an das ganze Land denken." Zuerst werden nur 5 Euro als Beitrag bezahlt, später dann 20 Euro, ist ja immerhin auch eine weitere Vergrößerung des Radius. Am Ende sind es dann 100€ für jeden.

Und das erwacht durch ein Gesetz, welches ja vielleicht nur auf etwas anderes abzielte. Nämlich dass jeder befördert werden kann. Ist ansich nur Auslegungssache. Wie man es lesen will, so wird es gemacht. Und wo Geld eingenommen werden kann, da wird es eingenommen.

Klar werden wir da auch nicht als Bürger gefragt. Immerhin könnten wir uns ja für etwas anderes entscheiden. Und wer bezahlt mich in meinem Amt... hm.... Aber das, ist eine andere Geschichte meine lieben Kinder.... Und wenn sie nicht gestorben sind...

@Lionel Hutz
Also ich nutze weder unser städtisches Schwimmbad noch unsere Bibliothek, muss diese aber trotzdem mit Steuern (und den Umweg über den städtischen Haushalt) mitfinanzieren. Achja, die Feuerwehr hab ich auch noch nie gebraucht... Mit der "ich nutze es nicht, deshalb will/muss ich nicht zahlen" Logik ist kein Staat zu machen.
Nein, das ja noch nichtmals. So meine ich das ja gar nicht. Die Frage ist, brauchst du unbedingt 10 Schwimmbäder in deiner Stadt? Oder 20 Ortsschilder hintereinander?

Mal davon ab, dass eine Fahrt von hier bis in die Stadt und zurück 5 Euro kostet. Wenn ich das auf 10 Tage hochrechne im Monat komme ich auf 50€. Die ja dann noch zusätzlich zu den Steuergeldern fließen. Welche aber in keinster Weise die Kosten decken. Im übrigen ist der Vergleich nicht zu verachten. Auch hier ist das Problem, dass mitten im Nichts Busse und Bahnen fahren müssen. Warum? Weil es das Gesetz vorschreibt. Die Anwohner bekommen ne Haltestelle und da muss ein Bus vorbei fahren, ob mit dem Ding einer fährt oder nicht, völlig belanglos. Die könnten sogar Unterschriften sammeln: "Brauchen wir net." es wäre völlig irrelevant, weil bezahlt werden würde der trotzdem und die Haltestelle würde da auch stehen bleiben.

Das heißt es gibt zum einen einen absurden Überschuss durch Dinge, die niemand nutzt aber zahlen muss. Zum anderen gibt es eine Unterversorgung (manche mit ihren ISDN Leitungen etc.) in anderen Bereichen.Wir sollen hier in meiner Stadt jetzt Abgaben zahlen weil wir ne relativ reiche Stadt sind. Wozu führt das? Ich sags dir, zu der Diskussion, wie man jetzt am besten Geld investiert, damit man diesen Abgaben entgegenwirken kann. Das heißt es wird Geld verballert, obwohl man plus HÄTTE, nur damit man es nicht weggeben muss.

Nach der Logik geht es denn auch beim ÖRR. Und klar mosert der eine über das, der Andere über das. Ich mag auch keinen Sport, finde aber ,er gehört dazu. Aber ich brauche einfach keine 10 Sender. Das ist keine Grundversorgung. Das ist Irrsinn. Und deswegen sind die Kosten auch irrsinnig.

Mal vom völlig unfairen: Ihr lebt in einem Haushalt - Gedönse. Soll jeder ab 18 zahlen MÜSSEN oder gar keiner. ;) Das ist aber Alles nur meine Meinung. Halten an das Gesetz muss sich nichts desto trotz jeder.
 
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Noxiel schrieb:
Die Grundversorgung, die nicht als Minimalversorgung zu verstehen ist, ...

Ein interessanter Punkt. Das Wörtchen "Grundversorgung" könnte man durchaus als Minimalversorgung interpretieren. Das tun sicher auch viele, sonst gäbe es nicht den Disput über das darüber hinaus gehende, eigentlich unnötige Programm.

Lionel Hutz schrieb:
Also ich nutze weder unser städtisches Schwimmbad noch unsere Bibliothek, muss diese aber trotzdem mit Steuern (und den Umweg über den städtischen Haushalt) mitfinanzieren. Achja, die Feuerwehr hab ich auch noch nie gebraucht... Mit der "ich nutze es nicht, deshalb will/muss ich nicht zahlen" Logik ist kein Staat zu machen.

Toll formuliert!

Ich votiere ja auch gerne für den Opt-In-Ansatz. D.h. dass man nur für das zahlt, für das man sich wie im PayTV entschieden hat. Und das, obwohl ich weiß, dass der ÖRR genauso zu der Grundversorgung unserer Demokratie gehört, wie viele andere Einrichtungen und Dienstleistungen. Aber vielleicht ist es doch nicht so eindeutig, was nun zur Grundversorgung gehört und was nicht. Man denke nur an die Frage, ob die Bahn staatlich sein muss. Oder die Diskussion um die Privatisierung der Stromnetze und das Zulassen von privatwirtschaftlichen Erzeugern.

Onkelhitman schrieb:
Ich sehe eben nur keinen Grund, warum man nicht dann einen "ÖPNV-Beitrag" erhebt. Das wäre ebenfalls keine Steuer, und irgendwer könnte dann sagen: "Ja, Grundversorgung ist die eigene Stadt."...

Der ÖPNV wird erheblich durch unser Geld finanziert. Und trotzdem müssen wir noch für unser Ticket zahlen. :D

Alles Mögliche wird, wie von Dir als Szenario an die Wand gemalt, schon jetzt von uns Bürgern finanziert. Bei den Rundfunkgebühren fällt es nur mehr auf, u.a. weil es eben aufgrund der Unabhängigkeit Gebühren und keine Steuern sein müssen.

Und was den "Expansionswillen" der ÖR anbetrifft, gib mal in Google "öffentlich rechtliche wollen mehr geld" ein. ;)
 
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Vielleicht weiß es tatsächlich keiner, mache ich auch niemanden einen Vorwurf - habe da bisher, wie gesagt, auch noch nichts passenendes gefunden, wie es sich zu meiner Frage verhält.

Darum stelle ich die Frage mal ganz anders:
Dieser Betrag da, siebzehn Euro irgendwas, bezieht sich doch darauf, dass man den Anschluss besitzt und nutzen kann, richtig?

In meinem Fall, soweit ich weiß, stimmt es eben nicht ganz. Es besteht bei uns ab Haus nur ein Anschluss über Kabeldeutschland. Hatte ich auch mal eine Zeit lang genutzt, aber weil man einfach wenig fern sieht, dieses dann abbestellt - waren auch schon allein 17,90€ im Monat für etwas, was man kaum nutzte. Dort ging es, abstellen und gut ist. Wenn ich jetzt würde einen Fernseher ans 'Netz' hängen wollen, würde weder ARD, ZDF, noch sonst etwas empfangen werden können - ist ohnehin unten am Anschluss verplommpt worden, darum allein schon nicht möglich.
Satelitenschüssel, sollte jemand auf diese grandiose Idee kommen (war auch mein Gedankengang vor dem Test mit dem KD-Fernsehen), geht leider bei der Dachwohnung sehr schwer - und müsste ohnehin über eine Absprache mit dem Vermieter geschehen. Kann man also auch ausschließen.

Darum fragte ich ja zu Anfangs, sind SIE (ÖRR) nur in der Zustell- und Bereitstellungspflicht oder kann man auch auf Empfangseinheiten 'pochen'?
Eben wie in meinem speziellen Fall, ich könnte jetzt schlicht und ergreifend nichts empfangen, außer Radio und ard.de/zdf.de und weiß der Kuckkuck, sprich Internet per extern bezahlter Flatrate durch einen Drittanbieter. Ist übrigens auch wieder das gleiche Ding, man könnte, aber ohne separaten Anbieter und Geräte auch nicht möglich. Demnächst, wie mit eurem ÖPNV-Beispiel, kommt jemand daher und macht den schlauen Vorschlag: Ihr zahlt jetzt alle brav eine KFZ-Steuer, weil ihr KÖNNTET ja einen PKW auf die dafür eingerichteten Straßen und dem öffentlichem Parkraum bewegen/stellen/usw. ...
 
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@Gary82
Nein, du zahlst nicht dafür dass du den Anschluss besitzt. Da der Gerätebezug Anfang des Jahres abgeschafft wurde, auch weil zu kontrollieren, ob ein Teilnehmer z.B. ein TV-Gerät, Radio, Computer oder Smartphone hat, nicht leistbar ist. Da andererseits davon auszugehen ist, dass in nahezu allen Wohnungen entsprechende Geräte verfügbar sind, darf der Gesetzgeber so typisieren, wie er das im neuen Rundfunkbeitragsstaatsvertrag getan hat.

Und der Rundfunkbeitrag ist ein Solidarmodell, dass heißt alle beteiligen sich grundsätzlich an der Finanzierung des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks.
 
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Solidarmodell – lustig. Wie kann es dann sein, dass der Beitrag höher ausgefallen ist obwohl ja nun alle zahlen müssen? GEZ war und ist Abzocke. Ein undurchschaubares unkontrollierbares Konstrukt unter dem Deckmantel der „freien“ Information und mit der Gewalt des Staates im Gepäck. Und das obwohl niemand für oder gegen die GEZ wählen konnte oder je darüber befragt wurde.

Hauptsache sie haben genug Geld um die Fußballmeisterschaften zu kaufen – das sind ja auch lebenswichtige Informationen die man von den Privaten garantiert verfälscht übermittelt bekommen würde. Nicht, das am Ende Holland Weltmeister ist, obwohl in Wirklichkeit Deutschland gewonnen hat (und ja, ich weiß, dass es eigentlich Niederlande heißt, Danke).

Was reg ich mich auf? Eine Regelung kann noch so unlogisch oder verrückt sein – Sie wird immer einen Blockwart finden der willens ist diese durchzusetzen/zu verteidigen.
 
AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

Danke Niyu !

Eine einfache und BESTENS dargestellte Zusammenfassung dessen,welch überflüssiger Kropf die GEZ pauschale ist.
 
AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

Es gibt durchaus andere "Gängeleien" des Staates, welche dich stärker in deinem täglichen Leben beeinflussen als monatlich 17,98 Euro. Davon abgesehen ist die Reform des Rundfunkbeitrages gerade einmal zehn Monate alt, während der Finanzbedarf für die Rundfunkanstalten durch die KEF zuletzt am 17.01.2012 für den Zeitraum 2013 - 2016 geschätzt wurde. Ursprünglich wäre der Beitrag nämlich ab 2013 um 18,35 Cent gestiegen, aufgrund der weitreichenden Reform des Rundfunkbeitrages und den damit einhergehenden Unwägbarkeiten über die Entwicklung der Gebühren, (vgl. pro Gerät ein Beitrag vs. ein Beitrag pro Haushalt) hat man sich jedoch dagegen entschieden.
Der nächste Bericht zur Ermittlung des Finanzbedarfs der ÖR kommt im März 2014 und dort wird dann aufgeführt, wie sich die Einnahmen entwickelt haben und ob der Beitrag erhöht wird, gleich bleibt und gesenkt wird.

Aber ich höre durchgehend immer nur von den Leuten Kritik am Modell, die ohnehin kein Interesse am Angebot der ÖR haben bzw. kein Engagement zeigen, sich über die Strukturen zu informieren. Alles keine Zauberei, die Daten sind frei und öffentlich zugänglich. Transparenter gehts kaum. Aber lieber bedient man die üblichen Allgemeinplätze und wirft mit Begriffen wie undurchschaubar und unkontrollierbar um sich.

Es ist immer fatal von den eigenen Interessen auf das zu schließen, was gut und sinnvoll ist. Wir müssen uns nicht darüber unterhalten, dass alle Bereiche - natürlich in unterschiedlicher Gewichtung - der TV-Landschaft durch die Öffentlich-Rechtlichen abgedeckt werden müssen. Das gehört zum Auftrag, der Grundversorgung.



@VinylBunkerUH
Ich lese da keine Zusammenfassung, in erster Linie eigentlich nur unreflektiertes und einseitiges Genöle ohne Inhalt, dafür aber mit ganz vielen Vorurteilen garniert.
 
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