News Kindle-Reader: Amazon verschärft DRM ohne Software-Update

Da die meisten Kommentare hier ja doch eher contra Amazon bzw Kindle sind hier vielleicht nochmal eine andere Sicht:

Ich nutze seit ca. 2010 zum Lesen fast ausschließlich einen Amazon Kindle. Am Anfang noch einen mit Tasten, mittlerweile den aktuellen Paperwhite.
Ich schätze daran, dass ich bei Amazon Deutschland quasi jedes englischsprachige Buch kaufen kann und es in Sekunden auf meinem Gerät ist. Dabei ist mir wichtig, dass das ohne weitere Software geht, auch im Hotel WLAN direkt vom Gerät. Insgesamt komme ich auf ca. 50 Bücher, die ich pro Jahr lese.

Papierbücher passen dabei nicht zum Lifestyle. Ich lese insbesondere auf Dienstreise wo ich ungern 2-3 Bücher mitschleppen will. Dazu kommt, dass viele englische Paperbacks auch eine absolut räudige Qualität haben. Grisseliges Papier, verschwommener Druck, quasi randloser Druck... alles schon gehabt. Hardcover sind fast immer viel besser, aber halt auch nochmal schwerer und sperriger.

Das Amazon die Bücher verdongelt ist zumindest für mich praktisch keine Einschränkung. Ich hatte ganz am Anfang auch mit Sicherheitskopien via Calibre experimentiert, das letztlich aber schnell wieder aufgegeben. Ich lese die eh nur auf dem Kindle und da kann ich sie direkt von Amazon laden. Da ich Bücher nur sehr selten mehr als einmal lese wäre auch ein Totalverlust nichts was mir schlaflose Nächte bereiten würde.
 
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Für Kunden existieren allerdings Auswege: Sie können ihre digitalen Bücher bei anderen Händlern im Epub-Format erwerben und mit Werkzeugen wie Calibre umwandeln.
Ist der Rat, die Bücher woanders nochmal zu kaufen? Wer kommt denn auf so ne Lösung? 🙃
Oder ist gemeint, Bücher für den Kindle so zu kaufen und dann umgewandelt aufzuspielen? Wodurch der Komfort ja weg ist, das einzige was den Kindle noch attraktiv macht, neben dem günstigen Preis fürs Gerät bei guter Technik.

By the way, würde mich für den neuen scribe color interessieren, komme aber durch die Infos im Artikel ins Grübeln, welche Alternative gäbe es dazu?
 
Make it shitty.

Die beiden T's müssen dabei hart gesprochen werden. Siehe hier:
 
Fliz schrieb:
Einfach Bücher in Papierform kaufen.
Generell das Beste. Ich liebe auch Buchläden.
ABER ich lese inzwischen nicht mehr gerne gedruckte Bücher. Taschenbücher klappen zu und sind doof zu halten wenn sie dicker sind. Das Gefühl von Papier mag ich nicht mehr. Und in den Urlaub kann man eins oder zwei mitnehmen, dann ist der Rucksack voll. Am liebsten lese ich auf dem Handy. Man kann das komisch finden, aber so isses halt :king::o:freak::D
 
Überrascht mich nicht, dass die Versuchen auf Teufel komm raus ihr Ökosystem so weit wie möglich zu versperren. Wird nur nicht helfen, weil es Anno 2026 sehr viel Konkurrenz gibt und man so einfach nicht bei Amazon bleiben muss.

Und wie man etwas weiter oben hier sehr gut sehen kann, bringt sowas auch gar nichts für die Leute, die Amazon nutzen weil sie zu faul sind sich was anders anzuschauen, was ähnlich funktioniert, weil die ohnehin bei Amazon bleiben.

Bleibt also wer? Die 0,X% der Nutzer, die ihre Bücher die sie mal bei Amazon kaufen auf ein anders Gerät bringen. Wow. Da holt man wirklich gut Gewinne raus!

Hab selbst noch nen Kindle Paperwhite hier, der aber seit sicher 3 Jahren nicht mehr im WLAN war und auf den ich via Calibre wo anders DRM frei erworbene EBooks drauf packe. Wenn ich aber noch mal ein Neu-Gerät kaufe, wird es definitiv was, was nicht mit dem Amazon Gefängnis daher kommt.
 
Wahnsinn. Ich lese mittlerweile Bücher ausschließlich auf meinem Tablet und manchmal aufm Smartphone. Das sind auch quasi ausschließlich Fachbücher, die bringen mir in Papierform einfach nichts. Aber auch andere Bücher liegen nur digital vor, damit ich sie halt immer dabei habe.

Wenn die mir jetzt mit DRM und was weiß ich kommen würden, würde ich es künftig einfach lassen. Ist doch lächerlich, mir tun die Kindle-Nutzer hier leid und Amazon macht sich hier als Händler sehr unattraktiv für mich.
 
Mit der ganzen Gängelung wird der Kindle zunehmend uninteressanter. Hab noch einen alten, der auch noch gut hält, wenn der kaputt geht würde ich mir aber auch ein anderes System holen. Weil dieser ganzer DRM kram echt quatscht ist, kaufe ich neue Bücher auch nur noch DRM frei in anderen Stores. Das ganze geht per Calibre-Web-Automated Docker container richtung Kindle wirklich stressfrei, kann mich da echt nicht beschweren. :D
 
Bisher haben diese Reader Bücher im KFX-Format heruntergeladen, nun kommt das KFX-Zip-Format zum Einsatz.
Jein.
Wenn man Kindle-Bücher per "Kindle for PC" heruntergeladen hat, dann sind diese Bücher seit April 2025 ausschließlich im KFX-Zip-Format vorhanden.
Bislang galt: ALLE Kindle-Bücher, die VOR April 2025 bei Amazon erschienen sind, konnte und kann man per Kindle for PC, Version 2.4.0, herunterladen und mit den üblichen Methoden per Calibre entschlüsseln und lesbar machen.
Für Bücher, die seit April 2025 erschienen sind, benötigt man die neuesten Versionen der Kindle-Software, um sie überhaupt herunterladen zu können. Entschlüsseln geht zwar mittlerweile auch, aber dies ist recht kompliziert und umständlich.

Amazon veräppelt sich allerdings ein wenig selbst. Einfach Bücher im Format epub kaufen (oder bei diversen Onleihen ausleihen) und den bekannten Weg über Calibre + Zusatzstoffen gehen.
 
Ich habe bisher noch jedes Buch welches ich lesen wollte bei Thalia als epub bekommen.
Meinen Tolino Epos 3 finde ich genial.
Also meine Anforderungen sind mit dieser Kombi perfekt erfüllt.

Calibre ist ja eine tolle Anwendung, aber für mich mittlerweile völlig unnötig.
Hab da keinerlei nutzen mehr von, und bin auch froh darüber.
Bücher werden nach dem Kauf per WLAN auf den Tolino geladen (automatisch) und fertig.
Nix konvertieren oder sonstwas.

Und so werden es imho auch die allermeisten machen.
Bei Amazon mit dem Kindle, bei Thalia usw. mit den Tolinos, Pocketbooks, ....

Ich denke nur wenige Leser die auf eBooks lesen kennen Calibre überhaupt, oder wissen welcher oder ob überhaupt ein Kopierschutz existiert.

Und daher ist diese Meldung für uns "Insider" zwar interessant, aber für den Rest der Welt eben nicht.
Amazon wird deshalb nur sehr wenige Kunden verlieren.
 
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@SternburgExport und du glaubst Amazon bleibt so nett, wenn erstmal die Konkurenz weitgehend unterdrückt ist? Dann bekommst du Werbung angezeigt die du dann nur mit einem Werbefrei Abo wegkaufen musst, brauchst generell nen Abo um an "günstige" Bücher zu kommen und bei belieben diktieren sie dir auch noch, was du lesen darfst.

Ich bin seit Ewigkeiten mit meinen kobo h2o reader unterwegs und kann da auch einfach alles auf dem Gerät kaufen und runterladen. Auch im Hotelwlan. Und alles DRM frei. Ich schüttel einfach nur den Kopf wenn man sich da freiwillig knebeln lässt.
 
@WhiteHelix
Einfach so was mal was raushauen ohne Begründung warum?
Was ist an Thalia schlecht, was an Hugendubel besser?
 
@Klueze Ich hatte in der Vergangenheit eben nicht das Gefühl, dass ich irgendwo sonst noch die gleiche Auswahl an englischsprachigen Büchern bekomme und gleichzeitig die Integration ins Gerät. Deshalb der Kindle.

Und wenn der Kindle von Amazon so beschnitten wird, dass ich ihn nicht mehr nutzen will? Dann kaufe ich mir was anders. Im Moment passt das Angebot für mich aber.
 
Fliz schrieb:
Einfach Bücher in Papierform kaufen. Kann man dann jederzeit ohne Strom lesen, niemand kann im nachhinein was ändern und niemand kann einen hindern, das so oft zu lesen, wie man will..
Kann ich mit einem E-Book grundsätzlich auch - ich muss halt nur die richtige Entscheidung treffen, wo ich es kaufe. "Papier zu kaufen" ist doch gar nicht die Lösung. Es hat ja einen Grund, warum man sich einen E-Book-Reader kauft. Nicht weil es so hipp und toll ist, sondern weil man halt vor allem gefühlt seine gesamte Bibliothek (oder zumindest mal einen großen Teil) quasi im Rucksack tragen kann...
In "Papierform" nimmst vielleicht ein Buch mit und das nimmt ja schon mehr Platz weg und mehr Gewicht ein, als ein E-Book-Reader.
"Platzbedarf" ist aber auch ein Argument, wenn man weniger mobil ist. Mag sein, dass es Menschen gibt, die unendlich viel Platz in ihrem Zuhause haben und Wände voller Bücherregale voll stellen können. Soll Menschen geben, die das nicht können oder schlicht auch gar nicht wollen. Bücher nehmen Platz weg - gar nicht zu wenig.

Und genau solche Aspekte sind es ja, warum man sich für digitale Varianten entscheidet. Egal ob Bücher, CDs, DVDs, BDs, ... Das nimmt ja auch alles Platz in der Wohnung ein. Auch wenn ich jetzt sehr abschweife: Aber bei steigenden Mieten und tendenziell wahrscheinlich auch der Gedanke einer kleineren Wohnung, einfach weil man es sich nicht leisten kann, bei x Euro pro Quadratmeter eine Wohnung größer als "zwingend" notwendig anzumieten, überlegt man sich halt auch dreimal, ob ich teure Fläche mit Büchern vollstelle. Nur um darauf jederzeit ohne Strom Zugriff drauf zu haben.

Es gibt ja die Alternativangebote. Und das ist ja eigentlich das Paradoxe an der Sache. Amazon verliert hier zunehmend Bedeutung. Und statt genau diese Gängelung wieder "aufzulösen", gängelt man seine Kunden, die jetzt noch da sind, noch mehr. Beim nächsten Reader überlegen sich dann auch diese Kunden wieder, sind mir die Vorteile dieses immer mehr verschlossenen Systems es noch wert?
 
Arboster schrieb:
Was ist an Thalia schlecht, was an Hugendubel besser?
Da lässt sich doch sehr einfach sehr viel zu finden ;) https://de.wikipedia.org/wiki/Thalia_Bücher#Kritik Hab hier letztes Jahr auch noch ne kleine lokale Buchhandlung gefunden und hab mich mega drüber gefreut jetzt ohne Kette einkaufen zu können, heute sind die "Thalia Partner". Auf allen Rechnungen etc. steht auch nur noch Thalia Bücher, also so viel zur Ketten-freien Buchhandlung.

Geschwister hat Buchhändler*in gelernt, bin da auch erstmal ganz stolz hin, das ich jetzt von Amazon zu Thalia bin, sonst hätte ich davon auch nix mitbekommen.
 
Bilde mir ein vor ein paar Monaten wollte Amazon offener werden. Anscheinend habe ich mich verhört oder verlesen.
Dann halt nur noch rein den Kindle wenn man dessen Design mag und die Bücher von einer anderen Plattform beziehen.
 
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zett0 schrieb:
Was heißt denn ewig auf Bestellungen warten? Ich kann bei meinem Buchhändler bis kurz vor 18 Uhr anrufen, die ISBN durchgeben und am nächsten Morgen kann das Buch abgeholt werden.
Und ich warte selbst heute normalerweise 2-3 Tage, weil mein wunderbarer Lieblingsbuchhändler zu klein ist um täglich beliefert zu werden. Dafür ist die Melange gut dort.

Aber vom Prinzip hab ich von 1998 geredet und damals habe ich schon mal 1-2 Wochen auf eine Bestellung Warten müssen, gelegentlich auch mal Monate wenn es aus dem Ausland erst beschafft werden musste und selbst Amazon war nicht Same Day, wenn auch schneller als heute ohne Prime. ;-)
Ergänzung ()

Ranayna schrieb:
Das ist - zumindest bei einem Taschenbuch - ueberfluessiger "Tueddelkrams", und ein weniger aufwendig gestaltetes Buch, dass dann auch gerne guenstiger sein darf, waere mir lieber.
Ich muss zugeben, gerade bei Kinderbüchern und gerade bei Büchern die ich auch kaufen möchte, weiß ich diesen Trend echt zu schätzen. Und im Vergleich zu den 90er, wo ich meist so 32 Mark für meine Hardcover bezahlt habe, ist so manches schöne Buch für unter 15€ zu habe, geradezu ein Schnäppchen bei der Qualität. Mit Glitzerdrachenschuppen und Strukturdruck damit man jede Schuppe einzeln fühlen kann. ;-)

Aber wie gesagt, Bücherein sind toll. Und so viel praktischer als kaufen. 1,4 Million Medien zur Auswahl bei unserer, davon 400.000 an einem Standort, der Rest über die Stadt verteilt. Und wenn's mal etwas spezieller sein soll, gäbe es theoretisch noch die Nationalbibliothek mit 12 Millionen "Objekten", aber um ehrlich zu sein, die liefern nicht zu mir und zumindest für mich eigentlich nicht notwendig.
 
TorenAltair schrieb:
Warm geworden bin ich damit nie. Ich finde Bücher aus Papier immer noch irgendwie praktischer.
Hintergrundbeleuchtung und individuelle Anzeigegröße sind aber sehr praktisch.
Termy schrieb:
Oder eben einfach nur DRM-Freie epubs kaufen.

ein e-Reader ist halt schon verdammt viel praktischer als dicke Wälzer ;)
Aber solchen Bullshit wie von Amazon würde ich mir definitiv nicht ans Bein binden...

l33ch0r schrieb:
Die sägen nicht an ihrem eigenen Ast, weil sie mittlerweile eine Position erreicht haben, wo man die Entscheidung zwischen Amazon oder Mehraufwand/-kosten hat.
Amazon ist zu arrogant geworden:
Man merkt das an deren Homepage.
Permanent schlechte Suchergebnisse-> gesponserte Anzeigen.

Mit Unzähligen chinesischen billig Anbieter überflutet…
Dann lieber direkt und günstig bei Ali Baba bestellen. 🤷🏻‍♂️

Nicht lieferbare Produkte werden nicht mehr angezeigt.

Alles getrimmt auf Kaufen kaufen kaufen.


Dwork schrieb:
Auf der anderen Seite bekomme ich meine Bücher, meist englischsprachig, für 2-6 €.
Für englischsprachige Bücher ist Amazon top.👍
Auch die Übersetzung von kindle: ein Wort antippen und die deutsche Übersetzung wird eingeblendet. (Oder diese kleine Erklärung in Englisch kann dauert angezeigt werden)
MacMarathoni313 schrieb:
Als meine Frau einen eReader suchte, haben wir explizit einen Tolino gewählt.

Lupus77 schrieb:
Habe meiner Frau letztes Jahr einen Tolino geschenkt und sie ist hochzufrieden

Wie ist die Software von den aktuellen tolinos?

Beim kindle finde ich die Übersetzungsoption besser.
Früher auf dem Tolino hat mich das tierisch genervt.

hel666 schrieb:
Besser die Händler-Allianz hierzulande unterstützen, auf freie ePub Formate zurück greifen und den Quatsch nicht mitmachen.

Das würde ich ja Genre machen, leider war die Software der Tolinos keine Glanzleistung.
Was lustig ist, denn die Software der Original Kobo (=Tolino) soll besser gewesen sein🤷🏻‍♂️

PS:

Tolino Shine 5 und Tolino Shine Color im ausführlichen Test

Interessant ist der Abschnitt:

Viele Fehler in der Firmware“
🙈


Sowas hatte ich beim Amazon kindle nie.
 
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netzgestaltung schrieb:
Ich hab eine ganze wand voll bücher, wir tragen immer wieder was zum offenen bücherschrank... es wird nicht weniger. aber einen e-book reader gibts auch und der wird auch genutzt... beide szenarien schließen sich nicht aus.
Das halte ich mittlerweile genauso. Die einzigen Bücher die ich noch in physischer Form kaufe sind die, in die Notizen schreibe.
Bücher mit nur Text sind ja gar nicht mal sooo schlimm aber mit der Menge an Mangas die ich schon gelesen habe, könnte ich vermutlich jedes halbe Jahr ein Ikea Bücherregal füllen.
 
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