Bericht „Gaming-Distribution“: CachyOS-Co-Chefentwickler Peter Jung im Interview

Du kannst dich schon während du bei Windows bist an andere Programme herantasten, die ausprobieren, dich da an neue abläufe gewöhnen. es gibt so einige Linux Programme, die auch zu WIndows portiert werden.

VLC, Firefox, Chrome, Office Programme wie Libre Office und andere, Thunderbird, Krita, Blender, Darktable, OBS, Okular, kdenlive, Speedcrunch, mpv und Oberflächen, Tux Fishing, KeepassXC, raw therapee, Inkscape, Audacity, LosslessCut, MKVToolnix, Avidemux, Shotcut, fre:ac

Um nur mal ne kleine Anzahl auf die schnelle zu nennen :-)
 
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MrBravissimo schrieb:
Ich nehme an, dass viele diese Pattern haben und das überträgt sich auch auf das System. Wenn kein Windows, dann ist alles merkwürdig, wenn kein MS Office, dann ist alles merkwürdig…
Hat eigentlich jeder der sich mal an ein System und die zugehörige Software gewöhnt hat.

Allerdings machen einige Linux Distributionen den Umstieg inzwischen wirklich sehr leicht.

Ich hab mich schon vor längerer Zeit z.B. an Gimp und Inkscape gewöhnt und meine wichtigsten Programme gibts schon immer auch als Linuxversionen. Der einzige echte Bruch beim Umstieg war die Aufgabe von Outlook, den ich seit Windows 95 eingesetzt hab - auch wenn ich ihn zeitweise durch Lotus Notes ersetzt hatte. Allerdings war die Gewöhnung an Thunderbird recht einfach. Weil sich auch die Outlook.pst am leichtesten über eine temporäre Installation von Thunderbird unter Windows in die Linuxversion von Thunderbird importieren liess, hatte ich in TB direkt ein paar Trockenübungen zur Verfügung.

Inzwischen ist mein Umzug nach Linux Mint auch schon mehrere Wochen komplett abgeschlossen und ich fühle mich da auch wirklich pudelwohl. Windows ist in eine VHD pberführt und eingemottet worden. Trotzdem hab ich noch einen Windows Rechner, nämlich mein Surface Go 2, das ich auch viel in der Hand habe. Und das ist auch der Grund warum bei meinem Mint die Anordnung der Taskleistensymbole und der Traysymbole ziemlich identisch zu ihren Pendants unter Windows ist. Selbst das Wallpaper ist das gleiche. Mir gings dabei halt vor allem darum, nicht ständig suchen zu müssen und Fehlgriffe zu vermeiden. Es gibt zwar durchaus noch ein paar Dinge, die ich unter Windows besser gelöst finde, aber die schränken mich jetzt nicht wirklich ein, denn das sind lediglich Komfortdinge, die mir gelegentlich einen zusätzlichen Mausklick ersparen könnten.
 
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Hyourinmaru schrieb:
Manche stellen aber auch entweder Anforderungen, die unter Linux so nie passieren werden oder nur auf lange Zeit gesehen oder die auf Dual Boot schlicht kein Bock haben.

Vorab, ich kenne mich mit Unix bzw. Linux sehr gut aus und nutze es seit den 90er.
Leider ist es aber eins der Gründe warum ich Linux heute immer noch nicht auf dem Desktop nutzen kann, obwohl ich es gerne täte. Deswegen hab ich mich mit WSL arrangiert, so hat eben jeder sein Nischen-Szenario.

Ich verdiene unter anderem mein Geld mit meinen Systemen, nutze diese also privat sowie beruflich und nutze verschiedene Professionelle Software (wie z.B. Maya, Houdini, ZBrush, Cascadeur, Unreal Engine, FLStudio, etc.) die es so unter Linux nicht gibt bzw. die Linux Versionen davon laufen nur auf ältere X11 Distros akzeptabel. Mit Wayland ist in meinem Fall wieder ein neuer Layer hinzugekommen, dass mich derzeit davon abhält Linux auf dem Desktop zu nutzen, denn die oben genannte Software laufen dort nicht mehr wirklich ideal und sind ziemlich crashy geworden.

Dual Boot ist für mich tatsächlich keine Option, wenn ich über 90% auf Windows Software angewiesen bin und mich extrem verrenken bzw. Zeit vergeuden müsste um diese teilweise unter Linux halbwegs nutzen zu können.
Naja und für das restliche Kleinzeugs extra Linux zu booten, darauf kommt es dann auch nicht mehr an.

Selbst Spiele die Native Linux Binaries anbieten, laufen nicht ideal, stattdessen wird den Usern mit Problemen empfohlen die Windows Version mit Proton zu nutzen. So kann es bzw. wird es nie das "Year Of The Linux Desktop" geben.

Grundlegendes darf nicht ständig neu erfunden werden und wenn es mal sein muss, dann sollte eine sehr hohe Priorität auf die Kompatibilität gesetzt werden, denn das hält Software Schmieden davon ab Linux nativ zu unterstützen. Linux muss erst das gebacken bekommen, bevor es Windows oder macOS überholen kann.

Alle paar Jahre evaluiere ich, ob der Linux Desktop meinen Anforderungen genügt, dieses Jahr hat es leider wieder nicht geschaft.

Auf dem Server läuft es aber 1A.
 
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@Derduke
Brauche ich nicht, ich komme mit Thunderbird wunderbar klar und muss mich nicht auf Outlook verlassen. Mein MS 365 Abo lasse ich auch auslaufen. Edge hab ich auch nur genutzt, um dort die WebUIs von Octoprint und Klipper anzeigen zu lassen indem ich die beiden dort als Startseiten eingestellt hatte.

Von daher darf mein Mint schon Microsoft frei bleiben.
 
Ich hab früher in meiner Zeit als Softwareentwickler manjaro verwendet und war von arch und rolling Release vollends begeistert.

Dann fast 10 Jahre Pause von Linux, weil ich im Consulting einfach Windows kompatibel sein musste und keine Zeit mehr hatte.

Jetzt ist wieder alles Linux und Unix. Gerade meines desktop auf cachyos umgestellt und meine Laptop auf MacOS (für die letzten Kompatibilitäts-Ansprüche....). Daneben proxmox fürs homelab. Macht so viel Spaß... Der Techniker in mir freut sich.
 
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ReactivateMe347 schrieb:
Welche Vorteile bietet Cachy OS zu zB pop!OS und SteamOS?
Es bietet gerade für Spieler einige Vorteile.
  • Aktuell die wohl vielleicht Distribution dank Anpassungen am Kernel und modernen Paketen. Das sind am Ende im Schnitt nur ein paar Prozent, aber warum nicht mitnehmen? Außerdem auch generell sehr responsiv in der alltäglichen Nutzung.
  • Out of the box Unterstützung für Nvidia-Karten. Ist bei SteamOS zum Beispiel nicht gegeben.
  • Angepasste Proton-Version vorinstalliert, die einfach FSR- und DLSS-Upgrades, Wayland-Nutzung und damit HDR etc. erlaubt.
Man macht auch mit anderen Distributionen natürlich nichts falsch, aber wenn man sich grundsätzlich mit Arch und einem Rolling Release anfreunden kann, spricht wenig gegen CachyOS. Ich hab mich vor 6 Monaten dafür entschieden es es nie bereut.
 
Beim Installer würde ich mir noch eine bessere Erklärung bzw. eine Markierung mit (default) wünschen. Also z.B. beim Bootloader, warum würde ich was anderes als Grub nutzen wollen?
 
@Zoba
Ich empfehle in diesem Fall die CachyOS-Wiki zu lesen. Die Bootloader haben alle unterschiedliche Vor- und Nachteile. Da kann man nicht pauschal einen empfehlen.

Auch wenn das einige vielleicht denken, ist CachyOS tatsächlich keine Distro für Neulinge. Wenn da mal irgendwas komisches passiert, dann hält es einen nicht an der Hand. Es hat eine gute Default-Konfiguration, aber man sollte nicht denken, dass es damit schon getan ist.
 
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@Krik ja klar, das ist immer eine Möglichkeit, wie bei Arch ja auch. Aber es wäre schön, wenn der Installer das selbst besser kenntlich machen würde. Gerade Neueinsteiger werden bei 30 unterschiedlichen DE's einfach überfordert sein. Da wäre etwas mehr Führung im Installer schön.
 
Zoba schrieb:
Beim Installer würde ich mir noch eine bessere Erklärung bzw. eine Markierung mit (default) wünschen. Also z.B. beim Bootloader, warum würde ich was anderes als Grub nutzen wollen?
Ist nicht default Limine ausgewählt? Das ist dann im Grunde das gleiche. Im Text unten stehen ja Erklärungen zu den einzelnen Bootloadern.
Grub hat soweit ich weis nicht out of the box snapper integriert sodass du direkt beim Boot snapshots laden kannst
 
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Jup, für GRUB braucht es die Installation von grub-btrfs. Auch rEFInd kann Snapshots nicht out of the Box, das braucht auch noch die Installation von refind-btrfs.
 
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Genau, Limine ist mittlerweile default und das ist eben schon ausgewählt. Wenn man einen anderen verwenden will dann wird man sich wahrscheinlich davor informieren.

Was mir eher fehlt ist, im wiki wird empfohlen die Partitionierung manuell zu machen, kann mich nicht errinern dass da im Installer ein Hinweis dazu gewesen wäre.
 
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@petepow Man erhält auf der Partitionsseite im Installationsassistenten neben den Optionen, Calamares einen Dual Boot einrichten zu lassen oder eine Partition oder die ganze SSD zu clearen (wenn die SSD bereits belegt sein sollte), die Möglichkeit, die Partitionierung manuell vorzunehmen.

1. Oben bei "Speichermedium auswählen", die richtige SSD auswählen. Dann die Option "Manuelle Partitionierung" auswählen (dieses Bild wird erscheinen, wenn sich noch andere Partitionen oder Betriebssysteme auf der SSD befinden.)
1774905186349.png


Ansonsten, wird bei einer leeren SSD dieses Bild angezeigt:
1774906330134.png


2. Sicherstellen, dass oben bei "Speichermedium" immernoch die richtige SSD drinsteht. Falls die SSD leer ist, den freien Platz auswählen und eine neue Partition erstellen.
1774906394735.png


3. Die Partition mit den entsprechenden Daten aus dem CachyOS-Wiki erstellen. Den Vorgang mit weiteren benötigten Partitionen wiederholen. Das Wiki sagt, dass zwei Partitionen erstellt werden sollen; eine für /boot und eine für /.
1774905619883.png
 
Conqi schrieb:
Man macht auch mit anderen Distributionen natürlich nichts falsch, aber wenn man sich grundsätzlich mit Arch und einem Rolling Release anfreunden kann, spricht wenig gegen CachyOS. Ich hab mich vor 6 Monaten dafür entschieden es es nie bereut.
Pop!OS zB hat durch Ubuntu HWE auch recht aktuelle Kernel und durch Ubuntu an sich wohl die breiteste Packetbasis.
 
Snakeeater schrieb:
Man sollte lieber bei den etablierten Distros Fuß fassen, denn die gibts sich noch in zwei Jahren...
Nein nein, hier wird die Meinung vertreten, man müsse bei jedem Theme und jedem Wallpaper ne eigene Distro, ja gar ein ganz "eigenes" Betriebssystem herausbringen. Damit wären wir dann bei der millionsten Distro angekommen.

Anstatt dass die Leute ihre Köpfe zusammenstecken und einfach Komponenten für die "großen" Wurzeldistros bauen (wie hier Cachy-Kernel für Arch, der sich beliebig austauschen ließe) oder Installationsscripts, die Nobara-Komponenten in Fedora installieren, muss jeder ne eigene Distro haben.

Wie gesagt, ich habe bei meinem VW andere Felgen aufgezogen als vom Hersteller vorgesehen. Ich habe somit ein völlig neues Fahrzeug entwickelt und gebaut kann man schon sagen. Den Florianwagen Golf. Vielleicht tausche ich ja noch die warmweißen Halogenleuchten durch kaltweiße. Dann wäre das der Florianwagen Sportgolf. Aber das ist noch in Entwicklung, habe noch kein Releasedatum. Nicht weitersagen.
Ergänzung ()

coxon schrieb:
Erst nennt er mich Bauer, jetzt geistiger Tiefflieger ... Geiler Typ. Würde mans nicht besser wissen, könnte man glatt auf den Gedanken kommen, du seist passiv agressiv und versuchst etwas zu beweisen während du von deinem hohen Roß auf uns (Peasents) herabblickst.

Aber das wäre total anmaßend, und das würde ich mir nie und nimmer erlauben. ;)
Das mit dem Peasant war in Kombination mit dem by the way in der Tat ein sarkastisches selbsternannter Arch-Elite-User. Dass du das jedoch nicht erkannt hast und wirklich als persönlichen Angriff gewertet hast, bestätigt jedoch überraschenderweise wirklich dass das komplett an dir vorbeigezogen ist.
Ergänzung ()

Cat Toaster schrieb:
Immerhin hat es jetzt vier Monate gedauert, bis sich meine primäre CachyOS-Workstation gerade eben zu Tode geupdatet hat.

Totaler Blackscreen nach dem Logo, wo es schon nice wäre den Logon-Screen zu bekommen.

Der längste Run bisher, aber ist halt nervig. Keine direkte Recovery-Möglichkeit, jetzt erstmal wieder auf der Kommandozeile rumlöten um rauszufinden was überhaupt los ist, vermutlich mit nem Recovery-Stick booten und auf einen Snapshot von davor zu reverten.

kurgon181 schrieb:
CachyOS hat offensichtlich noch ein paar Kinderkrankheiten, die behoben werden müssen, vor allem wenn es um die Installation und Updates geht.

Irgendwie zweierlei Maß. Wenn ein Betriebssystem sich bei einem Update komplett zerlegt, sodass der User mit Schraubendreher und Zange unter die Haube klettern muss, dann sind es noch ein paar Kinderkrankheiten, die behoben werden müssen.

Wenn bei Win11 mit einem Update ein Bug reinkommt, das System aber nach wie vor bei 99,99% der Leute weiterläuft, hat der Thread binnen 2 Stunden 400 Posts, Mistgabeln und Fackeln liegen vorne am Eingang zum Mitnehmen und der Scheiterhaufen ist schon vorgewärmt.
 
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Mondgesang schrieb:
Wie gesagt, ich habe bei meinem VW
Hach, der klassiche CB-Autovergleich... lächerlich, aber immer wieder erheiternd. Danke!

Mondgesang schrieb:
Anstatt dass die Leute ihre Köpfe zusammenstecken und einfach
Und wenn sie schon dabei sind, könnten die Menschen auch gleich ihre Köpfe zusammenstecken "und einfach" alle Kriege beenden um Weltfrieden zu schaffen.

Menschen sind unterschiedlich. Jeder Mensch schafft was eigenes. Und kann das dank Internet, Git, Open Source, etc. mit allen teilen. Wer davon überfordert ist, hat ein persönliches Problem an dem nich andere Schuld sind.
Das tolle ist ja, die Ideen, die in den "tausenden" Distros stecken können auch von den großen "Volksdistributionen" einfach adaptiert werden, wenn sie gut sind. Und die von CachyOS sind offenbar gut, sonst würden es nicht so viele nutzen.

Also statt sich zu beschweren, dass jetzt schon wieder so ne Nieschen-Disto mit minimalen Anpassungen kommt, warum nicht bei Canonical oder RedHat fragen, warum diese minimalen Anpassungen noch nicht bei denen verfügbar sind sondern man dazu auf eine "Frickel-Distro" zurückgreifen muss?
Die Antowort ist einfach: weil Linux ur-demokratisch ist. Menschen und Firmen genießen Freiheit im Schaffen. Und niemand beschränkt die Freiheit der anderen. Konflikte werden nur mit Worten ausgefochten. Toll!
 
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