Bericht „Gaming-Distribution“: CachyOS-Co-Chefentwickler Peter Jung im Interview

Tevur schrieb:
Ist aber eh nur theoretisch, da KDE Plasma die beste DE ist.
Und jeder weiß das Niri der beste Wayland Compositor ist :mussweg:

Ne Spaß beiseite, jeder so wie er mag, das ist ja das schöne an Linux
 
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Grundsätzlich wünsche ich mir Linux als Basissystem, jetzt kommt aber das aber:

Neben macOS, Windows und Linux waren im täglichen Umgang alle Systeme für mich nutzbar.

Nun hatte ich aber einige Komponente, deren Installation nicht so einfach war. Es war nicht das übliche „Ich starte den Installer, warte ab und bin Happy“. Fragt mich nicht um welche Komponente es ging, hab es wieder vergessen, aber unter macOS brauchte ich nichts zu installieren, unter Windows war es die „einfache Installation“ unter Linux endete es mit dem Terminal und YouTube Videos.

Jeder macht hier seine eigenen Erfahrungen, ich habe seit 1997 Linux immer wieder (so ca. alle zwei Jahre) ausprobiert und bin immer wieder zu Windows bzw. macOS zurück gegangen.

Aber ich freue mich auch sagen zu können, dass dieses Terminal und YouTube Videos immer weniger werden.

Generell sehe ich die Abhängigkeit zu US IT Konzernen sehr kritisch, deshalb freut es mich auch, das Linux in der Handhabung richtig gut wird - und recht gesagt ist es mir völlig egal, welche Distro es ist. Durch die Vielfalt profitiert jeder davon.

Das letzte Installationsmaraton hatte ich 2024, so ca. 10 Distros ausprobiert und nur eine hat ohne Probleme gebootet: Manjaro.
Wie gesagt, ich bin schmerzfrei, es soll starten, sich einfach installieren lassen und alle Komponente sollen erkannt werden, möglichst bei der Erstinstalation - also ohne nachträgliche Installation von Treibern.

Jetzt habe ich es auf einem Stick installiert und ist sozusagen mein „Backup“ System.

Neulich bin ich über openbsd gestolpert, das werde ich auch mal probieren - nur zum Spaß.
 
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Tulol schrieb:
Ich hatte extrem oft das Gefühl vermittelt bekommen ...
Ein Glück war das in meinem Fall hier bei CB nicht so. Ich bin vor genau zwei Monaten mit genau /linux/brain/minimalst Vorwissen und ner Frage hier im Forum aufgeschlagen, wurde freundlich in die richtige Richtung geschubst, und den Rest hab ich einfach mit LLMs gemacht - und werde das in Zukunft auch weiter so machen wenn ich ein Anliegen habe oder etwas ändern möchte.

Die traurige Wahrheit ist aber: hätte ich mich an andere Foren oder Fachforen rund um Linux wenden müssen, und hätte ich dauernd gesagt bekommen RTFM du kaqboon, hätte ich es sein lassen und den Umstieg erst garnicht gewagt.
Ergänzung ()

Tevur schrieb:
Oder hat CachyOS mehr als eine ISO zur Auswahl?
Siehe den Post von Taxxor. Du kannst da auswählen was du magst. :)
 
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Ich denke Tevur meint wohl eher mehreren Live Isos mit unterschiedlichen DEs zum probieren ohne es zu installieren
 
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Ich glaub, das wäre etwas zuviel des Guten. ^^
 
🤫 ist doch wie im Videospiel: es liegt vor einem, man muss nur zugreifen.

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MojoMC schrieb:
Deshalb finde ich den Trend zu CachyOS negativ... Diese Fragmentierung ist ein großes Hindernis bei der Verbreitung von Linux.
Aber CashyOS wäre doch gerade eine Lösung gegen die Fragmentierung, in der sich keiner mehr zurechtfindet. Es wird zusehends die Standardempfehlung für alle, die sich für Gaming interessieren. Neueinsteiger müssen sich nicht mit der Recherche zu dutzenden Distribution auseinandersetzen, die nehmen dann einfach CashyOS. Damit hätte man schon eine große Hürde für den Umstieg auf Linux genommen.
 
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WhiteHelix schrieb:
Hast du zufällig im Arch Forum nachgefragt? Da ist das definitiv so, aber bei Endeavour zumindest absolut nicht ;)
Man liest es doch selbst hier im CB Forum
"bleib halt bei Windows und lass dich wie im Kindergarten betreuen, wenn du du blöd bist"(und Varianten hiervon) hab ich hier schon von mehr als einem User gelesen.

Manche wollen anscheinend, dass es ein kleiner, elitärer Kreis bleibt.
 
Manche stellen aber auch entweder Anforderungen, die unter Linux so nie passieren werden oder nur auf lange Zeit gesehen oder die auf Dual Boot schlicht kein Bock haben.

  • "Ich wechlse nur, wenn alle Spiele auf Linux laufen."
  • "Funktionieren denn Valorant und Battlefield 6 auf Linux?"
  • "Zwischen zwei Betriebssystemen zu wechseln ist mir zu aufwendig."
  • "Wenn meine Nvidia-GPU gleich gut wie unter Windows performt, dann wechsle ich."
  • "Linux ist scheiße und niemand interessiert sich dafür."

Das sind so Dinge, die ich schon häufig gelesen habe. Entweder hier oder in irgendwelchen anderen Kommentarspalten. Ich schreibe dann immer "Dann bleibe bei Windows." und ggf. noch, warum dies oder das nicht geht, aber den zweiten Teil von wegen Kindergarten, betreuen und blöd oder ähnlich habe, zumindest ich, nie geschrieben.
 
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Es kommt halt auch auf das Gegenüber an, zumindest ist es bei mir so, wenn ich merke das mein Gegeüber absolut alles vorgekaut haben möchte und keinen milimeter Eigeninitiative hat dann reißt bei mir auch mal der Geduldsfaden und ich habe keine Lust mehr zu helfen.

Wenn ich aber merke das mein Gegenüber richtig Bock hat und auch mal sich selber umsieht etc dann freue ich mich dann auch mit meinem Gegenüber wenn das Problem oder die Unklarheit beseitigt werden konnte.
 
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zett0 schrieb:
Neueinsteiger müssen sich nicht mit der Recherche zu dutzenden Distribution auseinandersetzen, die nehmen dann einfach CashyOS. Damit hätte man schon eine große Hürde für den Umstieg auf Linux genommen.
Gerade Neueinsteigern würde ich CachyOS und generell Arch basierende Varianten jetzt nicht unbedingt empfehlen. Auch wenn die Einstiegshürde trotz Arch-Hintergrund auf den ersten Blick niedrig sein mag, gibt es schon Gründe, warum man in solchen Fällen eher Point-Release Distros wie Fedora empfiehlt. Dadurch, dass bei Rolling-Release Distros das System halt praktisch fast jeden Tag aktualisiert wird, kann es schon mal das eine oder andere Problemchen geben, wo es dann definitiv hilfreich sein kann, wenn man schon etwas Wissen und Erfahrung gesammelt hat. Ist aber nur meine Meinung, ich geh da generell eher auf Nummer sicher.

Bin selber vor einigen Wochen auf CachyOS umgestiegen, nachdem ich zuvor recht lange bei PopOS war, ursprünglich bin ich über Debian und dessen Derivate in die Linux-Welt einstiegen. Ich bin mit CachyOS (und KDE) glücklicher als je zuvor, finde es eine wirklich tolle Distro. Danke auch von mir an diejenigen, die dies ermöglicht haben, wirklich tolle Arbeit!
 
Mit BTRFS und automatischen Snapshots, die dann auch gleich im Bootloader eingetragen werden vor einem Update ist das ein kleines Problem, das das auch mal "nen update bringen könnte, das das Booten nicht schafft"
Aber ja, es gibt stabileres an sich.

Das sollte, wenn man das nicht selbst aktiv anders einstellt bei der installation auch automatisch so eingerichtet sein, wenn ich das richtig mitbekommen habe. (mein Brude rhat das jedenfalls bei seinem CachyOS schon einmal genutzt)
 
Richtig, das wird von CachyOS tatsächlich automatisch eingerichtet, was ich auch sehr schätze, dss gilt aber nur wenn man Btrfs mit Limine bei der Installation auswählt
 
Bei manchen Voreinstellungen und der Paketauswahl denke ich ist noch Luft nach oben. Mal schauen wie sich das entwickelt.
 
woldofoldo schrieb:
Windows 10 ist EOL und bei Windows 11 kannst du dir aussuchen, je nachdem welche Funktionen du brauchst. In der Regel reicht für die Heimanwender die Home Edition. Vom Grundsystem sind die alle identisch.
Das stimmt so nicht, es gibt durchaus grundlegende Unterschiede zwischen Windows Varianten. Ein Hardcore Gamer wird mit einem Windows Server Core z. B. nicht viel anfangen können. Und die Windows Historie ist auch nicht unbedingt so geradlinig, wenn man sich noch an die separaten 32 bit und 64 bit Versionen erinnert sowie 'S', 'N' und embedded Varianten.

Einfach ist es nur, wenn man sich auf den Heimanwendermarkt und Geräten beiliegende OEM Versionen beschränkt. Damit wird gleichzeitig aber die Mehrheit aller Linux Einsatzszenarien ausgeschlossen und der Vergleich kommt ins Humpeln.

woldofoldo schrieb:
Muss ja auch einen Grund geben, warum ein so gutes OS bei gerade mal 5% Marktanteil rumdümpelt.
Welcher Markt?
Bei Heimanwendern überwiegt meiner Meinung nach Bequemlichkeit und somit die OEM Software. Im HPC-Markt ist Linux andererseits führend und Windows irrelevant.
Embedded, Server, ...
 
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Aktuell liegt der weltweite Desktop‑Marktanteil grob bei etwa 70–72% für Windows, rund 15–17% für macOS (Mac) und etwa 3–4% für Linux.

Hinzu kommen Chrome OS (rund 1–2%) und ein „Unknown“‑Anteil (ca. 4–5%), der Geräte erfasst, bei denen das System nicht eindeutig erkannt wird.

Desktop Entwicklung über KI nachgefragt:
| Jahr | Windows ca. | macOS ca. | Linux ca. |

| 2020 | ca. 78–80% | ca. 10–12% | ca. 1,5–2% |
| 2022 | ca. 75–76% | ca. 14–15% | ca. 2–2,5% |
| 2024 | ca. 72–74% | ca. 14–15% | ca. 3–3,5% |
| 2025 | ca. 71–72% | ca. 15–16% | ca. 4–4,2% |

Steter Tropfen höhlt den Stein….
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dev/random schrieb:
Das stimmt so nicht, es gibt durchaus grundlegende Unterschiede zwischen Windows Varianten. Ein Hardcore Gamer wird mit einem Windows Server Core z. B. nicht viel anfangen können. Und die Windows Historie ist auch nicht unbedingt so geradlinig, wenn man sich noch an die separaten 32 bit und 64 bit Versionen erinnert sowie 'S', 'N' und embedded Varianten.

Einfach ist es nur, wenn man sich auf den Heimanwendermarkt und Geräten beiliegende OEM Versionen beschränkt. Damit wird gleichzeitig aber die Mehrheit aller Linux Einsatzszenarien ausgeschlossen und der Vergleich kommt ins Humpeln.


Welcher Markt?
Bei Heimanwendern überwiegt meiner Meinung nach Bequemlichkeit und somit die OEM Software. Im HPC-Markt ist Linux andererseits führend und Windows irrelevant.
Embedded, Server, ...
Also ich finde Bequemlichkeit super! Ich bin mir aber nicht sicher, ob es Bequemlichkeit ist. Ich wage mich jetzt ins psychologische Ungewisse, deshalb nehme ich mich jetzt als „Beispiel“: Ich habe über Jahre meine Pattern aufgebaut und auch wenn ich immer neugierig war und bin und herum experimentiere, so entwickele ich mit dem Alter immer mehr die Notwendigkeit, mich möglichst auf den Content zu fokussieren, welches ich am Computer generiere, und nicht mehr um das Konfigurieren und Anpassen und Optimieren. Beispiel: Jahrelang habe ich mit Photoshop gearbeitet, ein Wechsel auf Gimp oder Affinity habe ich einfach nich hinbekommen. Zu viele Abläufe habe ich so verinnerlicht, dass mir der Wechsel nicht gelingt - mea culpa.

Ich nehme an, dass viele diese Pattern haben und das überträgt sich auch auf das System. Wenn kein Windows, dann ist alles merkwürdig, wenn kein MS Office, dann ist alles merkwürdig…

Mittlerweile ist aus meiner Sicht Linux längs bereit, dass es im Konsumerbereich einfach genutzt werden kann, denn die Standard Aktivitäten (und vermutlich auch darüber hinaus) kann Linux schon seit Ewigkeiten, Installation und Konfiguration erfolgt nun benutzerfreundlich menübasiert.

Der zweite Punkt ist vermutlich der Support. Meinen Onkel habe ich meinen alten MacBook Air geschenkt und Unbuntu installiert. Alles einwandfrei. Nur wohnt mein Onkel nicht wo ich wohne, und sein „Support“ meinte er kennt Linux nicht, also ist Windows wieder installiert worden (und vermutlich kam mein Onkel damit nicht zurecht).

Zuletzt stelle ich mir die Frage, warum ich das nicht mache: Bequemlichkeit sicher, „never change a running system”, alt bekanntes und wieder erkennbares kommt auch noch hinzu. Mindset würde ich sagen.

Vermutlich oder ziemlich sicher werde ich mit ZEN 6 auf Linux wechseln, jetzt habe ich andere Prioritäten.
 
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