News Fairphone 3: Modulare Nachhaltigkeit in dritter Generation

WhyNotZoidberg?

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WhyNotZoidberg?

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Dass Kunden drüber nachdenken, ob es das wirklich wert ist einen schnelleren Transport (mit umweltschädlicheren Transportmitteln) zu nutzen.
der lieferweg bleibt derselbe. keine ahnung wie die zustellen, aber sofern es weiterhin mit post/dhl/dpd/etc kommt, ist auch der schadstoffausstoß bei "langsam vs schnelle" zustellung dieselbe. mir ist unser postler noch nie am fahrrad begegnet.
 

dr. lele

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WhyNotZoidberg?

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Solange es keine Sockel für SoCs gibt wird das nie Sinn machen.
tadaaa, das ist der springende punkt. kommt vll mal, wenn mehr firmen auf den zug aufspringen sollten.

Es geht auch eher um den Lieferweg von der Fertigung zum Versand
die führen sicher nicht jedes phone einzeln spazieren ;)

edit: siehe unterhalb
Selbst bei einem Sockel macht das doch keinen Unterschied, s. Intel...
gegenbeispiel amd ;)
 

Mihawk90

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Selbst bei einem Sockel macht das doch keinen Unterschied, s. Intel...

Klar wäre es wünschenswert, aber das sehe ich nicht in naher Zukunft
 

WhyNotZoidberg?

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Bigfoot29

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Wie immer liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen...

Shiftphone:
50 Euro sind ein gefühlt stolzer Aufpreis. Wenn ich bei Alibaba für 20 Euro Kram bestelle, kommt der "frei Haus". Warum also Aufpreis? Weil nicht jede Firma Zugriff auf die Staatsverträge hat, nach denen Post international quasi gratis ausgeliefert werden muss. Dazu gibt es mit jedem (zumindest mit vielen) Land entsprechende Abkommen mit wenigstens einem Provider. (Keine Ahnung, wie die Paketfirmen das refinanzieren.)
Ich glaube nicht, dass Shiftphone Zugriff darauf hat. Also gehen sie den günstigen Weg. Im Frachtcontainer ist es billig, dauert aber. Doch wenigstens ist das schon ins Gerät eingepreist. Bei Schnell-Versand muss hier in Deutschland jemand aktiv werden und in China wird das Zeug dann per Luft-Fracht verschickt. Das wird zwar keine 50 Euro kosten, aber so effizient wie die Schiffslieferung ist es nicht. Sieht man noch, dass es auch Kapa bindet, von der kleine Firmen immer zu wenig haben, ist es auch ein wenig "Strafgebühr".
Aber... so what? Beides wird angeboten. Wer sich drüber aufregt, muss es schlicht nicht nutzen. Ende.

Fairphone:
Ich wiederhole gern nochmal meine Aussage: Der im FP2 verbaute SoC hätte gemäß Google nichtmal mehr Android 7 bekommen dürfen. Große Firmen wie Sony haben für das Z3C-Tablet - gleicher SoC - nach der Beta (voll funktionsfähig) den Livegang abgebrochen. Die Tablets verblieben - gut ein Jahr nach Kauf - auf Android 6. So gesehen war/ist das durchaus eine Leistung. Und ebenfalls nochmal: Nur, weil ein Gerät kein Android 10 hat, heißt es nicht, dass es veraltet ist. Auch Android 7 funktioniert heute noch sehr gut. Viel wichtiger ist, wie der Stand der Sicherheitspatches ist. Wenn regelmäßig Updates kommen, ist man mit Android 7 heute noch sehr aktuell unterwegs. Alle wichtigen Apps kommen eh über Stores und werden vom OS unabhängig aktualisiert. Wo ist also euer Problem?
Auch braucht eine kleine Firma länger, um ein neues Android zu portieren und intensiv zu testen. Das geht nicht mal eben in ein paar Tagen/Wochen. In dieser Zeit vom Band gelaufene Geräte haben also mitunter noch ein altes Image. Und dann? 10 wird kommen. Aber die Welt wird nicht untergehen, wenn es nicht "schon gestern" da ist.

Regards, Bigfoot29

Nachtrag:
Austauschbarkeit:
Das FP2 hat es prinzipiell schon gezeigt. FP denkt durchaus darüber nach, aktualisierte Komponenten zu verkaufen. Ob wir schon beim FP3 sehen werden, dass wir mit dem Gehäuse vom FP3 auch die FP4-Hardware nutzen können werden (Austausch der Hauptplatine), wage ich noch zu bezweifeln. Aber so, wie es aufgebaut ist, ist es zumindest nicht ausgeschlossen. Warten wir es also ab, was da noch kommt. Positive Überraschungen sollte man zwar nicht erwarten (dann wird man ggf. nur enttäuscht), aber freuen darf man sich ja im Falle ihres Eintretens trotzdem. ;)
 

dr. lele

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@WhyNotZoidberg? Klar wünschen wir uns alle gesockelte Smartphones. Aber ohne Gesetz o.ä. kann man das knicken. Die Hersteller wollen zusammengeklebte Glasscheiben verkaufen. Warum? Weil die eben genau 2 Jahre halten.

Die haben ja auch aus BWL-Sicht überhaupt kein Interesse dadran Teile des Smartphones upgradebar oder reparierbar zu machen. Jedes reparierte Smartphone bedeutet ein nicht verkauftes Smartphones für die Bilanz.

Das kann man aber Fairphone nicht vorwerfen. Sowas zu entwickeln übersteigt deren Budget um eine Größenordnung.
 

WhyNotZoidberg?

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Das kann man aber Fairphone nicht vorwerfen.
hab ich ihnen nicht vorgeworfen, ich sprach lediglich davon, dass es gut wäre, wenn es möglich wäre, die hardware "aufzurüsten".

Jedes reparierte Smartphone bedeutet ein nicht verkauftes Smartphones für die Bilanz.
jedes extra verkaufte modul würde aber ebenfalls was abwerfen, gut möglicherweise für eine andere firma, aber irgendwer würde daran verdienen.

Bei Schnell-Versand muss hier in Deutschland jemand aktiv werden und in China wird das Zeug dann per Luft-Fracht verschickt. Das wird zwar keine 50 Euro kosten, aber so effizient wie die Schiffslieferung ist es nicht.
wenns in containern kommt, muss auch wer aktiv werden, die verkaufens ja nicht aus dem container raus.
und eigene flieger werden sie ja nicht chartern, nur um smartphones zu versenden, ich denke mal, die werden wie jede andere luftpost in einen flieger geladen, der auch ohne fairphone fliegen würde.
 

Blutschlumpf

Fleet Admiral
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Und genau da ist das Problem. Wenn denen alleine dran gelegen wäre die Welt durch ein nachhaltigeres Produkt zu verbessern, hatte die imho ein Produkt gebaut welches für die breite Masse der Kunden attraktiv wäre.

Mal im Ernst: Wer bitte macht sich wegen 200€ für ein Smartphone ins Hemd?
Vielleicht solltest du mal ein paar cm weiter überlegen.
Hier geht es ja nicht drum ob 200 Euro die Welt retten oder nicht.
200 Euro mehr fürs Handy, 500 Euro mehr für den "Fairnseher" ;), dann das Bio-Rindfleisch für 50 statt 20 Euro pro kg und und und. Am Ende des Jahres hat das Leben dann 10.000 mehr gekostet.
Und dafür machen sich die meisten ins Hemd.
Weil ein konsequentes fair-kaufen und ein konsequentes vermeiden von Dingen, die der Umwelt schaden bei nem Durchschnitsgehalt in Punkto Lebensgestaltung vermutlich nen Sprung um 100 Jahre nach hinten bedeutet.
 

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Commodore
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hatte die imho ein Produkt gebaut welches für die breite Masse der Kunden attraktiv wäre.
Teurer geht nicht, Weil 450€ schon die Schmerzgrenze sind.
Günstiger geht nicht, Weil dann das Smartphone nicht mehr "einfach" funktioniert und nicht zu negativ auffällt.
-> imho alles richtig gemacht
Ergänzung ()

Weil ein konsequentes fair-kaufen und ein konsequentes vermeiden von Dingen, die der Umwelt schaden bei nem Durchschnitsgehalt in Punkto Lebensgestaltung vermutlich nen Sprung um 100 Jahre nach hinten bedeutet.
Dagegen spricht die Masse an Leute mit dem aktuellen und halbaktuellen Flagschiffen.
Die könnten locker 450€ für ein Fairphone, oder bei höheren Anforderungen 555€ und Mehr bei Shiftphones Lassen.
Und das ohne große Einbußen.

Aber nein: das Smartphone muss unbedingt Von Apple sein, Oder muss unbedingt drei Kameras hinten haben, Oder prinzipiell ein Flagschiff sein (k.a. wir Manche immer bei diesem Smartphones landen).
 
Zuletzt bearbeitet:

Blutschlumpf

Fleet Admiral
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Dein Post ergibt imho keinen Sinn.
Warum sollte ein Gerät negativ auffallen weil es günstiger als 450 Euro wird?

Ich hab ein Mi A2 Lite, das kostet 160 Euro und hat ähnliche Spzifikationen.
Wo entsteht der Preisfaktor 3? Weil da statt für 3 Euro nun für 10 Euro Rohstoffe drin sind, weil die Herstellung 50 Cent an Mehrkosten verursacht oder weil da 10 Steckverbinder drin sind, die anderswo gelötet wurden?
Wenn ich für 50 Euro mehr nen wechselbaren Akku und 4 Jahre Updates bekommen würde, ließe sich das ja noch logisch verargumentieren, aber nicht wenn ich für den Preis einfach 2-3 neue Geräte bekomme (bzw. 4-5 Stück wenn ich die alten jeweils nach nem Jahr wieder verkaufe).


Und es geht doch überhaupt nicht darum ob sich jemand ein Fairphone leisten kann oder nicht.
Warum sollte jemand statt 450 Euro für gehobene Mittelklasse nun 450 Euro für ein Fairphone mit den Leistungsdaten eines 150 Euro Phones ausgeben?

Und nein, "weil es für die Leute ausreicht" ist hier kein Argument.
Wenn man nach realem Bedarf ginge, würde es am Markt gar keine Geräte über 250 Euro geben.
 

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Commodore
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Warum sollte ein Gerät negativ auffallen weil es günstiger als 450 Euro wird?
Weil die Specs dann zu schlecht sind, z.b. der Prozessor schon beim nächsten Update schwächelt, oder das Display aussieht Wie Von einem galaxy s1 mini.



Und nein, "weil es für die Leute ausreicht" ist hier kein Argument.
Warum nicht?

Wenn man nach realem Bedarf ginge, würde es am Markt gar keine Geräte über 250 Euro geben
Wo ist das Problem?
Mit einer nachhaltigen Produktion wären außerdem die Preise ganz schnell weiter oben.

Du willst Nachhaltigkeit u. Hohe Modularität durch Dumpingpreise - geht eben nicht.
"ERNEUERBARE Energien, aber bitte kein Windrad in 50km Reichweite"

Edit: wobei die Smartphones ja doch auch einige Besonderheiten abseits "fair" haben:
  • reparierbarkeit
  • modularität
  • pfand
  • updates werden extra angepasst für längeren Support
Bei Shiftphones zusätzlich:
Hardwareupgrade (AFAIK kostenlos) nach Supportende der Software oder wenn keine Ersatzteile Mehr da sind
 
Zuletzt bearbeitet:

Blutschlumpf

Fleet Admiral
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Weil die Specs dann zu schlecht sind, z.b. der Prozessor schon beim nächsten Update schwächelt,..
Ok, dann war dein Post einfach nur unverständlich formuliert.

Weil du dann nicht mehr den Vergleich zum 450 Euro phone ziehen kannst.
Wenn du mit der Argumentation reingehst, dann musst du das 160 Euro A2 Lite oder ähnliche gegenüber stellen weil das vergleichbar schnell ist.

Mit einer nachhaltigen Produktion wären außerdem die Preise ganz schnell weiter oben.
Nur wenn du nicht nachhaltige Produkte vom Markt ausschließt.
Solange der Kunde die Wahl hat, stehen 160 Euro normal gegen 450 Euro Fair bei gleicher Leistung oder normal gegen halb so schnell fair bei gleichem Preis.

Du willst Nachhaltigkeit u. Hohe Modularität durch Dumpingpreise - geht eben nicht.
Genau das bezweifle ich!
Ich schiele da auch eher auf nen Mittelweg. Dinge, die sich günstig umsetzen lassen und was bringen, nimmt man mit ins Programm, die letzen paar %, die das ganze stark verteuern, lässt man weg (Paretoprinzip).

Ausgehend von nem 150 Euro Massenhandy wären das imho primär die 3 Punkte, die zusammen vermutlich den weitaus größten Teil der Neukäufe ausmachen:

1. Austauschbarer Akku: Kostet ein paar Euro in der Entwicklung, dürfte in der Produktion lediglich Centbeträge ausmachen. Könnte aber die Lebensdauer des Gerätes im Schnitt über alle abgesetzten Geräte sicherlich um nen zweisstelligen Prozentwert erhöhen.

2. (leicht) Austauschbares Display: Auch hier: 3 Schräubchen mehr, dafür was Kleber weniger, Kostentechnisch vermutlich irrelevant.
Ich weiß nicht obs technisch möglich ist das Glas unabhängiger vom Panel zu machen.
In der Regel geht ja nur das Glas kaputt und nicht das Panel. Wenn man das Glas ohne großen Aufwand alleine tauschen könnte, könnte man direkt 1 oder 2 Ersatzgäser für ein paar Euro dazulegen.

3. Software-Support: Möglichst Stock-Android bzw. Android One nehmen. Wenn man 10 Euro pro Gerät einplant und 100k Geräte absetzt, hat man 4 Jahre lang 250k Euro zur verfügung, je nach land sollte das für 2-10 Vollzeitstellen reichen.

Lass das aus dem 150 Euro Handy mal ein 180 Euro Handy werden, dazu nimmt man 20 Euro für den Hersteller als Ausgleich für den entgangenen Gewinn weil der ja potentiell nur noch die Hälfte an Geräten absetzt.

Das wären alles Dinge, die Müll vermeiden, Ressourcen schonen und selbst total unabhängig vom Fair/Oko-Gedanken vermarktbar und monetär sinnvoll wären.
 

floTTes

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Warum sollte jemand statt 450 Euro für gehobene Mittelklasse nun 450 Euro für ein Fairphone mit den Leistungsdaten eines 150 Euro Phones ausgeben?
Aus dem gleichen Grund warum manche Menschen 20€/kg für Kaffee bezahlen, für Klamotten +25€ das Stück drauflegen oder Elektro-/Erdgas-Fahrzeuge kaufen. Weil sie erkannt haben, dass die im letzten Jahrhundert entstandenen Preise nur gehalten werden können, wenn es Ausbeutung gibt. Ob nun Kinder, Arbeiter am Existenzminimum, die Umwelt etc.

Ist voll o.k., dass du für faire Sachen nicht mehr Geld ausgeben möchtest. ABER dann heul in 40 Jahren nicht rum wenn 400 Mio. Flüchtlinge unsere Türen einrenne, dann heul nicht rum wenn wir kein stabiles Strom-Netz mehr haben, dann heul nicht rum wenn die Regale der Supermärkte leer sind und die Preise für das billigste Fleisch explodieren, dann heul nicht rum wenn deine Kinder dich als Egoisten beschimpfen, dann heul nicht rum weil du dir kein sauberes Wasser leisten kannst ...
 

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Genau das bezweifle ich!
Ich schiele da auch eher auf nen Mittelweg. Dinge, die sich günstig umsetzen lassen und was bringen, nimmt man mit ins Programm, die letzen paar %, die das ganze stark verteuern, lässt man weg
Das wird doch eh schon gemacht, z.B. werden CPUs nicht selbst produziert.

Zu deiner Aufzählung: tauschbares display + akku Machen das Gerät nicht fair.
Shiftphones war übrigens angeblich in anfänglichen Generationen auf ähnlichem Niveau (trotzdem fair produziert) und es war trotzdem nicht so billig.
Ergänzung ()

Das wären alles Dinge, die Müll vermeiden, Ressourcen schonen und selbst total unabhängig vom Fair/Oko-Gedanken vermarktbar und monetär sinnvoll wären.
Ja, hauptsache ich Kann den Akku und Display wechseln, ansonsten nach mir die Sintflut - fair!
Unglaublich...
 

WhyNotZoidberg?

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warum hängt ihr euch so an dem "fair" auf?

das kaufargument hier, wäre für mich die modularität.
 
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