Intel damals als Pleite hinzustellen. Was war das für ein dummes Geschwätz. Ganz ehrlich. Nicht nur, dass die echte Vermögenswerte haben, die Fabs, sondern dazu noch die USA, die da ja dann auch an der Börse gestützt hat (ich mein was machen wir hier nicht alles mit Volkswagen etc.). Intel ist für die USA systemrelevant. Intel geht nicht pleite. Intel ging zwar so manchen teuren Irrweg, was ja manchmal auch sein muss. Wenn man agiert, besteht eben diese Gefahr. Wer nur REagiert, der hat diese Gefahr nicht, wird aber auch nie führen. DesNicht wahr Deutschland? Nicht wahr Europa?
Ned Flanders schrieb:
Exakt! Beim AMD Kurs ist es jedesmal ein Drama wenn die GPU sparte ROCm updates auch nur ne Woche verzögert oder sie ein paar GPUs unter Erwartungshorizont verkaufen aber bei Intel reicht es CPUs zu verkaufen obwohl man quasi nichts hat was man GPU seitig an Rechenzentren verkaufen könnte?
Schon irre.
Findest Du?
So irre ist das nicht: Intel hat halt Substanz (Fabs). Die pustet kein Hüstchen um. AMD und Nvdia haben gar nix, wenn TSMC ihnen den langen mittleren zeigt. Intel produziert, AMD und Nvidia lassen produzieren. Das ist ein Unterschied. Und Intel ist in den USA quasi systemrelevant, ähnlich wie Deutschland in Volkswagen drin hängt. Volkswagen geht in Deutschland auch nicht pleite ;-)
Mich freut es sehr, dass Intel ohne jetzt big player in der AI-Bubble zu sein, so gut dasteht. Da merkt man dann doch deutlich, dass nicht nur mit AI Geld zu verdienen ist und nicht nur AI an der Börse gesehen wird. Da sieht man, dass es eben nicht so ist, wie alle groß tönen, dass nur AI und Datacenter zählen (mal davon abgesehen, dass Intel zwar nicht in GPU- aber sehr wohl im CPU-Datacenter ein großer Player ist, nach wie vor, auch wenn AMD da in den letzten Jahren geknabbert hat).
Natürlich ist mit Consumer Hardware bzw. PCs und Notebooks generell gelt zu verdienen, viel Geld. Intel stattet wahrscheinlich jährlich hunderte Millionen Arbeitsplatzrechner aus, da ist Intel einfach bei weitem vorne, nach wie vor. AMD Rechner an Büroarbeitsplätzen sind heute genau so eine Seltenheit wie vor zehn Jahren. Wenn die jetzt mit ihren hochlaufenden Produktionskapazitäten Panther Lake in den Massenmarkt schieben, vielleicht sogar mal zu günstigeren Preisen (vielleicht sind diese auch nur der Knappheit geschuldet, wenn Panther Lake aktuell schwer lieferbar ist und sich die Kunden um die CPUs hauen) in den Markt drücken, dann dürfte sich daran auch eher nichts ändern, eher dürfte AMD den Boden wieder verlieren, den sie mühsam gut gemacht haben.
Die Börse halte ich zwar für einen ziemlichen Affenzirkus aber komplett dumm sind die Akteure ja nicht. Die sehen schon wo Substanz ist und wo Perspektiven sind. Und die Perspektiven von Intel sind eben deutlich diversifizierter und deutlich nachhaltiger als AMD oder auch Nvidia. Der Nachteil von Intel ist, dass es ein Tanker ist, mit großem Wasserkopf, der bei weitem nicht so agil (re)agiert wie AMD und Nvidia. So dann auch der Kurs. Intel muss es schon nachhaltig verkacken, z.B. die Fabs in den Sand setzen, dass da ein Node wirklich komplett scheitert, dass sie da wirklich wirklich massiv echtes Geld versenken, dass das eng wird.
Für mich hat Intel die letzten Jahre beeindruckend bewiesen, was es kann: Neue Fabs, neue Nodes, neue CPUs, ins GPU-Geschäft einsteigen. Alles gleichzeitig. Musste halt auch erstmal hinkriegen. Das ist schon beeindruckend und zeigt mit wem man es da zu tun hat.
Intel hat sehr viele Fehler gemacht. Aber sie konnten es sich leisten. Und das wissen, es sich leisten zu können, kann auch fatal dazu führen, dass man es sich dann doch zu oft leistet. Aber AMD oder Nvidia können sich das nicht leisten. Das weiß auch die Börse. Deswegen gleich die Ausschläge. Sag ich mal so als Laie.