Linux für Kinder

will-lee

Lieutenant
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Hallo,

da so langsam das Alter erreicht wird, in dem Technik auch durch Schule vorgegeben wird und ich noch einen Alten Laptop mit Core i3 8. Generation, 8 GB RAM hier rumliegen habe, würde ich gerne ein Linux speziell für Kinder einrichten. Hauptsächlich sollen Programme im Browser genutzt werden (Anton, Antolin). Zurzeit wird eines unserer Pads genutzt, aber a) würde ich da gerne was eigenes für die Kinder konfigurieren und b) will ich auf keinen Fall ein Kindertablet (bin immer beeindruckt, wie viele Eltern Kinder unbeaufsichtig ein Kids Tablet von Amazon geben oder eine Alexa). Ich würde den Kindern auch gerne darüber mehr vermitteln, als nur tippen auf dem Bildschirm.

Wichtig dabei natürlich:

  • Zeiteinschränkung
  • Browserfilter (Proxy oder Add-On?)
  • Deutsche Oberfläche

Bin natürlich schon über so Sachen wie Sugar on a Stick, Edubuntu usw. gestolpert.

Aber bevor ich jetzt selber sämtliche Distros teste, gibt es vielleicht hier Leute, die sowas schon mal eingerichtet haben.

Bin für jeden Tipp bezüglich Programmen usw. dankbar. Privat nutze ich Mint hatte aber auch schon Ubuntu, Cachy, Bazzite, Garuda, Manjaro, Elementary und bestimmt noch was im Einsatz.

Vielen Dank schon mal.
 
Ich würde das nehmen was einem persönlich am besten gefällt.
Seiten werden doch am Ende über die Hostsdatei gesperrt. Da gibt es sicher im Internet schon vorgefilterte Listen? Im Router Fritzbox kann man auch Jugendschutzfilter die schon vorgegeben sind aktivieren. z.B.
Laut Mistral 4 Duck.ai:

Man soll bevor man die Datei bearbeitet sich eine Sicherheitskopie anlegen.
Da kann man sich das Internet auch versauen.
Fritz.box oder 192.168.178.1 ggf. Passwort erforderlich!

1. Jugendschutzfilter aktivieren​

  1. Klicke auf "Internet" in der Menüleiste.
  2. Wähle "Filter" aus dem Untermenü.
  3. Aktiviere den Schalter bei "Jugendschutz aktiv" (grün = aktiviert).
  4. Lege die Sperrzeit fest (z. B. täglich von 22:00 bis 6:00 Uhr).
  5. Speichere die Einstellungen mit "Übernehmen".

2. (Optional) Individuelle Sperren einrichten​

  • Webseiten blockieren:Unter "Filter""Zugangsprofile" kannst du bestimmte Websites (z. B. Social Media) für bestimmte Geräte sperren.
  • Geräte-spezifische Regeln:Unter "Heimnetz""Netzwerk" kannst du für jedes Gerät (z. B. Kinder-Tablet) eigene Filterregeln festlegen.
 
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Ah cool. Ich hatte erst überlegt einen DNS zu nutzen, da gibt es einige, aber der würde ja für alle Clients gelten, sofern in der Fritzbox konfiguriert (kann man natürlich auch auf dem Gerät direkt nutzen). Aber wenn die Fritte sowas von Haus aus bietet ist das natürlich auch gut. Der DNS hätte nur den Vorteil, dass es da verschiedene gibt für ab 0, ab 6, ab 12 usw. Das wäre initial vermutlich etwas weniger Konfig-Aufwand, aber am Ende muss man eben selbst White- und Blacklisten, wenn was nicht klappt.

Das das da für einzelne Geräte in der Fritzbox geht, ist natürlich super.
 
Zorin bietet eine Edu. version:
https://zorin.com/os/education/
Zorin nutze ich gern bei allen Leuten als Windowsersatz. Kann ich dir also empfehlen.
Mit den Zeitfenstern und den Filterfunktionen habe ich mich allerdings noch nicht auseinander gesetzt.
 
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Ich kann dir nicht helfen, aber wie alt sind die Kinnes?

Anekdote: Ab 13/14 war ich auf einem Internat, Bücherei-PCs hatten da Debian und vlt. auch teilweise die Schulcomputer, damals empfand ich das arbeiten mit den Dingern auch als Neuling als genau so problemlos wie mit Win XP, aber das Internat hatte einen Internetfilter, vlt. auch weil es ein "christliches" Internat war, Idk, war etwas nervig wenn z.B. der Wikipedia-Artikel über Homosexualität gesperrt war und man dann erst über Google kurz einen Proxy suchen musste... "Rumklicker" - British Glype Proxy* in Google und dann ging es weiter... -.-
*z.B. ddelay.co.uk -.-
 
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In der Fritzbox gibts auch eine Liste erlaubte Internetseiten, wenn man nur bestimmte Seiten freigeben möchte könnte man auch sagen ich erlaube nur X,Y,Z. Habe damit aber nie gearbeitet.
Man sollte vorher ein Backup anlegen von der Fritzbox. Viel Erfolg dabei.
 
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@K3ks Guter Punkt, wenn das Kind sich auskennt, kann es auch solche Sperren umgehen, Internetsperren die immer funktionieren sind ein Märchen.
 
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Wenn Du einem eigenen DNS für die Filterung einsetzen willst, dann reicht es ja nur diesem EINEN Laptop in der Netzwerkconfiguration diesen DNS einzustellen und der Rest der Gerätschaft kann wie gewohnt ins Internet. Dazu noch die Filterung die Fritz anbietet und Du hättest sicherlich eine solide Grundlage und kannst ans Feintuning gehen (Blacklist/Whitelist).
 
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Das aktuelle Linuxmagazin hat einen Fokus auf ziemlich viel zu dem Thema, kann ich nur empfehlen.
 
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So lief es bei mir, damals.

Telefone gab es bei mir sehr früh aber ohne Internetzugang. Quasi nur für Hörbücher und Fotos. Später dann die Rechner. Alte Notebook oder sehr alte iMacs (2011 die immer noch mit Linux und einer SSD gut laufen).

Rechner mit Mint lokale Spiele Luanti damals minetest ( freier Minecraft Clone). Zeitbeschränkung über die Fritzbox aber hauptsächlich über den physischen Zugriff zum Gerät (nicht immer einfach, aber man wollte ja Eltern werden und so eine direkte Auseinandersetzung hilft auch bei der Erziehung). Als Filter kamen die Filter von der Fritzbox und ein Pihole zum Einsatz , der im Hintergrund auf meinen NAS lief. Mit Pihol blockte ich z.B. Snapchat, Tiktok ...... Ich mag generell den Mist nicht also schon alles im Vorfeld geblockt

Nebenbei von dem Pihole profitieren alle in der Familie.


Später, z.B. während Corona gab es dann eine Vereinbarung, wenn alle schulischen Aufgaben gemacht waren, die Kinder erscheinen wenn sie gerufen werden, Essen einhalten und die Sachen im Haushalt erledigt sind/werden und nicht gemeckert wird, wenn wir mal was unternehmen wollten, gab es bis auf die Nachtruhe keine Beschränkungen - funktionierte ausgesprochen gut. Klar mussten sie ab und an erinnert werden aber im Großen und Ganzen lief es.

Ja, irgendwann kamen die Kids auch dahinter, wie man das ganze umgehen kann (z.B. per USB ein Livelinux booten , DNS selbst setzen .....) - was aber von Vorteil ist: Sie setzten sich damit auseinander und lernten was :-) Also nicht immer gleich negativ betrachten.

Schule wird jetzt alles was MS über den Browser gemacht, womit die Kids gut leben.
 
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will-lee schrieb:
Ah cool. Ich hatte erst überlegt einen DNS zu nutzen, da gibt es einige, aber der würde ja für alle Clients gelten, sofern in der Fritzbox konfiguriert (kann man natürlich auch auf dem Gerät direkt nutzen). Aber wenn die Fritte sowas von Haus aus bietet ist das natürlich auch gut.

Also von sowas wie pihole oder Adguard als DNS-Filter würde ich abraten. Nicht weil die schlecht sind, aber mittlerweile haben so viele Programme (z.B. Firefox) Möglichkeiten eigene DNS-Server zu setzen, womit die DNS-Anfragen am Pihole vorbeigehen und sich die Seiten wieder aufrufen lassen. Es sei denn man riegelt auch die ganzen Progammeinstellungen ab, sodass gar kein eigener DNS Server gesetzt werden kann.

Da wäre eine Sperre auf Client-ebene (Hosts-Datei) eventuell die bessere Wahl. Da sind dann da ggfs. immer wieder manuelle/händische Anpassungen notwendig, sofern es keine Rundumsorglos-Liste im Internet gibt.
 
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Danke für die ganzen Tipps. Pihole bzw. adguard ist eh geplant nach den Sommerferien. Da serze ich meinen Server endlich mal auf. Kinder sind 8 und 4, also erst mal nur für das ältere relevant. Kenntnisse gibt es quasi noch keine, also dass da DNS Sperren usw umgangen werden ist noch keine Gefahr.

Und wie @netzwanze schreibt: So setzen sie sich auseinander.

@Lotsenbruder bei einer Edu hoffe ich, dass vieles eben schon vorinstalliert ist und anderes eben nicht. Im Grubde unterscheiden viele Distros ja nur die Softwareauswahl und Desktop und Anpassungen. Klar kann man das alles auch händisch machen, aber je weniger Arbeit die Konfig ist, umso besser. Wenn da das Design auch etwas mehr auf Kinder zugeschnitten ist, schadet das auch nicht. Wobei ich natürlich Mint nehmen kann und Sugar dann darauf aufsetzen, wenn ich das bei denen richtig verstanden habe.

Zorin wollte ich eh auch auf dem Gamingrechner mal probieren, da könnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
 
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Ich würde ganz klassisch auf Mint setzen und mit einem eingeschränkten Konto. Wenn was installiert werden soll, muss das Kind zuerst zu dir kommen, da es ja eine Passwortabfrage macht.

Ich habe neulich für das 11 Jährige Mädchen der Nachbarn ein Linux installiert mit ein pAr wenigen Lern Programmen. Die Eltern machen es dann ählich wie @netzwanze geschrieben hat. Schauen zusammen was sie im Internet machen kann usw.

Neulich kamen sie kurz zu mir wegen Powerpoint. Da gibt es zurzeit Onlyoffice was sehe gut mit der Schule Harmoniert, obwohl dort ja alles auf Microsoft setzt.

Jedoch kann das ganze später sowiso noch ein Problem werden und wir müssten vielleicht auf Windows setzen. Es ist aber aktuell ein Test.

Ich würde bei mir Zu Hause das ganze mit meinen Kids über Adguard Home noch lösen für gewisse Internet Seiten.
 
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"Sie setzten sich damit auseinander und lernten was": Wie funktioniert das Internet, was ist eine IP, warum funktionieren einige Seiten nicht ... Kann ich auch was anders booten, welche Möglichkeiten gibt es da... So war das gemeint
 
Weil vieles schon gesagt wurde, nur ein paar Ergänzungen:

Mit einer Fritzbox kann verhindert werden, dass der pihole/adguard einfach umgangen werden kann:

https://www.kuketz-blog.de/pi-hole-und-fritzbox-dns-umgehung-bypassing-verhindern/

Unter Mint und CachyOS hatte ich zur Bildschirmzeitbegrenzung "timekpr next" laufen. Die Bedienung ist teils hakelig, aber nicht schwer. Und wenn's läuft, funktioniert es auch gut:

https://mjasnik.gitlab.io/timekpr-next/

Und neue Gnome-Versionen haben Kindersicherung und Zeitbegrenzung schon drin:

https://www.pcgameshardware.de/Linu...me-50-Tokyo-ist-offiziell-erschienen-1523105/

Persönlich hab ich für den Nachwuchs ein CachyOS mit Gnome laufen. Geht problemlos. Tools zur Zeitbeschränkung laufen da aber nicht mehr, das regeln wir lieber im Streit Gespräch. 😇

Und der obligatorische Hinweis: Keine technische Sperre ersetzt das gemeinsame Hin- und Auseinandersetzen mit dem Medium Internet. 🥸
 
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