football college in USA, frage ^^

antipaypal

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Hallo
ich habe mir gestern den Film "Wir waren Helden" angeschaut und war echt beeindruckt, wie sich die Unis dort für Foorball engagieren. Das kann man in D nicht mal traeumen.

Nur fiel mir was auf. Studieren die Studenten in einer FB Mannschafft ganz normale Fächer, also ganz normale Vorlesungen/semninar und co mit "normalen" Abschlüssen? És steht außer Frage, dass man für FB Stipendium bekommt. Das ganze stelle ich mir ein wenig hart vor, da die am Tag ja x Stunden Tranining und wohl wenig zeit fürs Lernen haben.

kennt sich jemand dort aus? ^^ Ich finde krass dass die Unis sogar n Tränerteam mit zig Fachleuten einstellen. Und bei uns wird sogar an Lehrkraft gespart.:freak:
 
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cashman5

Lieutenant
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bei den unis mit den großen teams werden millionen in den football-sport gesteckt und da werden auch schon mal gute spieler einfach "durchgezogen", das heißt deren ausbildung bewegt sich zum teil am rande der legalität oder die spieler belegen irgendwelche fächer, mit denen man im endeffekt nichts anfangen kann oder wo die anforderungen besonders niedrig sind
 

antipaypal

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genau das meine ich ja. Was machen die leute mit solchen ABschlüssen nach dem Studium außer an einem Profiteam anzuheuern
 

moe:p

Commander
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viele dies nicht zum profis schaffen findest dann bei den streitkräften wieder ...
 

Airbag

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Ein Kumpel der in den USA war, hat mir auch schon mal erzählt, dass College Football teilweise beliebter als Profifootball ist und es sich wirklich manchmal an der Grenze der Legalität ist (z.B. einen Spieler mit Autos, etc. locken ).
Aber das ist generell in den USA ja so. Viele Weltklasssesportler sind Studenten, jedoch alle als dumm zu bezeichnen finde ich übertrieben.
 

antipaypal

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sehr interessamter Arikel
Trotzdem machten von den 120 Unis nur 25 mit ihren Sportaktivitäten im Jahr 2008 Gewinn - im Schnitt drei Millionen Dollar. Der Rest machte durchschnittlich acht Millionen Miese. Dieses Geld müssen die Unis zuschießen. Damit scheint das Argument, man brauche eine Cashcow wie Football, um andere Sportarten zu finanzieren, oft vorgeschoben.

Dennoch geben viele Hochschulen Unsummen fürs Prestige aus. Riesige Stadien und Profi-Trainingsanlagen sollen die besten Sportstipendiaten und Trainer anlocken. Texas-Coach Mack Brown verdient satte 3,1 Millionen Dollar pro Saison, Alabamas Nick Saban 3,9 Millionen Dollar, wie die Zeitung "USA Today" berichtete.

Beim Wettlauf um Geld und Erfolg besteht kein Anreiz, auf die Studienleistungen der Spieler zu achten - solange sie gewisse Mindeststandards erfüllen, was Voraussetzung ist, um für die Uni spielen zu können. Die Trainer sehen hohe akademische Hürden beim Rekrutieren neuer Sport-Asse und während der Saison meist als hinderlich an. Regeln werden daher gern umgangen oder soweit aufgeweicht, dass sie nichts mehr wert sind.
die amis sind echt nicht mehr ganz sauber. Bei uns wird gespart bis zum geht nicht mehr :)
 

C3rone

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Was hat das denn mit "den Amis" zu tun?

(College) Football hat doch nicht als Ziel Geld zu erwirtschaften.

Es geht um den Zusammenhalt der Mannschaft und des Drumherums (Stäbe der Mannschaft, Cheerleader, Catering etc.), den Zusammenhalt der Hochschule an sich und natürlich auch das Präsentieren der Hochschule nach außen.

Das ist für jemanden, der nie an einer US Universität studiert hat, natürlich extrem schwer nachvollziehbar. Ich war auch nie ein großer Fan der ganzen Sportveranstaltungen, aber dennoch waren sie immer ein gutes und sinnvolles Gesprächsthema, ein ordentlicher Treffpunkt mit Freunden und natürlich, wenn das Team erfolgreich war, auch ein weiterer Stich gegen andere Hochschulen.

Ähnlich verhält sich das übrigens mit Studentenverbindungen oder 100 anderen Sachen, die US Hochschulen von deutschen Hochschulen unterscheiden.

Mir persönlich hat das System (also dieses Drumherum) in den USA übrigens deutlich mehr zugesagt als in Deutschland, jedoch war ich beim Studieren in Deutschland ja auch schon viel älter, reifer und sowieso der (je nach Standpunkt) coole/doofe Quotenami, der sich seinen Harvardabschluss gekauft hat :p
 

keiji

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Ein aehnliches System wird ja auch schon an den Highschools in den USA praktiziert, minus den Rekrutierungen bestimmter Sportler, obwohl das auch ab und zu vorkommt. Allerdings laesst sich hier wahrscheinlich etwas leichter steuern, dass die Jungs und Maedels auch noch was lernen. Hier werden Sportler normalerweise von sportlichen Aktivitaeten ausgeschlossen, bis ihre Noten wieder stimmen. Die Abschlussnote bestimmt dann auch, ob man ein Stipendium an einer Division I Schule erhalten kann, was fuer Sportler natuerlich erstrebenswert ist.

Mir gefaellt das amerikanische Unileben, was C3rone beschrieben hat, besser. Ob es fuer das Lernen effektiver ist, sei mal dahingestellt. In Amerika lebt man ja praktisch auf dem Campus. Das sind kleine Welten fuer sich. Dadurch ist die Idendifikation mit der Uni auch hoeher, wobei solche Sachen, wie Sport Teams, natuerlich helfen. In Deutschland war fuer mich nach den Vorlesungen immer Feierabend. Das gab es in meinem Jahr in den USA so nicht.

Wo die Jungs und Maedels enden, wenn sie es nicht in eine Profimannschaft schaffen und dazu noch kaum was gelernt haben?
Streitkraefte, wie bereits erwaehnt. Jobs, die keine nennenswerte Qualifikation benoetigen. Michael Jordan hat mal gesagt, das viele in seinem Heimatort geglaubt haben, dass er ans College gehen, nach vier Jahren wiederkommen, und an einer Tankstelle oder so zu arbeiten wuerde. So aehnlich darf man sich das "Leben danach" einiger gescheiterter Sportler bestimmt vorstellen.
 

Airbag

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@C3rone
Sicherlich hat niemand was gegen den Sport, aber wie soll man es denn rechtfertigen, dass man es so groß aufzieht, obwohl es nur im "Amateurbereich" ist ?
Ab dem Bau von riesigen Anlagen und Einstellung von überteuerten Trainern ist es einfach nur noch Geldverschwendung.
 
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lufkin

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Von "nur Amateurbereich" kann man nicht sprechen.
Die großen Uni Teams sind die Nachwuchsschmieden der Profiligen.
Für den Profisport in den USA fast unverzichtbar.
 

C3rone

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@C3rone
Sicherlich hat niemand was gegen den Sport, aber wie soll man es denn rechtfertigen, dass man es so groß aufzieht, obwohl es nur im "Amateurbereich" ist ?
Ich bezweifle, dass man das verstehen kann, wenn man nicht selbst länger an einer US Universität war.

Die Rechtfertigung dafür sind die bereits von mir und anderen genannten Gründe - Prestige, Zusammenhalt, Sprungbrett für die Profi-Ligen.


Ab dem Bau von riesigen Anlagen und Einstellung von überteuerten Trainern ist es einfach nur noch Geldverschwendung.
Das legt wer fest. Du etwa?

Ich meine, hast du einen Beruf oder eine sonstige Qualifikation die dich zu einer solchen Aussage berechtigt? An einer US Universität hast du ja offensichtlich nie studiert, also, wie kommt es, dass du über ein System urteilst, dass 4000km von dir entfernt ist und von dem du nicht den Hauch von Ahnung hast?
 

Airbag

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Von "nur Amateurbereich" kann man nicht sprechen.
Es wird als solches offiziell beworben.

@C3rone
Es ist auch nicht von Nöten dort gewesen zu sein.
Prestige und Zusammenhalt kann man auch ganz einfach in einem kleineren Rahmen erreichen. --> Siehe kleine Kreisligavereine in Deutschland.
Zudem sollte der Hochschulsport primär auch nicht dazu dienen um in die PRofiliga aufzusteigen .
Immerhin es heißt noch "Hochschulsport" und das Studium sollte nach wie vor noch im Vordergrund stehen und nicht als Nebentätigkeit des Spielers.

Zudem wie würdest du es finden, wenn wir hier mal in Deutschland für jede Hochschule mal ein paar Millionen dafür springen lassen, dass diese ein bisschen schöner aussehen ? Man kann ja nichts besseres mit dem Geld zu tun. :rolleyes:
 
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Aral

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Leb seit 3 Jahren in den USA in einer typischen sport Uni. Hab jetzt nur wenig Zeit aber hier ne kurze Info fuer euch: Das ganze geld fuer den Sport treibt die Uni selber auf und kommt nicht vom Staat. Ausserdem werden die tickets (seasonal) fuer die ganzen Sportarten verkauft welches ordentlich Geld in die Kassen spuelt. Wahr ist zwar dass die meisten Unis trotzdem noch Verluste einfahren aber manche Unis machen mit dem College Sport sogar noch Kohle! (Marketing, TV uebertragungrechte etc.). Ueberlegt euch einfach mal wie der FCB Kohle macht und genauso machen dass die Colleges auch.
Und nen paar Mio miese fuer eine Uni rechnet sich das locker da eben das sehr gute Werbung fuer die Uni ist...
 

C3rone

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Es wird als solches offiziell beworben.

@C3rone
Es ist auch nicht von Nöten dort gewesen zu sein.
Doch, offensichtlich schon. Warum wirst du sehen, nachdem ich deinen Post auseinander genommen habe.

Prestige und Zusammenhalt kann man auch ganz einfach in einem kleineren Rahmen erreichen. --> Siehe kleine Kreisligavereine in Deutschland.
In den USA lebt man auf dem Campus. Nicht wie in Deutschland wo man irgendwo lebt und nur zu den Vorlesungen/zum Essen dort ist.

Gleichzeitig sind die USA ein großes Land und die Hochschulen befinden sich zwar nicht immer außerhalb der Städte, aber doch oft außerhalb der Heimatstadt. Das ist nicht so, dass man in Düsseldorf studiert, aber noch zu hause in Köln wohnt und auch dort in seinen alten Sportvereinen tätig ist.

Quasi jeder Student in den USA verlässt mit dem Studium sein gewohntes Umfeld und kommt auch nicht jedes Wochenende o.ä. heim.

Zudem sollte der Hochschulsport primär auch nicht dazu dienen um in die PRofiliga aufzusteigen .
Tut es nicht, lediglich bei Football und Basketball ist das so. Die Sportangebote der Unis sind jedoch weit vielfältiger, wobei natürlich auch andere Bereiche profitieren, wenn die Hochschule entsprechend Gelder für Sportgelände etc. aufwendet.

Immerhin es heißt noch "Hochschulsport" und das Studium sollte nach wie vor noch im Vordergrund stehen und nicht als Nebentätigkeit des Spielers.
So sollte es sein, so war es früher und so wird es auch wieder werden. Das es im Moment nicht so ist, ist ja u.a. Hauptbestandteil dieses Threads.

Zudem wie würdest du es finden, wenn wir hier mal in Deutschland für jede Hochschule mal ein paar Millionen dafür springen lassen, dass diese ein bisschen schöner aussehen ?
Das fände ich ehrlich gesagt super. Nehmen wir als Maßstab jetzt mal keine private Uni wie Harvard, sondern z.B. die Ohio State University (Columbus). Und vergleicht den Campus mit z.B. Würzburg (Hubland). Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, angenehmer Campus gegen Betonwüste.

Natürlich geht das Geld nicht nur in "schöner aussehen", sondern hauptsächlich in produktivere Dinge wie Gebäude, Gerätschaften und Trainer bzw. Stab. Aber das wusstest du sicherlich.

Man kann ja nichts besseres mit dem Geld zu tun. :rolleyes:
Richtig, die meisten US Universitäten haben so viel Geld, dass sich Investitionen in genau sowas durchaus lohnen.

Ich bitte dich erneut: Setz hier keine deutschen Maßstäbe an.

Mir ist bewusst das die USA derzeit nicht den besten Ruf haben, vor allem bei den jüngeren Menschen in Deutschland. Dennoch ist dort nicht alles "blöd" und wenn man sich mal ein wenig mit den Dingen auseinander setzt, erspart man sich auch so peinliche Kommentare die vor inhaltlichen Fehlern und Unwissen nur so strotzen.
 

Airbag

Fleet Admiral
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Das Problem ist wahrscheinlich wirklich, dass ich mich nicht in die Lage versetzen und es nur von außen beurteilen kann. Was mich am meisten an der Sache stört, ist dass in den USA Bildung auf Hochschulniveau ja bei weitem nicht kostenlos ist und relativ hohe Studiengebühren erhoben werden, weswegen man sicherlich auch erwartet, dass die Mittel vernünftig eingesetzt werden.
Letztlich zählt, aber nur wie die Studenten es finden und das scheint so zu sein, dass sie es nicht als Verschwendung einsehen. :)
 

C3rone

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Es gibt durchaus auch kostenlose/günstige Universitäten und diese sind auch in Rankings nicht unten zu suchen.

Des Weiteren leiden ja andere Bereiche nicht darunter - sieh es so: Du hast dir ein Haus gebaut und alles wunderschön und modern eingerichtet, du kannst nichts mehr verbessern. Also legst du dir einen hübschen Garten zu. Den brauchst du zwar nicht, aber du kannst dort mit deinen Kindern spielen und grillen, Zeit verbringen und dich an ihm erfreuen. :)
 
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