Kann Linux keinen bootfähigen Windows USB Stick erstellen ?

Uridium schrieb:
Muss nicht unbedingt. Der Stick, bzw. das BIOS versteht meist sämtliche Formate und man "hackt" sich so durch, wie man es braucht (mbr/efi, isohybrid). ISO9660 ist nicht FAT32. Die meisten ISOs sind aber oft ISO9660 Level2 (32 char Dateinamen) und/oder Joliet, während ersteres, ähnlich FAT32, auch nur 4GB große Dateien unterstützt. Windows ISOs sind darauf aber vorbereitet (Split WIM files).
https://askubuntu.com/a/1527457
Manche Leute sind der Meinung ISO9660/ElTorito gehört nicht auf USB-Sticks (wie bereits gesagt, es gibt keinen Standard). So auch der Rufus Dev und hat flux den 'raw dd' Button entfernt, was ihm ordentlich Gegenwind von der Community einbrachte (Bevormundung und so), was verständlich ist. Letztlich funktionieren ISOs meist problemlos (via dd) auf USB-Sticks.
Dieses ganze wirre Gezappel braucht es also nur für Windows?
 
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Ich glaub schon.
Eigentlich braucht man dieses problematische "Windows ISO Format" nur um die alte BIOS CD/DVD Kompatibilität aufrecht zu erhalten.
Linux ISOs hingegen sind heute glaube ich meist nur hybride ESP/MBR/GPT Images (ohne ISO9660?). Sicher bin ich mir da aber nicht. Früher hatten die fast alle ISOLINUX. Rufus hat einen offiziellen FAQ Eintrag dazu.

Edit: Die Windows ISOs können wohl nur ISO9660 booten, was heute offenbar nicht mehr gescheit läuft via USB.
https://serverfault.com/a/1191030
 
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@RzumK
Du lebst doch bestimmt auch nicht irgendwo einsam in der Heide oder im Wald? Warum fragst Du nicht einen Bekannten, Freund, Verwandten, Arbeitskollegen, Nachbarn, der ein Windows hat, der Dir mal schnell einen USB-Stick per MCT erstellen kann? Ansonsten hat heute jeder gute Haushalt ein Zweitgerät in Form eines Notebooks etc. mit Windows zur Hand.
 
Um es ausschließen zu können. Hast du einen der schwarzen USBs (2.0) hinten am Board benutzt bzw. steht der Boot-Modus auf "UEFI" und Secure Boot "Enabled"?
 
Du musst die Treiber deines Geräteherstellers mit auf den Stick packen. Dazu gehst auf die Herstellerseite der Hardware und ladest die die Treiber herunter.

Was dann kommt habe ich selbst noch nie gemacht, daher habe ich eine KI befragt.
Unter Windows gibt es dazu Anleitungen und Boardmittel, für das Szenario das unter Linux zu machen, gibt es aber keine Anleitung auf der Microsoft Homepage.

Das Erstellen einer angepassten Windows-ISO mit Treibern (speziell über den $WinPEDriver$-Ordner für die Installationsumgebung) unter Linux ist möglich, erfordert jedoch das Entpacken der ISO, das Einfügen der Treiber und das erneute Verpacken mittels wimlib-imagex.
wimlib
wimlib
+1
Hier ist eine Anleitung, wie Sie unter Linux Treiber in das Windows-Image integrieren:
Voraussetzungen
Eine Windows ISO-Datei.
Die benötigten Treiber (ausgepackt als .inf, .sys, .cat Dateien).
Installierte Tools: wimlib-tools (für wimlib-imagex), genisoimage (oder mkisofs), 7zip (zum Entpacken).
Schritt 1: ISO entpacken und Vorbereitung
ISO entpacken: Entpacken Sie den Inhalt der Windows-ISO in einen Arbeitsordner (z.B. ~/Win10Folder).
bash
7z x /path/to/windows.iso -o~/Win10Folder
Treiber-Ordner erstellen: Erstellen Sie im Wurzelverzeichnis des entpackten ISOs (dort, wo auch die boot.wim im sources-Ordner liegt) den Ordner $WinPEDriver$.
bash
mkdir -p ~/Win10Folder/\$WinPEDriver\$
Treiber kopieren: Kopieren Sie Ihre .inf Treiberdateien in diesen Ordner.
Schritt 2: Treiber in die boot.wim integrieren (WICHTIG)
Damit der Windows-Installer die Treiber während der Installation lädt, müssen sie in die boot.wim integriert werden.
boot.wim mounten (read/write):
bash
wimlib-imagex mountrw ~/Win10Folder/sources/boot.wim 2 /mnt
(Hinweis: Index 2 ist in der Regel das Setup-Image).
Treiber hinzufügen:
bash
wimlib-imagex add /path/to/drivers /mnt
Änderungen speichern und unmounten:
bash
wimlib-imagex unmount /mnt --commit
Schritt 3: Neue ISO erstellen
Verwenden Sie genisoimage (aus dem Paket cdrkit oder cdrtools), um eine bootfähige ISO zu erstellen.
bash
genisoimage -no-emul-boot -boot-load-size 4 -boot-info-table \
-b boot/etfsboot.com -J -L -R -V "Windows_Custom" \
-iso-level 3 -o CustomWindows.iso ~/Win10Folder
Hinweis: Wenn Sie UEFI-Boot benötigen, müssen Sie zusätzliche Parameter für die efi.img hinzufügen.
Schritt 4: Bootfähigen USB-Stick erstellen
Nutzen Sie woeusb-ng oder dd, um das Image auf einen USB-Stick zu schreiben. Alternativ können Sie die CustomWindows.iso einfach auf einen mit Ventoy präparierten Stick kopieren.
Methode 2: Einfacher Weg via Ventoy
Installieren Sie Ventoy auf Ihrem USB-Stick.
Erstellen Sie den Ordner $WinPEDriver$ direkt auf der Partition des Ventoy-Sticks.
Kopieren Sie Ihre Treiber hinein.
Kopieren Sie die unveränderte Windows-ISO auf den Stick.
Ventoy lädt die Treiber aus dem $WinPEDriver$-Ordner automatisch während des Setups.
YouTube
YouTube
+2
Alternative: Treiber in install.wim (Treiber nach Installation verfügbar)
Um Treiber in das eigentliche Windows-System zu integrieren, führen Sie Schritt 2 analog für ~/Win10Folder/sources/install.wim durch (erfordert mehr Speicherplatz und Zeit).

Und erst danach mit zum Beispiel Balea Etcher einen Bootstick erstellen.

Eine Frage steht ein zweiter Rechner mit Windows zu Verfügung, das wäre nämlich viel einfacher.
 
Linuxfreakgraz schrieb:
Eine Frage steht ein zweiter Rechner mit Windows zu Verfügung, das wäre nämlich viel einfacher.
Das Thema mit der Erzeugung des Installationsmediums ist längst erledigt:
RzumK schrieb:
Ich hab mit der gleichen iso auf meinem laptop mit linux mint per woeUSB einen stick erstellt und da lief die installation einwandfrei durch .
 
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RzumK schrieb:
aktuellstes win11 build
Bei aktuellem Windows x64, das auch auf aktueller Hardware (UEFI) installiert werden soll, kann's genügen, den Inhalt der heruntergeladenen ISO einfach auf einen "normalen" Stick zu kopieren.
Auch NTFS ist möglich, wenn das Image (WIM oder ESD...) > 4 GB ist.

Kann hardware-abhängig sein, aber ich würd's mal so versuchen wenn sich kein geeignetes Tool findet.

Geht auch mit anderen "bootfähigen" USB-Sticks: Inhalt auf neuen Stick kopieren, und mit UEFI booten.
 
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