DTS komprimieren sinnvoll ?

Kowa

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Ich habe ein Video mit einer 700gb großen DTS-Spur, das macht schon 30% des gesamten Videos aus.
Vor 10 Jahren hat man noch AC3 zu mp3 gewandelt und ist mit 100mb ausgekommen.
Selbst AC3 war meiner Erinnerung nur 200MB groß.

Welches Zielformat setzt man denn heute üblicherweise ein um 5.1 nicht zu verlieren und trotzdem keine 700MB zu füllen?

Der Unterschied zw. 44kHz und 48kHz war selbst für mich Amateur deutlich, sind 24bib statt 16 bit hörbar?

OggVorbis konnte doch auch schon 5.1 ? Setzt das noch jemand ein und wird dann ein derartiges 5.1 Signal von den nachfolgenden Komponenten (VLC, Sounschip, Receiver) erkannt?

Ich habe derzeit eine Stereo-Anlage, aber falls da Ding nach weiteren 20 Jahren den Geist aufgibt, kaufe ich womöglich ein 5.1-Gerät. Jedenfalls will ich die 5.1-Information nicht auslöschen.

EDIT natürlich 700MB
 
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benneq

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700gb? In welchem Format hast du gedreht? Und mit wie vielen Gigapixeln?

DTS selbst ist schon komprimiert. Du kannst allerdings die Bitrate halbieren von 1,5MBit auf 0,75MBit.

Vlc würde gewiss auch mit OggVorbis klarkommen. Beim Receiver ist das schon unwahrscheinlich.
 

Kowa

Commander
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Als Stereo noch ausreichte, war für mich mp3 ausreichend mit CBR 192kbit 48kHz. Zumindest habe ich da keinen Unterschied mehr gehört zum Original.

750 MBit finde ich irgendwie 4x zu viele Daten. Je mehr Kanäle (mit ähnlichem Inhalt) es sind, um so effizienter sollte doch die Kompression arbeiten? Ich habe vor einer Weile in einem Forum (zum Theme h264/h265) gelesen, dass auch bei Audio die Welt nicht stehengeblieben ist und sich die Codecs im Vergleich zu mp3 deutlich gebessert hätten. Beispiele blieb der Schreiber aber leider schuldig.

Ogg Vorbis hatte sich vor 10 Jahren nie so richtig durchsetzen können, aber wenn ich jetzt meine ogm-Files zu mkv-Files remuxe, lassen die sich problemlos mit VLC wiedergeben. Ogg ist aber wohl immer noch out?
Ergänzung ()

Bei 700MB würde ich da auch nicht viel Aufwand reinstecken...
Ich behalte ja gerne auch mehrere Tonspuren, zumindest englisch und auch russisch finde ich cool, sorgt für ein gewisses LAN-Party-Feeling. Früher hat man AC3 deutsch übernommen und englisch per mp3 drangehangen. Aber wir sind ja nun EU und da will ich niemanden diskriminieren :)
 

Yuuri

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750 MBit finde ich irgendwie 4x zu viele Daten. Je mehr Kanäle (mit ähnlichem Inhalt) es sind, um so effizienter sollte doch die Kompression arbeiten? Ich habe vor einer Weile in einem Forum (zum Theme h264/h265) gelesen, dass auch bei Audio die Welt nicht stehengeblieben ist und sich die Codecs im Vergleich zu mp3 deutlich gebessert hätten. Beispiele blieb der Schreiber aber leider schuldig.
Mach es doch mal als Beispiel. Multichannel kann AAC, afaik auch OGG, was aber wiederum von kaum einer Hardware wiedergegeben wird. Ergo bleibt eigentlich nur AAC übrig. Teste also mit AAC und komprimier auf ein "anständiges" Level. Vergleich danach die Zeit, die fürs Encoding drauf ging mit der Dateigröße die herausgekommen ist und stell sie dem Original gegenüber. Kurz: Total sinnfrei. Beim Video ist das was anderes, da werden aus 20 - 25 GB mal fix fünf (entsprechend komprimierbares Material vorausgesetzt).
 

Kowa

Commander
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Mach es doch mal als Beispiel. Multichannel kann AAC, afaik auch OGG, was aber wiederum von kaum einer Hardware wiedergegeben wird.
Das meine ich, ich will ein Format, was zukunftssicher ist und auch in 10 Jahren als 5.1 erkannt wird.

Naja gut. Offenbar war das eine Fehlinformation, dass es in letzter Zeit Fortschritte gab. So oft kommt hoffentlich keine BD ins Haus.
 

Yuuri

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Das meine ich, ich will ein Format, was zukunftssicher ist und auch in 10 Jahren als 5.1 erkannt wird.
Dann bleib bei DD und DTS, das wird mit Sicherheit in den nächsten paar Jahren nicht abgelöst werden (durch dessen HD-Erweiterung mit Sicherheit nicht). Viel eher wird es Nachfolger für AAC/OGG/MP3/... geben, so wie z.B. Opus hoffentlich bald in jeglichen Player Einzug erhält.
 

Tom Keller

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Der Unterschied zw. 44kHz und 48kHz war selbst für mich Amateur deutlich, sind 24bib statt 16 bit hörbar?
Verlustbehaftete Audiokompressionsformate speichern NIE die Bittiefe - die geht tatsächlich durch die Art und Weise, wie die Kompressionsformate arbeiten (meist: MDCT-basiert), verloren. Siehe:

http://forum.doom9.org/showthread.php?t=145096


Offenbar war das eine Fehlinformation, dass es in letzter Zeit Fortschritte gab.
Es gab sehr wohl Fortschritte. Das AAC- oder das (von 'Yuuri' erwähnte) Opus-Audiokompressionsformat komprimieren wesentlich effektiver als z.B. MP3... und als AC3 oder DTS sowieso. Tatsächlich liegt der Platzgewinn prozentual gesehen in ähnlichen Bereichen wie beim Vergleich zwischen älteren und neueren Videokompressionsformaten. Da die Tonspur aber schon von Haus aus relativ wenig Speicherplatz belegt, fällt der effektive Platzgewinn natürlich entsprechend moderater aus.
 
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