Sammelthread Diskussionen rund um den Rundfunkbeitrag

AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

Ich bezog mich auf *Solidarmodell* und die unmöglichen Ausgaben für das dämliche Fussballgeeiere !
Für mich kommen noch Staatsorchester,Balette,Musikantenstadel,WettenDAS usw. dazu.Da werden ordentliche Summen zu Fenster rausgeschmissen für Nonsens,Müll und Idiotie !

Ich habe seit 2009 keinen TV Anschluss mehr,weil ich weder den privaten,noch öffentlichen Müll sehen mag ! Aber zahlen darf ich fein(ja ich tue es,hab ja nen pösen INet anschluss..):freak:

Insofern kann und WILL ich Niyu zum Teil Recht geben,gell ? ;)
 
AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

Die Neuordnung der Rundfunkgebühren wurde unter anderem ja auch damit gerechtfertigt,daß beinahe alle gesendeten Beiträge auch via Mediathek online abrufbar seien...

In diesem Zusammenhang stört mich nicht erst seit gestern,daß diese Beiträge/Streams/Podcasts nur mit ausgsuchten Programmen herunterladbar sind,oder anders ausgedrückt,die Sendenstalten Downloads absichtlich erschweren.Das ist dann doch,wenn ich ja dafür extra zur Kasse gebeten werde,schon eine ziemliche Frechheit.

Die eigentliche Krönung aber ist das kackfreche doppelt kassieren:DIE WIRKLICH GUTEN BEITRÄGE KOMMEN ERST GAR NICHT IN DIE MEDIATHEK,SONDERN SIND NUR GEGEN BARES IM HAUSEIGENEN SHOP ERHÄLTLICH!
 
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Deine Meinung sei dir unbenommen. Sie ist aber wenn nicht falsch, so zumindest höchst diskutabel. Ich sagte es ja bereits, seinen Geschmack als Richtlinie für die Qualität der ÖR heranzuziehen ist sinnlos. Frag zehn Leute und du hörst elf Antworten, was ihnen am Fernsehprogramm wichtig ist und worauf sie auf keinen Fall verzichten wollen.

D
 
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Für mich sind die Sender ganz klar in der Pflicht,ihre alten Konserven zu digitalisieren und verfügbar zu machen.

Ich persönlich warte seit gefühlten 30! Jahren vergeblich auf die Wiederholung eines Fernsehspiels (BR,glaube ich).Kein Tatort,der nicht unzähligemale wiederholt wurde etc.

Aber dieser Film (Jaider - der einsame Jäger,mit Gottfried John,epochal:einer der ersten "neuen Heimatfilme"),dessen Produktionskosten sicher nicht gering waren und der "umsonst" gezeigt werden könnte,wurde wirklich nur einmal ausgestrahlt und ist nirgends als Konserve erhältlich.
 
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Noxiel schrieb:
Wir müssen uns nicht darüber unterhalten, dass alle Bereiche - natürlich in unterschiedlicher Gewichtung - der TV-Landschaft durch die Öffentlich-Rechtlichen abgedeckt werden müssen. Das gehört zum Auftrag, der Grundversorgung.
Nur werden nicht alle Bereiche abgedeckt. Es werden teure Ausstrahlungsrechte für die Fußball-WM eingekauft, aber die deutlich günstigeren Rechte für Formel1 nicht.
Auch sonst ist das Unterhaltungsangebot sehr dürftig.
Entweder man macht wirklich ein Programm für alle, oder aber nur reine Nachrichten-/Dokumentationssender (was dann deutlich billiger werden würde).

Solange die Unterhaltung sich nur auf Fußball und Rentner-TV bezieht, wird es weiterhin Kritik geben.
 
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@Whiteshark
Wenns denn nur so wäre.

Es gibt einfach Kritik, weil IRGENDWER, und WER ist ansich völlig belanglos, entscheidet, dass es eine Anzahl an Fernseh-/Radiosender geben muss, um die Grundversorgung auszuführen.

Irgendjemand beschließt: Die Grundversorgung sind Info/Doku/Sport etc. etc. Was da letztlich drin ist: Ebenfalls egal. Es geht einfach nur darum, dass gesagt wird: "Das ist ein muss um den deutschen Bürger zu informieren." Und wieso sollte da jeder sagen: "Das ist in Ordnung so." oder: "Da können wir eh nichts ändern."

Es ist immer fatal von den eigenen Interessen auf das zu schließen, was gut und sinnvoll ist. Wir müssen uns nicht darüber unterhalten, dass alle Bereiche - natürlich in unterschiedlicher Gewichtung - der TV-Landschaft durch die Öffentlich-Rechtlichen abgedeckt werden müssen. Das gehört zum Auftrag, der Grundversorgung.
Das hier halte ich für diskutabel. Ja, es sind NICHT die Interessen der Bürger. Es sind die Interessen von irgendwelchen Menschen die es einfach beschließen. Die Grundversorgung sagt NICHT, dass jegliche Sportart gezeigt werden muss. Die Grundversorgung ist nicht, dass jeder Mist gesendet werden muss. Die Grundversorgung ist nicht, dass jeder das entscheidet.

Das ist eben der Punkt. Man wirft den Leuten, die Kritik ausüben eine subjektive Meinung vor. Aber wer entscheidet denn, was der deutsche Bürger als "Grundversorgung" sehen soll? Es wird einfach entschieden. Und wir sollen das alle schlucken. Das bedeutet ja nicht, dass man einfach "gegen alles" ist. Es ist eine differenziertere Kritik. Und zwar: Was soll der Bürger bezahlen als Informationsquelle und was nicht? Ist es nötig, dass Millionen ausgegeben werden für Sport? Ist es nötig, einem Moderator Millionen zu zahlen? Ist es nötig, dass mehrere öffentlich rechtliche dasselbe Pensum an z.B. Serien ausstrahlen? Oder würde eine Serie nicht ausreichen? Muss ein Bürger eine Abgabe zahlen nicht mehr die "Grundversorgung" ist, sondern eine ausgeweitete "Luxusversorgung" ? Das bedeutet NICHT, dass wir alle entscheiden was wichtig ist und was nicht. Sondern es stellt einfach das jetzige in Frage. Das halte ich für richtig und nicht für falsch.

Und natürlich zahle ich als Fußgänger auch die Straßen und Autobahnen. Natürlich zahlen wir die Subventionen in anderen Bereichen. Das bedeutet nicht, dass diese Beiträge nicht genauso SCHWACHSINNIG AUSGEGEBEN werden, sondern es bedeutet nur, dass man hier überhaupt keinen absoluten Wert im Sinn hat. Wenn eine Brücke 5 Millionen kostet und nicht genutzt wird, wird nur von den verschwendeten Steuergeldern gesprochen, aber es wird auch nichts getan.

Die Konsequenz fehlt einfach. Hier gibt es keine Konsequenz wenn ein Sender nur, um es leicht auszudrücken, nur Mist sendet. Es gibt keine Konsequenz, wenn eine Brücke für 5 Millionen gebaut wird und das eine Fehlinvestition war. Es gibt einfach keine Konsequenz. Das ist fatal. Wenn wir aber alle sagen: "Irren ist menschlich" "kann passieren" "wer sollte es besser machen?" dann ist das Problem ja nicht gelöst, dass 5 Millionen sinnlos ausgegeben wurden. ;) Das unterdrückt ja nur eine Kritik. Natürlich könnte man sagen: "Dann bauen wir eben keine Brücken mehr" (was sowas ist wie: Ich guck doch gar kein Fernsehen und will deswegen keine Abgaben bezahlen; ich habe kein Auto, warum soll ich Autobahnen bezahlen?) aber das ist ja keine Lösung. Daher muss man nach Lösungen suchen.

Die "Grundversorgung" daher wieder in eine "Grundversorgung" umwandeln, und die "Luxusversorgung" auch dahingehend umändern. Dann wäre es auch gar kein Problem. Das Problem ist, wenn man einfach für alle entscheidet und sagt: So, und jetzt zahlen sie alle!
 
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Noxiel schrieb:
Es gibt durchaus andere "Gängeleien" des Staates, welche dich stärker in deinem täglichen Leben beeinflussen als monatlich 17,98 Euro.

Das ist kein Argument pro oder kontra Rundfunkgebühren, sondern lediglich ein Allgemeinplatz.

Noxiel schrieb:
Aber ich höre durchgehend immer nur von den Leuten Kritik am Modell, ...

"Immer" ist in einer differenzierten Argumenation fehl am Platze.

Noxiel schrieb:
Es ist immer fatal von den eigenen Interessen auf das zu schließen, was gut und sinnvoll ist. Wir müssen uns nicht darüber unterhalten, dass alle Bereiche - natürlich in unterschiedlicher Gewichtung - der TV-Landschaft durch die Öffentlich-Rechtlichen abgedeckt werden müssen. Das gehört zum Auftrag, der Grundversorgung.

Das wage ich zu bezweifeln, ohne den Rundfunkstaatsvertrag oder die Landesmediengesetze nun konkret heranziehen zu müssen. Wenn alle Bereiche der TV-Landschaft durch die ÖR abgedeckt werden müssen, gehört es Deiner Meinung also zur Aufgabe des ZDF, die Inhalte der Privaten zu kopieren? Ich meine, die Privaten sind doch Teil der "TV-Landschaft", also müssen diese kopiert werden. Nur: warum bloß?

Eine interessante Meldung über die möglichen Prioritäten in der Programmgestaltung für die Grundversorgung:

Unter dessen wies der Medien-Journalist Stefan Niggemeier darauf hin, dass der ARD-Programmdirektor Volker Herres sein Veto dagegen eingelegt hat, die Überwachungs-Affäre kurzfristig in Form eines "Brennpunktes" ins Programm zu nehmen. Und dies, obwohl sich intern die Chefredakteure der ARD-Anstalten einstimmig dafür ausgesprochen hätten. Dies sei ungewöhnlich.

"Anders als die legendären 'Brennpunkte', die das Erste ins Programm nimmt, wenn es zu seltenen Wetterphänomenen wie Schnee im Winter kommt, sind politische Sondersendungen ein Risiko, wenn es um die Quote geht", kommentierte Niggemeier den Vorfall. Er vermutet, dass durch das Einschieben einer entsprechenden Sondersendung befürchtet wird, die Quoten der Kai-Pflaume-Sendung "Die deutschen Meister" könnten leiden.

Quelle: http://winfuture.de/news,78490.html

Falls dies der Wahrheit entsprechen sollte, wäre das genau die verkehrte Welt, die ich oben bereits angeprangert habe. Meines Erachtens hat Kai Pflaumes Sendung mit dem Bildungsauftrag, mit Information zur politischen Teilhabe usw. nichts zu tun. Und damit ist dann auch nicht mehr erklärbar, warum die ÖR so viel Geld benötigen. An der Entscheidung zu quotenarmen Sendungen kann es ja hier nicht liegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

@Noxiel: In Ordnung, dass das Model umgestellt wurde, war mir klar, dennoch danke erst mal. Ich fand das 'alte' Modell, für einige umständlicher und mit mehr Aufwand versehen, wesentlich sinnvoller. Ich halte generell nicht sonderlich viel von Pauschalen, es sei denn sie sind 'angebracht' und man 'spart' dadurch wirklich etwas. Beispielsweise habe ich eine Internetflat, da eben viel genutzt, so würde ich dort keinen Minutentarif mehr haben wollen, aber im Gegenzug dafür keine Telefonflat mehr, weil unsinnig und kaum in Benutzung. Da zahl ich lieber, bei manchen Dingen, dass was ich verbrauche und gut ist. Genauso auch hier, dass man den Betrag einfach mal 'vorgeschrieben' bekommt (wie Onkelhitman schon schrieb). Und das verpackt in ein Wort wie 'Grundversorgung' oder 'Solidarmodell', na ich weiß ja nicht...
Ich meine, man könnte jetzt auch meinen, jemand der ordentlich Zaster nach Hause bringt, für den sind es 'nur' 17,98€ im Monat mehr - sinnvoll oder nicht - den juckt es herzlich wenig. Jemand der aber zu knabbern hat, um über die Runden zu kommen, für den sind dann diese 17,98€ mehr als fragwürdig bzw. schaut sich mal um, für was denn eigentlich? Darum halt auch meine Frage, ob man auch darauf irgendwie Anspruch hat, dafür auch etwas zu bekommen. Aber dem scheint nicht so zu sein. Hatte mich in Folge dessen schon eingehend auf der achso 'transparenten' Rundfunkbeitrag.de Seite belesen. Bisher immer das selbe Ergebnis: Bezahlen ja, aber wie du dazu kommt, lieber Bürger, ist dein Problem...

Und wie Deliberation schon aufzählt, es ist einfach eine Frechheit, dies unter solchen Decknamen zu tarnen, tut mir leid - würde mich dahingehend auch mal interessieren, wieviele das eigentlich für gerechtfertigt ansehen, aber das werden wir wohl nie erfahren. Denn hier, bei sowas, da soll einem nicht die Halsader anschwillen, wenn man sowas ließt (?):

Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten geben erstmals bekannt, wofür sie unsere Gebühren ausgeben. Jeder Haushalt zahlt 17,98 Euro Rundfunkbeitrag im Monat. Davon fließt der weitaus größte Teil in die ARD-Kassen: 12,81 Euro. Das ZDF, das Deutschlandradio und die Landesmedienanstalten bekommen zusammen 5,17 Euro.

TATORT: Für einen Tatort wird durchschnittlich 22 Tage gedreht. Jedes Jahr werden zwischen 34 und 39 neue Tatortfolgen produziert. Sie kosten im Schnitt zwischen 1,3 bis 1,5 Millionen Euro. Von den 17,98 Euro Rundfunkbeitrag, die jeder Haushalt zahlt, werden etwa 15 Cent pro Monat für die Krimiformate Tatort und Polizeiruf 110 verwendet.

TALKSHOWS: Für Talkformate wie „Hart aber fair“ und Anne Will“ sind 10 Cent pro Monat reserviert.

SPORT: Jeder Haushalt zahlt für die gesamte Sportberichterstattung im Ersten 72 Cent im Monat. Dazu gehören auch große Sportevents wie die Olympischen Spiele oder Fußball-Weltmeisterschaften.

NACHRICHTEN: Die Gemeinschaftsredaktion ARD aktuell, die „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ produziert, kostet den Beitragszahler 26 Cent monatlich.

KORRESPONDENTEN: Für das Fernsehen berichten 45 Korrespondenten aus dem Ausland, für das Radio rund 60 Korrespondenten. Im Jahr 2012 lagen die Kosten für die Auslandsberichterstattung der ARD bei 67 Millionen Euro: knapp 48 Millionen für das Fernsehen und 19 Millionen Euro für das Radio. Das entspricht einem Anteil von etwa 16 Cent am monatlichen Rundfunkbeitrag.

und so weiter und sofort. Oder aber dann sog. 'Quotenknaller':

1. Marie Brand (ZDF; 6,38 Mio., MA 20,0%)
2. Tagesschau (ARD; 4,55 Mio., MA 15,7%)
3. heute-journal (ZDF; 4,31 Mio., MA 14,6%)

Na ich weiß ja nicht, wo da eine 'Grundversorgung' sein soll. Sicher, der eine 'brauch' sowas, der andere greift sich nur an den Kopf, aber wie heißt es immer so schön: "Dafür alle über einen Kamm scheren?" Ist das dann die pauschale Lösung?

Wie gern wäre ich mal als Bürger in der Sache befragt worden, ob ich eine 'Flat' bezahlen möchte, oder doch lieber für ein TV-Gerät, Telefon, Internet usw. separat, aber nein...
 
AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

Vielen Dank für die vielen qualifizierten Beiträge über mir. Ich bin der Diskussion inzwischen leider so müde, dass ich gerne mit Pauschalaussagen um mich werfe. Das erleichtert mir letztlich mein Leben, denn auch wenn ich hier eine 50-Seite Abhandlung mit Quellenverzeichnis und bestechender Logik und Argumenten ausbreiten würde, so ist dies immer noch nur ein Computerforum und jedes Wort verpufft hier ungelesen von den Leuten die eben entscheiden, dass man Millionen für die Ausstrahlung von Sportevents in die Hand nehmen muss um damit die „Grundversorgung“ zu gewährleisten.

Für mich ist die grundversorgung das ausfüllen von Nischen. Wenn die privaten Serien, Filme, Talkshows ausfüllen – dann muss ich um die Grundversorgung zu gewährleisten eben die Dokumentationen, Musik und Tanz und Kultursendungen beisteuern. Stattdessen versucht das ÖR den Privaten das Wasser abzugraben durch direkte Konkurrenzprodukte. Das ist nicht Sinn und Zweck einer Grundversorgung. Und ich habe keine Lust dies mit meinem Geld zu finanzieren. Nicht für 1 Cent. Nicht für 10 Euro und auch nicht für knapp 18 Euro.

Mal abgesehen davon, dass ich mich nicht erinnern kann in den letzten 30+ Jahren gefragt worden zu sein ob ich so eine „Grundversorgung“ überhaupt wünsche.


Achtung Polemik mit Ironie gekreuzt. Ernstnehmen auf eigene Gefahr:
Es wurde beschlossen und mit einem „Staatsvertrag“ der außerhalb der normalen Gesetze schwebt geregelt. Sollte es in Deutschland jemals wieder zu einem Umbruch kommen wie im 3ten Reich, dann wird dies vermutlich über eben diesen Staatsvertrag kommen. Denn hier muss man keine Gesetzesentwürfe einbringen oder Kontrollgremien fürchten. Im Sinne der Grundversorgung kann sofort die Staatsmacht ausrücken und die Kontrolle in Deutschland wieder übernehmen – und dann sind die EUR 18 das kleinste übel. :-)
 
AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

Niyu schrieb:
Wenn die privaten Serien, Filme, Talkshows ausfüllen – dann muss ich um die Grundversorgung zu gewährleisten eben die Dokumentationen, Musik und Tanz und Kultursendungen beisteuern. Stattdessen versucht das ÖR den Privaten das Wasser abzugraben durch direkte Konkurrenzprodukte. Das ist nicht Sinn und Zweck einer Grundversorgung.

Tja, wenn sie das so tun würden, dann hätten sie aber am Ende des Jahres ein paar Milliarden zu viel auf dem Konto, weil man in diesem Bereich nun mal nicht soviel Geld ausgeben kann.
Nur welcher Mitarbeiter (der öffenlichen Sender) sägt schon an seinem eignen Stuhl, bzw möchte, dass seine Firma kleiner wird?
Nur wenn sie bessere Einschaltquoten als die privaten haben gibts auch mehr Gehalt.

Das Problem mit den Gebührengeldern ist leider ein allbekanntes menschliches: Geld und Gier!
 
AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

hi,

die gez oder wie immer der laden jetzt auch heisst, hat mir gestern ein brief zustellen lassen.

ich soll einen beitrag von 17€ zahlen, obwohl ich kein tv am netz angeschlossen haben. im auto höre ich auch nur cd und meine filme leihe ich mir immer aus der videothek aus.

irgendwo sehe ich es nicht ein 1 arbeitsstunde für nichts zu verschenken. was würde passieren wenn ich den brief in den müll schmeissen würde ?
 
AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

So ist es. Die Briefe kann man wegwerfen, solange keine Zahlungsaufforderung mit Rechtbelehrung enthalten ist. Auch wenn diese nach heutiger Rechtsprechung keinen Verwaltungsakt darstellt, sollte man hier handeln.
 
AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

Mal eine andere Frage: Als Student, der finanzielle Unterstützung vom Staat erhält, muss man ja nicht mehr zahlen. Das war mir bis letzte Woche nicht bewusst und habe so blöderweise im Sommer eine Nachforderung von mehr als 200€ an die GEZ gezahlt. Kann ich mir das Geld zurückholen und falls ja, bis zu welchem Zeitraum/Umfang?
 
AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

Die Frage ist hier wohl, ab wann die Befreiung gilt. Der Beitragsservice meint dazu folgendes:

Wann beginnt Ihre Befreiung oder Ermäßigung?

Sie erhalten die Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht oder die Ermäßigung des Rundfunkbeitrags ab dem auf dem Bewilligungsbescheid/der Bescheinigung genannten Leistungsbeginn, wenn Sie den Antrag binnen zwei Monaten einreichen, nachdem der Bescheid von der Behörde erstellt wurde. Beachten Sie bitte: Maßgeblich ist das Erstellungsdatum des Bescheids und nicht das Ausstellungsdatum der Bescheinigung. Geht der Antrag erst nach Ablauf der zwei Monate bei dem Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio ein, erfolgt die Befreiung oder Ermäßigung ab dem Folgemonat nach Eingang des Antrags.

Quelle: http://www.rundfunkbeitrag.de/buerg...#Wann beginnt Ihre Befreiung oder Ermäßigung?

Das bedeutet in Deinem Fall höchstwahrscheinlich, dass Du keinen Anspruch auf Erstattung der 200 Euro hast. Da der Rundfunkbeitrag monatlich 17,98 EUR beträgt, dürfte das Erstellungsdatum Deines Unterstützungsbescheids älter als zwei Monate sein. Damit beginnt die Befreiung bei Dir erst "ab dem Folgemonat nach Eingang des Antrags" (Zitat siehe oben).
 
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Hmm, Sackverein. Vielen Dank für deine Antwort.

Könnte man das theoretisch nicht einklagen? Ich bin schließlich nachweislich schon länger Student mit finanzieller Stütze als es die GEZ in der jetzigen Form gibt.
 
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Hast du denn vorher einen Befreiungsantrag gestellt? Weil du ja in der Pflicht bist dich dort zu melden?
 
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Müs Lee schrieb:
Mal eine andere Frage: Als Student, der finanzielle Unterstützung vom Staat erhält, muss man ja nicht mehr zahlen. Das war mir bis letzte Woche nicht bewusst und habe so blöderweise im Sommer eine Nachforderung von mehr als 200€ an die GEZ gezahlt. Kann ich mir das Geld zurückholen und falls ja, bis zu welchem Zeitraum/Umfang?

Warum zahlst du erst die 200€ und fragst dann nach? Da wurdest du ziemlich abgezockt. Denn wenn es im Sommer war, dann wären höchstens Gebühren über 2 oder maximal 3 Quartale einforderbar.
Bei 54€ pro Quartal also maximal 162€.

Das Geld wirst du nicht mehr wiedersehen. Einbehalten geht auch nicht (bist ja befreit).

Hättest du gleich im Sommer reagiert, so hättest du die komplette Forderung zurückweisen können, indem du angibst die Befreiung bereits im Januar verschickt zu haben.
 
AW: GEZ Abzocke 2013 - was tun?

Das Geld wirst du nicht mehr wiedersehen.
würde ich nicht sagen, meine Mutter hatte auch zwei Beiträge gezahlt obwohl nicht mehr nötig - es war zwar unglaublich umständlich denen zu erklären wie es sich verhält, weil sie es offensichtlich nicht verstehen wollten, aber wenn man handfeste Beweise hat, zahlen die auch per Scheck zurück, so bei uns gerade erst geschehen!
 
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@ Onkel und Shark: Ich wusste es halt bis letzte Woche nicht. Ich bin kein Deutscher und kenne mich entsprechend recht wenig mit dem ganzen Krempel aus.

Speziell @ Shark: Es waren rückwirkende Beiträge. Ich war Ende 2011 über einen kurzen Zeitraum in Aachen, hatte GEZ angemeldet, Anfang 2012 dann wieder außer Landes aber nicht bei der GEZ abgemeldet, auch nicht mehr gezahlt. Immer noch nicht abgemeldet, wie mir einfällt. Dann ab April dieses Jahres wieder in Schland, beim Meldeamt gemeldet und Juni oder so kam eine Nachforderung über 4 Quartale. Die Befreiung gilt ja erst seit dem 1.1.13, oder? Falls ja, kann ich die Rückforderung eh knicken.
 
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