FreeNAS Selbstbau

Mowee

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1. Was ist der Verwendungszweck?
FreeNAS Heimserver. Hauptsächlich als zentraler Datenspeicher und die Möglichkeit Backups auf dem System ablegen zu können.

1.1 Falls Spiele: Welche Spiele genau? Welche Auflösung? Hohe/mittlere/niedrige Qualität? Wie viele FPS? (Bitte alle vier Fragen beantworten!)
-

1.2 Falls Bild-/Musik-/Videobearbeitung oder CAD: Als Hobby oder bist du Profi? Welche Software wirst du nutzen?
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1.3 Hast du besondere Anforderungen oder Wünsche (Overclocking, ein besonders leiser PC, …)?
Das System wird zwar in einer Abseite stehen aber nicht zu laut wäre trotzdem gut. Außerdem sollte es nicht unbedingt der größte Stromverbraucher sein und für den Dauerbetrieb ausgelegt sein.

1.4 Wieviele und welche Monitore möchtest du nutzen? Anzahl, Modell, Auflösung, Bildwiederholfrequenz (Hertz)? Wird FreeSync (AMD) oder G-Sync (Nvidia) unterstützt?
-


2. Ist noch ein alter PC vorhanden?

  • Prozessor (CPU):
  • Arbeitsspeicher (RAM):
  • Mainboard:
  • Netzteil:
  • Gehäuse:
  • Grafikkarte:
  • HDD / SSD:
3. Wie viel Geld bist du bereit auszugeben?
~1500 €

4. In wie vielen Jahren möchtest du das System frühestens upgraden oder ersetzen müssen?
5-10 Jahren

5. Wann soll gekauft werden?
Demnächst

6. Möchtest du den PC selbst zusammenbauen oder zusammenbauen lassen?
Selbstbau

Mein Ziel ist es bei mir für meine verschiedenen Endgeräte einen zentralen Datenspeicher bereit zu stellen. Ein klassisches NAS kommt für mich nicht in Frage aufgrund der Festplattenbeschränkung. Initial möchte ich gerne mit 3 Festplatten starten. Langfristig möchte ich dann gerne bis zu 8 Festplatten einsetzen.

3 x Western Digital WD Red 10TB, 3.5", SATA 6Gb/s (WD100EFAX)

Bei dem Rest bin ich mir absolut nicht sicher und weiß echt noch nicht in welche Richtung es gehen soll. Ich habe jetzt viel über Supermicro in Kombination mit FreeNAS gelesen und dem Einsatz von ECC RAM. Das würde das ganze zwar gleich ein bisschen verteuern aber ist eventuell auch gleich die bessere und langfristigere Variante.

Bei dem Gehäuse tendiere ich zu folgenden Variante gerade bin über alternative Vorschläge aber auch sehr dankbar:

Welche Empfehlungen oder Tipps habt ihr?

Wie seht ihr das bzgl. der Festplatten Anschlüsse? Soll ich lieber ein Motherboard nehmen was z.B. nur 6 SATA Anschlüsse hat und die fehlenden dann über PCIe nachrüsten? Oder doch lieber nach einem Motherboard Ausschau halten was direkt 8 Anschlüsse hat?
 
http://www.u-nas.com/xcart/product.php?productid=17640&cat=0&featured=Y
micro atx
nimm z.b. ein ivy bridge generation, z.b x9scm
als proz einen "i5 pendant" xeon, die sind modern genug, um im idle fast nix zu brauchen.
zumindest 16gb unbuffered ecc ram
1U Flex netzteil, seasonic gold oder sowas
einen 8 port LSI controller, bevorzugt einen, für den es eine HBA firmware gibt
oder z.b ibm 1015 ist sehr günstig, ein lsi 9220-8i
starten kannst das freenas entweder an hdd/ssd am intel mainboardcontroller
oder vom usb stick, der direkt am board steckt, hat einen usb-A intern.

es gäbe das auch als nsc800 für mini itx, aber thermisch und von der flexibilität ist das nsc810a einfach sinnvoller.
 
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Ich würde über einen separaten HW Controller nachdenken... OS, Backup, etc... an das Mobo und Daten (RAID?) an den Controller
 
Ich würde kein FreeNAS nutzen, nimm OMV, das ist nicht so wählerisch bei der Hardware.

ECC Speicher sollte man bei BTRFS nutzen, sonst gehts auch ohne.
 
FreeNAS = ZFS
ZFS =
  1. Es gibt nur noch Pools (Stripped, mirror, 1-3 fache Parität). Datasets sind wie "Unterordner" in Pools, welche ohne Kontingentierung jeweils auf den vollen freien Speicher zugreifen können
  2. ZFS Pools kann man nicht, ohne das "RAID" (den Pool) neu aufzusetzen, um zusätzliche Platten erweitern. Die Plattenzahl liegt bei Anlage des Raids fest. Deswegen habe ich auch 6x 4 TB eingesetzt und nicht 3x10.
  3. Solltest du bei so großen Datenmengen 2x Parität in Erwägung ziehen, da sonst bei einem Rebuild often die 2. Platte auch versagt.
  4. Backupkonzept? ZFS kann mittels Snapshots gut gesichert werden.
  5. Für ZFS ECC RAM.
  6. https://www.computerbase.de/forum/t...kup-grosser-datenmengen.1862479/post-22454935 hier ist meine Konfiguration aufgeführt und wie man ohne SAS Controller 8 SATA-Laufwerke anschließt. Steht auch vieles, was sonst noch beachtet werden sollte, gerne Mal den ganzen Thread lesen.
  7. Edith: Ohne Kommandozeile wird es kaum gehen.
  8. Es gibt keinen Grafikbasierten Dateiexplorer oder gar Dateiviewer (für Bilder etc.) in diesem OS. Könnte man aber in einem Jail oder einer VM nachinstallieren. Dafür ist dann aber wieder Punkt 7 erforderlich oder man nutzt auf der Kommandozeile LS, aber wieder Punkt 7.
@computerbase107 der Artikel der iX kratzt nur an der Oberfläche. Da stehen Grade Mal genug Informationen drin, um sich das OS Mal näher an zu sehen. Wer FreeNAS nutzen will, der kommt um die Lektüre der englischsprachigen Dokumentation von FreeNAS, FreeBSD und ZFS nicht herum. Das ist kein Einsteiger-NAS.
 
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Die Platten im RAID 5 Verbund? Dann Finger weg von Platten mit einer Uncorrectable Bit Error Rate von kleiner 1:10^15. Das habe die WD Red nicht, die haben nur 1:10^14. Dann heißt es entweder Seagate Ironwolf oder WD Red im RAID 6 mit mindestens 4 Platten nutzen. Auch die WD Red Pro sind nicht besser, da bedient sich WD nur einer Trickserei, denn 10:10^15 ist das gleiche wie 1:10^14.

Die UBER ist wichtig für das RAID Rebuild. Bei 1:10^14 kommt es alle 12,5 TB zu 100% zu einem unbehebaren Bitfegler. Sprich dein Rebuild hat am Ende korrupte Daten. Bei RAID 6 kann dann aber auf die zweite Parität zugegriffen werden und das Problem ist umschifft. Bei Platten mit einer UBER von 1:10^15 hat man die gleiche Situation erst bei einem Array ab 125 TB. Dein RAID 5 mit 3x 10 TB würde bei einem Rebuild mindestens 2x in einen solchen Fehler laufen. Du hättest also mit dem RAID nichts gewonnen, wenn davon z.B. die wichtigsten Daten betroffen wären. Eine geringe UBER kann auch nicht durch ein schlaues Dateisystem ausgeglichen werden. Denn was die Hardware nicht kann kann die Software auch nicht

Ob du das RAID in Software oder Hardware löst spielt bei dieser Thematik keine Rolle.
 
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xammu schrieb:
Ich würde kein FreeNAS nutzen, nimm OMV, das ist nicht so wählerisch bei der Hardware.

ECC Speicher sollte man bei BTRFS nutzen, sonst gehts auch ohne.
Gerade bei ZFS ist ECC m.M. n. Pflicht damit man die volle Funktionalität/Datensicherheit ausschöpft.
Für FreeNAS entscheidet man sich bewusst.
 
@TechX Jap, genau so ist das. FreeNAS macht nicht mehr und nicht weniger als die Hardware initialisieren, IP-Stack, Volume bzw Dateisystemmanagement (ZFS), Benutzerverwaltung, ein paar Datei-Netzwerkdienste (SMB, FTP,...), Jails, VMs, logging und Verwaltungsinterface bereit stellen. Das ISO ist mit rund 700 MB auch unerwartet klein.
Obwohl oder Grade weil es so klein ist, passiert nichts, was nicht oben genannten würde, automatisch.
Wie lange ich gebraucht habe, nur um eine Applikation, die eigentlich eine Kommandozeile zur Ausgabe benötigt und einen Browser startet (syncthing) automatisiert innerhalb eines Jails mit dem Jail starten zu lassen.... Waren trotz viel Google rd. 4h, Rechtschreibfehler in Pfaden und lernen von vi inbegriffen.
 
Mowee schrieb:
1.3 Hast du besondere Anforderungen oder Wünsche (Overclocking, ein besonders leiser PC, …)?
Das System wird zwar in einer Abseite stehen aber nicht zu laut wäre trotzdem gut. Außerdem sollte es nicht unbedingt der größte Stromverbraucher sein und für den Dauerbetrieb ausgelegt sein.
Mit der Anzahl der HDD steigt sowohl der Stromverbrauch, wie auch die "Grundlautstärke".

Welche Datenmenge muss das NAS den handeln?
Welche Daten müssen sicher sein (Dokumente, eigene Fotos/Videos) u. welche sind im Grunde nice, aber prinzipiell unwichtig z.B. Filme, Musik?
Welche downtime im Problemfall ist verkraftbar?

Privat dürfte ein Mirror für die wichtigen Daten vertretbar sein, dazu noch entsprechende Sicherungsplatten.
Für die reinen Abspieldaten bräuchte es evtl. keine Ausfallsicherheit - oder Du stellst einen eigenen Pool dafür.

Ein Board mit 6x SATA dürfte für den Anfang locker reichen - einen HBA kannst ja nachrüsten.
Aufpassen wegen RAM - unter 16GB würd ich nicht anfangen (und da keine Deduplizierung! aktivieren)
Sparen kannst Du übrigens bei der CPU - die Pentium Gold reichen locker, haben ECC - Aufrüsten für weiteres ginge später ja doch noch.
 
Ich würde auf keine Consumer Hardware bei so einem Projekt setzen. Nimm lieber Server / SoHo Hardware.
Ich fahre auch ein Unraid NAS inkl. diversen VM´s, Docker etc. auf dem Board hier:
https://geizhals.de/supermicro-a2sd...2sdi-8c-hln4f-o-a1710148.html?hloc=at&hloc=de

Es ist extrem strom sparend, hat einen IPMI Anschluss, so dass man das Gerät von extern ohne Monitor, Maus / Tastatur fernsteuern kann und es bietet dir einen Anschluss bis zu 12 HDD´s. Mit z.B. RDIMM ECC Speichermodulen (günstig bei Ebay aus Serverschlachtungen zu bekommen) bekommst du eine absolut stabile Plattform für 24/7 Betrieb.

Als Gehäuse kann ich dir das auch sehr empfehlen.
https://geizhals.de/silverstone-case-storage-ds380-sst-ds380b-a1064122.html?hloc=at&hloc=de


Falls du nicht komplett mit FreeNas "verheiratet" bist schau dir auch mal Unraid an. ;)
 
Mit 6xHDD 2xSATA-SSD und 2x NVMe-SSD sind es bei mir rund 30 Watt im Idle. Mit HDD Spindown erzwungen (automatisiert geht es nur via cron, aber nach 20Min gehen sie wieder an) sind es 12 Watt.
i3-8100, 16 GB ECC, Mainboard, 4 Gehäuselüfter, 1x CPU Lüfter und die oben genannten Speicher.
Der Rechner ist unhörbar. Daneben kann jeder schlafen den sonst eine Wanduhr oder ein Netzteil verrückt macht.
 
Bei 1:10^14 kommt es alle 12,5 TB zu 100% zu einem unbehebaren Bitfegler.
Im Schnitt kommt es alle 10^14 Bit zu einem Fehler, das muss also nicht zu 100% passieren. Ändert aber am Resultat nichts: Raid 5 ist mit diesen Platten Glücksspiel, Raid 6 quasi Pflicht wenn man ein Rebuild auch erfolgreich abschließen will.
 
Wenn es nur Datengrab sein soll reicht auch ein Pentium/Celeron + ECC + passendes Board. Ich selbst nutze ein Pentium G4600 mit 2 Kernen + SMT. An dem System hängen zwei Pools, zwei VMs dauerhaft, zwei weitere bei Bedarf bzw. gelegentlich, Jails & Plugins nicht genutzt und bis zu 5 oder 6 Clients greifen auf das NAS zu. Die CPU langweilt sich, meine VMs sind aber auch optimiert und schlank und keine aufgeblähten Betriebssysteme oder Anwendungen.

ECC sollte Pflicht sein wenn du schon ZFS nutzen willst. Das warum findest du in den bereits hier verlinkten Threads oder in den Erklärungen von @Holt in diesem Thread: https://www.computerbase.de/forum/threads/wie-wichtig-ist-ecc-ram.1867103/page-2

@scooter010 muss ich in einem Punkt widersprechen: Man kann Pools vergrößern... Im Beispiel des TE mit drei Disks baut man weitere drei Disks ein, erzeugst daraus wieder eine vDev mit raidz1 (dem Raid 5 Pendant) und fügt diese neue vDev dem bestehenden Pool hinzu. Der Pool wäre dann ein "Raid 50". Bestehende Daten werden jedoch anschließend nicht umverteilt. Daher ist es möglich aber eben nicht direkt empfehlenswert aufgrund der nicht existenten Umverteilung.
Du kannst auch einzelne HDDs zu einem bestehenden Pool hinzu fügen aber gefährdest damit alle deine Daten. Steigt diese eine Disk aus, dann steigt der gesamte Pool aus da eben Redundanz auf vDev Ebene passiert.

Gehäuse: Das DS380 ist "fast" perfekt, habe damit auch lange geliebäugelt. Leider gibt es kaum miniITX Boards mit 8 oder mehr SATA/SAS Ports, die auch bezahlbar sind. Habe mich daher am Ende für das Node 804 entschieden und ein microATX Board genommen. Achtung: Bei Vollbestückung kann das Case recht laut werden und Vibrationen aufnehmen.

Board: Es müssen nicht unbedingt nur SATA Ports sein, du kannst auch eins nehmen mit SAS Port. Mit passendem Breakout Kabel kannst vier SATA Disks an einen SAS Port anschließen oder eben wie schon empfohlen ein günstiger passender Controller als PCIe Karte.

Tu uns allen einen Gefallen und lies einfach mal die letzten ~20 Threads hier auf cb zu Freenas, ZFS, etc. Das sollte 95% aller deiner Fragen, Annahmen und Vermutungen klären und wir kauen nicht zum drölfzigsten Mal die selben Themen durch. Bleiben danach noch Fragen, wirst hier weiterhin jederzeit helfende Leute finden.
 
@snaxilian Du hast natürlich Recht. Dieses Detail habe ich gewohnheitsmäßig unterschlagen, da es ein nicht empfohlenen Vorgehen ist und die ohnehin komplexe Angelegenheit quasi unnötig verkompliziert. Trotzdem hast du Recht, gehen tut es.
 
snaxilian schrieb:
Das DS380 ist "fast" perfekt, habe damit auch lange geliebäugelt. Leider gibt es kaum miniITX Boards mit 8 oder mehr SATA/SAS Ports, die auch bezahlbar sind.
Das DS380 habe ich auch und ja, dies ist wirklich ein Problem, zumal wenn man auch noch 10GbE oder sowas möchte. Ich haben ein Xeon-D 1500er Mini-ITX Boards welches 6 SATA und zwei 10GBASE-T Ports hat und einen SATA Zusatzcontroller im PCIe Slot. Das ist nicht die billigste Lösung, aber eine der wenigen die 8 SATA Ports, einen NVMe Slot für das Systemlaufwerk und 10GbE mit ECC RAM kombinieren, in meinem Fall mit dem Supermicro X10SDV-TLN4F (Xeon-D 1541) mit der Performance einer 8 Kern CPU.

Inzwischen gibt es auch die Nachfolger mit Xeon-D2100er, aber da muss man 4 der SATA Ports über ein spezielles Kabel von OCuLink/SFF-8611 auf SATA rausführen und hat eben keinen M.2 Slot, dafür aber eine CPU mit Skylake-SP Kernen, 4 RAM Channels. Bei den Xeon-D kann man übrigens RDIMM ECC RAM verwenden, welches inzwischen günstiger als UDIMM ECC RAM ist und zumindest die Supermicro X10SDV haben Extended Lifecycle, sind also auf 7 statt wie sonst bei Hardware üblich 5 Jahre Nutzungsdauer ausgelegt.

Wenn man ein größeres Gehäuse akzeptieren kann, wie wäre es mit dem CS380? Das hat den gleichen "Laufwerkskäfig", dazu noch 5¼ Schächte und unterstützt Mainbaords bis ATX und auch ein ATX Netzteil.
 
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Der TE hat vor über 24h in diesem Thread seinen ersten Beitrag verfasst und sich seit dem nicht mehr gemeldet. Ich gehe davon aus, dass der TE den Thread vergessen hat.
 
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