Diskussionsthread: Deutsche Politik

Knergy schrieb:
Recht "einfach" wäre wohl die Elektrifizierung Betzdorf-Haiger,
War mir jetzt kein Begriff aber irgendwie symptomatisch für das DB Netz. Die Strecke wurde 1860 gebaut!

Hatte es ja etwas weiter vorne erwähnt. Die vergleichsweise kurze Erweiterung der alten Main Weser Bahn (ca. 1850) zwischen Frankfurt West und Bad Vilbel (S-Bahn Trasse) hat 25 - 30 Jahre gedauert für 13 km, der 2. Bauabschnitt bis Friedberg (17km) dürfte irgendwann in den 30er Jahren fertig werden.
Aber für den Güterverkehr in Nord-Süd Richtung war/ist es extrem wichtig dieses Nadelöhr in den Griff zu bekommen da der nun auf diesem extrem stark befahrenen Abschnitt zusammen mit dem Fernverkehr auf eigenen Gleisen fährt ohne mit dem Nahverkehr in Berührung zu kommen.
Nur die Zeiträume sind halt ziemlich ernüchternd, von den Kosten nicht zu reden.
 
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Das ist übrigens die aktuelle Situation in Europa:

Österreich & Ungarn
"Massive Ernterückgänge zwischen 20 Prozent bei Getreide bis 50 Prozent bei Mais und Kartoffeln erwarten Landwirte in Österreich. Allein beim Mais werden in Ungarn die Schäden auf mehr als eine halbe Milliarde Euro geschätzt."
Tagesschau

Frankreich
"Die Getreideernte wird nun auf rund 18,6 Millionen Tonnen geschätzt – fast zwei Millionen Tonnen weniger als im Mai erwartet [...]. Der französische Gemüsezüchterverband Légumes de France warnte vor Ausfällen von bis zu 50 Prozent [...]. Trotz Bewässerung seien die Pflanzen teils einfach auf den Feldern vertrocknet."
WiWo

Italien
"Der Bauernverband CIA-Agricoltori Italiani beziffert die Schäden für die Landwirtschaft im Jahr 2026 [...] auf rund 1,5 Milliarden Euro."
Schweizer Bauer

In Deutschland sieht die Situation übrigens nicht besser aus. Immerhin verfällt unser konservativer Agrarminister nicht in Aktionismus. Er fällt im Zusammenhang mit der aktuellen Dürre stattdessen mit folgender Aussage auf:
"Ich kann's nicht regnen lassen, sonst tät ich's machen"
Taggeschau

Die Ernteausfälle und steigende Lieferkosten werden sich nachhaltig auf die Lebensmittelpreise auswirken und den wachsenden Unmut nur noch beschleunigen. Das birgt großen sozialen Zündstoff und wird mal wieder nur einer Partei mit einfachen Antworten helfen.

Angeblich hat sich die CDU zu den Klimazielen und der Klimaneutralität bis 2045 bekannt. In dem Zusammenhang empfehle ich: https://www.atmo-magazin.de/gespraech/cdu-meets-fff-die-debatte

Da sagte Wiebke Winter:
Und die CDU hat auf ihren Parteitagen beschlossen, dass wir zum Ziel der Klimaneutralität bis 2045 stehen.

Währenddessen kommt der Klimarat der Bundesregierung zu folgendem Ergebnis:
Der aus den Vorgaben des Bundes-Klimaschutzgesetzes resultierende Handlungsbedarf für die Bundesregierung hat sich aufgrund dieser höheren Zielverfehlungen gegenüber dem Vorjahr damit in der Tendenz noch erhöht.

Das am 25. März vorgestellte neue Klimaschutzprogramm 2026 bewertet der Expertenrat zudem als ungenügend: Die darin vorgelegten Maßnahmen erfüllten nicht die Anforderungen, um die Klimaziele für 2030 und 2040 zu erreichen. Die Experten dringen daher auf eine rasche Überarbeitung.
Bundestag

Also alles wie immer: Man gibt ein Ziel vor und macht wenig bis gar nichts um es zu erreichen.
 
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@Lipovitan
Die ersten beiden Links funktionieren nicht richtig. Man muss da das "https//www." händisch löschen.

Ansonsten. Ja, Ampel am Galgen auf der Bauerndemo ist ziemlich schlecht gealtert. Auf jeden Fall was Deutschland betrifft.
 
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