Fika schrieb:
Nativ beschreibt einzig und ausschließlich - Renderauflösung gleich Ausgabeauflösung, ganz gleich welches AA oder auch ohne jegliches Anti aliasing
Das sehe ich nicht ganz so und auch die meisten denken bei "nativ" eher an "natives Rendern einzelner Frames ohne temporale Komponente". Ja, in dem Sinne ist dann auch TAA kein "Nativ" mehr.
Für viele verfälschen alle temporalen Algorithmen das Bild in irgendeiner Form. Wenn man das annimmt, muss man es aber auch für TAA annehmen.
FSR in voller Auflösung oder DLAA als "native" zu bezeichnen halte ich für schwierig.
Aber auch da bleibe ich bei meiner Ansicht, dass der Qualitätsvorteil bei voller Auflösung im Vergleich zu 67% (Q) zu vernachlässigen ist. Wenn man genügend Leistung hat, bitte schön, gerne, ich persönlich halte es für pure Energieverschwendung. Jedenfalls nichts, worüber ich mir Gedanken mache.
Wenn Du dazu einen Vergleich sehen willst, dann nur zu. Irgendwo im Netz gibt es den sicher. Oder Du machst ihn Dir selbst.
Xes schrieb:
Die Ergebnisse aus der letzten Blindtest-Umfrage deuten mmn. darauf hin, dass das mit 4.0 noch nicht ganz der Fall ist.
Moment, nicht zwei Dinge durcheinanderwerfen.
Alle Verfahren ab FSR 3 und DLSS 2 nutzen Jittering und mehrere temporale Frames. All diese Verfahren haben deswegen Zugriff auf mehr Detailinformationen. Das ist Fakt. Weswegen auch schon DLSS 2 oftmals - besonders beim stehenden Bild - einem Nativ gerenderten Bild überlegen ist, z.B. bei der Darstellung feiner Details (Zäune, Stromleitungen...). Es gab ja immer Leute die sich schon damals gewundert haben, woher DLSS das "Wissen" nimmt, dass da jetzt eine durchgehende Stromleitung oder ein feiner Ast ist, wo der doch im native gerenderten Bild nichts davon zu sehen ist. (Daher auch die Annahme, DLSS würde etwas "erfinden").
Wo die Techniken immer besser werden und auch in der Vergangenheit deutliche Probleme hatten, ist bei der Stabilität der Rekonstruktion (flimmern) und sich bewegenden Elementen (Disocclusion, Bildränder bei Bewegung etc.).
Bei solchen Umfragen nach "bestem Bild" muss man auch berücksichtigen, dass es kein objektives Beurteilen gibt. Dem einen gefällt ein weicheres Bild grundsätzlich besser, dem anderen kann es nicht knackig genug sein. Der eine sagt dann "Das tut ja fast in den Augen weh, ist total überschärft" und der andere sagt "Das ist doch nur eine verschwommene Suppe!"
Wer hat recht? Eben.
Deswegen darf man eigentlich bei solchen Umfragen nie sagen "a ist besser als b" sondern bestenfalls "a hat den Leuten besser gefallen als b". Und dann ist da noch das Thema Vorurteil. Einige haben sich an das Nativ gewöhnt und erkennen dessen Nachteile – und wählen genau deswegen immer native (wenn sie es erkennen), weil es halt "nativ" ist. Alles auch Psychologie.