News EU will gegen umstrittene In-App-Käufe vorgehen

MichaG

Redakteur
Teammitglied
Registriert
Juli 2010
Beiträge
13.033
Oftmals werden Spiele-Apps kostenlos zum Download angeboten, doch für vollen Funktionsumfang werden zum Teil Käufe innerhalb der Anwendung nötig. Über diese In-App-Käufe werden Milliarden verdient, doch ist diese Art der Vermarktung umstritten. Die EU-Kommission berät darüber mit Vertretern der Branche und Mitgliedsstaaten.

Zur News: EU will gegen umstrittene In-App-Käufe vorgehen
 
Ich finde es gut dass sich endlich mal jemand Gedanken über diese Abzocke macht. Gerade Handy Apps sollten einen festen Preis besitzen ggf. könnten die Softwareschmieden wenn sie so von Ihren Produkten überzeugt sind, den geneigten Kunden DEMOS zur Verfügung gestellt werden, denn das gibt es bisher nicht. Lediglich eine 15minütige Geld zurück Garantie bei Googleplay die lächerlich kurz ist.

Ich möchte Software die voll funktionsfähig ist wenn ich diese kaufe und mir nicht jedes zusätzliche bei manchen Programmen sogar notwendige Feature für viel Geld extra kaufen. Besonders ärgerlich wenn das Hauptprogramm schon Geld gekostet hat z.B. die Navigon Handyapps.
 
Wird auch endlich mal Zeit, dass da was passiert. Können sie sich ja gleich mit Großbritannien zusammen tun, die wollten das vor ein paar Wochen nach der dungeon keeper frechheit des Jahrtausends auch angehen.
 
Eine gut Entscheidung, aber mal abwarten wie es schlussendlich aussehen wird. Für "unsereins" hier auf CB mag Free to Play mittlerweile das Rote Tuch schlechthin sein, aber der durchschnittliche Consumer weiß einfach nicht was dahinter steckt. Das ist ne ähnlich üble Masche wie die Klingelton-Abos.

Ich mag dabei gar nicht bestreiten dass das Modell an sich auch gut gelöst sein kann und dem Kunden genügend Wahl lässt wie viel er wirklich reinstecken will. Ich seh das immer Star Trek Online als eher gutes Beispiel. Wobei auch da ist komplett kostenlos zocken mit Nachteilen verbunden. Aber zumindest der Preis eines handelsüblichen Spiels reicht aus um gut mitzocken zu können. Der Rest wäre dann nur ein "ich will unbedingt auch noch das 10. extra Schiff haben" ;-)
 
Sehr sinnvoll und löblich.

Vor allem sollte sichtbar gekennzeichnet sein, dass Spiele nicht ungeingeschränkt kostenlos spielbar sind, falls das eben nicht der Fall ist.
Um die Kids zu schützen sollte man als Elternteil die Möglichkeit haben eine Obergrenze für Käufe von Apps und Käufe über Apps anzulegen.
Ich weiß nicht wie das jetzt ist, weil ich mir noch nie irgendwas über eine App gekauft habe, aber eine weitere Möglichkeit wäre es, nur Zahlungen über die Kreditkarte (bsp. jetzt GooglePlay) tätigen zu können. Oder zumindest nur für virtuelles Gut.

Gruß
 
Im Grunde ist es ja löblich, dass hier etwas für die Verbraucher getan werden soll. Insofern alles ok.

Allerdings ist es auch ein echtes Armutszeugnis für die Verbraucher, dass solche Maßnahmen wirklich nötig sind. Denn immerhin sind In-App-Käufe auch immer klar als solche gekennzeichnet. Mir ist jedenfalls noch kein Spiel oder ähnliches untergekommen, wo man nicht deutlich gesehen hat, dass eine bestimmte Aktion Echtgeld kostet.

Insofern hat man als Verbraucher also immer die Wahl, ob man kauft, oder eben nicht. Wer so blöde ist und Geld in ein Spiel wie das neue mobile Dungeon Keeper investiert, der ist doch nun wahrlich selbst schuld.
Auch wer sich von seinen Kindern dazu überreden lässt, solche Käufe für sie zu tätigen, ist selbst dafür verantwortlich.

Leute, denen man auf solche Weise den Arsch nachtragen muss, sollten lieber gar nicht erst Smartphones, Computer usw. benutzen.
 
Morrich schrieb:
Bitte Zitierenregel beachten.

tja. aber es gibt halt solche leute (unzureichende bildung/erziehung, man sucht es sich nicht aus blöd zu sein). und solche leute verschulden sich dann immer mehr, melden insolvenz an und wer darf das dann bezahlen?

und wenn man die leute drauf aufmerksam macht, dann lernen sie vielleicht daraus? vielleicht auch nicht, es gibt immer unverbeserliche.

gruß
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
sollten Kinder nicht direkt dazu ermuntern Gegenstände in Spielen zu kaufen

Bin auch Pro der ganzen Einstellung und ich finde das sollte noch viel weiter gehen, allerdings finde ich diese Passage recht unpräzise. Man soll nicht direkt auf Kinder eingehen oder man soll nicht direkt Gegenstandskäufe bewerben, weil diese Werbung im Endeffekt auch an Kinder gerichtet ist?
 
Wow ich bin einfach nur Sprachlos was die EU hier wieder machen will....

Spiele, die als „kostenlos“ beworben werden, sollten Verbraucher bezüglich der wahren Kosten nicht in die Irre führen

Ich kann nun nicht für Google sprechen aber Apple macht dies sehr schön. Vor dem App Download muss man ein wenig runterscrollen, sei es in Itunes auf dem PC/Mac oder iOS und man sieht sofort was es alles gibt und was es kostet.

Spiele sollten Kinder nicht direkt dazu ermuntern Gegenstände in Spielen zu kaufen oder Erwachsene zu überreden, dies für sie zu tun

Nun ja 1. dürfen Kinder gar nichts kaufen zumindest nicht ohne die Genehmigung der Eltern und hier kann ich auch nur wieder von Apple sprechen, ein Kind darf keine Apple ID haben und somit können gar keine Downloads statt finden. 2. Wenn ein Kind ein Erwachsenen überreden kann da stimmt etwas nicht. Wenn mich (m)ein Kind durch Argumente überzeugt ok aber nicht wenn es versucht mich zu überreden. 3. Man muss Kinder halt richtig erziehen so das sie nicht in die Verssuchung kommen überhaupt etwas In-App kaufen zu wollen.

Verbraucher sollten hinreichend über die Zahlungsbedingungen informiert werden und Käufe sollten nicht via Standard-Einstellungen abgebucht werden, ohne die ausdrückliche Einwilligung der Verbraucher

Das verstehe ich nicht so wirklich was man damit bezwecken will. Was sind Standard Einstellungen? In iTunes kann ich auswählen wie ich zahlen möchte, für den Comfort wird dies eben gespeichert kann man aber immer ändern.

Händler sollten eine E-Mail-Adresse zur Verfügung stellen, damit Konsumenten sich an sie wenden können, wenn eine Anfrage oder Beschwerde ansteht

Auch hier gilt: Augen auf. In iTunes (ja ich klinge wie eine kaputte Schallplatte) sieht man wer der Entwickler ist. Danach muss man einfach nur 20 Sek Google nutzen in dem man nach der Firma sucht und man bekommt in 99% der Fälle eine Kontakt Adresse. Zur Not --> iTunes Service nutzen die haben sehr nette Mitarbeiter.

Ich würde es natürlich auch gerne sehn das man wieder "Vollversionen" bekommt, aber auf der anderen Seite muss ich sagen ist die Möglichkeit von In-App Käufen nicht schlecht. So habe ich z.B. Tiny Piano lange umsonst gehabt und getestet. Ich fande die App Qualität gut sprich, keine Abstürze oder vergleichbares und habe mir die restlichen Song Packs gekauft welche auch sehr gelungen sind.

Der größe Vorteil ist einfach das man eine Kostenlose App testen kann und wenn es einem zusagt kann man die "Vollversion" kaufen wenn man mit veringertem Umfang und Werbung klar kommt benötigt man auch überhaupt kein Kauf.

Mein Fazit daher:

Liebe EU, schaut euch in der IT um wichtigere Sachen um. Mein anliegen Nr. 1 sind immer noch die HDD Hersteller. Die hohen Preise vor einem Jahr konnte man selbst nach der Flut nicht verstehen (Versicherungen...) und heute erst recht nicht.
 
Ich habe noch kein Geld in oder für eine App bezahlt und habe auch nicht vor das zu ändern.
Für mich sind solche Level Booster und Boni eher ein Armutszeugniss. Wer in Zeiten, bei denen man Walkthroughs für jedes bekannte Handyspiel auf Youtube findet, sich blaue Kristalle, Bonbons oder Sterne kaufen muss, weil er nicht weiterkommt, kann garnicht genug bezahlen.
Meiner Meinung nach sind die Folgen dieser Gespräche ein Namenszusatz (Demo, Trial oä) bei den Spielen und ein Ingameshop mit größerer Schrift. Vlt noch eine extra umständliche Zahlungsroutine, aber wir wollen jetzt nicht übertreiben.

PS: 430.000.000€ ?? :lol:
 
Ich verstehe die Aufregung nicht. Wenn ich mir ein Spiel downloade das kostenlos ist, dann kann ich es auch spielen.
Wenn ich Geld investieren muss, damit ich zb schneller levele, ist das jedem selber überlassen (oder auch neue Karten usw gegen Geld).

Was nicht sein darf: Bezahle ich von Anfang an, muss alles weitere umsonst sein, da die Verwirrung dann zu groß wird!

Ansonsten ihr angeblich mündigen Bürger: Hirn einschalten und lesen (vorallem die Bewertungen - haben mir bis jetzt immer geholfen).
 
Morrich schrieb:
Allerdings ist es auch ein echtes Armutszeugnis für die Verbraucher, dass solche Maßnahmen wirklich nötig sind.

So kannst du aber bei allem Argumentieren. Unsere Welt ist mittlerweile fast undendlich komplex. Als einzige Person kannst du nicht mal im Entferntesten alles durchblicken. Für IT-Nerds mag das etwas komisch wirken, dass das nötig ist. Für andere Menschen wäre eine Lebensmittelampel das selbe - immerhin stehen die Zutaten ja alle auf der Verpackung. Für vile IT-Nerds wäre es dagegen hilfreich.

Ist immer eine Frage des Gleichgewichts...
 
Also bei Windows Phone geht so etwas nicht, weil ich immer mit einem von mir festgelegten Passwort zustimmen muss, dass von meiner Kreditkarte Geld abgehoben werden darf, egal ob InAppKauf oder Marketplace App Kauf. Dies ist eine "Brieftasche" getaufte Standardfunktion, welche jeder haben sollte. Kinder oder Fremde werden somit niemals versehentlich was kaufen können, auch wenn ich keine Spiele auf einem Handy habe, da ich mir bei all den niveaulosen Spielen mit dem nicht vorhandenen Schwierigkeitsgrad zurückgeblieben vorkomme.
 
Cool Master schrieb:
Wow ich bin einfach nur Sprachlos was die EU hier wieder machen will....

[...]

Mein Fazit daher:

Liebe EU, schaut euch in der IT um wichtigere Sachen um. Mein anliegen Nr. 1 sind immer noch die HDD Hersteller. Die hohen Preise vor einem Jahr konnte man selbst nach der Flut nicht verstehen (Versicherungen...) und heute erst recht nicht.

Finde die Argumentation total daneben. Hier geht es um den Markt und nicht nur um Apple. Und "App" ist eine Abkürzung für "Application", von daher betrifft es wohl nicht nur den Mobilmarkt, sondern wohl auch anderweitig vertriebene Software (TF2 Hüte zum Beispiel).
Es ist auch nicht Aufgabe von Apple, Rechte in Gesetzen europaweit abzusichern. Apple ist wie gesagt nicht der einzige Anbieter, und selbst wenn, was ist, wenn Apple sich umentscheidet? Sollen die Gesetze dann nur wieder angesetzt werden, wenn Apple das aus ihren "AGBs" rausnimmt (AGB in Anführungszeichen aufgrund von, naja, es sind AGBs). Wo soll man denn da klagen? Vor dem Applegericht, wo ein iPhone mit einem Hammer auf den Tisch haut, während die Jury Hüte trägt, die angebissene Äpfel darstellen?
 
Cr4y schrieb:
So kannst du aber bei allem Argumentieren. Unsere Welt ist mittlerweile fast undendlich komplex. Als einzige Person kannst du nicht mal im Entferntesten alles durchblicken. Für IT-Nerds mag das etwas komisch wirken, dass das nötig ist. Für andere Menschen wäre eine Lebensmittelampel das selbe - immerhin stehen die Zutaten ja alle auf der Verpackung. Für vile IT-Nerds wäre es dagegen hilfreich.

Ist immer eine Frage des Gleichgewichts...

Sorry, aber da muss ich einfach widersprechen. Selbst wenn die Zutaten auf einem Produkt stehen, weiß der normale Kunde oftmals nicht, was sich hinter den Bezeichnungen wirklich verbirgt. Eine einfachere Kennzeichnung in Form einer solchen Ampel oder was auch immer, ist daher durchaus sinnvoll.

Bei In-App-Käufen liegt die Situation aber anders. Denn da muss einfach jeder selbst entscheiden, ob er kaufen will, oder nicht. Selbst, wenn man da eine riesigfe Einblendung mit "KOSTENPFLICHTIG" machen würde, wäre es noch immer dem Spieler überlassen, ob er auf "Kaufen" klickt, oder nicht.

Also selbst, wenn all die Maßnahmen, die da formuliert wurden, durchgebracht werden, ändert sich rein gar nichts. Letztendlich ist es noch immer der Kunde, der sich dazu entscheidet, ob er kauft, oder ob er nicht kauft.

Und seine wir mal ehrlich, wenn Eltern sich so lange von ihren Kindern betteln lassen, bis sie einen solchen Kauf für die Kinder tätigen, dann können sämtliche Hinweise oder was auch immer nichts dagegen ausrichten.

Fazit: Wenn man sein Geld nicht sinnlos verpulvern will, dann darf man keine In-App-Käufe tätigen. So einfach ist das.
 
Richtig so, das nervt. nach aussen hin gratis oder für 89c, aber dann trotzdem pay to win. Sowas kanns nicht sein.
Ich hasse in app käufe oder auch dlc und habe bislang erst 2 mal davon gebrauch gemacht. Normal wird die entsprechende App/das Game direkt gelöscht wenn ich merke es geht nicht mehr ohne weitere käufe.
Sollen die direkt den Preis dran schreiben und gut ist, entweder kaufe ich dann oder auch nicht.
 
Rollkragen schrieb:
Lediglich eine 15minütige Geld zurück Garantie bei Googleplay die lächerlich kurz ist.
Als Verkäufer finde ich 15 Minuten schon fast zu viel, ausserdem vermute ich das diese Zeit (die früher viel länger war), dem Kunden es nur erlauben soll zu schauen ob die App auf seinem Smartphone läuft.
Leider reicht es aber den meisten schon ein kleines Spiel, besonders wenn die Zeit nochlänger ist, so zu konsumieren.
Mir würde es auch reichen einmal in eine Tafel Schokolade zu beißen, wenn ich sie nicht bezahlen müsste. Ich nehme dann eben hier und da noch einen Happen und bin satt.
Ich finde das lässt sich ganz gut auf die Masse der Apps übertragen.

Ich bin auch kein Fan von dem In App Trend (es sei denn damit wird einmalig die komplette App freigeschaltet), aber es gibt zu viele Spieler die es scheinbar wollen. Das hat natürlich Auswirkungen auf viele andere Apps. Selbst Vollpreis Konsolentitel schrecken davor nicht zurück...
 
Xood schrieb:
Als Verkäufer finde ich 15 Minuten schon fast zu viel....

Nun, ich finde diese 15 Minuten als zu wenig. Ich habe da auch ein Beispiel, was mich persönlich betroffen hatte.

Ich hatte mir eine Universal-Fernbedienungs-App heruntergeladen, die für -angeblich- sämtliche auf den Markt befindlichen Geräte kompatibel wäre. Die Einrichtung und das Durchtesten der einzelnen Codes für meinen Reciver dauerte sehr viel mehr als 15 Minuten, denn allein die Grundeinstellungen waren so undurchsichtig, dass da wohl nur der Entwickler selbst durchblickte; der ungeübte Nutzer jedoch keinesfalls.
Es kam zwar der Hinweis, dass man bei Problemen jederzeit eine Mail schicken könne und man würde zeitnah antworten, jedoch kam die Antwort (ohne zufriedenstellender Hilfestellung) mehr als 36 Stunden später.

Es gibt also verschiedene Szenarien und da muss man differenzieren. Dem Käufer muss ausreichend Gelegenheit gegeben werden, eine App zu testen, ohne dass der Eine oder Andere über-/untervorteilt wird und da wird es schwierig.

Was die In-App-Käufe betrifft, so wäre eine Passworteingabe mMn schonmal ein Anfang. Wenn die Erziehungsberechtigten den Heranwachsenden dann das Passwort für Käufe verwehren, dann wäre schon viel geholfen.
Was die Erwachsenen selbst betrifft, so ist -für mich persönlich- Jeder selbst verantwortlich.

Sogannte "Ingame-Käufe" gibt es schon seit etlichen Jahren in den Browsergames und die "In-App-Käufe" sind ja quasi nichts Anderes. Will sagen: Das gibt es nicht erst seit Gestern. Es heisst jetzt nur anders, da viel weiter (mobile OS) verbreitet.

Eine Gesetzgebung diesbezüglich wird es vorerst nicht geben. Wenn, dann erfolgt erstmal eine Richtlinie, aber ob, bis wann und überhaupt.....

Ich persönlich würde begrüssen, dass sich diesbezüglich etwas ändert. Wir werden es erfahren.
 
die leute sollten "einfach" gescheit aufgeklaert und mal ein bisschen sensibilisiert werden. Damit klar wird das es nicht unbedingt viel mit fairness und spielspass zutun hat wenn es hier mal nen paar cent fuer das schlumpendorf, dort mal nen paar cent fuer den clan und auf der anderen seite wieder nen paar cent fuer den dungeon, nur damit gebaeude x schneller auf dem bildschirm erscheint.
 
kurz und knapp: spiele koennen suechtig machen. und genau dass nutzt das in-app bezahlen aus. ich finde es voellig berechtigt, wenn sich die EU damit beschaeftigt.
 
Zurück
Oben