News Fabrik-Neubau in Texas: Samsungs 17-Mrd.-USD-Investition ist beschlossen

chartmix schrieb:
Plant Samsung auch eine eigene Stromversorgung?
Da haben sie in Texas ja nicht so gute Erfahrungen mit gemacht.

Ich gebe jetzt einfach mal zu , dass ich nicht weiss wieviel Leistung eine Fab braucht und ob es in diesem Fall überhaupt Sinn ergibt, ich weiss allerdings aus der Industrie, dass es durchaus nicht unüblich ist, bei Energieintensiven Fertigungen zum Teil seine eigenen Kleinen bis Grösseren Kraftwerke aufzustellen.
Das geht bei kleinen Gaskraftwerken schon los.
 
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foofoobar schrieb:
hmm, ich verstehe hier den Zusammenhang zum freien Markt vielleicht nicht - Klär mich auf :-)
ERCOT ist der Betreiber der Netze in Texas aber wenn ich das lese sehe ich dieses Unternehmen als öffentliches Unternehmen wie zum Beispiel die Wasserwerke hier in unserer Verbandsgemeinde. Wo ist jetzt der freie Markt? dieses Unternehmen ist nicht Teil des freien Marktes.
https://quickelectricity.com/what-is-ercot/

Weiter: Das öffentliche Unternehmen ERCOT definiert die Strompreise, hat diese über Jahre niedrig gehalten und wundert sich nun dass viele Miner und Energie-hungrige Unternehmen nach Texas kommen und warnt nun vor Blackouts wegen zu wenig Investitionen... Ja, das ist halt schwach (von ERCOT und) der texanischen Regierung dahinter um es sehr plakativ zu schreiben.
 
Texas, von der Fläche so groß wie Deutschland, boomt seit vielen Jahren schon heftig. Texanern ist ihre Wirtschaft heilig. It’s the economy, stupid.

Wenn der Wettbewerb der Standorte über Steuererleichterungen geht, muss man das so hinnehmen. Die Region profitiert von einkommensstarken High Tech Arbeitsplätzen, die ihr Geld weiter in der Wirtschaft vor Ort anbringen werden. Häusliche Ausstatter, Restaurants, Handwerker usw. werden davon einen Aufschwung bekommen. Die nächsten 10 Jahre sind gesichert. Glückwunsch Taylor!
 
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Ist die Herstellung von Chips nicht super intensiv was Wasserverbrauch angeht?
Macht es dann wirklich Sinn in die Wüste zu gehen?

Ich meine ein Kraftwerk kann man ja bauen, Öl ist ja reichlich vorhanden, das ist jetzt nicht das Problem, aber Wasser in der Wüste schon eher, zumindest glaube ich da mal was gehört zu haben
 
Vulture schrieb:
Die für uns "marode" Infrastruktur in Texas ist im nationalen Vergleich mit anderen Bundestaaten noch eine der besseren. Das sagt jetzt weniger was über die Qualität der Infrastruktur in Texas aus sondern eher etwas über die der Gesamt-USA. Viele haben echt keine Vorstellung davon wie kaputt dieses Land in vielen Regionen ist.

Absolut korrekt... Ich habe längere Zeit im äußersten Westen Texas gelebt. Namentlich in El Paso, idylisch gelegen an der mexikanischen Grenze. Jede Woche gab es Stromausfälle, sehr oft im Hochsommer, wenn alle gegen Mittag die Klimageräte auf höchste Stufe gestellt haben. Die laufen da eh fast immer.

Schnelles Internet hatte man dort bereits Anfang der 2000er. War fast alles oberirdisch verlegt. Gab es einen Sandsturm, was öfters passiert, waren Internet und Strom weg 😝

Ich hab mal irgendwo gehört, und sei es in einem Film gewesen, das die Staaten ein kapitalistisches Land im Endstadium sei. Ebenfalls absolut korrekt. Da liegt soviel im Argen da sieht es bei uns aus wie im Schlaraffenland...

Gruß
Holzinternet
 
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ShutdownButton schrieb:
ERCOT ist der Betreiber der Netze in Texas aber wenn ich das lese sehe ich dieses Unternehmen als öffentliches Unternehmen wie zum Beispiel die
https://quickelectricity.com/what-is-ercot/

Ercot ist kein Netzbetreiber, sondern eine übergeordnetes Kontrollinstanz und es ist auch kein öffentliches Unternehmen, sondern ein Verband bestehend aus einzelnen Unternehmen.


"Currently, ERCOT is composed of over 160 members from the entire electricity supply chain. These members include power generators, investor-owned utilities, municipal utilities, electricity retailers, and of course energy consumers."

Netzbetreiber sind im übrigen selbst in DE keine öffentlichen Unternehmen, sondern 4 Private Firmen.

Hauptproblem in Texas ist, dass die Ercot keine Regelungen zu Primär und Sekundärregelungslasten hat und Texas aus Kostengründen nicht mit den beiden anderen US Stromnetzen verbunden ist.
 
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Recharging schrieb:
@Crowbar
Und weil dein Kommentar so selten dusslich ist, dass ich mich fast darüber ärgern muss zu einem deiner Beispiele: https://www.sueddeutsche.de/panorama/genua-italien-brueckeneinsturz-ponte-morandi-1.5155649

Offensichtlich hältst du nicht nur mich sondern auch die komplette Leserschaft für "dusselig", enthalten deine Argumentationsversuche doch ausschließlich einseitige Fallbeispiele zur Bekräftigung deiner These. Die glorreichen Eskapaden der Bauträger in öffentlicher Hand sowie das Versagen behördlicher Aufsichtsorgane werden von dir hoffentlich lediglich aus naiver Unwissenheit und nicht mit taktischer Absicht unterschlagen.

Vergessen hast du beispielsweise folgendes:

Einsturz der Brücke Albiano Magra, Italien, am 8. April 2020: "Die Statik wurde zuvor von der seit 2019 für den Unterhalt zuständigen ANAS trotz Hinweisen lokaler Behörden auf Schäden als unbedenklich bezeichnet. Aufgrund von weitreichenden Ausgangssperren im Rahmen der COVID-19-Pandemie in Italien befanden sich zum Unglückszeitraum nur zwei Kleintransporter auf der sonst vielbefahrenen Brücke, dabei wurde nur einer der beiden Fahrer verletzt. Nach dem Unglück trat an der Brücke Gas aus, da beim Einsturz die Versorgungsleitung für den Ortsteil Caprigliola zerstört wurde."

ANAS: Die Infrastrukturgesellschaft befindet sich im Besitz des italienischen Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen. Als Aufsichtsbehörde fungiert das Ministerium für Infrastruktur und Verkehr.

Zur Horizonterweiterung, bittesehr.
 
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LamaMitHut schrieb:
... Ohne Europa geht jedenfalls nichts in der Industrie, sowas sieht man aber erst auf dem zweiten Blick
Wortwörtlich :) Ohne die UV Lithographie aus den Niederlanden von ASML würde im modernen Herstellungsverfahren fast alles still stehen. TSMC, Samsung und Intel würden nicht adäquat produzieren können ohne die Anlagen von ASML.

Die Technik dafür kommt aus Deutschland ;)
https://www.zeiss.de/semiconductor-manufacturing-technology/news-events/dzp-euv.html
 
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Popey900 schrieb:
Acha, und welches kleine Unternehmen, welches High-End Chips produzieren kann würdest du bevorzugen ?
Was hat das damit zu tun?
es geht darum das große Unternehmen generell viel zu viele Vorzüge genießen
so gibt es immer mehr Monopole
so funktioniert der Kapitalismus nicht
 
Ich hoffe nur, das neue Werk bekommt gleich ein eigenes Kraftwerk (am besten gleich ein ganzer Wind- und Solarpark) mit gebaut. Die Stromversorgung in Texas ist bekanntlich nicht die aller stabilste.
 
Crowbar schrieb:
Offensichtlich hältst du nicht nur mich sondern auch die komplette Leserschaft für "dusselig", enthalten deine Argumentationsversuche doch ausschließlich einseitige Fallbeispiele zur Bekräftigung deiner These. Die glorreichen Eskapaden der Bauträger in öffentlicher Hand sowie das Versagen behördlicher Aufsichtsorgane werden von dir hoffentlich lediglich aus naiver Unwissenheit und nicht mit taktischer Absicht unterschlagen.
Punkt 1: BITTE höre auf, hier ständig von dir auf eine imaginäre Anhängerschaft zu schließen. Das hast du schon im 1. Beitrag gemacht. Andere Leute sind sehr wohl in der Lage, sich selbst Gehör zu verschaffen. Du musst hier nicht im Glauben, andere zu verteidigen, schreiben. Die können das schon ganz gut ohne dich. Und die Regeln des Forums werden von Mods kontrolliert. Solltest du hier einen Verstoß sehen, hast du die Möglichkeit es zu melden.

Punkt 2, zum Inhaltlichen:
Ich habe einige Beispiele gebracht UND sogar explizit im letzten Absatz darauf hingewiesen, dass Privatisierung nicht immer schlecht sein muss. Es gibt aber SEHR, SEHR, SEHR viele Beispiele, in denen das nicht funktioniert und darüber weiß die Allgemeinheit leider sehr selten etwas, weil es eben nicht in unseren Breiten auftritt, sondern gerne in Drittländer exportiert wird (Müll, Überproduktion, etc.). Diese hatten auch nicht den Anspruch der Vollständigkeit sondern sind, daher in Aufzählung, BEISPIELE.

Aber du musst ja mit der Brechstange den Blockwart spielen, zuerst mal klar stellen, warum ich hier Fragen, die nicht an mich explizit gerichtet wurden, beantworte und dann mit
Die den hochwertigsten Bauzustand aufweisenden Straßenabschnitte in Frankreich und Italien werden von privaten Investoren finanziert.
eine wohl beabsichtige Schublade aufmachen, die sagt: privat = bessere Qualität.

Ich bin sogar sehr dafür, dass Kostenwahrheit im MIV herrscht, dann würden sich nämlich solche Eskapaden und die Benachteiligung öffentlicher Verkehrsmittel bald aufhören, die mehrheitlich der Allgemeinheit aufgebürdet werden. Die hochrangige Straßeninfrastruktur kann uU dazu als positives Beispiel zählen.

Diese Sache hast du angefangen und wirfst mir nun vor, Dinge wegzulassen? 🤪

Aber komme mir jetzt nicht damit, dass du einerseits verallgemeinert behauptest, private Straßenabschnitte seien vorteilhafter in IT und FR und ich dir ein konkretes Beispiel nenne, in denen, wie eben auch in UK und anderen Ländern, die aufwendige Wartung & Instandhaltung VOR ALLEM aber NICHT AUSSCHLIESSLICH von privater Seite zugunsten der Rentabilität für Jahrzehnte hintenangestellt wird, sogar soweit, dass es zu solchen fahrlässigen Situationen kommt, und belehre mich, dass es von öffentlicher Seite (Kontrollinstanz etc. wie auch beim BER) nicht auch massive Probleme gibt.

Das habe ich nie ausgeschlossen und das war auch NICHT das Thema an sich. Das Thema war, warum Privatisierung oft bei Infrastruktur nicht oder nicht besser funktioniert und da gibt es historisch diese Beispiele, die ich gebracht habe. Das ist keine persönliche These, das sind belegte Fakten, bitte sich entsprechend in der Fachliteratur dazu zu informieren, an den Beispielen, die ich genannt habe. Ich verstehe nicht, warum du mir das hier zuschreibst bzw. glaubst, ich wäre hier irgendwie an Überzeugungsarbeit interessiert? Bitte berücksichtige das.

Und bitte betreibe kein Whataboutism oder Täter-Opfer-Umkehr aber bleib' beim Thema!

Zur Brücke (mein Beispiel):
Der Ponte Morandi in Genua wäre nicht eingestürzt, wenn die Firmen und Ämter, die über die Jahrzehnte hinweg für den Unterhalt der Brücke zuständig waren, sie gepflegt hätten.
https://www.sueddeutsche.de/panorama/genua-italien-brueckeneinsturz-ponte-morandi-1.5155649

Wie das Gericht die Sache sehen wird, dürfen wir weiter verfolgen. Du darfst mich gerne kontaktieren, wenn es soweit ist. UND es kamen 43 Menschen dabei ums Leben.

Ich denke, wir werfen uns hier völlig unnötigerweise Dinge an den Kopf. 😉
 
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Beteigeuze. schrieb:
so gibt es immer mehr Monopole
Da muss ich dir zustimmen. Ändert nichts an der Sache dass die Chips gebraucht werden, und nur 2 Unternehmen auf der Welt sowas können.
Nicht unterstützen behebt den Engpass nicht.
 
Popey900 schrieb:
Da muss ich dir zustimmen. Ändert nichts an der Sache dass die Chips gebraucht werden, und nur 2 Unternehmen auf der Welt sowas können.
Nicht unterstützen behebt den Engpass nicht.
Samsung baut ihre Fabrik so oder so
aber ohne die steuerlichen Vorteile wahrscheinlich nicht bei diesem kleinen Kaff in Texas
 
Beteigeuze. schrieb:
es geht darum das große Unternehmen generell viel zu viele Vorzüge genießen
so gibt es immer mehr Monopole
so funktioniert der Kapitalismus nicht
nein, ich gehe nicht davon aus dass ein Landkreis, Stadt oder Land sich überlegt "Ahh, da kommt das große Unternehmen XY den müssen wir, weil er schön groß ist, so stark subventionieren wie es nur geht". Ich gehe eher davon aus dass ein größeres Unternehmen einfach Strukturen leisten kann die nach allen möglichen Förderungen sucht und diese best-möglich ausfüllt.

Zum Thema:
So eine Chip-Fab ist unglaublich komplex und die Größen die die fertigen können, bedürfen noch unglaublich mehr an Kompetenz und Erfahrung so dass das ein "kleines" Unternehmen so, meiner Meinung nach, nicht stemmen kann. Oder erst nach jahrlanger Erfahrung nach und nach aufbaut siehe ARM
 
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Crowbar schrieb:
Zwar verstehe ich nicht ganz, warum du eine nicht an dich gerichtete Nachfrage beantwortest, aber eine kleine Bemerkung zu deinen merkwürdigen Beispielen sei mir gestattet: Die den hochwertigsten Bauzustand aufweisenden Straßenabschnitte in Frankreich und Italien werden von privaten Investoren finanziert.
Ich habe bisher andere Erfahrung gemacht. Aber sicher es gibt auch sehr gute Beispiele, in der die Privatisierung echte Fortschritte gebracht hat. Kritisch sehe ich, dass zum Beispiel in der Wasserversorgung (siehe Paris). Der Markt kann was regeln nur braucht es klare Regeln
 
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ShutdownButton schrieb:
nein, ich gehe nicht davon aus dass ein Landkreis, Stadt oder Land sich überlegt "Ahh, da kommt das große Unternehmen XY den müssen wir, weil er schön groß ist, so stark subventionieren wie es nur geht". Ich gehe eher davon aus dass ein größeres Unternehmen einfach Strukturen leisten kann die nach allen möglichen Förderungen sucht und diese best-möglich ausfüllt.
sry aber das ist halt einfach nicht richtig und es ist auch kein Geheimnis dass es so ist
größere Unternehmen können gerade für ein Dorf / kleinere Stadt einen riesen Unterschied machen
selbst wenn sie erstmal deutlich weniger Geld einbringen als sie normalerweise tun würden
es wird auf Teufel komm raus um diese Unternehmen gebuhlt
 
:-) schon richtig was du schreibst aber falsch ist das was ich schrieb dagegen auch nicht - große Unternehmen scannen regelrecht nach Angeboten der Gemeinden, Städten und Ländern nach wer was bietet, wie viel und welche Förderungen es gibt. Damit werden dann grundsätzlich Regionen gefunden und die batteln sich dann. Zwischen den Gemeinden bricht auf jeden Fall immer ein gegenseitiges Unterbieten von Gewerbesteuer oder Überbieten durch Förderung aus. Aber ist das ein Fehler der Unternehmen?

Und ja, auch richtig: Lohnen tut sich eine Ansiedlung eines großen Unternehmens oftmals nicht direkt durch das Unternehmen sondern eher durch entstehenden Arbeitsplätze, die Anrainer die sich mit ansiedeln und vielleicht durch die Aufwertung des Gebietes dadurch (alles idealisiert). Das ist halt mit die (komplexe) Entscheidung welche die Gemeinde, Stadt oder Land treffen muss.
 
2000 Personen werden da wohl gut (insgesamt) 100 Millionen jedes Jahr zum ausgeben haben. Kenne die Deals nicht aber dieses Geld wir real in die Region + Umland fließen. Da darf man sich schon freuen.
 
Recharging schrieb:
Ich denke, wir werfen uns hier völlig unnötigerweise Dinge an den Kopf. 😉

Ich werfe überhaupt nicht. Mit gar nichts. Du hingegen demonstrierst mit deinen immer länger ausfallenden und geltungssüchtigen Beiträgen, mit denen du deine irrationale Grundannahme zu belegen versuchst, einen arroganten und beratungsressistenten Charakter. Deine Umgebung im realen Leben hat vermutlich viel "Spaß" im alltäglichen Umgang mit dir.
 
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