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Empfehlungen auf ComputerBase werden immer extremer
Was manche hier auch überhaupt nicht verstehen, sind Budgetobergrenzen. Wenn jemand nicht mehr hat, hat er nicht mehr. Da kann man noch so rumweinen, dass man doch unbedingt 10€ mehr in die Hand nehmen soll. Wenn die nicht da sind, dann sind sie nicht da.
Der genaue Grund für das Limit ist oft gar nicht angegeben.
Und wenn man für 20% mehr Budget ein deutlich zukunftssicheres Produkt bekommt, dann ist das zumindest einen Hinweis wert, weil die Kosten pro Jahr dann geringer sind, als bei einem faulen Kompromiss, der sklavisch das Budget einhält.
Das teurere Produkt ist dann tatsächlich das günstigere - wenn man mit laufenden Kosten rechnet.
Budget und Anwendungszweck sind so ziemlich das Mindeste, was man nennen sollte. Und wenn es ein "unbegrenzt" ist. Dann kann ich damit leben. Wenn es wirklich so ist. Aber irgendein Limit wird man ja haben. Geld ist halt endlich
Und der Anwendungszweck entscheidet halt ebenso. Der darf auch gerne etwas eingegrenzt werden. "Spiele" und "Office" oder so Kisten sind ja schon in Ordnung, wobei da gerne auch Spiele oder eingesetzte Software konkret benannt werden sollten. Weil das kann im Zweifel halt schon eine Relevanz allein bei der Herstellerwahl haben.
Wenn ich ein Spiel spiele, was auf AMD-Hardware besser läuft. Im Zweifel deutlich, dann komme ich nicht erst mit Intel (CPU) oder NV (GPU). Umgekehrt aber eben genauso.
Persönlich schaue ich bei Kaufberatungen schon, dass man im abgesteckten Budget bleibt, wobei ich es nicht schädlich finde, wenn man zumindest die nächst teurere (oder gar nächst billigere) Alternative benennt, zumindest wenn der Unterschied tatsächlich überschaubar ist.
Wenn jemand für eine GPU bspw. 400 Euro als Grenze benennt, finde ich den Hinweis auf die 450 Euro teure 9060 XT mit 16 GB durchaus noch legitim. Mir persönlich ist dann aber wichtig, dass das teurere Produkt nur eine "Alternativempfehlung" ist und nicht der Eindruck entsteht, dass man ja unbedingt diese 50 Euro auch ausgeben sollte und muss.
Im Zweifel tut es auch die 8 GB Version. Um das abzuschätzen sind wir dann halt wieder bei klar Kommunikation in Bezug auf den Anwendungszweck. Wenn ich weiß, dass eh nur Fortnite & Co. gedaddelt wird oder man bereit ist, die Grafikeinstellungen auch geringer anzusetzen... Dann geht das auch noch. Gibt genug Leute, die daddeln noch mit 8 GB Karten. Warum auch nicht.
Auf der anderen Seite sind wir hier halt auch in einem Kreis, der häufig komplett andere Anforderungen hat. Ich wünsche mir da aber auch gerne, dass man versucht, eigene Ansprüche bei Seite zu legen.
@Braubär
Ich bin seit 9 Jahren dabei - etwa 15 Monate kürzer als du - und habe mehr Leute beraten als du Beiträge hast... Vorher war ich in anderen Foren als Berater tätig. Zudem wurdest du hier vernünftig, sachlich und mit Beispielen darauf hingewiesen, wie dein Eindruck entsteht, warum bestimmte Dinge (nicht) empfohlen werden und wo du schlicht daneben liegst.
9 Jahre sind relativ kurz. Ich habe hier mal meinen ursprünglichen Account verloren und mich neu registriert, ich bin hier schon seit kurz nach den Pentium4 Übertaktungen von Tomshardwareguide.
Es ist löblich, dass du hier so aktiv mitmachst. Wie ich geschrieben habe bin ich eher stiller Leser und das schon ewig.
Im Reallife habe ich schon hunderte Beratungen durchgeführt, Systeme zusammengestellt und Reparaturen durchgeführt. Mein Ansatz ist hier die vorhandene Hardware durch Optimierungen so lange wie irgendwie möglich zu verwenden. Zumal viele Menschen echt nicht viel Geld haben, habe hier Rentner die sind noch mit Core2Duo und Athlon x4 unterwegs. High End Gaming ist seltener, kommt aber auch vor.
Ich habe hier ja bereits eine Selbstreflexion gemacht und meine Eindrücke anhand der Rückmeldung eingeordnet. Eine Fähigkeit die viele hier im Form eher nicht haben
Ich möchte hier gerne mal zur Diskussion anregen, vor allem unter dem Gesichtspunkt was „normale“ Anwender oder Gamer wirklich benötigen, die hier im Forum um Rat fragen. Noch nie in der Geschichte der Personal Computer gab Geräte, welche so lange noch aktuelle Anforderungen erfüllen. Hier im Forum spielt bei Empfehlungen gebrauchte Hardware abseits von Grafikkarten eigentlich keine Rolle.
Es gibt hier nicht die "normalen" Anwender --> die normalen Anwender kaufen sich nen X-beliebigen Gaming Laptop bei MM/Saturn etc.
Es gibt Anwender die Meinen in Ihrem Fragebogen die Maximale FPS Zahl die der Monitor bereitstellen kann zu fordern. Wie oft ließt man hier: Ultra/hohe/mittlere/niedrige Grafikeinstellungen? --> Ultra + 140 FPS, kein wunder das dann Murks bei rum kommt
Ich persönlich finde gebrauchte Hardware (abseits von Refurbed Arbeits-Laptops) schwierig. Vor allem bei Gaminghardware weis man nicht wie der vorherige Nutzer damit umgegangen ist und viele haben auch einfach total überzogene Preisvorstellungen.
Ich persönlich bin schon der Meinung das ich versuche das ganze immer so gut es geht für den jeweiligen Thread Ersteller zu machen und auch teils zu sagen: "Dein Budget passt nicht zu deinen Anforderungen"
Man muss aber hier sagen wir sind in einem Forum und hier spielt natürlich auch die jeweils eigene Meinung eine Rolle. Mal ein Beispiel: Ich würde keinem raten einen Gaming Laptop im Preisbereich 1200-2000€ zu kaufen. Da die hier verbaute RTX5070 mit den nur 8GB VRAM schrott ist. Hier gibts 2 Optionen: 1. den günstigen Weg RTX5050/5060/4060 mit ~100W TDP oder tief in die Tasche greifen und beginnend ab 2,2k€ eine GTX5070ti kaufen. --> Deswegen gibts von mir allgemein keine Empehlung von Gaming Laptops in der 1200-2000€ Klasse.
Ich stimme dir zu. Ich hatte in meinem Leben verdammt lange sehr wenig Geld. Ich kaufe Hardware bis heute super ungern neu und gerade bei den Laptop Kaufberatungen versuche ich immer leute zu gebrauchter Hardware zu ueberreden.
Ich sehe das jedoch noch mehr auf Kundenseite. Dieser ganze 200FPS RGB Ich will alles von Asus, doppelt so viele Kerne und RAM wie ich in den naechsten 10 Jahren brauchen werde, 20GB/s SSD und ein 1000 Euro ATX Boardweil der Typ auf TicToc das gesagt hat, ist mir sehr befremdlich.
Ich glaube, viele sehen in der Werbung einfach "Boa, krasse hardware". Ich habe jeden Tag mit hardware zu tun, die das Lebenseinkommen der meisten Menschen übersteigt. Die ist krass, nimmt mir aber jedes Verlangen teuern kram zuhause hin zu stellen
Ich selbst spiele in 4K auf einer 6700XT auf einem 10 Jahre alten mainboard. Auch AC Shadows und Forbidden west liefen super
Meine partnerin spielt auf einem AMD 2600G Anno 1800 und Cities Skylines. Und auch das geht gut.
Abda wird es nur besser.
Den 4k monitor hatte ich schon zur Zeit meiner 1060 6GB.
vram reichte
Ich glaube, viele sehen in der Werbung einfach "Boa, krasse hardware". Ich habe jeden Tag mit hardware zu tun, die das Lebenseinkommen der meisten Menschen übersteigt. Die ist krass, nimmt mir aber jedes Verlangen teuern kram zuhause hin zu stellen
du glaubst gar nicht wie viel kram ich im studium beim RZ und in der Uni aus den Elektroschrott Tonnen geholt habe.
Ich habe 200 CPUs und 9KG RAM im Keller. LTO 3-5 Laufewerke und DVD / BluRay brenner und HDDs bis zum umfallen.
Laptops ohnehin.
War vor kurzem zu besuch in der Uni wegen eines Projektes. Erstmal 6 Macbooks von 2017 aus der Tonne geholt..
gebe sie meist an Kids die sich keins leisten koennen
Im Reallife habe ich schon hunderte Beratungen durchgeführt, Systeme zusammengestellt und Reparaturen durchgeführt. Mein Ansatz ist hier die vorhandene Hardware durch Optimierungen so lange wie irgendwie möglich zu verwenden.
Aber irgendwann kommt trotzdem eine Grenze, wo es alte Hardware nicht tut. Vom Thema Sicherheit bei alter Hard- und Software fange ich erst mal gar nicht an.
Seltsamerweise auch Leute, die viel Rauchen, Haustiere (und nicht nur eines, sondern mehrere!) habe, und deren Wohnung auch nicht entsprechend regelmäßig gereinigt wird. Und so wie sie mit sich selbst und ihrer Wohnung umgehen, so sieht es entsprechend am PC aus.
Weißte, wenn ich sehe, für was die "armen" Leute oftmals ihr Geld so im Schnitt raushauen, und dann rumjammern, daß sie für aktuell notwendige Technik kein Geld hätten, sorry, habe ich heute kein Mitleid mehr.
Ja, es gibt natürlich auch echte Härtefälle, und denen schenke ich dann auch mal gelegentlich Hardware, damit es paßt. Aber bei vielen ist die Armut teilweise selbst verschuldet, und das was die da für Tiere, Tabak und Alk und anderen Tinnef ausgeben, da wäre ein neuer günstiger PC mit aktueller HW in 2-3 Monaten Sparen locker machbar.
Meiner Meinung nach ist es kein Drama und auch kein großer Aufwand, sein System alle 5-7 Jahre mal zu aktualisieren, wenn er entsprechend spart. Erstens riskiert er keinen Ausfall, je jünger das System ist. Zweitens ist die Investition in Schritten überschaubar. Der Aufwand (und das Risiko) wächst eher exponentiell, je älter man das schleifen läßt. Ein PC-System benötigt, genauso wie ein Haus, ein Fahrzeug, wie jedes technische Gerät, eine gewisse Pflege und Betreuung. Aber genau das vernachlässigen sträflich viele mit absurden Scheinargumenten.
Siehste, mir gings genauso, und ich mache genau das Gegenteil, ich kaufe gerne Hardware (sinnvoll), wenn ich damit auch was testen und ausprobieren kann. Und es brauchte mir auch oft beruflich einen Vorteil, was zu praktisch kennen und zu wissen, was andere so nicht kannten.
grüsst euch....als ich den Eingangspost gelesen hatte dachte ich mir schon das dieser Faden nach dem hwluxx down der nächste Popcorn fähige wird.
Meine Meinung...von vielen Leuten bekommt man immer noch konstruktive Hilfe, das Forum hat sich seit meinen Anfangszeiten schon verändert, nicht immer zum Positiven.
Mensch muss nicht dauernd seinen Senf zu Sachen geben, die zuvor schon drölfundfufzich mal im gleichen Faden geschrieben wurden.
Ist für den Fragenden, Hilfesuchenden oft extremst nervig, das für ihn zielführende rauszufinden, da sich manch user über nebensächliche, nicht relevante Dinge mit jemanden ( und der/die findet sich immer ) battelt.
Weiter geht`s mit Popcorn
Meine Erfahrung:
Ich lese bei Interesse oder aus Langeweile, öfters die Beiträge die auf der Startseite rechts angezeigt werden. Desöfteren auch die Kaufberatungen zu den Computersystemen.
Da hab ich das ähnliche Grundgefühl von:
"60Fps tut sich doch keiner mehr an"
"unter 9060XT / 5060TI (wichtig mit 16GB) würde ich nichts mehr kaufen, drunter ist Unterklasse"
"NT lieber 150Watt mehr, man weiß ja nie"
usw. usw.
Ich denke die Aussage des TE hat jetzt einige persönlich getroffen, die es nicht sollten.
Ich denke er will das gefühl vermitteln, das hier im Forum bei Kaufberatungen zu einem PC mit dem "etwas" gespielt werden soll, auch überwiegend gleich die richtigen "Enthusiasten" antworten und fast auch nur die.
Natürlich sehe auch ich die treffenden Beiträge einiger, die auf Langlebigkeit, Qualität aber nicht zu overpowerd denken.
Aber wenn man nicht unter Spiele "Alte klassiker von 2012 und früher / 2D Games" eingetragen hat, muss es halt gleich immer ne 16Gb Karte für 400€+ sein, in 85% der Fälle
"60Fps tut sich doch keiner mehr an"
"unter 9060XT / 5060TI (wichtig mit 16GB) würde ich nichts mehr kaufen, drunter ist Unterklasse"
"NT lieber 150Watt mehr, man weiß ja nie"
Auch Office/Surfen ist geiler mit 100FPS, fühlt/sieht sich ""flutschiger"" bzw. nach weniger Daumenkino an. *
Unter 9060xt 16GB/5060ti 16GB ist heute Imo Einstiegsklasse und früher gab es die 60er Karten und rote Gegenstücke eher so für um die 200€ und die hatten damals auch noch weniger Shader bzw. Leistung eingebüßt in Relation zu den dickeren Brummern als heute. 😅 *
Für die Aufrüster, bei den Unmengen die insbesondere Karten schlucken, macht das eventuell Sinn... *
* Klimawandel... Vlt. Mal kleinere Brötchen backen...
Ja...
Vergleiche Preis der Karten vs Shader vs reelle Performance. Speichermenge ist dann auch so ein Faktor...
Preise und Leistung mehr oder weniger geschätzt:
6600GT vor über 20 Jahren: 200€ - 75% der Leistung einer 6800GT für 400€.
GTX 960 vor über 10 Jahren: 200€ - 60% der Leistung einer 980 für 550€.
5060 heute: 300€ - nicht einmal halb so schnell wie eine 5080 für 1200€. Höhere Auflösung, RT oder mehr RAM-Bedarf und Schwupps versagt die 5060 und der Unterschied ist noch viel größer... Selbst die 5060ti 16GB ist bestenfalls halb so schnell...
Für mich persönlich ist die 'Leistungsklasse' weniger an die Grafikleistung gebunden sondern an die elektrische Leistung. Wenn man sich das von dem Winkel aus ansieht, hat sich unglaublich viel getan.
Komplett gestört eigentlich. Natürlich kann man die 5090 auch undervolten und mit 250W bei ca. 80% der FPS betreiben aber mir stößt das schon sehr sauer auf, dass da nicht auf den Energieverbrauch geachtet wird. Mehr wie 250W will ich nämlich nicht in der Bude haben, ansonsten bekomm ich im Sommer einen Hitzekoller.
Natürlich sind die Karten bzw. kleineren Chips als Shader/Sonstwaseinheiten im Vergleich zum Topmodell immer kleiner geworden, das sieht man auch an der Leistung, "heimlich" gab es auch eine Segmentverschiebung mit Kepler - Geforce 600, der Mittelklasse-Chip war dann wohl ausreichend um mit der 7900xtx* HD 7970 zu konkurrieren, spääääter kam ja dann die erste Titan bzw. Geforce 780(ti) mit dem großen Chip.
Die Beratungen sind alle eigentlich gut.
Ja, manchmal wird gestritten, ob das Netzteil getauscht werden sollte oder eine NVidia-Karte besser als eine AMD-Karte geeignet wäre, aber grundsätzlich passen die Beratungen gut.
Manche Anfragesteller wollen auch gleich eine RTX 5080 reinstecken und es wird ihnen dann schon gesagt, dass eine Nummer kleiner meistens auch reicht.
Auch wenn du mit deiner alten Hardware noch aus deiner Sicht gut spielen kannst, würde ich einfach mal behaupten, dass es auf einer modernen neuen Plattform um einiges besser laufen würde. Ich habe selbst auf einer RX 6600 XT mit 3440x1440 gezockt. Das hat geklappt und ich war zufrieden. Dann habe ich mich überwunden und eine RX 9070 gekauft und siehe da - es lief plötzlich absolut geschmeidig und butterweich. Ich hätte nicht geglaubt, dass es so viel besser und angenehmer läuft. Natürlich hätte ich auf der RX 6600 XT weiter zocken können, aber ich bin sehr froh über die 9070. Übrigens ist die RX 6600 XT in den Spielerechner der Kinder eingebaut worden und liegt nicht einfach irgendwo rum.
Das Thema Eigenverantwortung kommt für mich manchmal etwas zu kurz, das sehe ich wie @nutrix. Wenn man langfristig mit Bedacht kauft und sich hin und wieder informiert, zu welchem Zeitpunkt man welche Teile nachrüsten kann und sollte, muss das Hobby nicht "zu teuer" sein. Jeder hat da seine eigene Grenze.
Überkonsum:
Einige Beispiele der jungen Kollegen, aus einem Betrieb, in den ich Einblick habe. Mit kaum 20 Jahren wird sich eine Sportvariante eines deutschen Marken-Autoherstellers gekauft und nach 2 Wochen erst mal in den Neuwagen der Kollegin auf dem Parkplatz gefahren.
Zu einer Feier wird von einem anderen Kollegen, auch Anfang 20, nicht 1 Kiste Bier mitgebracht, sondern 3. Fast alle jungen Kollegen haben laufend Energiegetränke, oft gar von Red Bull, am Hals. Zigaretten und/oder Vapes ebenfalls. Es wird sich über teure Düfte ausgetauscht. Vielfach gibt es große, aufwändige und teure Tätowierungen. Zusätzlich wird sich ein Fitnessstudio geleistet.
Fast alle diese Konsumoptionen gab es vor einigen Jahrzehnten gar nicht erst.
Resultat: Es wird Monat für Monat nahe 0 gelebt. Ein PC scheint lediglich 1 weitere Anschaffung in einer langen Liste an Konsumgütern zu sein.
Wieso kann man langfristig Geld sparen, wenn man gewissen Mindeststandards einhält?
Dazu einige Punkte.
Netzteile sind in der Regel keine Kostentreiber mehr und große Versionen kosten häufig nur 5-10€ mehr. Es gab aber auch eine Zeit vor endgültig überzüchteter Hardware, wie 13900KS und RTX4090, da wurden regelmäßig Netzteile mit 500w empfohlen.
ATX 3.x ist als neuer Standard hinzugekommen. In meinen Augen ist es nicht völlig abwegig, diesen zu bedienen und bspw. ein 15 Jahre altes 70€ Modell entweder in einem kleinen Office-System in Rente zu schicken, oder auf den Wertstoffhof zu geben.
Hier kann Aufwand mit Zeitersparnis verbunden werden, indem man ein Netzteil tauscht, weil man den PC ohnehin umbaut. Das Verhältnis und die Einschätzung der eigenen Freizeit gewichtet jeder unterschiedlich.
Manche Netzteil-Serien bieten erst ab Leistung X mehr als 2x8-Pin an. Es gibt Fälle, da stehen Käufer 2 Jahre später wieder im Forum, weil ihnen 1 dritter Anschluss fehlt; da sie damals 10€ am Netzteil gespart haben.
Sie haben also 10€ am Netzteil vermeintlich eingespart, können aber ihre preiswert erworbene, neue Grafikkarte nun nicht mehr ohne neues Netzteil, oder günstigenfalls ohne Adapter, nutzen. Dazu muss man wissen, dass es schon mal die besonders sperrigen Grafikkarten sind, die abverkauft werden; also jene mit 3x8-Pin, jene mit 35cm Länge.
Es ist sinnvoll zu wissen, wann man welchen Speicher kaufen sollte.
Es gibt seit Jahrzehnten einen Schweinezyklus.
Es nicht lange her, da kosteten 32GB DDR4 3000+ Ram 50€ neu.
DDR4 Ram ist seit etwa 2015 auf dem Markt. Man hat sich in 11-12 Jahren nicht so tief damit beschäftigt, dass man zu einem der Zeitpunkte vorgesorgt hat? Kaufentscheidungen auf Grundlange von mangelnden Informationen, manchmal auch Bequemlichkeit, kosten Geld. Um diese Preise einzuschätzen, muss man kein sog. IT-Experte sein.
Das quasi Duopol der Grafikkartenhersteller hat sich dazu entschieden, Grafikkarten für Einsteiger nicht länger attraktiv zu gestalten und einen Mindestpreis einzuführen. Um 350€+.
Eine Grafikkarte ohne relevante Einschränkungen und für größere Spiele hat in meinen Augen gleichzeitig eine x16-Anbindung, min. 12GB Speicher, keine beschnittenen Features und selbstverständlich eine gewisse Rohleistung für ihren Preis. So etwas gibt es quasi seit der RX 6700 (XT) nicht mehr. Überlegt mal, wie lange das her ist ...
Vielleicht ein streitbarer Punkt, aber langfristig wird daher gerne eine 9060 XT 16GB x16 empfohlen, unter der Annahme, dass diese möglichst viele Jahre halten wird und damit die Kosten pro Monat überschaubar sind. Leider ist diese von etwa 350€ in Richtung 450€ unterwegs. Nicht die Schuld derjenigen, die beraten.
Mainboard: Da empfehle ich gerne pcie-5.0. In der Regel zahlt man dafür keinen großen Aufpreis, da Systeme jedoch mittlerweile 10 Jahre halten können, darf mMn gerne ein möglichst hoher Standard angeschafft werden, selbst wenn dieser in Benchmarks von heute noch keine ersichtlichen Vorteile liefert. Software und Ansprüche verändern sich über die Nutzungsdauer.
Damit komme ich automatisch zum nächsten Clou der Hersteller. Grafikkarten auf einmal mit nur x8-Anbindung zu verkaufen. Dies ist wieder ein potenzielles Nadelöhr. Gleichwohl muss man zugeben, wenn der Grafikkartenspeicher nicht mehr langt, hilft auch die bessere Anbindung nur noch sehr bedingt.
Das ist der Grund dafür, dass manchmal ab einer RTX2000 aufwärts empfohlen wird. Sie hat DLSS 4.5 und bekommt noch Treiber. Außenstehende fragen sich, weswegen bei einer Budgetgrenze von 100€ nun vehement eine Karte für bspw. 150€ empfohlen wird. Es ist einfach: Sie hält wesentlich länger und kann mehr.
Abermals fragen sich Außenstehende, wieso Leute wie ich in 2026 vehement vom Neukauf eines vermeintlich "günstigen" AM4-Systems abraten. Weil es auch solche Faktoren wie den Support für Sicherheitslücken gibt.
Das Ende von Windows 10 seit Jahren durchs Dorf getrieben. Hinterher sind wir schlauer und heute wissen wir, Windows 10 bleibt bis Herbst 2027 erhalten. Diese Verzögerung war aber nicht immer klar.
Für mich ein Grund mehr zu sagen: Kauft jetzt kein System mehr, dessen Plattform im Kern 2017 gestartet ist.
Die Kombination aus all diesen versteckten Nadelöhren und Sollbruchstellen führt in Summe zu der vllt. verkürzt wirkenden Aussage: Möchtest du ein umfangreiches, aufrüstbares System, benötigst du 1400€ Budget und aufwärts. Vielleicht ist etwas klarer geworden, aus welchen Gründen es Aussagen wie diese gibt. (Vor gut einem halben Jahr hätten 1000-1100€ gereicht - was nicht in der Verantwortung der Berater liegt)
Gebrauchtmarkt:
Der Kauf dort setzt eine Menge Wissen voraus.
Welche Teile sind gut?
Welche Variante von Mainboard oder Grafikkarte dieser Serie ist brauchbar?
Welcher Verkäufer könnte kein Betrüger sein?
Welche Betrugsmaschen gibt es?
Wie sichere ich mich ab und filme den Postweg, wie versichere ich mich?
Wie muss ich die gebraucht gekaufte Hardware pflegen und instandsetzen?
Es ist eher die Regel denn die Ausnahme, dass den Leuten mundgerecht per Postleitzahl ein gebrauchtes System herausgesucht wird und man hört nie wieder eine Antwort. Das macht man 3x, 5x oder 10x mal mit, bis man keine Lust mehr hat. (Habt mal mehr Geduld mit den Leuten )
Was den Spezialfall des 20 Jahre alten PCs angeht:
Da bin ich ebenfalls kompromisslos in meiner Ansicht. Da wurde ein Problem über Jahrzehnte gefüttert. Es wurde in jeglicher Hinsicht gespart. Nämlich in Fürsorge, Nachsorge, Budgetierung für Pflege, eigenes Informieren über den Markt und ggf. sogar einem Backup.
Sieht man den entstandenen und zur Reparatur verbundenen Aufwand in Arbeitsstunden und damit barer Münze, sollte man sich schon fragen, ob eine weniger alte Kiste, für 100€, nicht die Lösung ist.
Sicher, eine solche alte Maschine ist belegt mit Nostalgie und es gibt diese Angst, etwas kaputtzumachen. Diese Ehrfurcht einer vor 20 Jahren einmal teuren Maschine führte aber scheinbar zu einer gewissen Blockadehaltung.
Dieser Thread zeigt die Thematik des Computerbase-Forums sehr gut. Auf der einen Seite die absoluten Enthusiasten, von denen es immer weniger gibt und die in einer extremen Bubble leben. Dann die Leute, die hier als Bastler sind und ein völlig anderes Ziiel haben. Damals zu Pentium-Zeiten war die Ausbeute von Übertakten und Hardware-Optimierungen zumindest für mich noch etwas, dass sich lohnt. Heute habe auch ich mir einen günstigen Firebat-PC gekauft für Batocera-Linux, spielen auf der PS5 Pro und arbeiten auf den erstaunlich schnellen und dabei günstigen Apple-Silicon Macs. Und auch ich "verirre" mich hier hin wegen Fragen zu Druckern usw. Nicht jeder hängt hier rum und fragt, weil er einen Gaming-PC im Jahre 2026 zusammenbauen will. Für welche Spiele auch eigentlich?
Deswegen bin ich voll beim OP: Für jemanden, der Minecraft spielen will und einen PC braucht, ist eher die Frage relevant: Java oder Bedrock? Denn Bedrock läuft auf fast jeder Möhre mit 60 FPS. Heute kann man Leuten ja nicht freiwillig sagen: "Kauf dir 16 GB RAM". Das kostet bald ohne Witz und Übertreibung so viel wie eine PS5 ohne Disk und damit hat die Person sicherlich mehr Spaß. Das meiste läuft heute eh über die Handys bei den Kinds. Da braucht man auch nicht das Argument bringen "Mit dem PC können sie ja noch mehr machen".
Ich denke das Problem ist das beste Preis-Leistungs-Verhältnis (FPS/€) ist in der oberen Mittelklasse.
Eine 9070 XT ist 66% schneller als die 9060 XT. Also ein PC mit 9070 XT der 1500€ kostet ist besser in FPS/€ als ein 1200€ PC mit einer 9060 XT. (66% mehr Spieleleistung vs 25% höherer Preis). Jeder Hardwaretest im Internet beurteilt am Ende Preis-FPS.
Ob die zusätzliche Leistung wirklich genutzt werden kann ist oft Rätselraten. Keiner weiß genau welche Spiele in X Jahren gespielt werden und auf welchem Monitor. Ich spiele Strategiespiele wie HOI IV & Civilzation auf meinem Office-Laptop, obwohl ich einen guten PC habe. Funkioniert gut, macht aber keinen Sinn für eine Kaufberatung.
Einen Büro-PC selber bauen macht schon lange keinen Sinn mehr. Da sind mini-PCs unschlagbar. Wenn man Stromkosten mitrechnet sind die wahrscheinlich auch günstiger als alte PCs.
Das wird hier oft ignoriert oder die Leute können nicht lesen, ich weiß es nicht. War erst vor 1-2 Tagen wieder ein Thread, wo die Empfehlungen paar hundert Euro drüber lagen. Bringt dann auch nicht viel, außer der Antwortende gibt die Differenz in Euros dazu. ^^
Das wird hier oft ignoriert oder die Leute können nicht lesen, ich weiß es nicht. War erst vor 1-2 Tagen wieder ein Thread, wo die Empfehlungen paar hundert Euro drüber lagen.
Manchmal ergibt das aber Sinn. Natürlich jetzt nicht wenn jemand 1k€ zur Verfügung hat und Systeme ab 1,5k raus kommen. Es muss halt im Verhältnis bleiben und sollte einer Lösung gegenüber gestellt werden die im Budget ist. Dann liegt es beim TE zu entscheiden.
Das wird hier oft ignoriert oder die Leute können nicht lesen, ich weiß es nicht. War erst vor 1-2 Tagen wieder ein Thread, wo die Empfehlungen paar hundert Euro drüber lagen.
So eine Antwort finde ich bescheuert wie daneben. Fakt ist, manchmal sind Anfragen so finanziell mit dem angegebenen Budget nicht machbar. Und es obliegt dem Anfragenden, zu sparen oder sonstwas, und nicht dem Antwortenden es aufbürden wollen.
br3adwhale schrieb:
@Kuristina das wäre mal eine Erziehungsmaßnahme die funktionieren könnte^^
Die Antwort finde ich noch bescheuerter. Man könnte ja vielleicht auch mal lernen zu sparen und zu warten mit der Anschaffung. Oder man verzichtet eben und schraubt seine Anforderungen runter! Was können bitte die Beratenden dafür, daß manche Fragenden hier jenseits jeder Lebensrealität und Vernunft Anforderungen zu stellen, die so nicht machbar sind?
Ich könnte ja jetzt genauso bescheuert antworten mit: "Arbeite mehr, such nen gescheiten Job, rauch nicht so viel etc.!", was Ihr bestimmt dann auch unpassend finden würdet.
Von den Fragenden, die anscheinend sich kaum durch Tagespresse wenigstens mal grundinformieren, weil sie nicht mitbekommen haben, daß GPU wie RAM und Datenspeicher preislich seit längeren durch die Decke gehen, mal ganz zu schweigen.
Ich lese hier viel mit und schreibe jetzt nicht andauernd, aber ich mag die Beratungsthreads. Man kriegt immer verschiedenste Meinungen im Thread, man muss halt nur für sich selbst das passende rausziehen. Du bekommst doch immer:
Beratung auf dein angegebenes Budget
Beratung auf das Leistungsoptimum im annähernden Budgetbereich + 200 / + 400 EUR
Beratung auf ein Mix aus gebrauchter und neuer Hardware
Beratung auf Peripheriegeräte ("welchen Monitor welche Auflösung eigentlich / passt das für das angegebene Ziel?")
Und vor ein paar Tagen erst --> "Für dein Budget und Anwendungsziel... kauf dir eine Playsi 5 und hänge einen WQHD Monitor dran"