DIY Steam Machine: Cachy oder SteamOS?

drake23

Lieutenant
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Hi,

Frage steht bereits im Titel. Ich hab mir jetzt eine "Steam Machine" gebaut (Ryzen 5700X, RX7600), und stehe nun vor der Wahl, ob ich Cachy oder SteamOS installieren sollte.

Gibt für beides sicher Pro und Contra. An alle mit DIY Steam Machines: Wofür habt ihr euch entschieden und warum?

Mir wäre nur wichtig, dass ich das PPT der GPU anpassen kann, habe gelesen, dass das unter SteamOS auch mit LACT gehen soll.

Natürlich kann ich jetzt beides ausprobieren, aber ich will jetzt nicht zwei Nächte mit Testen und einrichten verbringen, sondern lieber nur eine^^

Danke euch schon einmal und viele Grüße

PS: Auf meinem Daily Driver nutze ich Tumbleweed, hab aber mal Lust auf was Neues.
 
Steam Machine: SteamOS oder Bazzite.

Ich würde erstmal SteamOS nehmen, und wenn das nicht zufriedenstellend funktioniert (sollte dank AMD Plattform bei dir aber kein Problem sein), dann würde ich Bazzite testen.

CachyOS würde ich eher für einen richtigen Linux Desktop in Betracht ziehen, mit dem, unter anderem, auch gespielt wird.
 
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drake23 schrieb:
Natürlich kann ich jetzt beides ausprobieren, aber ich will jetzt nicht zwei Nächte mit Testen und einrichten verbringen, sondern lieber nur eine^^
Einfach /home auf eine seperate Partition legen, dann kannst Du die Einrichtung doch fast 1:1 in das andere System übernehmen wenn Dir Deine erste Wahl nicht zusagen sollte? 🤷‍♂️
 
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@Metalveteran Hatte SteamOS nicht ein eigenes/besonderes Layout, sodass das nicht ganz so trivial sein sollte?

Aber vielen Dank schon einmal für eure schnellen Antworten. Ich werde einfach mal SteamOS probieren

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Ich bin auch noch recht neu unterwegs - sowohl beim Thema "Gaming unter Linux" als auch Linux an sich. Für mich ist es Bazzite geworden, um noch eine Dritte Möglichkeit ins Spiel zu bringen.

Das Ganze läuft auf einem Desktop Framework mit AMD Ryzen AI MAX+ 395 und bisher tadellos. Das PPT steuert hier initial der Handheld Daemon, da bin ich aber komplett auf Systemprofile in Verbindung mit RyzenAdj und FanControl umgestiegen und kann bequem eigene Werte fürs TDP und PPT füttern als auch die Lüfter steuern. Das hätte ich auch mit LACT erreichen können, aber Ryzenadj war schon vorinstalliert.

Ähnlich zu SteamOS, kann man Bazzite auch so konfigurieren, dass es bei Systemstart direkt in den Gaming Modus (ähnlich Big Picture Modus) von Steam wechselt und komfortabel über Controller steuerbar ist. Umgekehrt ist natürlich auch der Desktop Modus erreichbar, wenn man mit dem OS arbeiten möchte.
 
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@drake23 SteamOS ist ein immutable System, das betrifft meines Wissens aber nur die root-Partition. Home sollte sich problemlos umlegen lassen, wenn Du vorher den Schreibschutz für die root Partition aufhebst, dann kannst Du die fstab ganz normal anpassen. Musst danach halt wieder den Schreibschutz aktivieren.

Wie sich das aber bei einem Systemupdate verhält, kP

edit Ich hab gerade mal recherchiert, die fstab wird bei nem Sysupdate auch zurückgesetzt (ist ja an sich auch logisch)
 
@Metalveteran
Wäre auch für mich neu/interessant - wenn ich die Infos im Netz richtig gelesen habe, sollen insbesondere die Bereiche/Verzeichnisse \var, \home und die installierten Flatpaks davon nicht betroffen sein.

Würdest Du das unterschreiben - gilt das generell sowohl für SteamOS als auch Bazzite (beide immutable)?
 
@SonyXP Ohne meinen Anwalt unterschreib ich garnix :lol:

Das /home ist bei einem Systemupdate unberührt, das stimmt. Aber um es auf eine andere Partition legen zu können muss man /etc/fstab anpassen, und DIE wird bei einem Systemupdate zurückgesetzt. Man müsste sie also nach jedem Update erneut editieren.

Immutable Distros sind toll für unbedarfte Linux-Anfänger, schränken fortgeschrittene Anwender aber zu sehr ein (nur meine Meinung)
 
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Jan-Keno Jansen von c‘t3003 hat ein ganz gutes Video zu SteamOS gemacht…

 
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Also Bazzite kann ich in der aktuellen Situation echt nicht empfehlen, die Entwickler haben sich da komplett übernommen mit dem Ziel, den HHD durch Inputplumber zu ersetzen. Das letzte stabile Release ist immer noch vom 20. April und mittlerweile steinalt.

SteamOS wird auf dieser Hardware gut und stabil laufen und bietet eine gute Out-of-the-Box-Experience. CachyOS muss man sich halt selbst erst so hinbasteln, dass das System beim Booten erstmal in die Gamescope-Session bootet. Das geht, hab ich bei mir auch gemacht, aber SteamOS ist halt einfach installieren, einloggen und loszocken.
 
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Ich nutze Bazzite und bin zufrieden damit! Aber ich denke SteamOS direkt zu fahren ist sinnvoller!
Du kannst in Bazzite und SteamOS eine "externe" Steamsammlung einbinden.

Komplett ohne Kompromisse auf Konsole getrimmt ist ChimeraOS, da gibt es ne WebUI für die Config und GoG spiele oder Emulatoren. Wird dann alles direkt in die UI (SteamBigPicture) integriert.

Für mich war ChimeraOS aber etwas zu closed
 
Besagte Chimera WebUI gibt es auch für die anderen Kandidaten.
 
mario_mendel34 schrieb:
Das letzte stabile Release ist immer noch vom 20. April und mittlerweile steinalt.
Das ist eine interessante These. Ich glaube das letzte Ubuntu Update ist auch von April - und nu? Das sagt doch nichts aus.
 
@gaym0r Ich glaube, da verwechselst du was. Das letzte Point-Release von Ubuntu ist vom April, seitdem hat es da aber in großer Zahl Updates gegeben. Ubuntu ist eine klassische Linux-Distribution, die zweimal im Jahr eine neue Hauptversion spendiert bekommt und anschließend über den Paketmanager aus den Repos aktuell gehalten wird.

Bazzite hingegen ist eine Image-basierte Immutable-Distro. Hier gibt es keinen klassischen Paketmanager, weil es keine Repos gibt. Jede Änderung eines Paketes, welches fester Bestandteil der Distro ist, führt hier immer zu einem komplett neuen Image. Und das letzte Image aus dem stable-Branch der Deck(+HTPC)-Version ist vom 20. April. Das heißt, dass es seitdem wirklich keinerlei Veränderungen mehr an Kernel, Mesa und den Systempaketen gegeben hat. Vorher gab es alle paar Tage eine neue Version.

Bei Bazzite gab es mehrere relativ große Umstellungen. Da das Bazzite-Team Ende 2025 den Entwickler des HHD gefeuert hatte, der sich bis dahin auch um die Kernelanpassungen gekümmert hatte, musste zwangsweise ein neuer Kernel her. Relativ zeitgleich wurde das Open Gaming Collective gegründet und Bazzite hat sich diesem Collective angeschlossen und deren Kernel übernommen. Für die normale Desktop-Edition von Bazzite war das auch die einzige Änderung, die Umstellung auf den OGC-Kernel war hier auch entsprechend reibungslos und es gab hier nie einen so großen Update-Stau. Aber beim Deck-Image musste auch HHD durch etwas anderes ersetzt werden. Bazzite entschied sich für Inputplumber und hat große Schwierigkeiten, die neue Basis mit OGC-Kernel und Inputplumber stabil zu bekommen. Neue Images gibt es schon seit Monaten im Testing-Branch, die sind aber sehr instabil, und daher hat es diese neue Basis bis heute nicht als neues Stable-Image gegeben. Ich habe mittlerweile meine Zweifel, dass das noch was wird.
 
@mario_mendel34 Stimmt, aber wieso hast du überhaupt das Deck-Image ins Spiel gebracht? :confused_alt: Um sowas ging es doch gar nicht.
Aber immerhin: das große Update steht ja vor der Tür.
 
@gaym0r Hier ging es doch um die Frage, ob man für eine DIY-Steam-Machine SteamOS oder was anderes nehmen sollte? Natürlich ist da das Deck-Image das richtige Derivat, weil es wie SteamOS direkt in den Gaming Mode bootet und wie eine Konsole nur mit Controller bedienbar ist. Das Desktop-Image würde hier doch gar nichts nützen, weil es dich entweder auf den Login-Screen wirft, oder, wenn Auto-Login konfiguriert ist, auf den Desktop. Das ist doch nichts für einen HTPC, der am TV hängt.

Ich hatte auf meiner DIY-Steam-Machine ja auch von Anfang an das Deck-Image von Bazzite drauf und war super zufrieden. Erst durch die Frustration des Update-Stillstandes und die Instabilität der Testing-Images bin ich dann zu CachyOS gewechselt, habe dort die Gamescope-Session nachinstalliert und mir so konfiguriert, dass beim Booten erstmal automatisch in diese gebootet wird.
 
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Mal ein Update und back to topic:

Habe jetzt das SteamOS Recovery Image zur Installation genutzt. Das war ja in der Tat super einfach, das System bootet extrem schnell, tatsächlich eine console like Erfahrung.

TDP meiner rx7600 konnte ich zwar nicht übers Overlay setzen, aber LACT ließ sich über Discover im Desktopmodus installieren, und die Settings bleiben auch nach Neustart erhalten.

Insofern absolut sorgenfreie Erfahrung. Wer Steam nutzt, noch eine AMD GPU rumliegen hat und einfach nur zocken möchte, sollte das unbedingt ausprobieren:)

Danke für alle eure Kommentare!
 
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