News Intel und Microsoft präferieren HD-DVD

Naja, ich muss aber ein Bundle mit einer Distro erwerben und kann den Player dann nur auf dieser Distro legal nutzen - wo ist da der Unterschied zu proprietär? Ich finde das jedenfalls ist keine vernünftige Lösung.
 
3n1X schrieb:
es könnte doch auch so wie bei der dvd werden, nämlich das sich beide standarde durchsetzten (dvd-r und dvd+r)...oder wäre das technisch nicht möglich beide formate mit dem gleichen laufwerk auszulesen?

Man braucht 2 Laser! Die Formate sind einfach zu unterschiedlich. Wenn die sich ähneln würden, hätte man bei Technologien schon zusammengezaubert. Ein Kombilaufwerk würde auch ziemlich viel kosten, halt wegen der 2 Laser.
 
MountWalker schrieb:
Ich finde das jedenfalls ist keine vernünftige Lösung.
Sicher ist das keine vernünftige Lösung, aber immerhin ist sie legal in den USA.
Daher befürchte ich auch, dass es mit dem WMV-HD Format noch schlechter für alternative Betriebssysteme aussehen würde, sofern es sich durchsetzt. Denn gerade MS weigert sich ja standhaft, hauseigene Software für freie Betriebssysteme zu lizensieren.
 
trekkie2003 schrieb:
@2: Und ich muss sagen, beide formate schenken sich nicht viel...davon mal abgesehen, dass man mit wmv-hd auch noch nen 45min in der kleinen HDTV-Aufl. (720p) auf ne 4,7er DVD packen kann.

Wie kommsten da drauf? Es passt ein ganzer 90-120min Film in 720p auf ne DVD. Die 5-7 MBit/sec. reichen in der Auflösung mMn, da hab ich schon genug Trailer mit weniger MBit gesehen und die sahen auch klasse aus. Kommt natürlich sehr drauf an was man an Audio noch auf die Scheibe packen will, mit zwei HD-Streams in MLP wirds a bisserl arg eng :D
 
@4+9

H.264 ist ein Mpeg4-Codec. Daher gelten dafür wie auch bei den anderen Mpeg-Codecs die gleichen Lizenzbedingungen. Wenn du einen Mpeg-Codec benutzt musst du erstmal nichts bezahlen, nur wenn du ihn verkaufst. Da WMV9 vor einiger Zeit unter dem Namen VC-1 zum Standard gemacht wurde, ist dieser afaik genauso (un-)frei wie H.264, DivX, Xvid und ähnliche, d.h. jedem steht es frei einen VC-1-Codec z.B. für MacOS zu implementieren, der dann kompatibel zu WMV9 sein müsste, da das praktisch die Referenz-Implementierung für VC-1 ist.
Die atm. einzige wirklich ausgereifte H.264-Implementierung ist aber wohl bisher die von Nero/ateme und die gibts bisher auch nur für Windows.
 
@22
genau
soll das gerät auch noch dvd's und cd's abspielen können, müsste man 4 laser in einem gerät verbauen
was erstens teuer ist und zweitens vll auch platzprobleme geben kann
 
Langsam aber sicher glaub ich, dass sich die HD-DVD - zumindest zu Beginn - durchsetzen wird. Auf lange Zeit gesehn ist die größere Kapazität der Blu-Ray vielleicht interessanter, und die Herstellungskosten sind auch gesenkt.

Jetzt bringt die höhere Kapazität der Blu-Ray jedenfalls erstmal keinen nennenswerten Vorteil, und da z.B. Concorde und Kinowelt mittlerweile schon HD-DVDs rausbringen, und von Blu-Ray noch nichts zu sehen ist, hat die HD-DVD vielleicht die Nase vorn.
 
Gauder, die letzten werden die ersten sein :P

MfG
CYA

iNsuRRecTiON
 
Ich denke, dass die HD-DVD das rennen machen wird. Es sind da nämlich nicht nur MS und Intel mit im Boot, sondern z.B. auch Universal Studios und Warner Bros... zwei absolute Schwergewichte in der Filmbranche. Da hat auch Sony mit Walt Disney nicht so viel entgegen zu setzen.

Speicherplatz ist wohl völlig egal. Ob jetzt auf die eine 5 GB mehr oder weniger draufpassen, wen kümmert das angesichts einer Speichergröße von 32GB...
 
Moin.

Mir isses ehrlich gesagt völlig wurscht wer das Rennen macht, weil :

1. Ich wüsste nicht wozu ich oder die Filmbranche ne Scheibe mit 32 GB Volumen brauchen.
De Fakto werden Codecs dahingehend entwickelt bessere Qualität in KLEINERE Formate zu coden.LOL ein Urlaubsfilm mit 32 GB :D .
2. De Facto sind die Absatzzahlen bei DVD-Playern extrem gesunken, also muss schnell
was Neues her,damit der blöde Kunde wieder kauft. :p
3. 99 % der Rohmediennutzer,und dazu zähle ich auch,hätten durch diese neuen DVDs
zig Nachteile.Nach dem was ich bisher über die neuen Scheiben gelesen habe ist es möglich darauf völlig neue Kopierschutzsysteme zu implementieren, was m.E. der einzige
Grund für Disney und Konsorten ist diese neue Technik zu forcieren.
Film ausleihen aus der Videothek kann dann wohl jeder knicken der keinen neuen Player
hat,weil wenn die neuen Kopierschutzsysteme marktreif sind werden die "alten DVDs"
sehr schnell aus der Videothek verschwunden sein.

Wer hier was anderes denkt und bessere Argumente PRO HD-DVD und Co hat bitte posten.

C U
 
Bei einer HD-DVD hat ein Layer gerade mal 15GB, während es bei einer Blu-Ray Disc schon 27GB pro Layer sind. Das ist fast das doppelte und somit schon ein grösserer unterschied.
Eine normale Double Layer HD-DVD wird also 30GB haben, was gerade mal etwas mehr als das 3-fache einer Double Layer DVD ist.
Ein Bild einer gewöhnlichen PAL-DVD hat eine Auflösung von 720x576=414720 Pixel/Frame.
Ein HD-DVD Bild hat eine Auflösung von 1920x1080=2073600 Pixel/Frame, also fast das 5-fache.
Somit ist die grössere Speicherkapazität einer Bluray-Disc, von 54GB gegenüber 30GB bei einer HD-DVD, schon angebracht.
 
Solange ich zum Anschaun zu Windows gezwungen werde kaufe ichs nicht, so einfach!
 
Limit schrieb:
... Wenn du einen Mpeg-Codec benutzt musst du erstmal nichts bezahlen, nur wenn du ihn verkaufst. ....
Das stimmt so nicht, denn jeder der ein Programm und zwar egal unter welchen Lizenzbestimmungen veröffentlicht, das einen Mpeg-Encoder enthält muss, das gilt auch für die EU, eine Lizenzgebühr an den Standard-Eigner zahlen, deshalb wird eben beisüpielsweise Audiograbber ohne MP3-Codec veröffentlicht, es kann mit einem MP3-Codec zusammenarbeiten, aber den muss man sich von woanders beschaffen. In den USA ist die Rechtslage deutlich schärfer, dort muss sogar jeder der ein Programm egal unter welchen Lizenzbestimmungen veröffentlicht, das einen Mpeg-Decoder enthält Lizenzgebühren an den Lizenzeigner zahlen, deswegen können die Fedora-Core- und Debian-US-Veröffentlichungen Mpeg-Formate nichtmal wiedergeben.


@Benjamin_L

WMV-HD ist genauso Industriesstandard wie H.264, dh. auch dort darf, nach den gleichen Bestimmungen wie bei H.264 jeder Dritte einen kompatiblen Codec entwickeln und veröffentlichen, gegen Gebühr, das ist schlecht für die FOSS-Gesellschaft, aber es gibt keinen Unterschied zu H.264 in diesem Punkt.

Und ganz nebenbei kann VLC 0.8.2 bereits WMV-HD problemlos auch auf Linux wiedergeben, zwar im Vergleich zu Windows arschlahm, weil die Hardwarebeschleunigung durch die Grafikkarte fehlt, aber problemlos. Das ist in den USA nicht legal, aber in den USA ist der CSS-Descambler von VLC auch nicht legal und Ffmpeg (Codec für Mpeg-Video-Formate) ist in den USA auch nicht legal, kein Unterschied. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
WMV-HD ist genauso Industriesstandard wie H.264, dh. auch dort darf, nach den gleichen Bestimmungen wie bei H.264 jeder Dritte einen kompatiblen Codec entwickeln und veröffentlichen, gegen Gebühr, das ist schlecht für die FOSS-Gesellschaft, aber es gibt keinen Unterschied zu H.264 in diesem Punkt.
Einen Unterschied gibt es schon: Von H.264 gibt es bereits eine freie Implementierung. Von WVM-HD ist mir nichts dergleichen bekannt.
Siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/X264
 
Ja, der kann nur nicht als kompilierte Software veröffentlicht werden, es sei denn irgendjemand erklährt sich bereit die H.264-Lizenzgebühren zu blechen, die Situation wäre also vergleichbar mit XviD, reine Piratensoftware aber keine wirklich legal freie Software, in der EU nur legal auf einer Website anbietbar durch das Gesetzesschlupfloch, dass reiner Code nicht als Software-Veröffentlichung gilt.

Die Lizenzbestimmungen sind bei H.264 und WMV-HD bzw. VC1 gleich, es herrscht nur bei H.264 höheres Interesse vor und deshalb gibt es bereits einen Piraten-Encoder, während bei VC1 das Interesse fehlt, da keiner so recht weiß ob VC1 denn überhaupt auf BD oder HDDVD zum Einsatz kommen wird oder nicht.

Übrigens ist VC1 sowohl für HDDVD als auch für BD als Standard definiert, genauso wie H.264 für beide definiert ist. ;)
 
die Situation wäre also vergleichbar mit XviD, reine Piratensoftware aber keine wirklich legal freie Software, in der EU nur legal auf einer Website anbietbar durch das Gesetzesschlupfloch, dass reiner Code nicht als Software-Veröffentlichung gilt.
Mag ja sein, aber DivX galt auch immer als Piraten-Codec und ist dennoch heute ein Quasi-Standard, den man sogar mit vielen Standalone DVD-Playern decodieren kann.

Übrigens werden die Nvidia-Treiber der 8x.xx Generation die Hardwaredecodierung von H.264 Videos unterstützen, zumindest bei Karten der neuesten Generation. Und da der Treiberkern bei Windows und Linux der gleiche ist, stehen die Chancen gut, dass man damit auch Hardwarebeschleunigtes H.264 unter Linux genießen können wird. Nach einigen Recherchen bevorzuge ich nun eindeutig den H.264 Standard, zumal die anderen Standards ohnehin darauf aufbauen und somit qualitativ keine Unterschiede aufweisen dürften.
 
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