News Gemeinsame Geheimdienst-Cloud: BND, Verfassungsschutz und MAD wollen auf Google setzen

Datensicherheit/-geheimhaltung von der Datenkrake (Google/Alphabet) schlechthin zu erwarten, wĂ€re eine denkbar schlechte Entscheidung, denn wirklich geheim (bspw. fĂŒr amerikanische Nachrichtendienste) wird wenig bleiben und nicht erst unter Trump (man denke an die Smartphone-Spionage bei Merkel zu Zeiten Obamas) gab es (geheimdienst- und) weltpolitisch unterschiedliche bis kontrĂ€re Interessen.

Was passieren kann, wenn man reichen Konzernen bzw. deren Tech-Oligarchen/CEOs solche weitreichenden Staatsaufgaben/vollmachten anvertraut, hat man vor kurzem bei Elon Musk bzw. der StarShield-Drosselung in der Ukraine gesehen.
Nicht zu fasssen, wie mit dem Klammerbeutel gepudert die deutschen EntscheidungstrÀger (Sicherheitsexperten, Politiker, Geheimdienstleute, etc.) sind.
 
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Wann denn bitte war Deutschland komplett unabhÀngig von den USA und hat politische, geopolitische oder gesellschaftspolitische Entscheidungen selbst getroffen? Ich persönlich kann mich da nur an einen Zeitpunkt erinnern: Wo ich als Kind und Jugendlicher absolut keine Ahnung davon hatte.
 
Und der Rest so pööses pööses Amerika đŸ€ŁđŸ€ŁđŸ€Ł
 
Fliz schrieb:
Geheimdienst und Google schließen sich eigentlich gegenseitig aus.
Auch bei deutschen Nachrichtendienten arbeitet man - wie der Rest der Nachrichtenwelt in anderen LĂ€ndern auch - mit Windows, Word und Co., warum also nicht mit Google? Digitale SouverĂ€nitĂ€t ist ein lange gehegter Wunsch - zu dessen ErfĂŒllung man sowohl auf nationaler als auch auf europĂ€ischer Ebene einfach zu wenig tut - aber nicht die RealitĂ€t, und so lange das der Fall ist, wird man weiter mit bestehenden AbhĂ€ngigkeit dieser Art leben mĂŒssen. Alternativ kann man natĂŒrlich auch einfach ewig in der analogen oder der IT-Steinzeit-Ära verweilen ...
 
@shaboo Von Linux und Co hast Du anscheinend noch nie was gehört.. Es gibt mehr als nur Windows und Word.. Als Geheimdienst sollte man nicht auf Software von der Stange setzen, aber was weiß ich schon..
 
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Das wĂ€re vor der Trump-Ära ja bereits fahrlĂ€ssig gewesen, aber in der aktuellen Zeit ist das wirklich absoluter Wahnsinn. Was zum Geier, ganz ehrlich.
 
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Alphanerd schrieb:
wir Daten nicht bei einem Unternehmen eines verfeindeten Staates lagern sollten
das ist bestimmt eine Desinformationsmission, ĂŒber die unsere SchlapphĂŒte falsche Infos verteilen möchten, aber auch um zu prĂŒfen, ob es einen Informationsfluss zwischen den US Diensten und Russland gibt...

Diese Missionspunkte sind so wichtig, dass man durchaus gewillt ist am ganz großen Rad zu drehen und entsprechend Geld zu investierten... oder.... ODER!!!!!
es ist 14Uhr55 an einem Montag... und ich habe das dringende BedĂŒrfnis mir den Mist schön zu saufen!
 
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Ich kann diesen KĂ€se nicht verstehen. Viele Unternehmen richten sich eine Nextcloud ein um eben NICHT seinen ganzen Kram auf NSA-Server zu schieben... und was macht der deutsche Nachrichtendienst? :D :D :D
 
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MAD? Da wo Alfred E. Neuman das AushĂ€ngeschild mit dem Motto "What, me worry?“ ist?
 
Also ich habe da ja jetzt fĂŒr gewöhnlich nicht so einen fetten Stock im Arsch und bin nicht Anti-Ami, aber bei einer Geheimdienstcloud fĂŒr als „geheim“ klassifizierte Dokumente auf Google zu setzen ist schon ein wenig makaber.
 
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OpticalFiber schrieb:
Man merkt einfach wie Dumm die Regierung ist.
Da gebe ich dir absolut Recht, aber nicht nur der aktuellen, die es Verpasst haben gerade fĂŒr Behörden entsprechende IT-Infrastrukturen zu schaffen, dass sie eben nicht auf irgendwelche auslĂ€ndische Anbieter wechseln mĂŒssen / angewiesen sind...

Aber wenigstens scheint die Zukunft des FaxgerÀt gesichert zu sein...
Was fĂŒr ein Bananen-Staat... (an dieser Stelle erspare ich mir die weiteren Worte, weil es die nicht gibt, die beschreiben könnten was ich ĂŒber die Digitalisierung und IT-Infrastruktur des Staats denken wĂŒrde)
 
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Engelsen schrieb:
Ich verstehe mittlerweile nicht mehr, warum wir in KRITIS Umgebungen EXTREM hohe Anforderungen erfĂŒllen mĂŒssen und möglichst alles mind. in der EU, wenn nicht sogar in DE hosten mĂŒssen - aber der MAD darf das ĂŒber Google laufen lassen?
Normalerweise ist in solchen Bereichen dann der Deal, dass der $Anbieter seinen Softwarestack in ein lokales Rechenzentrum verfrachtet und die Kontrolle bedingt an den $Auftraggeber ĂŒbertrĂ€gt. Damit sind die Auflagen fĂŒr Kritis dann meist erfĂŒllt. Der Manuel Atug alt MitbegrĂŒnder der AG Kritis gibt dann wieder fröhlich Interviews in den Medien wie bescheuert das ist. Die geladenen SachverstĂ€ndigen vom CCC raten zum Einstellen des Lacksaufens und zum Jahresende treffen wir uns alle zum Congress zur Therapie.

Und auch wenn es Air-gapped ist - wie spielen die Kollegen denn Updates ein?
Geht das dann per USB Stick?
Wer auch immer diesen Spin hinbekommen hat, dass "Cloud" und "Air-gapped" irgendwie zusammengebracht werden kann. Diese RealitÀtsverdrehung nötigt mit Respekt ab, annÀhernd soviel wie sie Verachtung hervorruft.


t3chn0 schrieb:
Man hÀtte auch Ionos und T-Systems, aber in Deutschland fehlen die KapazitÀten.
Der Aufbau von KapazitÀten und Infrastruktur kostet gehörig Geld. Kein Schwein tÀtigt da Investitionen, wenn da in dem Bereich keine verlÀsslichen Abnehmer gibt. Wobei staatliche Organe als Kunden maximal unzuverlÀssig sind. Anforderungen in Ausschreibungen sind gruslig, das KnowHow der Kunden zum Schreien, Zahlungsmoral so lala, Prozesse aus der Hölle im Limbo zwischen garnicht, falsch, teilweise dokumentiert.

shaboo schrieb:
Auch bei deutschen Nachrichtendienten arbeitet man - wie der Rest der Nachrichtenwelt in anderen LĂ€ndern auch - mit Windows, Word und Co., warum also nicht mit Google? Digitale SouverĂ€nitĂ€t ist ein lange gehegter Wunsch - zu dessen ErfĂŒllung man sowohl auf nationaler als auch auf europĂ€ischer Ebene einfach zu wenig tut - aber nicht die RealitĂ€t, und so lange das der Fall ist, wird man weiter mit bestehenden AbhĂ€ngigkeit dieser Art leben mĂŒssen.[...]

Je mehr technische Schulden man anhÀuft, desto schwerer wird es davon loszukommen. Jede Migration auf proprietÀre Plattformen nagelt einen fest auf proprietÀre Datenformate, proprietÀre Prozessdefinitionen und verhindert den Aufbau von internen Kompetenzen zum Betrieb, Entwickeln entsprechender Infrastruktur.
 
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Hinter solchen "Vorhaben" stecken immer einzelne Personen. Hat man schon herausgefunden, wer sich dafĂŒr einsetzt? Zu welcher Fraktion gehören die?
 
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Leute, wir mĂŒssen VerstĂ€ndnis aufbringen und sollten uns nicht ĂŒber Benachteiligte in unserer Gesellschaft lustig machen.
Das sind Ämter, als Beispiel der MAD, in denen in hohen Positionen Menschen versuchen zu arbeiten, die nur das Telefon und FaxgerĂ€t beherrschen. Auch deren Feindbild ist noch aus den 50er Jahren mit roter Fahne und Kalaschnikow und so
Eine Weiterentwicklung zu modernen Szenarien mit Computern und Satelliten hat es nur soweit gegen dass man im Labor Tetris nach einem russischen Virus durchforstet hat.
Jetzt haben die von Google (geheime Organisation ohne Geheimnisse light Edition) gehört und morgen wird der erste Rechner mit Windows XP geliefert.
Eigentlich wollten die Googpro aber da haben die richtigen Geheimdienste nicht mitgespielt.

Also, wir mĂŒssen denen mit MĂ€ĂŸigung gegenĂŒbertreten und versuchen sie in unsere Zivilgesellschaft einzubinden. Wenn wir es schaffen aus einem dieser armen Menschen einen demokratischen BĂŒrger zu machen, dann gibt es auch Hoffnung.
 
Floorp schrieb:
Behörden wollen sich nur selbst erhalten, sobald die Strukturen erst einmal etabliert sind. Es kann nur doof enden. Immer.
Ich finde diese Staatsfeindlichkeit bedenklich. Dort wo ich Sachen wollte, haben die meisten sich den Arsch aufgerissen.

Wir mĂŒssen weg davon seinem GegenĂŒber fĂŒr einen Idioten zu halten, nur weil einem selber die Informationen fehlen.

Wenn ĂŒber mein Fachgebiet hier berichtet wird, stellen sich mir auch immer die Haare auf, wenn dann Leute wie du einfach unqualifizierten Senf als Ahnung verkaufen.

Sorry fĂŒr den Rant.
 
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