Meinung zur Krankschreibung am ersten Tag

Der Käse kostet am Ende wahrscheinlich mehr, als er einspart. Arbeitnehmer werden einfach mal kollektiv unter Generalverdacht gestellt. Alles faule Säcke. OK, der Krankenstand ist zu hoch. Selbst wenn wir uns darauf einigen, wäre es ja vielleicht eine Idee, etwas für mehr Gesundheit zu tun. Vielleicht mehr Hitzeschutz ganz aktuell? Wenn wir schon Klimaschutz zurückfahren und so. Ehrlich, wenn jemand bei 40 Grad in einem nicht klimatisierten Krankenhaus vor sich hin brutzelt, wundert es mich nicht, wenn derjenige krank wird.

Aber ach was, denen geht es allen immer super, also muss jetzt mal so richtig schön draufgeprügelt werden. Wie auch bei den Bürgergeld-Empfängern, die ja alle nur stinkfaul sind. Immer feste drauf mit mächtig Bürokratie dabei.
 
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Ich habe meinem Arbeitgeber schon viele Fehlzeiten erspart, in dem ich nur mal 1 oder maximal 2 Tage krank war und nicht gleich ne ganze Woche.
Friedel Merz ist halt ein Menschenfeind.
Man sollte ihn wie damals auf der Schule auch jetzt wieder aus seinem Amt verweisen.
 
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Einen großen Vorteil hat der Vorschlag aber. Er kostet der Regierung kein Geld, also zumindest nicht direkt. Steuererleichtungen, Extraausgaben oder ähnliches muss halt irgendwie gegenfinanziert werden. Und das ist aktuell eben auch alles andere als einfach ... da ist der populisitsche, aber für die Regierung kostengünstige Gesetz genau der Richtige.
 
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Stimmt, Ärzte arbeiten ja umsonst.
 
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Das ist dann ein Problem der Krankenkassen. Die belasten den Bundeshaushalt erstmal (!) wesentlich weniger als Steuergeschenke.
 
Stovi schrieb:
Dann sollte Fritze sich nicht wundern, wenn entegegen seiner Reformvorstellung in der nächsten Krankenstatistik plötzlich mehr Krankheitstage auftauchen.
Die 10-€-Praxisgebühr hatten ja auch nicht den erhofften Einbruch zur Folge.

OdinHades schrieb:
Stimmt, Ärzte arbeiten ja umsonst.
Denkt man anscheinend in Rostock. Da wurde in der Psychiatrie gnadenlos zusammengestrichen und die Patienten sitzen halb gelangweilt rum, weil es keine Einzelsitzungen gibt.
 
Und ich darf vierteljährlich meine Karte vor Ort durchziehen sonst kein digitales Rezept für meine Meduzin.
Bringt mir also gar nix wenn ich zweimal im Jahr Nachschub brauche 😒
 
Ich bin für für 5 Tage Früher.
Vorbeugen ist besser als Heilen
 
Für mich ist das ganze leider nix neues. Bei meinem vorherigen AG war es einzelvertraglich sowieso schon so geregelt das man am ersten Tag die AU vorlegen musst.
War dann genauso wie schon jetzt gesagt wird.

  • Man saß quasi den ganzen ersten Tag in der überfüllten Praxis
  • Ärzte waren nicht sehr erfreut wegen einer Kleinigkeit eine AU zu schreiben
  • Damals gab es noch keine E-AU also musse man noch zur Krankenkassen und zum AG um die jeweiligen Teile abzugeben..

Bei mir kam das nicht oft vor, vllt 2 mal in 10 Jahren. Es hat aber bei uns den Krankenschnitt nicht verringert im Gegenteil, es gab 2 Effekte:

  • Die "Krankmacher" haben sich meist Montag oder Mittwoch gemeldet weil sie genau wussten das der Arzt sie dan mind 3-4 Tage krankschreiben würde. Das fand meist vor unangehmen Inbetriebnahmen statt
  • Diejenigen denen das zu viel Aufwand war mit mit AU haben sich in die Arbeit gsechleppt, andere angesteckt oder es hat sie dann richtig zerlegt..

Bei meinem jetzigen AG ist es per Tarifvertrag noch so geregelt das 3 Tage ohne AU gehen. Mal schauen wie das dann weitergeht.
Hatte ich bisher auch nur 1x genutzt.. 1 Tag zu Hause geblieben und dann aus dem HO weitergemacht.


Einen großen Vorteil hat der Vorschlag aber. Er kostet der Regierung kein Geld

Naja mit AU tritt ja sofort die Lohnfortzahlung in Kraft, was ja normal nicht wäre. Das triff dann die gesetzlichen die ja auch dann irgendwie Geld vom Staat bekommen.
 
Löschknecht schrieb:
also musse man noch zur Krankenkassen
Da sprichst du uebrigends einen Punkt an, der die berichteten Zahlen deutlich hat steigen lassen.
Sehr viele Leute haben naemlich genau das nicht gemacht, also die Kopie der AU der Krankenkasse zukommen lassen.
Ich hab den auch meistens garnicht bekommen, sondern nur die Version fuer den AG.

Jetzt wird das automatisch uebermittelt, und dort ist kein "Schwund" mehr in den Zahlen.
 
Löschknecht schrieb:
Ärzte waren nicht sehr erfreut wegen einer Kleinigkeit eine AU zu schreiben
Es gab und gibt in jeder Stadt eine kleine Anzahl an Praxen die, sagen wir mal, den unbürokratischen weg gehen und auf Krankschreibungen spezialisiert sind. ;)
D.h. wenn man ernsthaft krank war, ging man zum guten Hausarzt der einem wirklich helfen konnte. Wenn es dagegen nur um eine schnelle Krankmeldung ging, aus welchen Gründen auch immer, dann zum "Spezialisten" ;)
Der hat dann in einer Stunde oft mehr Leute "behandelt" als der Hausarzt an einem Tag.
 
Hallo

OdinHades schrieb:
Arbeitnehmer werden einfach mal kollektiv unter Generalverdacht gestellt. Alles faule Säcke.
Ich bin nicht sicher weil ich mich nicht daran erinnern kann wann ich das letzte mal krankheitsbedingt auf der Arbeit gefehlt habe und mich das nicht interessiert.
Ist das nicht einfach wieder der Normalzustand, wurden die telefonische Krankmeldung und die Krankmeldung ab dem 3. Tag nicht während Corona eingeführt ?

OdinHades schrieb:
Vielleicht mehr Hitzeschutz ganz aktuell?
Jetzt geht es wieder, aber hast du vor 2 Wochen mal versucht eine Klimaanlage oder einen Ventilator zu kaufen ? Es gab nichts zu kaufen, die Regale waren leer.

OdinHades schrieb:
Ehrlich, wenn jemand bei 40 Grad in einem nicht klimatisierten Krankenhaus vor sich hin brutzelt, wundert es mich nicht, wenn derjenige krank wird.
Ich kenne ein Krankenhaus (es sind wohl noch mehr) wo die Staatsanwaltschaft wegen der (zu) vielen Toten dran ist und sich die Ursachen mal genauer ansieht.
Die vorletzte Woche war schlimm im Krankenhaus was Tote angeht, schon fast auf Corona Niveau, ich habe irgendwann aufgehört die Leichenwagen zu zählen.

OdinHades schrieb:
Wenn wir schon Klimaschutz zurückfahren und so. Ehrlich, wenn jemand bei 40 Grad in einem nicht klimatisierten Krankenhaus vor sich hin brutzelt, wundert es mich nicht, wenn derjenige krank wird.
Krankenhäuser/Gebäude komplett zu klimatisieren und gleichzeitig Klimaschutz hoch zu fahren beißt sich irgendwie, Klimaanlagen brauchen sehr viel Energie.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Jetzt geht es wieder, aber hast du vor 2 Wochen mal versucht eine Klimaanlage oder einen Ventilator zu kaufen ? Es gab nichts zu kaufen, die Regale waren leer.
Die Ausrede hatte mein AG auch mal. Und zwar jedes Jahr... Dass man vorsorgen kann ist machen Betrieben fremd. :D
 
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Hallo

.one schrieb:
Die Ausrede hat mein AG auch.
Das ist nicht unbedingt eine Ausrede, das ist menschliche Doofheit, Menschen reagieren in der Regel erst bei direkter Gefahr.
Man muss auch wissen, das Klimaanlagen in Deutschland (in der Regel) nur für max. 32°C Außentemperatur ausgelegt sind.
Bei uns im Krankenhaus ist die Klimaanlage für 3 Tage ausgefallen und unsere Haustechnik hat mir das mit den 32°C erzählt.
Die Woche mit fast durchgehend 35-40°C war sehr extrem und eigentlich müßten wir alle unsere Klimaanlagen aufrüsten.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Ist das nicht einfach wieder der Normalzustand, wurden die telefonische Krankmeldung und die Krankmeldung ab dem 3. Tag nicht während Corona eingeführt ?
Bei meinem AG läuft das (ab 3. Tag) schon sehr viel länger so. Mindestens seit den 20 Jahren, die ich schon dort arbeite.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Ist das nicht einfach wieder der Normalzustand, wurden die telefonische Krankmeldung und die Krankmeldung ab dem 3. Tag nicht während Corona eingeführt ?
Telefonische Krankschreibung wurde zu Corona eingefuehrt, ja.
Danach wurde sie wieder abgeschafft, wogegen vorallem die Hausaerzte auf die Barrikaden gegangen sind, woraufhin sie wieder eingefuehrt wurde.

Ob ab dem ersten oder dritten Tag ein Attest gebraucht wird, liegt schon lange Zeit im Ermessen der Arbeitgeber. Soweit ich weiss ist der Standard: Attest ab dem dritten Tag, aber sie koennen auch schon ab dem ersten Tag ein Attest verlangen.
Was sich hier aendert ist nur der Standard, Firmen koennen immer noch sagen, dass sie ein Attest erst ab dem dritten Tag haben wollen.

Mit anderen Worten: Damit aendert sich effektiv wenig bis garnichts.
 
Die Regel ist eigentlich ein Attest ab dem ersten Tag. Es muss allerdings spätestens am dritten Tag vorliegen. Postweg und so. Durch die eAU fällt das aber automatisch weg.
 
Hallo

Ranayna schrieb:
Telefonische Krankschreibung wurde zu Corona eingefuehrt, ja.
Ranayna schrieb:
Ob ab dem ersten oder dritten Tag ein Attest gebraucht wird, liegt schon lange Zeit im Ermessen der Arbeitgeber.
Also hat sich eigentlich nichts geändert.

OdinHades schrieb:
Arbeitnehmer werden einfach mal kollektiv unter Generalverdacht gestellt.
Der Arbeitgeber entscheidet jetzt ob seine Arbeitnehmer ab dem ersten oder dem dritten Tag ein Attest vorlegen müssen.
Der Arbeitgeber wird seine Arbeitnehmer unter Generalverdacht stellen und der Arbeitgeber kennt seine "Pappenheimer".
Ich weiß jetzt nicht ob der Arbeitgeber nur von bestimmten Arbeitnehmern ein Attest ab dem ersten Tag verlangen kann.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Ich weiß jetzt nicht ob der Arbeitgeber nur von bestimmten Arbeitnehmern ein Attest ab dem ersten Tag verlangen kann.
Kann er.
 
Richtig, muss nicht einmal im Arbeitsvertrag stehen, weil es gesetzlich geregelt ist (§ 5 Abs. 1 Satz 3 EntgFG).
Man muss dabei nur sauber zwischen Einzelfall und allgemeiner Regel unterscheiden. Es darf halt nicht "willkürlich" sein und auch nicht nach einer starren Regel folgen (droht der Kollektivbezug > Betriebsrat kann mitbestimmen wenn er da ist).

Praktisch ist das relativ simpel: Der AG entscheidet im jeweiligen Einzelfall und sollte die Gründe nachvollziehbar dokumentieren. Da AG ohnehin ein System zur Arbeitszeiterfassung mittlerweile haben, eigentlich müssen.... und viele Betriebe das inzwischen digital lösen, sind die relevanten Auffälligkeiten in der Praxis oft ohnehin dokumentiert.

Bei uns passiert das zum Beispiel, wenn auffällig häufige Kurzerkrankungen Mo. und Fr. oder unmittelbar vor Urlaubsstichtagen auftreten.
 
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