News Entlassungswelle rollt an: An Intels Standorten werden bis zu 20 Prozent entlassen

SuperHeinz schrieb:
Ob diese Mitarbeiter bei AMD unterkommen können, ist eine andere Frage. Sehr wahrscheinlich ist das nicht.
Was meinst Du woher die Leute gekommen sind die AMD in den letzten Jahren eingestellt hat.
Ein Gut teil kam von Intel
alkaAdeluxx schrieb:
Das wird schon, AMD stand vor ca 10 Jahren vor dem gleichen Problem.
Aber AMD hatte zu diesem Zeitpunkt sich von den eigenen Fabs getrennt und mit Zen und der Vision es bei den Supercomputer zu schaffen zwei Ziele die die Mannschaft zusammengehalten haben.

Ein Jahr nach dem Intel 15 % des Personals abgebaut hat einfach nur nochmal 20 % Leute rauszusetzen ohne eine Vision zu vermitteln wo es hingehen soll, ist das Signal alle Mann von Bord.
Volker schrieb:
Das Ausmaß ist aber noch unklar, in gewissen Abteilungen müssen aber nicht nur 20 Prozent der Angestellten gehen, sondern auch mal 25 oder gar 30 Prozent.
25 bis 30 % heißt die Abteilung muss eigentlich neu aufgebaut werden. Keine Sorge es werden 40 bis 50 %, weil die die noch da sind sich nach Alternativen umschauen. Und dass gerade die Leistungsträger Alternativen haben, ist das fatale an solchen Kahlschlägen.
Ergänzung ()

IC3M@N FX schrieb:
Intel ist „too big to fail“
"Too big to Fail" ist ein Mythos. Es gibt kein "too big to fail". Es gibt nur ein "too big to be rescued"

Man lässt den Laden in die Insolvenz gehen und damit die Aktien verfallen.

Und aus der Insolvenzmasse holt man das raus was noch funktioniert.
IC3M@N FX schrieb:
Viele Abteilungen, militärische Einrichtungen und Waffensysteme sind nicht für offene Architekturen oder einfache Upgrades ausgelegt, sondern basieren teilweise noch auf uralten Technologien aus den 1990er bzw. frühen 2000er Jahren.
Weiß Du das oder vabulierst Du Dir das zusammen? Intel hat seine ehemals dominierende Stellung im Embedded Markt anderen überlassen. Bei PCs und Server war mehr zu holen.

Und was soll es dem Intel von heute helfen dass vor 20 Jahren 30 Jahren Systeme mit Intel Prozessoren gebaut wurden? Kann Intel diese Produkte überhaupt noch liefern.
 
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ETI1120 schrieb:
Was meinst Du woher die Leute gekommen sind die AMD in den letzten Jahren eingestellt hat.
Ein Gut teil kam von Intel
Die Leute sind heis begehrt bei AMD, TMSC, Nvidia, Apple, und noch ein paar anderen.
Das ist schon seit Jahren der Fall das man sich gegenseitig Personal abwirbt.
 
@Blackfirehawk Das war im Silicon valley schon immer so, dass Leute zwischen den Firmen gewechselt sind.

Ich hab mal Weihnachten 2023 ein bisschen auf LinkedIn gegraben. Ich habe schließlich Wechsel in beide Richtungen zwischen AMD und Intel gefunden. Auch wenn ich den Eindruck hatte es gingen mehr zu AMD kann man aus dieser Stichprobe nicht wirklich sagen in welcher Richtung es mehr waren. Aber was aufgefallen ist:
  • die von AMD zu Intel gewechselt sind hatten eher um die 5 Jahre bei AMD
  • die von intel zu AMD gewechselt sind hatten eher um die 10 bis 15 Jahre bei intel
Später habe ich Mal bei den Leuten von AMD Advanced Packaging Patenten nachgesehen, und da kamen viele von Intel. wobei hier RAJA SWAMINATHAN nur 2 Jahre bei Intel war, er war allerdings zuvor länger bei Apple.

Kevin Zhang einer der vier Kandidaten zur Nachfolge von C. C. Wei hat Intel 2016 verlassen. Auf Semiwiki gab es einen ziemlich wütenden Post der besagt hat dass sein Boss bei Intel rausgeschmissen wurde und dann zu TSMC ging und dort die Prozessentwicklung maßgeblich vorangetrieben hätte.
 
Blutschlumpf schrieb:
Ich bin da skeptisch ob das wirklich klug ist.
Bei mir in der Firma gabs in den letzte 10 Jahren 2 größere Entlassungsrunden und soweit ich das subjektiv als AN einschätzen kann haben die die Lage in Summe jeweils eher verschlechtert als verbessert.
10% weniger Kunden/Umsatz heißt eben nicht, dass die Arbeit um 10% weniger wird und man mit 10% weniger Personal auskommt.
Man kann nicht ewig Miese machen. Die Entlassungen sind ja aus der Not entstanden.
 
Seit Tagen schon kein Beta Update für die Intel GPU erhalten :(
 
@Wilfriede Definiere "ewig"
Die haben genau einmal Minus gemacht und das war 2024 mit Abschreibungen bis zum geht nicht mehr.
Ohne Abschreibungen war es ca. 0,5 Mrd Verlust.
Aktuell hat Intel Barreserven von 20 Mrd, also für 40 solcher Jahre. ;)

Entlassungen funktioniern nur wenn die Leute, die entlassen werden vorher nichts produktives gemacht haben oder man ganze Firmenteile killt weil da kein Gewinn erwartbar ist.
Einfach nur jeden 5. rauswerfen führt dazu, dass Dinge liegen bleiben und in Zukunft länger brauchen und im worst case Wissen verloren geht.
Das kann auch einfach in ne Abwärtsspirale führen.
 
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Wilfriede schrieb:
Man kann nicht ewig Miese machen. Die Entlassungen sind ja aus der Not entstanden.
Das fatale ist aber, dass die Not auch aus den Entlassungen entstanden ist die Brian Krzanich gemacht hat.
Ergänzung ()

Blutschlumpf schrieb:
Die haben genau einmal Minus gemacht und das war 2024 mit Abschreibungen bis zum geht nicht mehr.
Ohne Abschreibungen war es ca. 0,5 Mrd Verlust.
2023 hat Intel die Abschreibung auf die Ausrüstung der Fabs auf 7 Jahre verlängert,

Ohne diese Änderung wären die Zahlen 2023 und 2024 schlechter gewesen.

Blutschlumpf schrieb:
Aktuell hat Intel Barreserven von 20 Mrd, also für 40 solcher Jahre. ;)
Die Bilanz von Intel zeigt nicht das wahre Bild.

Pat Gelsinger hat mit Brookfield Asset Mansgement und mit Apollo Global Managemet Joint ventures gegründet und dabei jeweils die Fabs in Arizona und Irland eingebracht. Die Werte der Fabs stehen noch in der Bilanz. Welche Verpflichtungen ist Intel eingegangen?

Blutschlumpf schrieb:
Entlassungen funktioniern nur wenn die Leute, die entlassen werden vorher nichts produktives gemacht haben oder man ganze Firmenteile killt weil da kein Gewinn erwartbar ist.
Entlassungen funktionieren nur dann, wenn man den verbleibenden Leuten vermitteln kann es wird besser und wir bekommen die Sache wieder in den Griff. Es ist eine Illusion zu glauben, dass bei solchen Entlassungen tatsächlich nur die Leute entlassen werden, die am wenigsten beitragen.

So wie das jetzt abläuft hat das Züge einer Panikaktion. Lip Bu Tan kann nicht sagen wir wollen Intel wieder zu einer Engineering Company machen und als erstes anfangen Leute rauszusetzen.
 
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Ich vermute einfach mal, dass es um Intel deutlich schlechter steht, als sie zugeben wollen....
Man hat 2024 15000 Stellen gestrichen, jetzt werden es wahrscheinlich über 20000 werden.

Meiner Meinung nach brennt bei Intel der Baum und das lichterloh.

Münzt das doch mal auf einen Autobauer um....
Das ist ungefähr so, als würde BMW zu Audi rennen und dort die neuen 3er, 5er und 7er, fertigen lassen, weil man selbst die Produktionsstrassen nicht hochgezogen bekommt, bei der Motorfertigung zuviele Fehler passieren und zuviel Ausschuss dabei ist und die Karre am Ende nicht die gewünschte Leistung auf die Straße bringt.

Gleichzeitig bietet BMW aber eine Plattform an, über die andere Auto Hersteller bei BMW fertigen lassen sollen.
Wer zur Hölle würde da zu BMW gehen wollen, wenn Audi seinen Laden gerade im Griff hat, den besseren Herstellungsprozess und das gleiche anbietet?

Intel ist ein riesiger Wasserkopf, der Unsummen an Geld verschlingt, solange man oben auf war, hat das ganze Spiel funktioniert, man kriegt seit JAHREN die Fertigung nicht hin, ist sogar technologisch rückständig im Vergleich zu AMD.

Die Grafikkarten sind absolute scheisse und auch nur annähernd nutzbar, weil sie schon von TSMC kommen!
Wahrscheinlich würden die in eigener Fertigung nicht mal laufen.

TSMC rettet hier Intel den Arsch, teuer erkauft, aber sie retten Intel den Arsch, sonst hätte Intel wahrscheinlich momentan gar nichts anzubieten und man könnte den Laden dicht machen.

Bei den GPUs hat Intel komplett verpennt, wo NV 100 Mrd Umsatz macht, macht Intel quasi nur Verluste.
Bei den CPUs hat ihnen AMD das Wasser abgebraben, hier überleben sie nur aufgrund alter Strukturen, man frisst Intel weil mans kennt oder weil AMD einfach zu vorsichtig vorgeht und nicht All In geht, sonst hätten wir hier auch schon ganz andere Dimensionen.

Wartet mal noch ab... vielleicht kauft Nvidia die Bude noch ;)
 
Der Anfang vom Ende. Hoffentlich hat Intel genau so viel Ausdauer, wie AMD damals bei Bulldozer, obwohl ich nicht sehr überzeugt bin, bei der Gier im Unternehmen.
 
Maxminator schrieb:
Konsolidierung ist oft gesund und notwendig.
Che-Tah schrieb:
In jedem Großkonzern gibt es Mitarbeiter die genau garnichts arbeiten aber es sich mit dem Vorgesetzten gut gestellt haben. Solche Wellen sind ab und an schon sinnvoll.
Beim mittleren Management hat Intel ja schon aussortiert.
Das stimmt grundsätzlich. 20% ist aber schon über dem üblichen Bereich. Einfach mal mit dem Prozentsatz der Entlassungen bei Microsoft vergleichen.

Mal schauen wo die Reise hinführt.
 
Che-Tah schrieb:
In jedem Großkonzern gibt es Mitarbeiter die genau garnichts arbeiten aber es sich mit dem Vorgesetzten gut gestellt haben. Solche Wellen sind ab und an schon sinnvoll.
Nur das Problem ist meist das solche Mitarbeiter nicht arbeiten auch Experten sind Arbeit vorzutäuschen und der der eigentlich pfleißig ist aber dadurch kaum Kontakt zur Vorgesetzten hat, eher zur Auswahl steht entlassen zu werden. Zumindest ist das Risiko höher.
Ich kenne es zumindest den umgekehrten weg wenn es Gehaltserhöhungen gab haben das nur Leute bekommen die nie gearbeitet haben und die die gearbeitet haben sind leer ausgegangen.
 
Simonte schrieb:
Weniger Personalkosten == Mehr Gewinnmarge.
Ist doch logisch :freak:
Und das ohne BWL-Studium
Nach dieser Logik müsste ja eine Gewinnmaximierung möglich sein, wenn keiner arbeitet. Also warum nicht? Bedingungsloses Grundeinkommen wollen wir doch alle, oder etwa nicht?
 
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Eneloop schrieb:
Nach dieser Logik müsste ja eine Gewinnmaximierung möglich sein, wenn keiner arbeitet.
Die Menschen mit dem meisten Geld arbeiten am wenigsten.
Bestätigt meine Theorie nur
/s
:cool_alt:
 
Che-Tah schrieb:
In jedem Großkonzern gibt es Mitarbeiter die genau garnichts arbeiten aber es sich mit dem Vorgesetzten gut gestellt haben. Solche Wellen sind ab und an schon sinnvoll.
Beim mittleren Management hat Intel ja schon aussortiert.
Also, Leute rauskicken, die nicht performen? Das machen doch gerade Großkonzerne. Microsoft, Tesla oder Meta. Die schmeißen 5% der "Underperformer" regelmäßig raus. Ach ja, wenn wir schon bei den Beispielen sind. Samsung hat vor Jahren die HBM-Entwicklungsabteilung dicht gemacht, weil sie glaubten, dass HBM nicht so profitabel sei. Die Entwickler sind dann zu dem Konkurrenten SK Hynix gegangen und das Unternehmen einen Reibach macht, während Samsung vor einer der größten Krise der Unternehmensgeschichte steht.
 
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Silencium schrieb:
get the most done with the fewest people
Mini-Max Prinzip gibt es nicht. Sollte denen eigentlich bewusst sein. Oder auch nicht....
Rickmer schrieb:
hirnrissige Idee gekommen, sowas als KPI
Das Gehalt eines Leiters misst sich in vielen Unternehmen an der Anzahl der Mitarbeiter die er hat. Ist in vielen deutschen Unternehmen nicht anders.
Eneloop schrieb:
einer der größten Krise der Unternehmensgeschichte
Jedes Unternehmen entscheidet sich irgendwann mal für die "falsche" Richtung und steuert dann entsprechend gegen. Wobei "falsch" sich meistens erst im Rückblick herausstellt. Hinterher ist man immer schlauer.
 
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Wilfriede schrieb:
Man kann nicht ewig Miese machen.

Klar kann man das. Man muss nur Leute finden die das Venture Capital haben und dich unterstützen wollen ;) Das ist im Prinzip heute bei fast allen Start-Ups der Fall, dass die über Jahre wenn nicht Jahrzehnte Miese machen um dann aufgekauft zu werden und nach wie vor Miese zu machen aber dann als loss-leader gelten. Willst sicherlich ein Beispiel - Twitch ist da ein gutes Vorzeige Unternehmen.
 
AMD galt auch oft als "tot". Intel wird es auch überleben. Man darf eines nicht vergessen: Noch führen sie in der Gesamtabrechnung.
 
@Wilfriede

Das liegt aber auch am overhiring sprich die Übereinstellungen bei Corona. Das war ja nie Nachhaltig und konnte niemals gehalten werden. Der Verlust ist im Prinzip ja gewollt da es ein loss leader ist.
 
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