LGBTQI und das heteronormative Weltbild

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Erkekjetter schrieb:
Was ist an der feststellung falsch, dass immer mehr menschen keinen festnetzanschluss haben?
Nichts! Es wird aber suggeriert, dass klassische Institute das nicht berücksichtigen. Was definitiv falsch ist.


Erkekjetter schrieb:
Grade in den jüngeren, offeneren generationen?
Was veranlasst dich zu der Aussage, dass die jüngere Generation "offener" sei? Meiner Lebens- und Berufserfahrung nach war man in den 80ern/90ern deutlich "offener". Die Quantität der Gespräche sagt rein gar nichts über deren Inhalte aus.


Erkekjetter schrieb:
Und wieso ist online direkt für die tonne in bezug auf repräsentativ?
Du erwartest jetzt einen wissenschaftlichen Diskurs darüber wie man themenbezogen Repräsentativität herstellt....!? Mach dir doch einfach mal 2 Gedanken darum, warum ich o.g. Beispiel erwähnt habe, ohne gleich auf Konfrontation zu gehen.
Es ist natürlich theoretisch möglich eine entsprechende Stichprobe zu erstellen und die Befragung online durchzuführen. Die Praxis sieht nur leider ganz anders aus. Nicht zuletzt aus Kostengründen. Deshalb muss man halt genau hinschauen, was da für Begriffe verwendet werden. Und insbesondere wenn sich signifikante Unterschiede zu einer früheren Erhebung zeigen.
Ergebnisse sollte man nur dann gegeneinander setzen, wenn die Grundlage ähnlich oder die gleiche ist. Das ist hier ganz und gar nicht der Fall.

Ansonsten werde ich hier jetzt nichts mehr zur Methodik der Umfrageforschung sagen, da es letztlich Off Topic ist nicht unbedingt im Sinn des TE ist.
 
@mo schrieb:
Was veranlasst dich zu der Aussage, dass die jüngere Generation "offener" sei?
Jedes Umfrage zum Thema LGBTQ, FFF, Klimaschutz, etc. pp. In aller Regel sind jüngere Menschen progressiver. Was nicht heißt, dass ältere nicht progrssiv sein können und junge nicht konservativ. Ist jetzt aber kein Geheimnis, dass sich das regelmässig so beobachten lässt.
@mo schrieb:
Du erwartest jetzt einen wissenschaftlichen Diskurs darüber wie man themenbezogen Repräsentativität herstellt....!?
Nö ich erwarte, dass du zumindest belegen kannst, wie diese Umfrage durchgeführt wurde, so dass man zumindest halbwegs belegen könnte, ob dein Vorwurf so begründet ist oder nicht. Denn ansonsten, wenn du das nicht weißt und belegen kannst, ist dein Vorwurf halt einfach aus der Luft gegriffen, da du es gar nicht wissen kannst... Denn auch wenn es (für dich) naheliegend ist ist und bleibt es dann eine reine Vermutung deinerseits.
 
Vielleicht wäre es zukünftig für derartige Wettbewerbe sinnvoller, vor der Austragung die Körperkraft zu bestimmen und dann entsprechend erschwerende Maßnahmen einzusetzen, um einen Ausgleich herbeizuführen, bspw. Zusatzgewichte beim Laufsport. Beim Schwimmen müsste wohl der Strömungswiderstand erhöht werden. Im Motorsport nennt sich das "Balance of Power".
 
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Capet schrieb:
Vielleicht wäre es zukünftig für derartige Wettbewerbe sinnvoller,

Die Idee finde ich richtig gut. Dann könnte man auch M und W zusammenlegen. Gibt ja nun mal auch bei Cis Frauen welche die von Geburt an durchschnittlich viel Testo haben. Ist auch nicht fair.
 
Hallo

Capet schrieb:
Vielleicht wäre es zukünftig für derartige Wettbewerbe sinnvoller, vor der Austragung die Körperkraft zu bestimmen und dann entsprechend erschwerende Maßnahmen einzusetzen, um einen Ausgleich herbeizuführen, bspw. Zusatzgewichte beim Laufsport.
Wenn man das im Sport so einfach hinbekommen könnte, feststellen ob jemand bei den Männern oder Frauen antreten kann/soll, dann können wir Divers auch wieder komplett abschaffen und diese Methode dazu einsetzen um festzustellen ob jemand Mann oder Frau ist.

Grüße Tomi
 
Hallo zusammen,

grundsätzlich möchten wir einen Raum für eine Vielzahl von Themen für Diskussionen zu Verfügung stellen. Aber dieser sollte von gegenseitigem Respekt und Toleranz geprägt sein.

Das Thema wurde vorübergehend geschlossen, da eben Respekt und Toleranz an fielen Stellen fehlte.

Uns ist bewusst das es im PuG gerne mal heiß her geht. Aber hier ist etwas mehr Fingerspitzengefühl erforderlich. Das gilt für uns Moderatoren aber auch für euch Mitdiskutierenden.

Denn bei Trans*menschen handelt es sich um einen sensiblen Teil unserer Gesellschaft. Die fehlenden Anerkennung, Diskriminierung und Stigmatisierung führt überhaupt erst bei diesen Menschen zu einer behandlungsbedürftigen Erkrankung.

An dieser Stelle ein Bericht der Antidiskriminierungstelle die, die Situation von Transmenschen zusammen fasst: https://www.antidiskriminierungsste...trans_personen.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Wir, die Moderation, werden die Foren-Regeln und die PuG-Regeln großzügig auslegen und handeln, sobald hier trans- feindliche/phobe Äußerungen getätigt werden.

Abschließend werbe ich um Empathie und bitte euch eure Worte sorgfältig zu wählen.

Vielen Dank.
 
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Karan S'jet schrieb:
Du verschweigst, dass die Rate der "Bereuer" im einstelligen Prozentbereich liegt.
Dieses Statement ist wissenschaftlich wiederlegt.

Of these, 2242 (13.1%) reported a history of detransition.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8213007/


Karan S'jet schrieb:
Transfrauen dürfen beim Schwimmen nicht mehr an Frauen-Wettbewerbe teilnehmen - obwohl die meisten Transfrauen die männliche Muskelmasse in der Regel verlieren. #sogehtgleichberechtigung
Capet schrieb:
Vielleicht wäre es zukünftig für derartige Wettbewerbe sinnvoller, vor der Austragung die Körperkraft zu bestimmen und dann entsprechend erschwerende Maßnahmen einzusetzen, um einen Ausgleich herbeizuführen, bspw. Zusatzgewichte beim Laufsport. Beim Schwimmen müsste wohl der Strömungswiderstand erhöht werden. Im Motorsport nennt sich das "Balance of Power".
Karan S'jet schrieb:
Die Idee finde ich richtig gut. Dann könnte man auch M und W zusammenlegen. Gibt ja nun mal auch bei Cis Frauen welche die von Geburt an durchschnittlich viel Testo haben. Ist auch nicht fair.
Es ist auch nachvollziehbar dass dies so ist. Es gibt mehrere öffentlich gut dokumentierte Fälle wo -nach der transistion- auf einmal der sportliche Erfolg einsetzt. Wie z. B. bei "Lia Thomas" oder "Rachel Levine"

Thomas competed on Pennsylvania’s men’s team for three years before transitioning and moving to the women’s team, setting multiple programme records. Her eligibility has come under considerable scrutiny, including from several Pennsylvania team mates.
https://www.reuters.com/article/factcheck-levinethomas-competitions-idUSL2N2VR1LQ

Das sieht auch "Caitlyn Jenner" so: https://twitter.com/FoxNews/status/1483925988002213892
 
GrayWolf schrieb:
Dieses Statement ist wissenschaftlich wiederlegt.

US und Deutschland kann man in dem Thema nur bedingt vergleichen. Fängt schon damit an, dass es in Deutschland deutlich größere Hürden gibt, bis man eine GAOP durchführen darf.

Davon ab verstehe ich nicht wieso du dich darauf so versteifst. Die GAOP ist rein optional für das ganze Thema.

Die positiven Folgen sind gut dokumentiert:
Eine Studie (Ehrenberger 2022)[22] zur Lebensqualität und Zufriedenheit nach Frau zu Mann geschlechtsangleichenden Operationen befragte 32 Transmänner, welche zwischen 1990 und 2012 geschlechtsangleichende Operationen erhielten. Dies erfolgte mittels eines selbstentwickelten und indikationsspezifischen Fragebogens. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass sich geschlechtsangleichende Operationen positiv auf die Lebensqualität, Psyche und Selbstwertschätzung von Transmännern auswirkten:

  • 81 % fühlten sich ausgeglichener und männlicher.
  • 90 % gaben ein verbessertes persönliches Wohlbefinden an.
  • 78 % äußerten, dass eine Verbesserung der Situation im sozialen Umfeld eingetreten ist.
  • 65 % stellten eine Verbesserung ihres Sexuallebens fest.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Geschlechtsangleichende_Operation
GrayWolf schrieb:
Es ist auch nachvollziehbar dass dies so ist. Es gibt mehrere öffentlich gut dokumentierte Fälle wo -nach der transistion- auf einmal der sportliche Erfolg einsetzt. Wie z. B. bei "Lia Thomas" oder "Rachel Levine"

Deswegen auch der Vorschlag eine Fallentscheidung zu treffen, und nicht gleich die ganze Gruppe über einen Kamm zu scheren.
Ergänzung ()

@GrayWolf
Ergänzend zu meiner Aussage oben noch:

Die umfassendste Studie zum Thema der Detransition untersuchte alle 767 Personen (davon 289 als Frau Geborene und 478 als Mann Geborene), die in Schweden zwischen 1960 und 2010 einen Antrag auf eine geschlechtsangleichende Operation gestellt hatten.[37] Bei 681 dieser Personen fand letztlich eine geschlechtsangleichende Operation statt; ein Teil der Antragstellenden hatte den Antrag zurückgezogen.[37] Insgesamt hatten bis zum Zeitpunkt der Studie 15 der 681 Personen, also rund 2,2 %, einen Antrag gestellt, die Geschlechtsangleichung rückgängig machen zu lassen.[37] Die Zahl setzte sich zusammen aus fünf als Frau geborenen Personen (2 %) und zehn als Mann geborenen Personen (2,3 %).[37] Der Anteil der Personen, die ihre Geschlechtsangleichung bereuten, nahm im Zeitraum von 1960 bis 2010 signifikant ab.[37] Als Frau Geborene stellten den Antrag auf Rückkehr zum Geburtsgeschlecht im Durchschnitt nach 7,5 Jahren, als Mann Geborene im Durchschnitt nach 8,5 Jahren.[37]

Ein Facharzt für Psychiatrie des Universitätsspitals Basel erklärte 2018, dass weniger als 1 % der operierten Transpersonen wieder Schritte unternehmen würden, um operativ zu detransitionieren.[10][11] In der Klinik werde nur ungefähr alle zwei Jahre eine Detransition vorgenommen.[11] Der serbische Urologe Miroslav Djordjevic, der einer der wenigen ist, die einstige Transfrauen operativ bei der Detransition unterstützen, spricht jedoch von einer steigenden Zahl derartiger Patienten.[19][20] Zwischen 2012 und 2017 hätte er 14 Anfragen gehabt und sieben solcher Operationen in einer Klinik in Belgrad durchgeführt.[19][20]
https://de.wikipedia.org/wiki/Detransition#Häufigkeit_der_Reue_und_der_Detransition


Meine Aussage war somit korrekt. Aber ja, ich gelobe Besserung, nächstes mal such ich dir die Quelle direkt mit raus.
 
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aus meiner eigenen Erfahrung:
ich kenne ein paar homosexuelle Männer, die verheiratet sind mit ihrem Partner, ein paar lesbische Frauen in unterschiedlichen Beziehungen, und keiner dieser Menschen hat irgendwie darauf bestanden, dass ich denen meine Akzeptanz explizit ausdrücken soll,
es sind einfach ganz "normale" Menschen und mir persönlich ist es auch ziemlich egal, wer mit wem und warum, es ist einfach eine Privatsache, die besten Parties habe ich bei denen gefeiert, ohne mir jemals irgendwelche Gedanken zu machen, es gab auch niemals von deren Seite irgendeine Diskussion, ob und warum die Gesellschaft sie so oder anders wahrnimmt
ich würde mir einfach nur wünschen, dass die eine oder andere Seite einfach erkennt: leben und leben lassen
 
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Karan S'jet schrieb:
Nein ist es nicht.
Bitte verlinke eine, oder mehrere Studien diesbezüglich.

Karan S'jet schrieb:
US Studien haben absolut 0 Relevanz zu der Situation in Deutschland,
Das stimmt nicht. z. B. wurden für die Zulassung von Corona Impfstoffen in Deutschland bzw. Europa Studien aus den USA hergenommen.
https://www.tagesschau.de/wirtschaf...pfstoff-kleinkinder-zulassung-corona-101.html

Karan S'jet schrieb:
rechtliche Situation zur Transition ganz anders ist
Nie von mir anders dargestellt. Hat auch die von mir angesprochene Thematik nie berührt.

Karan S'jet schrieb:
anstatt nur dagegen zu schießen.
Ich schiese nicht pauschal gegen dich. Ich gehe lediglich nicht den Weg mit der bedingungslos/pauschal alles zulässt.

Karan S'jet schrieb:
Kann man einfach nicht vergleichen, alleine schon weil es in Deutschland deutlich mehr Hürden und Voraussetzungen gibt.
Die meiner Meinung nach an vielen Stellen -nicht allen- reduziert bzw. abgebaut werden sollten. Ich wähle übrigens dementsprechend.

Karan S'jet schrieb:
Die positiven Folgen sind gut dokumentiert:
Finde ich gut. In Deutschland wird meiner Meinung nach viel zu wenig Aufmerksamkeit auf mental-health gegeben.

Karan S'jet schrieb:
Deswegen auch der Vorschlag eine Fallentscheidung zu treffen, und nicht gleich die ganze Gruppe über einen Kamm zu scheren.
Nach welchen Kriterien? Alleine dass die Lunge mit einer maskulinen Jugend größer ist, ist ein Vorteil. Von Muskeln die sich gebildet haben und vielleicht zurückwachsen, jedoch nie auf das Niveau einer biologischen Frau sind wir beim nächsten Vorteil. Auch würde ich gerne beleuchtet wissen, warum dieses issue bei trans-männer nie eine Rolle spielt.

whtjimbo schrieb:
es sind einfach ganz "normale" Menschen und mir persönlich ist es auch ziemlich egal, wer mit wem und warum, es ist einfach eine Privatsache, die besten Parties habe ich bei denen gefeiert, ohne mir jemals irgendwelche Gedanken zu machen, es gab auch niemals von deren Seite irgendeine Diskussion, ob und warum die Gesellschaft sie so oder anders wahrnimmt
Meine Meinung.

whtjimbo schrieb:
ich würde mir einfach nur wünschen, dass die eine oder andere Seite einfach erkennt: leben und leben lassen
Leben lassen bis man keine anderen einschränkt. So wie es das GG sieht. Diese Einschränkung sehe ich z. B. gegeben wenn trans-frauen in Frauensport aktiv sind.
 
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@GrayWolf
Bevor du geantwortet hast, hatte ich meinen Post noch mal angepasst weil der unglücklich formuliert war. Sorry. Guck noch mal oben nach, da hatte ich auch eine Quelle nachverlinkt

Einen Punkt würde ich aber trotzdem gerne aufgreifen:

Nach welchen Kriterien? Alleine dass die Lunge mit einer maskulinen Jugend größer ist, ist ein Vorteil. Von Muskeln die sich gebildet haben und vielleicht zurückwachsen, jedoch nie auf das Niveau einer biologischen Frau sind wir beim nächsten Vorteil. Auch würde ich gerne beleuchtet wissen, warum dieses issue bei trans-männer nie eine Rolle spielt.

Und da komm ich wieder. Ich habe Asthma. Meine Ärztin hat mir gesagt, dass ich im Moment eine Lungenfunktion von 70% habe. Und bin ich damit pauschal "besser" als eine CIS Frau?
Bei den Muskeln hab ich bereits vor der Transition deutlich weniger als die meisten anderen Männer oder Frauen. Wenn ich die Hormone bekomme, wird das nochmals geringer. Alles was ich meine: man kann nicht alles verallgemeinern.
 
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Karan S'jet schrieb:
Alles was ich meine: man kann nicht alles verallgemeinern.
Aber gerade beim Profisport ist es doch genau diese Einsicht, die zur Regelung führen muss, dass Transsexuelle aufgrund des Zweifels ausgeschlossen werden müssen.
Es ist schlicht nicht handhabbar sich für jeden Athleten dutzende Kriterien mit Einzelgutachten prüfen zu lassen.
Alleine das Aufstellen des Krieterienkatalogs. Dann wird dieser Angezweifelt und geklagt. Dann die Prüfungen der Kriterien durch Gutachter. Gegen die wird geklagt. Nach der Klage wird ein neues Gutachten angestrebt, da der Betroffene ja jetzt nach 2 Jahren und ner Hormonbehandlung ganz anders einzustufen sei.
Dann Klagt die nächste Wettkämpferin die gar nicht Trans ist, weil Sie laut Gutachten deutlich raus fallen müsste und der Katalog damit wieder nicht hinreichend sein kann.

Der eine Beschwert sich weil er nicht zugelassen wird im Gegensatz zum letzten Weltmeister nur weil die Hormontherapie bei ihm 2 Monate später begonnen hat und die Kategorisierung deshalb anders ist.

Geht gegen den Sportverband nicht durch? klagt er gegen seine damaligen Ärzte, weil die angeblich die Behandlung verzögert hätten.

Bei Profisport, wo plötzlich auch finanzielle Interessen im Vordergrund stehen werden sehe ich das Diskriminierungsargument wirklich ganz schlecht.
Und da kommt dann auch zu einen gewissen Teil hinzu, dass wir alle nicht immer mit den Voraussetzungen auf die Welt gekommen sind um jeden möglichen Pfad einschlagen zu können. Ich selbst habe auch von Geburt an Veranlagungen die zu einer Laufsport-Karriere selbst bei Frühkindlicher Förderung wahrscheinlich zum letzten Treppenplatz im Rahmen der Bundesjugendspiele geführt hätten. Darüber hinaus einfach nicht Konkurrenzfähig.
Es macht aber eben auch keinen Sinn für meinen Fall eine extra Kategorie einzuführen um dann doch eine Profisport Karriere zu ermöglichen.

Es wird den Trans Menschen ja nicht verboten überhaupt den Sport auszuüben. Und Profisport ist auch kein normales Tätigkeitsfeld aus der Mitte der Gesellschaft.

Wir haben da im übrigen genug komische Entwicklungen auch ohne Trans Problematik. Ich habe immer noch nicht verstanden warum es Frauenschach mit eigenen Titeln braucht und wie das nicht ideologisch gewollte Diskriminierung ist.
Die Zeiten in denen noch irgendwer behauptet Frauen seien individuell grundlegend schlechter gestellt im Schach sind ja doch schon sehr lange um.
 
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Erstmal möchte ich mich bedanken, dass der thread wieder eröffnet wurde :)

Ich finde die Sportdiskussion immer ziemlich schwierig. Sie wird oft ohnehin nur vorgeschoben um das narrativ zu bedienen, transfrauen würden nur transitionieren um irgendwelche vorteile zu erlangen. Kommt auch oft von Gruppen/Politikern, die sich vorher ach so schön für Frauensport interessiert haben… nicht. Das ist aber nur ein allgemeiner Gedanke und an keinen Diskussionsteilnehmer gerichtet. Das thema ist nunmal Medial präsent und interessiert auch viele, deshalb ist es auch ok wenn das thema wieder aufkommt. Ich denke man sollte sich erstmal vor augen führen, dass das thema ohnehin kaum relevanz für transfrauen im Alltag hat, da wohl 99,9% keine Hochleistungssportler sind.

die idee chromosomtests zu machen ist schon sehr alt und kommt aus den 60ern, auch damals befürchtete man, dass massenhaft männer im frauensport mitmischen um dort preise zu gewinnen.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Geschlechtsüberprüfung_beim_Sport

Solche test können z.B Frauen mit XXY Chromosom nichtmal sicher von XY unterscheiden weshalb weitere (aufwendige) Diagnosen erstellt werden müssen.

Meiner Meinung nach sollten die vereine geschlechtsinklusive Wettkämpfe mit klassen machen, anhand festgelegter Parameter man die sportler dort einteilt. Beim schwimmen könnte es z.B das lungenvolumen sein. Das können die Verbände aber sicherlich selbst besser bestimmen als ich :D
 
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Bezugnehmend auf die Eingangsfrage, ich glaube es ist an manchen Orten in D leichter sich frei auszuleben als in anderen. Diskriminierung kann/wird stattfinden im Alltag und ich bin mir nicht sicher ob eine/unsere Gesellschaft jemals völlig diskriminierungsfrei funktionieren kann/wird.
Mir sind die Lebensformen oder Identitäten anderer relativ egal, das ist einfach kein wesentlicher Faktor aus meiner Wahrnehmung heraus im Umgang mit meinem Gegenüber.

Ich bin in einem überwiegend heteronormativen Umfeld aufgewachsen und wenn ich so darüber nachdenke ganz froh darum, auch weil ich mich nicht mit den einhergehenden Fragestellungen weitergehend auseinandersetzen musste.
 
GrayWolf schrieb:
Leben lassen bis man keine anderen einschränkt. So wie es das GG sieht. Diese Einschränkung sehe ich z. B. gegeben wenn trans-frauen in Frauensport aktiv sind.
Es ist für mich selbstverständlich: bis man keinen anderen einschränkt oder benachteiligt, auch hier gilt mein Wunsch, dass ein echter Sportsmann/frau/trans-.. (weiss den Begriff leider nicht) die Lage erkennt und keinen ehrenlosen Sieg einfährt
Ergänzung ()

SE. schrieb:
Bezugnehmend auf die Eingangsfrage, ich glaube es ist an manchen Orten in D leichter sich frei auszuleben als in anderen. Diskriminierung kann/wird stattfinden im Alltag und ich bin mir nicht sicher ob eine/unsere Gesellschaft jemals völlig diskriminierungsfrei funktionieren kann/wird.
Eigentlich kann man überall in Deutschland sein eigenes "sein" frei ausleben, dass man manchmal auf Unverständnis trifft oder Erstaunen auslöst, ist üblich.
Frage doch einfach körperlich schwerstbehinderte Menschen, wie die sich täglich fühlen, wenn jemand sie anstarrt oder sich umdreht, das Anstarren gibt's insbesondere bei kleinen Kindern, was auch irgendwie klar ist, aber auch bei deutlich älteren Mitmenschen kommt es nicht so selten vor
 
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whtjimbo schrieb:
aus meiner eigenen Erfahrung:
ich kenne ein paar homosexuelle Männer, die verheiratet sind mit ihrem Partner, ein paar lesbische Frauen in unterschiedlichen Beziehungen, .....

Da kenne ich auch 4 Personen, 2x Frau, 2x Mann. Wüsste man davon nichts, würde das gar keinem auffallen. Mit 3 Personen von denen besteht Kontakt. Auch da:

... und keiner dieser Menschen hat irgendwie darauf bestanden, dass ich denen meine Akzeptanz explizit ausdrücken soll,

Keiner von den 3 Personen sieht sich als Zwischenstufe (ihr könnt die passenden Begriffe einsetzen) und Gendersprache nutzen die auch nicht.
 
Also nach den letzten Kommentaren von @whtjimbo und @Banger muss ich nochmal den TE (@Zeitlupe_1982) fragen. Es ging doch um Transsexuelle oder?

Also um Menschen deren Geschlechtsidentität abweichend von der bei Geburt zugeordneten ist. Es geht nicht darum welche sexuellen Orientierungen diese Menschen haben.

Ich habe gerade die Befürchtung hier werden sonst einige Dinge durcheinander geworfen. Und dann geht die Diskussion ganz schnell nur noch um Strohmänner.
Schon die öffentliche Reaktion auf Transsexuelle ist im Alltag doch normal gar kein Thema. Die übliche Transfrau erscheint ja nach außen hin einfach als Frau. (und der Transmann entsprechend)
Erst wenn die Transidentität bloßgestellt wird kommt es zu Problemen. Sonst sind die Hauptpunkte meines Wissens ja die Transformationsphase und die Reaktion im engeren Umfeld+Beruf, so wie die Belastungen im Vorfeld dieser Phase die sehr weitreichend sind je nach Persönlichkeit und Umständen.

Auch ist das Thema Gendersprache jetzt kein speziell relevantes Thema für Transsexuelle, da diese ja in gewisser Hinsicht dem klassischen Geschlechterkonzept entsprechen, eben nur mit der falschen Zuordnung. (egal ob Biologisch und nur per Urkunde oder was auch immer)

EDIT: grade nochmal den Eingangspost gelesen und anscheinend bin ich hier irgendwo falsch festgefahren. Allerdings ist es schon manchmal schwierig, all diese Verschieden Themen abzugrenzen. Homo ist eben weder Trans noch Genderfluid. Und die Betrachtung ob und wie da Diskriminierung vorherrscht ist dann auch sehr unterschiedlich.
Und selbst wenn man den Fokus auf einzelne dieser Gruppen richtet sind diese ja trotzdem nicht homogen aufgebaut sondern haben Individuen mit unterschiedlichsten Ansichten und Interessen.
 
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Bei Trans renne ich in meinem Kopf in eine Argumentation und ich hoffe, dass mich Jemand aufklaeren kann und mein Post nicht versenkt wird. Sollte ich mich bei Begriffen irren, bitte ich dies zu entschuldigen.

Dysphorie wird definiert als "Unwohlsein das ... durch Eigen- oder Fremdwahrnehmung entsteht." LINK.
Genderdysphorie ist eine anerkannte psychische Erkrankung LINK (Unbehagen mit Leiden unter dem Geschlecht). Was mir dabei auffaellt, ist das oft als einzige Behandlungsmoeglichkeit/Therapie eine hormonelle bzw operative Geschlechtsanpassung (Transition) empfohlen wird. Es wird also empfohlen, dem Wunsch des Patienten (nach Beratung und Aufklaerung der Risiken) nachzukommen.

Wie unterscheidet sich das von Anorexia oder Biggerexie? Bei diesen Stoerungen/Erkrankungen hat der Patient eine gestoerte Wahrnehmung des eigenen Koerperbildes. Niemand wuerde diesen Patienten Hormone oder Operationen empfehlen um ihr Koerperbild der Eigenwahrnehmung anzupassen.

Ich bin auch auf "Body integrity Identity Disorder" (BIIT)/"Body Integrity Disphoria" (BID) gestossen. Dies sind Patienten, die Disphorie empfinden und eine Behinderung erlangen wollen. Oft durch (zweifelhaft legale) Amputation. Betroffenen ihren Wunsch nachzukommen wird zumindest als fragwuerdig bezeichnet. Psychotherapie kann das psychische Leid lindern. LINK

Mein Blickwinkel ist, dass man Menschen mit Dysphorie jeglicher Art zunaechst einmal psychotherapeutisch behandeln sollte. Die Offenheit, mit der heutzutage Genderdysphorie betrachtet wird, und die Alternativlosigkeit von Hormontherapie und Operationen, teilweise schon im Kindesalter, wirkt auf mich verstoerend und extrem.

Die Antwort "Frueher wollte man Homosexuelle auch in Therapie stecken!" kenne ich. Hier moechte ich darauf hinweisen, dass Sexualitaet, Gender und Eigenwahrnehmung unterschiedliche Themen sind.
 
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