Kapiert ihr es mal? Denkt mal bitte eine Minute über das Gelesene nach, bevor ihr immer gleich allem widersprecht.
Das absolute Produkt, was der Entwickler geschaffen hat, verschlechtert sich nicht durch den Konsum. Der Konsum findet im Kopf des Konsumenten statt, nicht am Objekt selbst (abgesehen vom minimalen Verschleiß). Der individuelle und relative Wert verändert sich natürlich, aber daran ist doch nicht der Entwickler/Publisher schuld. Man kauft eine Lizenz zum Spielen, nicht das eigentliche Spiel oder irgendwelche weiteren Rechte (okay Letzteres stimmt nicht, aber so sollte es eigentlich sein und dafür der Preis niedriger).
Die Annahme, es wäre rechtmäßig für ein gebrauchtes aktuelles Spiel noch über 50% des Neuwertes zu
bekommen, ist einfach Schwachsinn und egoistisch (die Publisher nehmen dies in Kauf aufgrund des eingefahrenen Prinzips unserer Marktwirtschaft). Natürlich macht es für den Käufer jederzeit Sinn so viel/wenig zu bezahlen, aber dass das Geld dann komplett an den Erstbesitzer und nicht größtenteils an den Herausgeber geht, ist einfach Unsinn, es sei der individuelle Wert wäre für den Verkäufer nach wie vor noch sehr hoch. Jedoch sinkt dieser nach dem ersten Durchspielen gewöhnlich auf ein Minimum und steigt erst nach längerer Zeit wieder etwas (Ausnahme: z.B. wenn das Spiel nur ausgepackt/angespielt ist).
Bei materiellen Produkten/Gebrauchsgegenständen (Autos, Fernseher, Möbel, Immobilien, etc.) ist es selbstverständlich anders, aber Spiele gehören nicht in diese Kategorie.
Sicher gibt es Fälle, wo die Spiele nicht ausreichend auf Qualität geprüft wurden. Aber so unsicher wie der Gewinnausblick durch Piraterie, Sparsamkeit und Egoismus der Leute geworden ist, kann man doch froh sein, dass überhaupt noch neue Spiele produziert werden. Auch die Tatsache, dass die Spielepublisher alte Spiele überhaupt noch onlinespielbar erhalten ist momentan doch eigentlich reine Großzügigkeit, da es für den Entwickler nur unnötige Folgekosten sind. Die Selbstverständlichkeit und Undankbarkeit vieler Leute ist einfach traurig. Und ich seh schon, hier wird der Anti-Spielepublisher-Zug geritten, egal wie neutral man argumentiert.
Sicher gehen auch die Publisher wie EA, Activision, etc. nicht gerade gut mit der Situation um (Verschlechterung/Verkomplizierung des ehrlichen original Produkts durch viel zu übertriebene Anti-Piraterie-Maßnahmen etc.), aber immer die Schuld komplett den Anderen in die Schuhe schieben ohne sich selbst zu hinterfragen, ist, finde ich jedenfalls, ein Zeugnis geistiger Beschränktheit.
Und solange man für Spiele einmalig bezahlt anstatt gebunden an die tatsächliche Nutzung, wie es für Unterhaltung eigentlich üblich ist (Kino, Jahrmarkt, Erlebnisparks etc.), wird sich am Status quo wohl leider auch nichts ändern. Denn an den chaotischen Zuständen sind (teils mehr, teils weniger) alle Beteiligten schuld, aber wie immer ist es bequemer alles nur einseitig zu sehen und möglichst laut zu schreien. Manchmal hab ich das Gefühl der einzige klar denkende Mensch auf dieser Welt zu sein...
Computerspiele sind für uns ein entbehrlicher Luxus, vergesst das nicht. Beschäftigte bei den Spielepublishern/-entwicklern hingegen sind darauf angewiesen, dass es uns gut genug geht, dass wir zugreifen. Inwiefern sich die Bosse/Investoren daran unverhältnismäßig bereichern, sei mal dahingestellt, aber darum sollten sich Betriebsräte/Mitarbeiter mehr Gedanken machen. Unsere Kaufkraft spricht ausreichend.
Ich selbst gehöre auch zu den Leuten, die gelegentlich illegal Spiele downloaden, um sie auszuprobieren. Allerdings war ich immer bereit diese nachträglich zu bezahlen, sofern sie mir wirklich gut gefallen haben und das stellte sich meistens innerhalb der ersten Stunde heraus. Müsste ich mir die Spiele immer kaufen (oder mich mit unverbindlichen Demos zufrieden geben), würde ich vermutlich komplett mit dem Spielen aufhören und somit einen Gewinnverlust aller meiner Meinung nach guten Spiele bewirken. Damit wäre auch niemandem geholfen, außer vielleicht meiner Geldbörse und den Entwicklern von schlechten Spielen.
Aber auf diese Ehrlichkeit und Zurechnungsfähigkeit können sich die Spielehersteller verständlicherweise nicht verlassen und damit sollte man grundsätzlich kein Problem haben.
Allo schrieb:
Ihr versucht mit logischen Argumenten dagegen zu halten, aber das funktioniert nicht. Das einzige worum es EA geht ist Geld, die Pro-Argumente für ihr Vorhaben werden lediglich drum herum gebaut und erfunden.
Sieht man bei DLCs, die ehrlichen käufer bekommen augenscheinlich mehr zum herunterladen, jedoch ist genau der Inhalt vorher aus dem Spiel geschnitten worden. Savegames nur auf Ubi-Server, ja klar man hat seine Savegames auf der ganzen Welt verfügbar. Oder keine Dedicated Server die von Spielern gewartet werden, da es die Spieler ja nicht wollen. Das ist doch erstunken und erlogen, nein da kann man nicht mit Argumenten dagegen halten.
Na und? Wenn der Entwickler der Meinung ist, dass das Spiel ohne den DLC vollwertig genug ist, dann ist das sein gutes Recht. Du kannst dem nicht zustimmen und es mag gleichzeitig auch Provitgier sein, aber niemand zwingt dich zum Kauf. Überleg mal für was für Spiele wir früher 100 DM bezahlt haben und da hat sich niemand beschwert, sondern diese neue Art der Unterhaltung wurde wertgeschätzt.
Aber du hast Recht, gegen solche Sturheit kommt man offensichtlich mit Argumenten nicht an. Im Prinzip behauptest du nämlich nichts anderes als: Spiele sind schlecht und zu teuer, also ihr Geld nicht wert. Da gibt es eine einfache Lösung: Nicht kaufen.