@Doc Foster
Zitat: "Es ist jedoch unbekannt, wie lange die X-Box ohne Fehler bleibt, deshalb verkaufe ich meinen Artikel ausdrücklich als Defekt."
Ferner wird der Artikel in der Zustandsbeschreibung (Kurzform) ausdrücklich als "defekt" und "Ersatzeil" deklariert.
Es findet keine Einschränkung der Defekte statt, noch bezieht er sich konkret einzeln auf den Defekt der Luftzufuhr. Er weist lediglich darauf hin, dass dieser einzelne Defekt repariert wurde.
Ein (Privat)Verkäufer ist verpflichtet ihm alle
bekannten und sichtbaren Defekte der Ware anzugeben. Darüber hinaus, ist es ihm jedoch nicht zuzumuten und in der Regel auch gar nicht möglich, jeden möglichen Defekt aufzulisten: Daher grundsätzlich: Verkauf als Defekt.
An einem Beispiel festgemacht: Sofern eine CPU als Defekt verkauft wird, ist es unerheblich, ob ein Pin abgebrochen ist, oder ob ein Defekt intern (an irgend einem der vielen Transistioren) vorliegt. Ein abgebrochener Pin ist nicht jedem Laien sofort ersichtlich. Sehr wohl wären jedoch verbogene Pins in der Auktion anzugeben.
"Denn juristisch gesehen, handelt es sich bei der Beschreibung um die "vereinbarte Beschaffenheit" i.S.d. § 434 I S. 2 BGB. Im Umkehrschluss folgt daraus, dass der Käufer davon ausgehen kann, dass ein Produkt, das
nicht als mangelhaft oder defekt beschrieben wird, funktionsfähig und einwandfrei ist Auch unpräzise Formulierungen helfen hier nicht weiter, da bei einem Rechtsstreit darauf abgestellt wird, wie
die Beschreibung im Ganzen zu verstehen ist und wie sie "
von einem unbeteiligten Dritten" aufgefasst wird.
Weiter: "Vereinfacht ausgedrückt liegt ein Mangel an der Kaufsache vor, wenn der tatsächliche Zustand des Produktes nicht der Produktbeschreibung entspricht..."
Quelle
Der Artikelzustand wird in meinen Augen, abgesehen davon, dass einige Stellen der weiteren Artikelbschreibung vielleicht ungeschickt formuliert wurde, präzise beschrieben.
Sowohl bei den Artikelmerkmalen als auch abschließend in der Artikelbeschreibung wird der Artikel als Ganzes (und nicht explizit betreffend der Luftzufuhr) gut lesbar als Defekt deklariert.
Deine "Unterstellung" die Artikelbeschreibung des TE ziele ausschließlich darauf ab den Anschein zu erwecken der Artikel funktioniere einwandfrei, sehe ich als nicht gegeben und eher als Deine Interpretation, indem Du die mehr als
deutlichen Hinweise (Verkauf als Defekt) ignorierst.
Dem TE Täuschung bzw. Arglist zu unterstellen, halte ich anhand der uns bekannten Fakten doch für arg gewagt.
Bestätigt wird dies letzten Endes dadurch, dass der TE die Ware zurücknimmt.
VG