Bericht Glasfaser: Die Suche nach dem schnelleren Licht

JustAnotherUser schrieb:
Ich frage mich ja, wieviel von diesem "Bedarf" man sich sparen könnte, wenn man den Datenverkehr geschickter organisiert.
Das machen die großen Streaming-Dienste doch schon längst...

Stichwort 'edge caching'
 
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conf_t schrieb:
Denen reicht noch heute DSL, weshalb es ja oft schwierig das nötige Quorum für den Ausbau zu erreichen. Zeitgleich jammern alle darüber, dass wir eh 15 Jahre hinterher hinken und ja noch immer kein Glasfaser hätten….. finde den Fehler. Auch andere hier im Thread krakeelen so in dem Tenor.
Der Fehler sind die Kosten. Klar nehme ich für die Preise unserer Nachbarn gern Glasfaser.
Jetzt wohne ich in nem Komplex mit einem Exklusivvertrag bis 2030 (wenn ich das richtig. verstanden habe, bin da kaum im Thema). Sackteuer nach 12 Monaten selbst bei kleinen Verträgen und immer wieder Störungen.

Jetzt freue ich mich, beim nächsten Umzug wohl wieder mehrere DSL- und Kabelanbieter zu haben. Ja, ist langsamer aber preislich attraktiver. Ich sehs nicht ein, 50-60€ fürs Internet zu zahlen. Groß genutzt wird es eigentlich nur im Winter. Hab nichts zu verschenken, schon gar nicht mit den aktuellen Plänen zu Sozialabgaben.
 
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JustAnotherUser schrieb:
Der Bedarf an Latenz darf nicht mit dem Bedarf an Bandbreite verwechselt werden. Da liegen Welten dazwischen. Bandbreite ist heute theoretisch kein großen Problem mehr (TCP-Window-Scale mit nem R-Window von mal eben 1-2 MB oder so bei moderneren OS kein Ding...), aber die Latenz ist für manche Fälle noch immer zu hoch. Was man für Klimmzüge machen muss um NTP genau zu bekommen, wenn es auf Timstaps auf die 10tel Milisekunde ankommt.....
 
Das Bild mit der Hohlkernfaser hat mich ziemlich irritiert, da ja das Licht auch hier (über Kurven) geleitet werden muss. Demzufolge müsste der Pfeil genauso aussehen wie beim Vollkernmaterial, eben immer an der Wandung reflektierend. Der Unterschied ist, dass das Licht weniger durch Einschlüsse etc. im Vollkernmaterial zusätzlich abgebremst wird.

2-How-It-Differs-from-Traditional-Solid-Core-Fiber.webp


Quelle: https://www.holightoptic.com/de/Was-ist-Hohlkernfaser-HCF/
 
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Im Zugang begrenzen heute eher Endgeräte, Router und Ausbaukosten.
In FTTH-Netzen in Deutschland begrenzen künstliche Beschränkungen und zu alte eingesetzte Technologien der Netzbetreiber.
 
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lmfaktor schrieb:
Forschung ist immer gut, jedoch ist es fraglich ob und wann es sich im praktischen Einsatz realisiert wird.
50G pon z.b. nutzt wdm und wird bereits verbaut. ja, von der telekom und in deutschland... die im artikel erwähnten forschungsergebnisse sind natürlich um grössenordnungen besser, aber das prinzip ist hier das gleiche.
 
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0x8100 schrieb:
du hast schon gelesen, wo das primär eingesetzt wird? und jetzt nochmal: warum sollte das in deutschland "eh erst 15 jahre später" kommen? wahrscheinlich noch nie eine glasfaser oder einen sfp in der hand gehabt, aber hauptsache als ersten kommentar wieder ein inhaltsleeres "deutschland ist doof" gesabbel von sich geben.
Danke, genau so ist es !
Deutschland hat gerade im Bereich Glasfaser in den letzten Jahren mächtig Gas gegeben.

Diese unfassbar falschen und verzerrten Meinungsbilder sieht man ja jetzt bei Ceuta wieder gut.
Da wird erzählt die seien "alle auf dem Weg hier hin" - völliger Schwachsinn. Der weit überwiegende Teil ist auf dem Rückweg. Aber Hauptsache in Foren Quatsch erzählen und Social Media Scheiss weiterverbreiten.
 
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wuselsurfer schrieb:
Bei Glasfasern mag das anders ein, aber auch da ist die Lichtgeschwindigkeit immer gleich. ;)
Die Aussage ist leider falsch. Die Lichtgeschwindigkeit ändert sich je nach Medium: Luft, Flüssigkeiten, Glas, Vakuum, das Licht ist nicht immer gleich schnell.
 
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Himbeerdone schrieb:
Das Bild mit der Hohlkernfaser hat mich ziemlich irritiert, da ja das Licht auch hier (über Kurven) geleitet werden muss. Demzufolge müsste der Pfeil genauso aussehen wie beim Vollkernmaterial, eben immer an der Wandung reflektierend. Der Unterschied ist, dass das Licht weniger durch Einschlüsse etc. im Vollkernmaterial zusätzlich abgebremst wird.

Anhang anzeigen 1750581

Quelle: https://www.holightoptic.com/de/Was-ist-Hohlkernfaser-HCF/

Ich bin kein ausgewiesener Experte und falls ich hier was falsch gemacht habe werde ich korrigieren. Nach deinen Worten habe ich es noch mal nachgelesen:

Reflexion: Trifft das Licht in einem flachen Winkel auf die Grenze zum Mantel, wird es komplett in den Kern zurückgeworfen (Totalreflexion) und folgt so im Zickzack-Kurs oder in Wellenform Biegungen der Faser.: https://www.telekom.com/de/konzern/...htwellenleiter-fuer-schnelles-internet-612108

Insofern ist mein Schaubild doch richtig?
 
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@PhiE reflexion tritt bei fasern mit und ohne kern auf und wird für die führung des lichts benötigt.

1785665202952.png


dein bild impliziert jetzt, dass bei hohlkernfasern diese reflexion nicht benötigt wird bzw. nicht auftritt, was aber nicht der fall ist. es sein denn, das kabel ist perfekt parallel zum eingang des lasers und hat keinerlei kurven :)

k.a. wo das bild herkommt, aber das stimmt so nicht.
 
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testwurst200 schrieb:
Braucht man glasfaser für den Heimbedarf überhaupt noch?
Ich habe seit kurzem 5g unlimited und Glasfaser. Die Arbeiter haben letzte Woche bei über 30 Grad den halben Tag meine Glasfaser verlegt.

5g ist ebenfalls nicht Ende der Fahnenstange und Funk dürfte für die große Mehrheit ausreichen.

Aufwand und Nutzen gehen irgendwie weit auseinander.

ja ich weiß diese Technik ist sowieso erstmal nicht für zu Hause gedacht. Mir ging es generell um den glasfaser Vollausbau wenn ich den Aufwand bei mir anschaue

Glasfaser für den Heimbedarf und Aufwand und Nutzen ..
Ja, wir brauchen mehr als DSL und auch Koax. Im Gegensatz zu der in diesem Artikel angerissenen Perspektiven bei Glasfaser bieten die keine.
Und nein, Glas statt Kupfer ist nicht mehr Aufwand. Ob man - eine - Kupferleitung oder ne Glasfaserleitung verlegt macht den selben (Gesamtpreisbestimmenden) Tiefbauaufwand. Nur die einzelne Glasfaser kann halt bereits 10TBit/s (Backbone) und (potentiell offenbar noch viel) mehr im Vergleich zu den 1..10GBit/s von UTP..Koax. Und die Glasfasern sind so dünn (250u inkl. etwas Plastik drumherum) das man in einen offenen Graben auch locker mal 1000 Einzel-Fasern reinschmeißen/Einblasen kann/könnte. Und auch die Materialkosten für die Kabel - Eine 250km Einzelglasfaser (125u/250u) braucht etwa 10 kg Glas und 10 kg Plastik. Bei UTP 2adrig wiegt das Kupfer bereits 1000kg .. was die Materialkosten wiederspiegelt: Glasfaser selbst kost nix.

Und nein 5G ist auf Dauer nicht wirklich ein Ersatz:
Denn auch das Mobilfunknetz ist ein Glasfasernetz. Nur die letzte Meile (Mobilfunkmast bis Smartphone) ist dort Funk. Der Rest jeder Verbindung ist Glasfaser. Und mit höheren Datenraten im Netz (sprich jeder Mobilfunkgeneration) werden die genutzten Frequenzen höher, rücken wegen sinkender Reichweite, aber auch um die Datenrate eines jeden Mastes auf weniger Smartphones verteilen zu müssen, die Masten enger zusammen. Und das Ende vom Lied wird sein das die Antennen nicht auf Masten sondern auf (allen) Hausdächern sitzen und nur die umgebende(n) Straßen(abschnitt) beleuchten. Und diese Antennen auf den Hausdächern werden dann mit der ja heute bereits verlegten Glasfaser ins Haus angebunden.. Und im Haus geht es weiter mit der Glasfaser in die einzelnen Zimmer. Dort steht dann der AP mit seiner "Antenne" und beleuchtet das Zimmer (mit wenig Energie). Weil ja die hohen Funkfrequenzen (die für die hohen Datenraten nötig sind) nicht mehr durch Wände oder Fenster gehen. Nebeneffekt: sozusagen ablauschsicher, was im Zimmer ist bleibt auch da, und keine Funkstörungen mehr von draußen ins Zimmer, was gut für die erreichbare Datenrate ist.
Auch heute ist die von den Nutzern monatlich "verbrauchte" Datenmenge (der Traffic) im Mobilfunkbereich nahezu 50x kleiner als im Festnetzbereich (sagt VATM). Der meiste Traffic den eine Smartphone erzeugt ist also wohl nicht Mobilfunk sondern "Ey Alter ich brauch mal das WLAN Passwort hier".
 
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Bockstark :) Grad vor paar Tagen dazu recherchiert und exakt die gleichen Daten gefunden.

@ all
Ihr wisst aber schon, daß sowas mit der "Glasfaser" vom OLT (was bei DLS, DSLAM heißt) eher rein gar nichts zu tun hat? ;)
 
Ich finde es immer wieder wahnsinnig faszinierend, wenn man mal darüber nachdenkt, wie viel Entwicklung in Dinge geflossen ist, die man alltäglich wie selbstverständlich nutzt.
Danke für die Einsicht in das Gebiet.
 
PusteBlume0815 schrieb:
Die nächste Generation nach der hohlen Glasfaser wird die Warp-Glasfaser sein. Da kann man Datenpakete in Überlichtgeschwindigkeit durchjagen. Ich bin schon froh, daß mein DSL250-Anschluss relativ gut und stabil läuft. Jetzt kommen die Chinesen mit 1,2 Terabit. Auf den Schock hin muss ich mir erst mal eine PET-Mineralwasserflasche öffnen mit nicht mehr verlierbarem Deckel. :hammer_alt:
Es gab schon vor über 20 Jahren die Experimente zur Übertragung von Daten mit Überlichtgeschwindigkeit in Wien unter der Donau durch. Für die Tunnelübertragung per Quanten gab's sogar den Nobelpreis. Die Datenrate nimmt halt mit Abstand (Zeitdauer) sehr ab. Aber ich glaube sie haben damals etwas Musik von Mozart 'teleportiert'.
 
Das Galsfaser die "Kabel" der Zukunft sind war schon vor den 2000'ern klar. Ebenso das diese auch irgendwann nicht mehr aussreichen. Weiterentwicklungen und Optimierungen sind logisch, auch war schon damals klar das Modulierungen, höhere Taktung, Bi-direktion und mehrere Lichtfarben dazu kommen.

Schnelleres als Lichtgeschwindigkeit im Vakuum (Hypothesische Tachyonen mal ausgenommen) kennen wir nicht. Desshalb wird denke ich damit dann die höchste physikalische Stufe bei Nanoquarzglasrohren mit Vakuum statt Luft sein.
Falls man sich irgendwann Neutrinos zu Nutze machen kann, wären Glasfaser nur noch für schnelle und geschlossene "Kurzstreckenverbindungen" nötig.
Das alles wird "unsere" Generation aber nicht mehr "praktisch" miterleben.
 
Das ist übrigens eine Technik die sich nichtmal gewöhnliche Rechenzentren leisten könnten. Das ist Hyperscaler und KI-Fabriken :freaky: Zeug. Schon das, was noch mit einer wirtschaftlich vertretbaren Faser aktuell maximal gehen würde, sind ja die 400 Tbit/s. Das auf einem 12x MPO Stecker, macht... 4800 Tbit/s. Pro Buchse.

Welche Elektronik nochmal soll den Datenfluss sinnig verarbeiten? :evillol: Schön, daß man soviel Spielraum hat, grad bei einer noch halbwegs normalen (bisher gewöhnlichen) Faser hat, aber das ist wie eine Asphaltstraße die es verträgt, das damit Autos mit bis zu 4800 PS bewegt werden können.
Die Fragen nach der welchen auch immer Motorisierung wie auch den Reifen ist damit nicht beantwortet. Und die gibt es noch nicht ansatzweise.

@Extraportion25
Macht sich bestimmt jemand schon die ersten vorsichtigen Gedanken darüber, aber die bereits abgesteckten Spielräume reichen für die und die folgende menschliche Generation. Und nein, das ist nicht der 640KB Joke.
 
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Für uns in D erstmal nicht relevant :D:freak::freak::freak:
Letztes Ranking des „FTTH Councils“:
 

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