Bono35 schrieb:
@qiller Es gibt aktuell nur Workarounds. Die Lösung muss von AMD kommen. Auf die warten wir ja seit 2019. Seitdem ist das Problem mit Driver Timouts nicht vollständig treiberseitig und seitens der Display Engine behoben.
Das halte ich so für Quatsch. Das Fenster mit dem Treibertimeout kommt immer dann, wenn die GPU irgendwo hängen bleibt. Dafür gibts zig tausend Gründe, die das aulösen könnten, sehr sehr viele. Nach vorne raus siehts aber immer gleich aus, das immerselbe Fensterchen kommt. Dann zu behaupten alles wäre immer gleich, AMD muss etwas oder am besten eine bestimmte Sache tun, nur dann läufts, ist ziemlich plump. PCs und GPUs sind komplexe Biester.
Das ist grob wie die Motorkontrolleuchte im Auto. Die sagt fahr in die Werkstatt, denn die leuchtet auch für 1000 Ursachen immer gleich auf und du weisst nicht welche. Vielleicht ist kein ÖL mehr drin, eine Zündspule ist kaputt, es zieht Nebenluft oder der Turbolader erreicht seinen Solldruck nicht. Zig verschiedene Fehler, nur eine Lampe.
Mal ein Beispiel aus meiner IT Welt hier: Ich betreibe hier ein Setup mit einer Ryzen 9000 CPU und einer RX9070XT, 2 Monitro mit unterschiedlichem Refresh und Windows 11. Direkt nach dem Einbau war das Driver Timeout Tool mein bester Freund, wir haben uns oft gesehen. Da der Rechner vorher mit einer anderen AMD GPU soweit lief, habe ich zuerst an einen Hardwaredefekt geglaubt. Aber ein schnell veranlasster Austausch brachte genau gar keine Besserung. Und ein dann gemachter Gegencheck meiner Grafikkarte in einer anderen Kiste, an die ich herankommen konnte, zeigte dort keine Auffälligkeiten. Das Ding lief dort.
Also hab ich Sachen auf meiner Kiste ausprobiert. Viele Sachen. Es gab dort den sporadischen Crash beim spielen, dann mal einen Freeze des Desktops. Insbesondere Videos im Browser schauen, nachdem der PC zuvor im Suspend Modus war, war ein relativ brauchbarer Trigger. Ich hab dann mal mein Netzteil ausgetauscht, das brachte nichts. Neue Treiber für Chipsatz und GPU senkten die Frequenz der Ausfälle, aber brachten die nicht auf 0. Das Abschalten von HAGS brachte nichts, das Abschalten von MPO senkte die Frequenz der Probleme aber nochmal deutlich spürbar weiter. Ich hab ein MSI Board, da liest man auch gerne von PCIE Problemen, wenn Spread Spectrum nicht an ist. Das aktivieren davon, brachte mich dann Richtung 0. Immernoch ein leicht ungutes Gefühl, aber ich war gewillt damit zu leben. Das waren mir zuviele Faktoren auf einmal, die ich beachten muss.
Dann hab ich nochmal ein BIOS Update für mein MSI Mainboard gemacht, das hat mich einen ganzen Abend gekostet. Erstmal kam die Kiste ums verrecken nicht mehr durch den UEFI POST. UEFI zurückgesetzt. Dann hab ich versucht Expo wieder zu aktivieren und die Spannungen sahen dann teilweise komisch aus. Ich hab dann nochmal die Defaults geladen und nichtmal Expo aktiviert und das einfach mal so probiert. Noch mehr Generve! Aber das lief.
Aus purem "nochmal neu eingrenzen"-wollen, hab ich dann mal MPO in WIndows wieder aktiviert, kein Problem. Dann hab ich Spread Spectrum im Bios deaktiviert, kein Problem. Dann habe ich Expo wieder aktiviert, und zack gings wieder los. Aber 0 Fehler in Memtest86 oder Prime95, etc. Auch keine fühlbar abstürzenden Desktopapps. Ich hab dann mal die SOC Spannung der CPU von Standard 1.2V auf 1.25V angehoben, und seitdem sind alle Probleme weg. Ich kann machen was ich will, solange ich die SOC Spannung der CPU nicht unter 1.25V senke, das ist jetzt der einzige Parameter bei mir den ich noch beachten muss.
Ich würde nun sagen, ich hab schon sauviele PCs vor mir gehabt zur Fehlersuche, ich hab diverse Jahre als IT Techniker gearbeitet. Das mache ich nicht mehr, aber ich weiss ein bisschen was. Bei der Fehlersuche hier hab ich mich verrannt. Ich hatte auch nicht mehr als die allgemein Timeout Meldungen, die sagen es gab irgendeinen Fehler. Aus den Dumps wurde ich nicht schlau, da war kein Muster. Ich habe dann irgendwas geändert, und aus einer folgenden Änderung der Häufigkeit der Fehler darauf geschlossen, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Und dann hab ich für mich behauptet MPO ist im AMD Treiber buggy, das Powermanagement wie ASPM wohl auch, ganz schön übel. Und MSI Mainboards waren auch schon mal besser. Da war ich zum grossen Teil auf dem Holzweg. Die SOC Spannung der CPU macht GPU Crashes, aber sonst nichts spürbares? Echt wieder was gelernt...
Ich kann jetzt AMD Treiber nehmen wie ich Lust habe, läuft. Ich kann 2 Tage durchzocken oder alle Folgen von lustigen Katzenvideos am Stück im Browser schauen, bei aktiver Hardwarebeschleunigung. Der Weg war k*cke, aber jetzt isses easy.
Und mit all dem aus dem Beitrag hier, glaubst du da wirklich immernoch du schaust auf 1 oder 2 singuläre Probleme, die immer im Einfluss von AMD GPUs liegen?
Am Ende auch nochmal was für den Threadautor.: Deine Kiste sieht auch recht staubig aus. Tut die Kühlung noch was die soll? Check auch mal die Hotspottemperaturen deiner GPU unter Last. Wenn da die Paste ausgetrocknet ist und ein kleiner Teil der Oberfläche trocken gefallen ist, passiert auch der grösste Käse. Hohe Hotspot Temperaturen geben da oft ein Indiz. Müsstest du als Sensor in Adrenalin einblenden können.