Mindestmenge Wasser / h

Bert_64

Commander
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Ich habe eine Wasserkühlung wie folgt:

Aquastream XT (Ultra) -> Aquacomputer RAM Kühler (6x DIMM) -> Spawa 1 -> Spawa 2 -> North-South-Bridge Kühler -> Grafikkarte -> CPU -> AGB -> Kühler MORA-2

Kühlermittel G12+ mit destilliertem Wasser (1/4)


Meine Durchlaufmenge beträgt zur Zeit 47 L/h. Ich habe jedoch das Gefühl das die Menge zu gering ist, obwohl die Temperaturen gut sind, Idle 26°C und Load 34°C.

Gibt es denn sowas wie eine Mindestmenge für wakü Systeme?
 
ab 30l/h verschlechtert sich die Leistung der Wakü, alles darüber ist "nicht nennenswert" auch wenn der Trend ja zu 1000l/h geht so wie ich die Gartenschläuche in den Rechnern wachsen sehe. Punkte bringt es wenig.
 
Probiere es aus. Die Kühler reagieren unterschiedlich auf die Durchflussmenge. Für mache langen 20 l/h andern brauchen mehr. So 60 l/h ist der Punkt wo eigentlich alle Kühler keine unterscheide mehr machen. Für die meisten langen weniger.
 
Grundsätzliche Faustregel ist das man ab 60L/H keinen Unterschied mehr merkt. Aber solange die Temps passen: Wen interessiert die Durchflussmenge? Ich hab nicht mal nen Durchflusssensor drin :D
 
Ich habe die Pumpe mal auf 100% aufgedreht, da steigt zwar der Durchfluss auf 67 L an, in der Temperatur zeigt sich aber keine nennenswerte Veränderung, 0,5°C. Somit lass ich die 47L stehen.
 
Dann ist ja nichts verkehrt an den 47L ;) In dem Fall würde ich auch lieber leise anstatt 0,5°C weniger nehmen :D
 
Ich arbeite auch nur mit 41 Litern weil ich bei mehr keinen Unterschied merke. Okay, es liest sich nicht so beeindruckend aber was solls :D
 
Wassertemperaturen vor und nach dem zu kühlenden Punkt bei voll ausgelasteter CPU (=maximale Wärmeerzeugung) messen. Wenn das Wasser an der Stelle kaum noch erwärmt wird, ist der Durchfluss sinnlos groß. Punkt.

Je mehr Temperaturdifferenz (Rücklauf - Vorlauf) man zuläßt, d.h. je wärmer man die CPU werden läßt, desto niedriger kann der Durchfluss sein. Eine höhere Rücklauftemperatur erlaubt ganz nebenbei den Einsatz eines kleineren Radiators, denn dieser "freut" sich über ein hohes Delta-T zwischen Rücklauf und Raumluft.

Wer energieeffizient und/oder platzeffizient kühlen will, läßt eine große Temperaturdifferenz zu und betreibt dazu die CPU eher am oberen Ende der laut Spec zulässigen Temperatur statt sie mittels gigantischer Wassermengen und riesigem Radiator nur wenige Grad über Raumtemperatur erreichen zu lassen. Letzteres ist nur für starkes Übertakten oder zum Posen auf dem Schulhof nützlich.

Zur theoretischen Mindestmenge ... mal überschlagen:
Um 1 Liter Wasser um 1° zu erwärmen, werden ca. 4 kJ = 4000 Ws verheizt. Um also 100 Watt Abwärmeleistung einer CPU aufzunehmen, reicht der eine Liter 40 Sekunden, wenn man ihn nur um 1° erwärmen lassen will. Läßt man 5° Erwärmung zu, reicht der Liter schon 200 s. Das entspricht Durchflüssen von 90 bzw. 18 Litern/Stunde. Es kommt also drauf an, wie man die Kühlung baut, insbesondere welche Temperaturen man zuläßt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wassermengen Angaben aus Foren u.ä. sind in der Regel übermäßig groß angegeben. Es lässt sich thermodynamisch relativ einfach berechnen, wieviel Durchfluss eine wie Große Temperatur differenz zwischen warmer und kalter Seite ausmachen.

Gehe ich von dem Rechner in deiner Signatur aus, schätze ich die durch die Wakü gekühlten Komponeten unter Volllast auf maximal 400W.
Bei dieser Auslastung beträgt die Temperatur zwischen Warmer und Kalter Seite bei den folgenden durchflussmengen:

72l/h -> 0,02l/s->~0,02kg/s , dT=(P*T)/ (m * c) -> (400W*1s) / (0,02kg *0,0418 J/(kg*K))=4,78K
36l/h -> 9,56K
18l/h -> 19,1K

Bei 18l/h beträgt der unterschied zwischen der wärmsten und der kältesten Stelle im Kreislauf also maximal 19° bei 72l/h wären es 4,5°. Baut man den Kreislauf so auf, das Komponenten die möglichst kühl sein müssen wie die Graka an den Anfang des Kreislaufs, düfte selbst dieser Wert noch vollkommen ausreichen und bessere Temperaturen als mit jeder Luftkühlung erreichen.
In der Realität kommt hinzu, dass dieser Wert nocheinmal ein Stück kleiner sein wird aus folgenden Gründen:
1. höhere Wassertemperatur auf der Warmen Seite führt zu (u.u. deutlich) höherer Wärmeabgabe im Radi, daher liegt die Gesamt temperatur in diesem Fall niedriger als sonst, unterschied ist also geringer.
2. 400W sind sehr hoch angesetzt, da die Komponenten einen Teil ihrer Leistung auch ein die umgebungsluft abgeben.
3. Auch schläuche, Kühlkörper,.... geben Wärme an die Umgebung ab, daher ist das System nicht so klar in Warme und kalte seite aufgeteilt. -> Differenz ist geringer

In der Praxis habe ich bei meinem System festgestellt (ca. 250 W gekühlte) Komponenten, dass die Temperatur differenz bei 50l/h vor und nach den Radis kaum Messbar ist. Bei 15l komme ich auf ca. 9°. Bei GPU temperatur macht das ca. 3° Unterschied (als erstes im Kreislauf) bei CPU (fast am Ende) ca.7°.
Wenn du also Temperaturrekorde aufstellen willst, bringt eine Durchflussmenge bis ca. 100l/h vllt. noch messbare Ergebnisse. Wenn du es nur ausreichend kühl und leise haben möchtest, bist du mit 20-30l immernoch ausreichend bedient. Selbst deutlich darunter (15l) sind die Ergebnisse noch besser als mit einem Luftkühler.
 
Interessant.
Du teilst 400 durch ca. 0,000836 und bekommst nur 4,78 K heraus. Irgend etwas fehlt doch da noch, denn wenn ich das ausrechne bekomme ich 478468,9 K... hmmm
:)
 
GliderHR schrieb:
Interessant.
Du teilst 400 durch ca. 0,000836 und bekommst nur 4,78 K heraus. Irgend etwas fehlt doch da noch, denn wenn ich das ausrechne bekomme ich 478468,9 K... hmmm
:)

Tut mir leid wollt das einfacher aufschreiben und hab mich dabei um 1 Mio vertan. Spez wärme kapazität von wasser ist 4,182 kj/kg*K, ich wollt das kJ eleminieren und habe mich vertan. Richtiger weise muss es also heißen:
dT=(P*T)/ (m * c) -> (400W*1s) / (0,02kg *4182 J/(kg*K))=4,78K
 
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