News Gesetzentwurf gegen Abo-Fallen im Internet

Benj schrieb:
Das Bundesjustizministerium unter Führung von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat einen Gesetzentwurf formuliert, in dessen Folge Verbraucher vor Kostenfallen im Internet besser geschützt werden sollen. mehr…

ihr dürft den Bundesadler nicht benutzen, soweit ich weiß... also Vorsicht! ;)
 
Wer bisher so dumm war der fällt auf die nächste Masche rein, so ist das leider schon immer gewesen. Aber naja, die FDP hat es versucht, irgendetwas positives, egal wie unnütz oder klein es ist, müßen die aus der Legislaturperiode, in der sie für lange Zeit das letzte mal an der Macht waren, ja vorweisen können.
 
Also wenn ich ehrlich bin, bin ich schon ein bis zweimal darauf reingefallen. Einmal hab ich den Adobe Reader runtergladen, und mann musste sich dazu anmelden. Kam mir spanisch vor. Keinen Preis, nix wurde genau deklariert, und bekam danach eine Rechnung von über 100 Euro.
Der Vorteil von mir ist, dass ich in der Schweiz lebe und ich durch das Geschützt bin. Unser Recht schützt uns von solchen Fallen und auch wurde im Fernseher, Zeitungen etc schon viel darüber berichtet. Je mehr Gesetze dagegen, desto besser. Klar ist, Internet wird immer präsenter und dadurch auch immer attraktiver für Betrüger. Es liegt jetzt nun an der Regierung, die Gesetze so zu machen, dass auch der User im Internet geschützt ist. Nur ist das halt schwer zu verlangen, wenn ein grosser Teil der Regierung nicht mal mit dem Internet klar kommt..
 
Die Richtung stimmt schon mal.

Ein Gesetz ersetzt zwar nicht den Gebrauch des Gehirns, aber es ist ja begrüssenswert, dass sich die Politik bewegt.

Warum kann dass erst 2012 geschehen.

Darüber hinaus sollten im Internet geschlossene Verträge erst wirksamm werden, wenn der
Händler mir einen Ausdruck des Vertrages zur Unterschrift vorlegt.

Damit wäre das Thema weitgehend erledigt.
 
Ein solches Gesetzt war schon lange fällig. Ich denke wir sollten in der Schweiz die Idee übernehmen.
 
naja ansich ne gute Sache ... nur wenn man sich den Entwurf mal genauer zur Brust nimmt doch recht unfertig und vorallem bleiben trotzallem genug Schlupflöcher für das Abzockergesindel übrig ...
wenn die Politiker doch nur mal die gleiche Energie die Sie für Zenzurpolitik und ContentMafia Lobbyarbeiten aufbringen auch für solche Themen aufbringen würden! Aber das ist entweder nicht so Prestigeträchtig bzw. lukrativ wie es scheint ...
 
Das stimmt auch wieder. Ich denke, da muss jetzt Druck gemacht werden von den Interessierten, damit das Gesetzt nicht neue Nachteile für die Leute bringt und eventuell sogar, denen mit krimineller Energie noch hilft. Grundsätzlich ist es eine gute Idee, dass man nicht auf die EU warten will, sondern jetzt ein Gesetzt schafft, dass dann eventuell in europäisches Gesetzt übergeht. Quasi als guide line.

Aber das ist entweder nicht so Prestigeträchtig bzw. lukrativ wie es scheint ...
Dabei ist das eine Frage, welche die Leute interessiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Pandora schrieb:
Und ?

Dann hängt man eben hinter das "Ich habe die AGB Gelesen" auch ein "ich habe den Preis zur Kentniss genommen" und den Preis setzt man am besten noch in Popups die sowieso geblockt werden oder schreibt ihn einfach weiterhin klein :p
.

Das Gesetzt soll ja eben genau das verhindern. Die Preisangaben müssen dann deutlich sichtbar sein und separat aktzeptiert werden.

Gibt eben noch genug Leute, die sich mit Internet etc. nicht auskennen und dann schnell mal in sowas stolpern.

Aber wieder schöne Bürokratie: nicht vor 2012 umsetzbar auf EU Ebene...
 
Ich verstehs auch ned.

Vorher: nichtig
Nachher: nichtig


Anbieter machen:
"ich habe die agb gelesen und bin einverstanden"
Zu
"ich habe die agb gelesen und bin mit dem u.g. Preis einverstanden"
Und alles geht weiter.


Anstatt mit den Steuergeldern ordentliche Aufklärungsarveit zu leisten, wird alles für einen Gesetzesentwurf rausgeblasen, der an der Situation nichts ändert.
 
Hier gehts doch sicherlich um soloche Seiten die irgendwelche 0815 Free- oder Shareware anbieten?! Da finde ich ja, dass vll mal von den Entwicklern der dort angebotenen Software mehr Engagement gezeigt werden könnte. Die haben schließlich das Urheberrecht und könnten Seiten, wo es solche Abofallen gibt, verbieten dort ihre Software anzubieten. Dann haben die auch nichts mehr anzubieten, mit dem sie solche Forderungen rechtfertigen können.
Oder seh ich das falsch?
 
Augen1337 schrieb:
Anbieter machen:
"ich habe die agb gelesen und bin einverstanden"
Zu
"ich habe die agb gelesen und bin mit dem u.g. Preis einverstanden"
Und alles geht weiter.
news schrieb:
..Unternehmer sollen verpflichtet werden, kostenpflichtigen Angeboten einen deutlich gestalteten, hervorgehobenen Hinweis auf den Gesamtpreis der Ware oder Dienstleistung beizufügen..
Nun ja, so einfach wie manche das hier sehen, ist es für die Abzocker dann doch nicht mehr.
deutlich gestaltet und hervorgehobene Preishinweise wären schon ein enormer Fortschritt (was trotzdem einige nicht abhalten wird hereinzufallen, aber dann echt selber schuld)
 
Das Gesetz ändert eh nicht viel. Die Trottel die heute bereits drauf reinfallen werden es auch trotz Gesetz tun.
 
Die Trottel könnten Deine Eltern, Verwandten und mal Kinder? sein. Ebenso wie es auch meine Eltern, und Verwandten sein könnten. Oder auch mich. Klar wird's Du in Deinem Leben NIE übers Ohr gehauen werden. Da hast Du wohl glück gehabt. Ich zwar auch. Aber potenzielle Opfer als Trottel zu bezeichnen. Ich weiss ja nicht.
 
Die Unerfahrenheit von z.B. älteren Menschen mit Computern und/oder dem Internet würde ich jetzt auch nicht mit dem Begriff Trottel gleichsetzen.

Das ist in etwa so angebracht, als wenn Dir ein Arzt wortlos und ohne schriftlichen Kommentar ein Röntgen-/CT-Bild überreichen würde und Dich dann als Trottel bezeichnet, wenn Du (ganz ohne Vorwissen) nicht von alleine erkennst, um welchen Befund es sich dabei handelt.

Jeden Tag kaufen sich Tausende von Menschen Ihren ersten Computer, fangen ganz neu mit der Materie an. Da passieren ganz automatisch Pannen und Missschicke, auch ganz ohne die Hilfe von Onlinekriminellen und Abzockern.

Wenn man ausserdem bedenkt, wie viele ungeschriebene Gesetze es im Internet gibt (z.B. gib niemals mehr reale Daten von dir preis, als verlangt werden), dann wundere ich mich manchmal noch wie wenig eigentlich passiert.

Ich jedenfalls bin sehr froh über jeden Gesetzesentwurf (mag er noch so trivial erscheinen), der diese Art von Abzocke im Internet erschwert. Ist ja in unser aller Interesse.
 
@ beide über mir:

Ich stimme Euch absolut zu.

Zumal es nicht nur ältere Menschen sein müssen, die betroffen sind. Auch Jüngere können andere Interessen haben und sich daher nur rudimentär mit dem Internet auskennen. Daran ist nichts Verwerfliches oder Verächtliches.

Auch Rechtskenntnisse sind nicht unbedingt weit verbreitet in der Bevölkerung. Und auch hier besteht kein Grund, sich über diese Menschen lustig zu machen.


Das Gesetzesvorhaben zielt genau in die richtige Richtung und wird zudem dazu beitragen, dass die Bevölkerung ihre Rechte besser kennt. Das ist mehr als begrüßenswert.

MfG,
Dominion.


EDIT:
Allein dann, wenn das Gesetz verabschiedet werden sollte, wird die Bevölkerung durch die Medienberichte stärker informiert werden. Und das ist dringend notwendig.
 
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