Alternate 4

Diskussionsthread: Deutsche Politik

Nazrael schrieb:
Dass hohe Staatsschulden nicht per se schlecht sind, bestreite ich überhaupt nicht.
Du vielleicht nicht. Aber man hört es eben immer und immer wieder.

Nazrael schrieb:
Aus „manche wohlhabenden Länder haben hohe Schuldenquoten“ folgt jedenfalls ebenso wenig, dass hohe Schulden Wohlstand erzeugen, wie aus einer niedrigen Quote automatisch wirtschaftliche Rückständigkeit folgt.
Richtig. Gibt keine Korrelation. Mein Post war auch gar nicht gegen deine Ansichten gerichtet, sondern gegen resultierte daraus, weil eine Antwort an "Banned" meiner Meinung nach falsch verstanden wurde.

Nazrael schrieb:
Auch der Immobilienvergleich hinkt
Deswegen, wie du es auch schon richtig schriebst: Ein Staatshaushalt ist kein Privathaushalt.

Nazrael schrieb:
Genau deshalb ist für mich nicht die nackte Schuldenzahl entscheidend, sondern Schuldenentwicklung + Wachstum + Zinslast + Verwendung der Mittel.
Da bin ich bei dir. Wichtiger ist aber die Betrachtung der Gründe für die Entwicklungen. Und das wird halt in der aktuellen Politik nicht gemacht. Es wird sich plump an Zahlen hochgezogen und mit anderen Ländern vergleichen und dabei – meiner Meinung nach absichtlich – falsche Vergleiche gezogen und die Fakten zu Ursachen unter den Teppich gekehrt.
Ergänzung ()

Tarnari schrieb:
„bescheidenes“ Fahrzeug
Fahrzeuge 😁. Und Essen, obwohl ich irgendwie häufig höre, dass vegan lebende Menschen anderen Menschen ja immer ihre Essgewohnheiten unter die Nase reiben würden.
 
Reglohln schrieb:
Auf wen beziehst du das gerade? Ich bezeichne Tomislavs antwort auf deine Aussage als Rage Bait, eben weil du gar nicht mit ihm geschrieben hast.
Ja, ich bezieh mich auch auf Tomislavs, nicht auf dich. Sorry 😉

Tomislav2007 schrieb:
Bübchen, das weiß ich, ich antworte trotzdem.
Nein. Du blamierst dich wieder nur und ich sehe nicht mal den Ansatz einer ernsthaften Diskussion, und das ist mir einfach die Zeit nicht wert.
 
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Knergy schrieb:
Denn anstatt in der Wohnungsgenossenschaft wohnt es sich in einem ranzigen Häuschen viel besser.

Tut es. Da kann man wenigstens eine Bude mit Bastelwerkstatt in den Garten stellen, und sich selbst etwas aufbauen.

In einem Großstadtkäfig, womöglich noch mit ordnungsfanatischem Partner am Hals, kann man wirklich nur noch in die Computerspielewelt flüchten (oder programmieren/Grafik designen etc.)

Oder das Klima mit ständigen Weltreisen und immer neuen Protzautos verpesten, weil einem in der Legebatterie die Decke auf den Kopf fällt.

Reglohln schrieb:
Worauf beziehst du dich da genau?

Zum Beispiel immer neue Mindestdämmwerte, die manche eigentlich schon geplanten Fassaden- oder Dachsanierungen unrentabel machen.

Oder die völlig sinnlose Forderung nach garantierten 20°C in jeder Besenkammer, selbst wenn da 50 Jahre lang gar keine Heizung drin war. Auch wenn das vielleicht nur die Förderung betrifft, sorgt es dafür, dass die, die die Förderung am ehesten bräuchten, sie nicht bekommen. Sondern im Gegenteil die durch die Förderung in die Höhe getriebenen Normalpreise zahlen müssen.

Oder eben die 65% des alten "Heizungsgesetzes". Wobei das neue auch nach einer Falle aussieht, wenn die Grüngasquote beim Versagen von Staat und Energiewirtschaft beim Abliefern der Grüngase nicht gestrichen wird. Und genau danach liest sich das bis jetzt.
Ergänzung ()

Tomislav2007 schrieb:
Das Problem oder das Gute ist, die meisten Menschen wollen sich nicht einschränken.

Einige schon. Oder müssen sich gar nicht einschränken, weil sie sich noch nie für Luxus interessiert haben.

Nur wenn dann die falschen Dinge (wie Wohnraum = größter Einzelposten des Existenzminimums) eingeschränkt werden, und für immer weniger Gegenleistung immer mehr Arbeit verlangt wird, dann hört der Spaß auf.

Dagegen, dass ein asketisch lebender Leistungsträger sich für eine 20-Stunden-Woche oder Ruhestand mit 50 entscheidet, gibt es keine rechtsstaatliche Handhabe. Da können sich die Neoliberalen auf den Kopf stellen.

Vielleicht sollte die Politik darüber nachdenken, Familien so zu fördern, dass die Entscheidung dafür nicht mehr das größte Armutsrisiko darstellt. Dazu gehört auch bezahlbarer Wohnraum. Familienverantwortung ist die größte Leistungsmotivation.

Außerdem muss die Arbeitslosenversicherung erbrachte Leistung wieder belohnen, zum Beispiel durch ein proportional zur eingezahlten Beitragssumme steigendes Schonvermögen. Also so etwas, was Schröder gestrichen, und danach unter den Teppich gekehrt hat.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Aus den direkten Kosten indirekte Kosten zu machen ist nicht kostenlos.
Für den Nutzer schon.
Tomislav2007 schrieb:
Also den Online Handel stärken und den Einzelhandel beerdigen.
Der Einzelhandel ist schon tot. Der Grund ist aber nicht der Onlinehandel sondern die fehlende Kaufkraft des Kunden der zur günstigsten Alternative greift.
Tomislav2007 schrieb:
Das nicht in eine autofreie Innenstadt rein kommt.
Was ein eigenartiges Argument ist, denn bei autofreien Innenstädten bezieht man sich normalerweise auf den Individualverkehr. Ein Taxi, Busse usw gehören natürlich nicht dazu.
Tomislav2007 schrieb:
Ich mache 1-2x die Woche einen größeren Einkauf, wie machst du das, täglich einen kleinen Einkauf ?
Das hängt doch von den Lebensumständen ab. Bist du Single oder hast du Frau und 3 Kinder? ;)

Mir fehlt einfach ein Argument was gegen autofreie Innenstädte spricht. Du kannst in der City eh nirgendwo ohne Anwohnerparkausweis parken. Außer du fährst in ein Parkhaus. Und dann musst du eh schon wieder laufen. Somit kann es völlig egal sein wo das Parkhaus steht.
Ein gut durchdachter P+R, Supermärkte am besten an den P+R plätzen für Menschen wie dich, die eine schnelle unkomplizierte Anbindung für Großeinkäufe brauchen und dabei gleichzeitig die Möglichkeiten bieten schnell in die Innenstadt zu kommen um dort gemütlich eine Runde bummeln zu gehen.
 
braindamage10k schrieb:
Der Einzelhandel ist schon tot.
Knapp 600 Mrd. € Umsatz im vergangenen Jahr bei einer Steigerungsrate von knapp 3 % würde ich jetzt nicht unbedingt als 'tot' bezeichnen. E-Commerce 90-100 Mrd.!
Der stationäre Einzelhandel ist und bleibt das Rückgrat des Einzelhandel.
 
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Hallo

braindamage10k schrieb:
Für den Nutzer schon.
Nein, wenn man den ÖPNV indirekt über Steuern finanzieren würde macht das nur den Unterschied das auch die nicht ÖPNV Nutzer mit bezahlen würden.
Oder woher glaubst du kommen die Steuern mit denen man den ÖPNV finanzieren könnte ? Richtig, von den Steuerzahlern.

braindamage10k schrieb:
Der Einzelhandel ist schon tot. Der Grund ist aber nicht der Onlinehandel sondern die fehlende Kaufkraft des Kunden der zur günstigsten Alternative greift.
Was für eine fehlende Kaufkraft ? Der Umsatz im Online Handel wird immer größer, in Deutschland werden täglich 12 Millionen Pakete verschickt und zugestellt.

braindamage10k schrieb:
Was ein eigenartiges Argument ist, denn bei autofreien Innenstädten bezieht man sich normalerweise auf den Individualverkehr. Ein Taxi, Busse usw gehören natürlich nicht dazu.
Nein, autofreie Innenstädte kann man in der Regel nicht befahren (gesichert durch Poller oder ähnliches), da kommen Taxis auch nicht rein.

braindamage10k schrieb:
Ein gut durchdachter P+R, Supermärkte am besten an den P+R plätzen für Menschen wie dich, die eine schnelle unkomplizierte Anbindung für Großeinkäufe brauchen und dabei gleichzeitig die Möglichkeiten bieten schnell in die Innenstadt zu kommen um dort gemütlich eine Runde bummeln zu gehen.
Ich nutze den ÖPNV nicht, egal wie attraktiv der gemacht wird, auch nicht wenn der kostenlos wäre.
Ich habe keine Lust darauf mit Einkaufstüten und/oder einem (größeren) Karton im ÖPNV zu sitzen.

Grüße Tomi
 
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Der EH ist bereits tot gewesen, als ich selbst vor über 20 Jahren dort noch selber tätig war.
Was ihm das Genick gebrochen hat, war nicht der onlinehandel, sondern die mangelnde Bereitschaft (Wille?), sich auf neue Wettbewerbsbedingungen einzustellen.
 
Tarnari schrieb:
Der EH ist bereits tot gewesen, als ich selbst vor über 20 Jahren dort noch selber tätig war.
Und wo kaufst du seitdem deine Brötchen oder Klopapier?
 
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@@mo ok, ich hab das maximal missverständlich formuliert.
Wollte damit sagen, dass schon damals alles vom baldigen Tod des EH aufgrund des OH gesprochen hat, es den EH aber komischerweise immer noch gibt. Dennoch stimmt meine zweite Aussage. Das haben die überlebt, die Strategien entwickelt haben, dem OH die Stirn zu bieten. Das war entweder selber zu versenden auf Wunsch des Kunden oder einen Stamm Kunden aufzubauen, denen Beratung vor Ort wichtiger ist, als nur der billigste Preis.

Aber ja, der EH ist nicht tot. Das war schlecht formuliert meinerseits.
 
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@Tarnari
Eventuell wird gerade (also du und @@mo) aneinander vorbei geredet, bzw. die Aussage vor 20 Jahre ist anders eingetreten als erwartet und zwar, dass sehr viele kleine Läden untergegangen sind und es nahe zu nur noch die Big Player gibt. Also wie jetzt Media Markt/Saturn. Bei uns in der Stadt gibt es gefühlt (oder wahrscheinlich ist es so) mehr Bäcker, als vor 20 Jahren. Nur sind etwa 80 % davon Aufgeteilt auf zwei große Ketten.

An die Aussage "Der Einzelhandel stirbt", daran kann ich mich auch noch etwas erinnern. Eingetreten ist es aber nun nicht, aber ich würde sagen, er ist weniger Divers geworden.
 
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Das sind übrigens die Spritpreise in Luxemburg. Wohnen Grenznah, daher lohnt es sich aktuell sehr. Vor dem Iran-Krieg maximal 10 bis 15 Cent Unterschied, also nicht der Rede Wert. Euro 95 aktuell 60 Cent, Diesel knapp 40 Cent. Ja, Luxemburg hat eine andere Besteuerung und ja, auf Grund des Indexes für Löhne spielen die manchmal verrückt, aber es ist doch ein Witz, wie wir von den Öl-Konzernen veräppelt werden, die Politiker zuschauen und nichts machen, jetzt das Bundeskartellamt ermittelt und sagt, es wird Monate dauern, während Milliarden in den Geldbeuteln fehlen werden
 
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