Test Linux (Mesa 26) vs. Windows 11 im Test: Aktuelle Gaming-Benchmarks mit Radeon RX und GeForce RTX

Quidproquo77 schrieb:
Sehe keinen Performance seifig keinen Grund für Linux momentan.
Sich mit dem ganzen Windows 11 bullshit rumschlagen für 5-10 % mehr FPS sehe ich Performance seitig nicht als Grund auf Windows zu setzten.

An den paar Kröten für die Lizenz scheiterst bei den meisten nicht.
 
BOBderBAGGER schrieb:
Sich mit dem ganzen Windows 11 bullshit rumschlagen für 5-10 % mehr FPS sehe ich Performance seitig nicht als Grund auf Windows zu setzten.
Also 3-20% je nach Rating sind "Performanceseitig" kein Grund? Oder überwiegen da nicht eher andere Aspekte?
 
spamarama schrieb:
Hatte das am Wochenende mal mit Proton 11.3 probiert aber stürzt beim Start direkt ab.
Probiere es doch mal mit Winboat.
 
Irgendwie finde ich das krass. Als ich mich das letzte Mal groß mit Linux beschäftigt habe, hieß es noch, AMD wäre instabiler unter Linux und man solle ne GeForce nehmen, deshalb hab ich meine Versuche, Linux zum Laufen zu bringen eingestellt. Jetzt habe ich das erste Mal seit meiner 7900GS wieder ne GeForce im Rechner und interessiere ich mich da mehr für und hab wieder die falsche GPU. Unpraktisch.
 
Allerdings lief Linux in Form von CachyOS instabiler als im alten Test.

Gut, dass das (dieser "Deal Breaker"/Rückschritt) im Test erwähnt wird und das ist - neben der Anti-Cheat-Kernel-Inkompatibilität/Problematik - wohl das Hauptargument, weswegen für die meisten eine Linux Distribution leider noch keine gleichwertige Option/Alternative zu Windows 11 im Gaming-Bereich ist.

Dazu kommt dann noch, dass insgesamt Windows 11 immer noch (spürbar) schneller ist über den Großteil der Spiele, was aber auch daran liegt, dass Linux nicht seit Ewigkeiten auf Spieleleistung hin optimiert wurde und da man bei Linux weniger (Betriebssystem/Kompatibilitäts-)Altlasten mitschleppt als bei Windows, könnte sich das Blatt irgendwann wenden (Richtung Gleichwertigkeit für Gaming) wenn das effizient angegangen wird, aber davon sind wir wohl noch eine ganze Weile entfernt.
 
@Xpect oh ja, die Zeiten kenne ich auch noch gut. :D Das böse Wort heißt "fglrx"
 
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Vielen Dank für den aufwendigen Test! Tatsächlich hatte ich mich vor ein paar Tagen erst mit dem Gedanken an CachyOS angefreundet. Würde es erstmal auf eine freie SSD installieren und am alten X58 System (Win7) testen und damit warm werden.

Vielleicht kann ich es auch parallel zu meinem alten Win10 nutzen. Das Hauptsystem wird eh nur noch für YouTube und bissl zocken genutzt. Auf Win11 hab ich so gar keine Lust!

Wäre noch wichtig, ob auch Simracing mit der ganzen Lenkrad, Pedal etc. Hardware spielbar ist?
 
Return2Burn schrieb:
@RMS_der_Zweite
Einfacher ist Linux nur, wenn damit vertraut ist. Bei Windows nutzt man halten seine über die Jahren vertrauten Tools dafür.
Das ist schon richtig. Ich hatte Ende der 90er als Anwender von Windows NT 4 auch meine Schmerzen mit dem Umstieg, damals war haufenweise lesen angesagt. Und man muss sagen, für einfach out of the box lauffähig sein ist Windows prinzipiell von der Struktur her weiter. Ini-Files, die man überhaupt erstmal anlegen muss, gibt es da nicht, alles ist sinnvoll vorbelegt. Die Kultur dahinter ist eine andere.

Nach dem Reinarbeiten kam dann aber der Spaß an der PC-Plattform zurück, den ich mit dem Ende des Amiga verloren hatte. Echte Einsicht mit sinnvollem technischen Unterbau statt Herumgefummel an der Oberfläche, ohne jemals richtig einsteigen zu können.
Allerdings ist es mit einer aktuellen Linuxdistro auch nicht mehr so einfach, die Interna zu durchblicken. Da hat die ganze Vereinfachung für den Endanwender schon ordentlich Komplexität unter der Haube mitgebracht.

Was ich damit nur sagen will ist; es kann sich gerade für technisch interessierte lohnen sich das mal genauer anzuschauen, jenseits der aktuellen Diskussion um Datensammelei usw.
 
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spamarama schrieb:
Wie hast du Affinity zum laufen gebracht?
Hatte das am Wochenende mal mit Proton 11.3 probiert aber stürzt beim Start direkt ab.
Wine selbst und jeweils 2 Wochen vorher auch die Staging Varianten haben viel XML Gedöns für Adobe eingebaut in letzter Zeit. Proton selbst wird nur 1mal im Jahr synchronisiert. Vielleicht läuft da eine aktuelle Version sogar runder für deine Adobe Tools inzwischen.
 
Mimir schrieb:
Schöner Test, es wird besser mit Linux, aber stand heute performen unter Windows AMD und Nvidia GPUs im SOLL und zeigen keine Abstürze.
Es geht ja nicht darum zu wechseln, weil Linux schneller ist. Es geht darum zu wechseln, weil man mit Windows unzufrieden ist.
Vor 5-6 Jahren hieß das, das man dann gar nicht mehr spielen kann. Heute heißt das, das man zwischen 0-20% Leistung verliert, aber trotzdem Spielen kann.
Und die Entwicklung ist offensichtlich so, das man im Vergleich zu vor einem halben Jahr wieder ~20% Leistung bei Raytracing gut gemacht hat, was da noch hinter her hing.

Den schwarzen Peter muss man aktuell leider immer noch Nvidia zu schieben, die ihren Treiber nicht Performant bekommen, während AMD zeigt, das es geht und es geht sogar Open Source
 
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Quidproquo77 schrieb:
Oder überwiegen da nicht eher andere Aspekte?
Natürlich aber das ist ja auch Teil des Deals.
Der Performance Vorteil als AMD Nutzer ist mir zu klein das ich mir das freiwillig installieren würde. Ich mach dann doch mehr als nur zocken.
 
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Danke für den Test. Schön, dass sich bei RT wirklich etwas tut. Ich hätte einen noch größeren Leistungszuwachs gewünscht, aber alles zu seiner Zeit. Lieber nehme ich etwas weniger Leistung in Kauf (mit Radeon), als mich Microslops Schikanen auseinandersetzen zu müssen. Ich weiß, dass es für viele läuft und das sei ihnen gegönnt, aber mir war schon zu WinXP Zeiten wichtig, dass ich nur so viel installiert habe, wie ich brauche. Entsprechend war schon damals nLite das Tool schlechthin, später mit Win7 dann NTLite und ab Win10 kamen immer mehr Probleme auf. Was entfernt wurde, kam wieder zurück. Alles andere, was immer nerviger wurde. Die Windows Updates hatte ich sogar zum größten Teil deaktiviert.
Jetzt mit Linux (Arch btw.) ist alles so viel angenehmer, steile Lernkurve, die aber Spaß gemacht hat und ein Untergrund, das man eher verstehen kann. Das zählt nicht für jeden, wohl eher die wenigstens, aber lieber habe ich Probleme, die ich lösen kann, als welche, wo man auf ein riesiges Unternehmen angewiesen ist, das nicht den Kunden im Sinn hat.
Und um Himmels willen, dass man unter Windows nicht herausfinden kann, welches Programm/welche Datei auf ein externes Speichermedium zugreift, war extra nervig! (Warum habe ich das alles eigentlich geschrieben? :p )

SavageSkull schrieb:
Was erwartest du denn von SteamOS, was es können soll, was es nicht schon woanders gibt?
Ich antworte weniger für ihn, aber allgemein ist die wichtigste Rolle von SteamOS, dass sich eine Distro vorinstalliert auf OEM-PCs im Verkauf befindet und damit auch an jene kommt, welche kein Interesse daran haben, am eigenen PC herumzufummeln.

SavageSkull schrieb:
Wobei das halt auch wieder so halbgar ist. Linus wechselt bei 4? Rechnern und sucht EINE Distribution als eierlegende Wollmilchsau, die dann die verschiedene Usecases der verschiedenen Rechner gleichzeitig abdecken soll. Das ist schon grundsätzlich der falsche Ansatz. Man sollte in so einem Fall schon für jedes System die Distribution auswählen, die für den jeweiligen Usecase die richtige ist.
Du hast jetzt nicht ganz unrecht, aber man sollte die Kirche auch im Dorf lassen. Ich glaube nicht, dass die Use Cases so extrem voneinander abweichen, dass (völlig) unterschiedliche Distros vonnöten sind.
Grundsätzlich sind wir sicher der gleichen Meinung, dass zumindest die gleiche DE verwendet werden soll. Es ist auch von Vorteil, wenn man denselben Package Manager verwendet, wenn man sich nicht vollständig vom Terminal fernhalten will.
Aber gerade für Linus könnte eines der wichtigen Punkte die Steam-Gaming-Session z.B. für den Wohnzimmer-PC sein. Für diesen Zweck könnte man ja auch bazzite nehmen, auch wenn der Rest ubuntu- oder Arch-basiert wäre.
Pop!_OS ist jetzt keine schlechte Wahl, aber gerade wegen Cosmic finde ich es problematisch, diese Distro für diese Art von Video zu verwenden. Diese DE ist noch sehr neu und etwaige DE-basierte Bugs werfen ein etwas falsches Bild in den Raum.

spamarama schrieb:
Wie hast du Affinity zum laufen gebracht?
Selber nicht versucht, aber probiere es mal damit.

SavageSkull schrieb:
während AMD zeigt, das es geht und es geht sogar Open Source
AMD darf man hier einiges zugutehalten, aber die bessere Frage wäre doch, ob nicht Valve das Gros der Arbeit erledigt hat.
 
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MaverickM schrieb:
Schon ein Trauerspiel, was nVidia da immer noch abliefert. Passt aber zum Bild, das in den letzten Monaten auch die Windows-Treiber abgeliefert haben. Insofern: Business as usual. :daumen:



Wenn sie es denn können. Titel, die mit nVidia Karten unter Linux einfach crashen können halt nicht gespielt werden. 🤷‍♂️
Habe keine crashes bisher gehabt. Weder mit 580, 590 noch 595. Mag aber auch an der Kombi der Hard- und Software liegen. Mit cachyOS hatte ich damals öfter crashes.

Dennoch würde ich, wenn AMD was schnelles zaubert, zumindest darüber nachdenken zu wechseln. DLSS ist aber schon geil.
 
Salamimander schrieb:
Dennoch würde ich, wenn AMD was schnelles zaubert, zumindest darüber nachdenken zu wechseln. DLSS ist aber schon geil.
Genau an dem Punkt bin ich auch. Die kommenden AMD Generationen werde ich mir sehr genau angucken. Ich hätte aber auch kein Problem damit, noch eine ganze Weile auf der 4090 zu verbleiben.
 
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SavageSkull schrieb:
Es geht ja nicht darum zu wechseln, weil Linux schneller ist. Es geht darum zu wechseln, weil man mit Windows unzufrieden ist.
Vor 5-6 Jahren hieß das, das man dann gar nicht mehr spielen kann. Heute heißt das, das man zwischen 0-20% Leistung verliert, aber trotzdem Spielen kann.
Und die Entwicklung ist offensichtlich so, das man im Vergleich zu vor einem halben Jahr wieder ~20% Leistung bei Raytracing gut gemacht hat, was da noch hinter her hing.

Den schwarzen Peter muss man aktuell leider immer noch Nvidia zu schieben, die ihren Treiber nicht Performant bekommen, während AMD zeigt, das es geht und es geht sogar Open Source

Na ja ich wüsste nicht wie ich jemals mit Linux glücklich werden könnte, wenn Features wie Raytracing 8 Jahre brauchen, bis man annähernd Windows Performance erreicht. Wie ich schon sagte, wenn das nächste Feature aufschlägt hab ich sicher keine Lust, Jahre darauf zu warten.

Wenn einen Windows (warum auch immer) wirklich so unfassbar nervt, dann macht man eben nen Dualboot und nutzt Linux für alles andere als Gaming. Aber damit Linux relevant für Gaming wird, muss einfach der volle Support da sein. Von allen Hardwareherstellern und von allen Spieleentwicklern. Und das nicht erst Jahre später.

Ich fürchte aber dass es in der Natur der Sache liegt, dass Linux bzw. die Distros und alles darum herum immer weit zurück hängen. Es ist halt vieles Community getrieben. Das hat einige Vorteile aber auch unfassbar viele Nachteile.
 
Deinorius schrieb:
Ich antworte weniger für ihn, aber allgemein ist die wichtigste Rolle von SteamOS, dass sich eine Distro vorinstalliert auf OEM-PCs im Verkauf befindet und damit auch an jene kommt, welche kein Interesse daran haben, am eigenen PC herumzufummeln.
ich bezweifle ernsthaft, das du demnächst im Laden bei den HP, Dell, Acer und Asus Notebooks zwischen Windows und SteamOS wählen kannst.
Es werden nur irgendwelche Nischenprodukte Abseits von Valves eigener Hardware vorinstalliert mit SteamOS auf den Markt kommen. Vor allen dann auch eher "gaming" Produkte und ganz sicher nicht der 500€ Laptop den sich die Nachbarin für Office holt, weil das alte 13 Jahre alte Gerät den Geist aufgegeben hat.
Ich bezweifle daher ernsthaft, das sich durch den Release von SteamOS irgendwas an der Situation ändert.

Deinorius schrieb:
AMD darf man hier einiges zugutehalten, aber die bessere Frage wäre doch, ob nicht Valve das Gros der Arbeit erledigt hat.
Und wer kann die Frage beantworten? Bei Mesa sitzen auch Nvidia Mitarbeiter, vielleicht sind die ja für den Raytracing Schub verantwortlich?
 
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Deinorius schrieb:
Und um Himmels willen, dass man unter Windows nicht herausfinden kann, welches Programm/welche Datei auf ein externes Speichermedium zugreift, war extra nervig!

Nicht nur das. Wie oft hatte ich unter Linux ein Problem und habe dann einfach das Programm durch strace laufen lassen (listet alle system calls auf). Irgendwo fand sich dann oft ein ENOENT, Datei nicht gefunden, oder ein Hinweis auf fehlende Schreibrechte.

Wahrscheinlich gibts unter Windows auch Debugger, die sowas können, aber nicht einfach ins System eingebaut. Da muss man teils bei den einfachsten Dingen raten. Problemlösungen aus dem Netz sind oft blinde Rundumschläge (BIOS-Update..), weil man einfach nicht weiß, woran es liegt.

Ich glaube darin liegt auch das Problem vieler Windowsanwender mit dem Umstieg. Sie sind nicht gewöhnt daran, dass man mit etwas Aufwand der Ursache wirklich auf den Grund gehen kann und messen absolut alles daran, wie es frisch installiert ohne weitere Eingriffe läuft.

Ich habe meinen Eltern eine Debian-Installation gegeben, die 14 Jahre alt geworden ist bevor das Paketmanagement kaputt war und eine Neuinstallation einfacher war. Ironischerweise finden sich dank zunehmender technischer Reife mittlerweile auch uralte Windows-Installationen, nur dass sowas dort nicht vorgesehen ist und MS aktiv dagegen arbeitet, dass die länger laufen.
 
Vielen Dank für den ausführlichen Test :cool_alt:

Auch ich habe am Wochenende ein Dualboot mit ZorinOs (Ubuntu) eingerichtet und bin total begeistert. Die Spiele laufen butterweich und das Betriebssystem ist weitgehend so zu bedienen, dass die Konsole fast nicht benötigt wird. Habe Steam und den Heroic-Launcher, mit GOG und Epic installiert. Alles läuft wie es soll. Ich kann keinen Unterschied zu Windows feststellen. Vielleicht ein paar FPS hier oder da, mal mehr mal oder weniger, im messbaren Bereich- gefühlt NULL. Aber FPS beobachten ist ja bekannter Weise nicht spielen ;):D

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen und euch empfehlen, auch ein Dualboot mit dem Linux eurer Wahl einmal anzusehen. Btw. Zorin ist wirklich "out of the box" ein super Betriebssystem.
 
Krik schrieb:
Ich wusste ja, dass Nvidia unter Linux nicht immer einfach zu handhaben ist, aber dass es so zickt, war mir nicht bewusst. 🤔
Wer nicht wie in diesem Test den direkten Vergleich hat, also wo der einzige Unterschied ist AMD oder NVIDIA karte, da werden von Nvidia Nutzern ganz natürlich so einiges an Bugs und abschmierern auf Linux geschoben...
Ist ja schnell gemacht wenn man auch kaum checken kann was exakt der Grund war.

Wenn man zumindeat dann einmal von Nvidia zu AMD gewechselt ist hat man zumindest ne kurze Momentaufnahme wo man merkst, was alles plötzlich sauber läuft..
So wie ich damals von 1080er auf Vega64

Aber danach hat man natürlich typischerweise keine Nvidia Karte mehr um den vergleich anstellen zu können.

Edit: Da sind dann auch gerade diese Tests sinnvoll, da kann man dann mal richtig auf die richtige Maus hauen.
 
Bin pers. vor ca. einem Monat auf Linux bei meinem Gaming-PC umgestiegen. Der Fairness halber hab ich aber genug Erfahrung mit Linux, um mich relativ mühelos durchnavigieren zu können; bin also kein Anfänger, kann Logs lesen und auch auf der Kommandozeile fühle ich mich wohl.

Dann hab ich noch einen vergleichsweise eingeschränkten Spielegeschmack: Großteils Indie-Spiele, und gelegentlich AAA-Singleplayer-Spiele - sowas wie Cyberpunk, oder Clair Obscur - und die meist auch erst Monate nach Release (ich kaufe nur selten Vollpreisspiele). Und da mache ich momentan halt wirklich gute Erfahrungen, die Spiele laufen reibungslos bei mir.

Noch vor ein paar Jahren wars eher so, dass bei den meisten (vorallem bei AAA-)Spielen irgendein Bug o.Ä. aufgetreten ist, dass einem immer wieder darauf aufmerksam gemacht hat, dass das Spiel unter Linux und nicht unter Windows läuft. Dieses Gefühl ist bei mir mittlerweile komplett verschwunden, ich konnte schon stundenlang an einem Spiel hängenbleiben und in der Immersion versinken, dass ich komplett vergessen habe dass dahinter eigentlich Linux läuft. Das ist ungewohnt für mich, eben weil das noch vor ein paar Jahren anders war...

Wo es leider hakt, sind bestimmte Windows-Anwendungen, wofür es kein Linux-Äquivalent gibt. Im Gaming-Bereich wär etwa für Besitzer aller 8bitdo-Controller die sog. "Ultimate Software" nicht verfügbar (wobei die angeblich mit den neuesten Wine-Versionen gehen soll, das muss ich aber erst testen...).

Warum ich dennoch freiwillig hauptsächlich Linux nutze? Mir geht Windows 11 so, so unfassbar auf die Nerven. Ich baue keinen Mist mit meinem System (= mein System ist keine Virenschleuder o.Ä.), aber: Simple Programme öffnen sich erst nach 1-2 Gedenksekunden (Explorer!), überall startet erstmal ein Assistent was irgendeine Scheiße anpreist, was mich Null interessiert (Ja Edge, mir völlig egal dass ich irgendwelche Shopping-Kanäle auf meiner Startseite anlegen kann, ich will doch nur zu Google...) oder CoPilot an unmöglichsten Stellen bewirbt und um meine Aufmerksamkeit stört (Notepad! Warum sollte ich CoPilot ausgerechnet in Notepad verwenden wollen?). Und niemand, wirklich niemand kann den Update-Mechanismus von Windows noch schönreden mittlerweile, wie lahmarschig das Teil ist, teilweise auch sehr fragil, auch nach einem Neustart noch Zeit frisst, und dann nichtmal die sog. UWP-Apps updaten kann obwohl es dafür sogar einen Mechanismus gibt. Die Suche im Startmenü ist nutzlos solange man die Bing-Suche nicht deaktiviert, was sich nur über Drittanbieter-Tools oder Registry-Hacks ausschalten lässt.
Und kein Wunder, dass unter Windows niemand die Kommandozeile nutzt, bei einer Shell die steinalt ist und kaum Komfortfeatures enthält. Das Beste: Es gibt immer mal wieder CMD-Befehle unter Windows, die einfach das Funktionieren einstellen, teils auch essentielle (z.B. "winget", mit dem man UWP-Updates durchführen kann! Oder "sfc", was zwar nach fehlerhaften Systemdateien suchen soll, aber einige Zeit auch bei völlig intakten Systemdateien inkorrekterweise Fehler gemeldet hat...). Es vergeht gefühlt auch kein Monat mehr, in der nicht irgendeine News darauf hinweist, dass Windows Update irgendeinen Mist fabriziert hat...

Ehrlich, das sind mir z.B. die Start-Parameter, die ich halt vorkonfiguriert habe damit die Spiele alle Features unterstützen ("PROTON_ENABLE_HDR=1" etc.) um Größenordnungen lieber als all das, was ich grade bei Windows aufgezählt habe. DAS sind die Gründe, weshalb ich privat lieber Linux als Windows nutze... Und nach allem, was man von Microsoft so hört, wird es in nächster Zeit eher noch schlimmer statt besser...
 
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