Mit E-Auto Haus versorgen

D

Don_2020

Gast
Nachts wird das Elektroauto mit billigem Nachstrom geladen. Tagsüber wird das Haus vom Auto versorgt.
Nur in Zeiten wo das Auto unterwegs ist, wird aus dem öffentlichen Stromnetz Strom entnommen.

Kann man sowas mit dem Elektroauto machen und gibt es das bereist zu kaufen?
 
Sono Motors wollte so etwas in der Art machen. Ob das schon geht, weiß ich nicht.
 
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Google mal nach "bidirektionalem Laden" - evtl. wirst du da fündig, z.B. hier.
 
Da kriegst du ja endlos viele Zyklen auf den Akku.
 
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Naja, ein Zweipersonenhaushalt braucht so 2000 kWh pro Jahr - selbst wenn du die voll durch einen 50 kWh-Akku schleust sind das nur 40 Zyklen, das zu tun ist aber unrealistisch.
 
Ich habe einen ca. doppelt so hochen Stromverbrauch.
Mir geht es um darum die Lastspitze Tagsüber zu vermeiden. Nachts kann mit billigem Nachtstrom geladen werden. Das Auto brauchen wir nur zum Einkaufen. Folglich steht das Auto im Schnitt zu über 90 % vor dem Haus.
Offensichtlich gibt es noch keine Auto die das unterstützen.
Naja, dann warten wir mal ab.

Kommt Zeit, kommt Auto oder eben nicht.
 
Eben, dann laufen aber auch nie die vollen 4kkWh über den Akku.

Außerdem ist das was du andenkst planbar und kann in einem für den Akku schonenden mittleren Ladestandsbereich bei vglw. niedriger Leistung ablaufen. Da würde ich mir also keine riesigen Sorgen machen.

Ich glaube, dass das über kurz oder lang kommen wird - auch wenn der Zeithorizont noch ziemlich vage ist.
 
Es gibt Batteriespeicher fürs Haus. Die Akkus in Autos sind auf Gewicht und Platz optimiert. Ein Batteriespeicher fürs Haus hat diese Restriktionen nicht.
 
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Es geht darum keine 2 Batterispeicher zu kaufen. Einen für Auto, den anderen fürs Haus.
Das Auto steht ca. 23,5 h/Tag vor dem Haus. Billig mit Nachtstrom laden und tagsüber entladen. So ein PKW hat doch eine Ladung von ca. 10 bis 20 kWh. Da fallen 4.000 /365 = ca. 11 kWh pro Tag nicht ins Gewicht.
Gefahren wird Kurzstrecke (< 10 km) pro Tag. In der Zeit (max. 2 h) kann auch der Kühlschrank/Tiefkühler mal ohne Strom sein.

Im Krieg wurden die Kartoffeln auch nicht fertig gekocht. Topf mit den Kartoffeln unter die Bettdecke und in einer Stunde sind die halbrohen Kartoffeln gar. Das nenne ich Pfiffig.
 
Wie soll das überhaupt funktionieren?
Wie schließt Du deine hausstromkreise an das Auto an? Gleichspannung? Umrichter dazwischen einschließlich Verlusten?

Einfach mal naiv gefragt.
 
Das Auto müsste doch ein entsprechendes Bauteil haben, es nimmt ja auch Wechselstrom (auch 3-Phasen zur Not) an um es dann als Gleichstrom in die Batterie zu pumpen oder aus der Batterie als Wechselstrom zum Motor zu schieben.

Ich hab mir sagen lassen: Ist ein Verschleißteil :-(
 
Es gibt (gerade im Zusammenspiel mit PV-Anlagen) verschiedene Anschlusskonfigurationen. In jedem Fall wird ein Wechselrichter erforderlich sein. Wenn die Ladeeinrichtung diesen nicht beinhaltet, muss zwischen Laden und Entladen umgeschalten werden. Das kann richtig, richtig ins Geld gehen.

Wie hoch ist eigentlich die Preisdifferenz zwischen NT und HT Strom? Und wie hoch sind die Anschaffungskosten für die ganzen Gerätschaften? Ich habe nach wie vor meine Zweifel, dass dabei etwas rausspringt.
Ergänzung ()

HisN schrieb:
Das Auto müsste doch ein entsprechendes Bauteil haben, es nimmt ja auch Wechselstrom (auch 3-Phasen zur Not) an um es dann als Gleichstrom in die Batterie zu pumpen oder aus der Batterie als Wechselstrom zum Motor zu schieben.

Ich hab mir sagen lassen: Ist ein Verschleißteil :-(
Ein Gleichrichter ist nicht automatisch ein Wechselrichter.
 
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Wenn der Motor Wechselstrom zum funktionieren braucht, und die Batterie Gleichstrom liefert, müsste doch eigentlich ein Wechselrichter verbaut sein.
Oder nicht? Sind es halt zwei Bauteile. Entschuldige bitte meine Ungenauigkeit.
 
Ich bezweifel auch, dass das Vorhaben so sinnvoll ist, wenn nur durch einen vergünstigten Nachtstomtarif gespart werden soll. Bei unserem Stromanbieter gibt es das soweit ich weiß gar nicht mehr. Sinnvoll wird das vermutlich eher in Kombination mit eigener regenerativer Energieerzeugung aus PV oder Wind. Und da gibt es durchaus Ansätze, elektrische Kfz zu integrieren. Wird aber sicher noch dauern, bis das marktreif wird.
 
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HisN schrieb:
Wenn der Motor Wechselstrom zum funktionieren braucht, und die Batterie Gleichstrom liefert, müsste doch eigentlich ein Wechselrichter verbaut sein.
Oder nicht? Sind es halt zwei Bauteile. Entschuldige bitte meine Ungenauigkeit.
Dein Einwand ist richtig, ungenau war ich, da ich die Leistungselektronik des E-Fahrzeugs in einen Topf geworfen hatte.

Also nochmal genauer: Der Wechselrichter im Fahrzeug, welcher aus Gleichspannung Wechselspannung macht, muss beide Anwendungsfälle (Antrieb Elektromotor und Einspeisung ins Netz) beherrschen. Das ist aufwändiger als nur einen Fall abzudecken. Und Aufwand kostet in der Regel Geld. Wobei im Falle der Rückspeisung auch noch die Ladeeinrichtung betrachtet werden muss, da eine einfache Wallbox nicht für Rückspeisung geeignet ist.
 
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Unabhängig von der wirtschaftlichen Betrachtung möchte ich folgendes zu bedenken geben.
Der Stromfluss wird wohl werkseitig einseitig programmiert sein. Eine Veränderung der Programmierung, sofern technisch überhaupt realisierbar, wird zur Erlöschung der ABE führen.

Weiterhin denke ich, ist durch technische Schutzvorrichtung (Dioden o.ä.) nur eine Stromflussrichtung möglich. Das werden auch schon Hochleistungsdioden sein, die entsprechend sicher in der Fahrzeugelektrik mit Abwärmepotential verbaut sind. Da wird man nicht so einfach herankommen und natürlich erlischt auch hier die ABE. Kann aber auch sein, die sind im Ladekabel verbaut.
Auf jeden Fall erhebliches Brandpotential meiner Meinung nach, falls man das selbst realisieren will und der Versicherungsschutz ist auch hin.
Auto auf der Straße und dann ständig Kabel zum Haus klingt für mich auch etwas riskant.
 
Wie gesagt, solche Systeme sind in der Erprobung. Ob die Lade- und Entladeverluste im konkreten Anwendungsfall des TE von der Preisdifferenz zwischen Tag- und Nachtstrom aufgefangen werden? Keine Ahnung.
 
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