Mit E-Auto Haus versorgen

uincom schrieb:
Wieso baust du dort nichts hin? Ernstgemeinte Frage. Nimm deine 4 Mrd € und go go go.
Trollst du jetzt ernsthaft auf diese Weise? Als ob 4 Mrd da was bringen würden.... .


uincom schrieb:
Da fehlt es doch an allem. Stabile gesellschaftliche Strukturen, Kapital, Arbeitskräfte und Infrastruktur. Was soll die mit dem Strom überhaupt anfangen?
Hast du meinen Beitrag wirklich gelesen? Hier noch einmal, nur für dich: Die meisten afrikanischen Länder haben außer 1-2 landwirtschaftlichen Produkten nur noch Tourismus zu bieten. Ja das ein oder andere Land evtl. noch Metalle. ABER Geografisch haben sich eine extrem günstige Position. Europa hat sehr viel Wirtschaft auf kleiner Fläche. Da gleichzeitig grünen Strom noch zu produzieren und die Bevölkerung mit zu nehmen ist schwer. Die Afrikaner könnten den Strom sehr günstig auf den Markt werfen und hier die Preise drücken.
Wer gewinnt da wohl am meisten?

uincom schrieb:
Hier kostet eine MWH 53 € an der Strombörse. Strom ist billig. Der Transport nach Europa würde sich einfach nicht lohnen.
Wenn du Klimaziele erreichen willst und die Produktion selbst praktisch nichts kostet... .

Alternativ können wir ja mal sehen wie die EU ihr 55% Ziel erreichen will.
 
Wenns so eine gute Idee ist, dann machs doch? Wieso zeigst du auf andere? Dein Bild von "meiste afrikanische Ländern" entspricht halt irgendwie dem, das die meisten 5 jährigen von Afrika haben. Afrika ist ein heterogener Kontinent mit zig unterschiedlichen Ländern und Begebenheiten.

Die Idee ist halt Banane und deswegen macht es niemand.
 
uincom schrieb:
Wenns so eine gute Idee ist, dann machs doch? Wieso zeigst du auf andere?
Wenn man eine Idee schlecht findet kann man das auch direkt sagen. Deine Aussage zielt auf etwas ganz anderes ab.

uincom schrieb:
Dein Bild von "meiste afrikanische Ländern" entspricht halt irgendwie dem, das die meisten 5 jährigen von Afrika haben. Afrika ist ein heterogener Kontinent mit zig unterschiedlichen Ländern und Begebenheiten.
Dein Bild von mir und von Afrika spiegelt eher das eines ignoranten weißen Mannes der sich nicht vor die Haustür traut.

Schon einmal was von der Afrikanischesn Union oder der arabischen Liga gehört? Was glaubst du eigentlich warum es uns in Deutschland so gut geht? Weil wir wie Europäische Union haben.

Was ist denn das größte Problem in Afrika. Hunger, hevorgerufen entweder durch mangeldes Einkommen oder durch den Klimawandel. Diese Länder brauchen also Gelder. Dies können die Industrieländer natürlich ohne weiteres dorthin pumpen. Ist das Nachhaltig? Nein
Also muss man überlegen was dort für Ressourcen sind, welche in den Ländern gebraucht werden und evtl. exportiert werden können.
Das sich nicht 55 Länder einigen können ist verständlich. Wenn aber 1-2 Länder anfangen und aufzeigen das man mit grüner Energie Probleme vor Ort und international lösen kann, werden Nachbarländer natürlich mitmachen wollen.


uincom schrieb:
Die Idee ist halt Banane und deswegen macht es niemand.
Der Glaube das wir in DE oder der EU das Problem alleine lösen können ist Banane. Selbst wenn wir 100% grünen Strom und evtl. sogar negativ Co2 Wirtschaft betreiben, bringt das nichts, wenn der Rest nicht wirklich mit macht. Dann zu sagen WIR machen es aber richtig, die anderen sind Schuld bringt uns dann nicht weiter.
Ich möchte mit meinen Aussagen nur darauf hinweisen, dass bestimmte Länder schon lange die Möglichkeit und das Wissen haben sich öko-politisch voranzubringen.
 
Marokko setzt sehr stark auf Solar.
Die Länder können schon, sofern sie denn wollen.
 
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Nachdem das jetzt völlig eine Desertec-Diskussion wird: Marokko setzt gerade die Ideen um, die damals angestoßen wurden. Nur eben mit dem feinen Unterschied, dass man sich selbst versorgen will, autark werden und damit nicht von der netten Terrororganisation von nebenan sein Öl beziehen muss - und nicht von den Launen der Mineralölindustrie abhängig ist, die Wasserstoff als ewiges Zukunftsprodukt vermarkten will - natürlich jährlich verschoben damit man weiter die "Zwischenlösung" anbietet.
 
B.XP schrieb:
Nachdem das jetzt völlig eine Desertec-Diskussion wird
Naja der Bogen zum Thema ist sehr kurz.
Denn das "Problem" ist doch folgendes: Wenn das Land XY zunächst 100% grünen Strom anpeilt evtl. auch schafft. Wie verhält sich dann der Bürger? Wenn du im Mehrfamilienhaus (Stadt) wohnst, kannst du nicht 100% Strom für dich erzeugen. Wenn du hingegen auf dem Land wohnst dürfte das eher machbar sein. Somit käme man über kurz oder lang an den Punkt, dass der Privatkunde keinen Strom (oder sehr wenig) einkauft und der sowieso schon günstig produzierte Öko-Strom nicht genutzt werden kann.
Diesen könnte man dann nur ins nahe Ausland verkaufen. Oder man schaltet einfach zusätzliche Verbraucher ein ^^
 
Aber gerade im Hinsicht auf die ganzen EEG-Novellen wird halt gerade die völlige Planlosigkeit in Sachen "Energiewende" sichtbar. Alles was die Union "beschleunigen" will wird maximal verzögert.
Das Thema "mehr Eigenverbrauch" ist zwar schön und gut und mit der Förderung für die Wallboxen kommt jetzt endlich die Intelligenz in die Systeme, die schon seit Jahren eigentlich bitter nötig ist um das Thema "smart grid" voran zu treiben.
Das Traurige ist auch, dass "SmartMeter" nicht als nützliches Instrument genutzt werden und jeder neue Stromzähler Standardmäßig genau das ist, sondern in erster Linie um beim Kunden Kasse zu machen.

Denn eigentlich bräuchten wir dieses "Smart Grid" - in dem auch die Landbewohner die Städte mit Energie versorgen und nicht nur jeder sich selbst. Dieses Egozentrik-Denken mag zwar in der regierenden Generation stark verbreitet sein, es ist dennoch nur eine Krücke. Vor allem wenn der Gedanke der Energieversorgung an der Landesgrenze aufhört. Eigentlich bräuchten wir genau dieses europäische Verbundnetz um die geographischen Besonderheiten der jeweiligen Regionen zu nutzen - zur Generierung von Strom wie auch zu dessen Speicherung. Und dann bekommt wieder der Faktor "Elektroauto" eine besondere Rolle; Es müssen dazu nicht mal hohe Ladeleistungen dafür her, wichtig ist die intelligente Steuerung und viele Teilnehmer.
So ein Auto verfährt gerne in einer Woche die selbe Menge an Strom wie sonst der restliche Haushalt in der Woche (Wärmeerzeugung ausgenommen) - in einer Akkuladung. Um die Erzeugungsspitzen abzuschneiden und nicht dann zu belasten wenn gerade weniger Energie zur Verfügung steht sollte das schon reichen - ohne die Bidirektionalität.
 
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Ich widerspreche deinen Aussagen überhaupt nicht. Nur muss man an zwei drei Punkten seine Blickrichtung etwas erweitern.
B.XP schrieb:
Aber gerade im Hinsicht auf die ganzen EEG-Novellen wird halt gerade die völlige Planlosigkeit in Sachen "Energiewende" sichtbar
Die EEG-Umlage wurde durch die Grünen eingeführt (man beachte hiermal wie alt das Gesetzt ist). Ziel war damals überhaupt den Ausbau von Wind und Sonnenenergie zu starten. Wie macht man das? Man gibt den Pionieren (siehe E-Auto) eine Prämie. Problem ist daran nur, die Leute (Solar und Windkraftbetreiber) haben darin nicht den grünen Gedanken gesehen, sondern eine Einnahmequelle. 20 Jahre später sind die Anlagen immer noch produktiv, müssen sich aber mit anderen Energieträgern rumärgern (Kohle, Gas etc) bei denen der Eigentümer seine Einnahmen quer Subventioniert. Hier die Schuld bei der Politik alleine zu suchen ist mmn zu kurz. Denn wenn wir dieses Konzept weiter führen möchten, müssten wir einfach mehr für unseren Strom (EEG-Umlage) bezahlen. Wir haben aber gesehen, dass der Strompreis durch eben dieses EEG-Gesetz zwar zu mehr grünen Strom geführt hat, aber auch zu immer höheren Strompreisen. Was total verständlich ist.
Ohne dieses Gesetzt zu ändern, hätte der Gesetzgeber "nur" zwei Dinge ändern müssen.
1. Die Ausnahmen streichen müssen. Großabnehmer vom Strom hätten einfach zu Kasse gebeten werden müssen. Klar führt dies zu höheren Preisen, aber die Lasts wäre fairer verteilt und ein Unternehmen welches viel Energie benötigt, wäre so eher bereit Einsparung zu finden.
2. JEDER Neubau hätte verpflichtet sein MÜSSEN PV-Anlagen auf sein Dach zu bauen. Zusätzlich müsste bei jeder Dachsannierung eine PV-Anlage installiert werden. Klar treibt dies zunächst einmal die Kosten für Neubauten in die Höhe, aber wenn wir schon Flächen versiegeln, müssen sie so grün wie möglich gehalten werden.
Unsere Politik, egal welche Partei, hat nur das Problem, sie möchte den Status quo (Vergütung) möglichst wenig anpassen, gleichzeitig den Ausbau voranbringen, ihn aber bezahlbar machen und Wählerbereitschaft aufbauen.
Wie soll das gehen? Das ist ein Dreieck, wenn ich an einer Ecke ziehe, bleibt es ein Dreieck. Ich muss die Seiten anfassen und dem ganzen eine neue Form geben.


B.XP schrieb:
Denn eigentlich bräuchten wir dieses "Smart Grid" - in dem auch die Landbewohner die Städte mit Energie versorgen und nicht nur jeder sich selbst.
Genau. Wobei man das ja leicht aufteilen muss. Der Neubau auf dem Land schafft die Produktion, der Altbau die Eigenversorgung. Verstehe da auch unsere Stadtpolitik nicht, die bei "Neubau"-Gebieten in den Städten(nicht die Großstädte) immer an die Ein-Familienhäuser denkt. Warum bauen wir nicht die modere Platte? Energiepolitisch kann ich hier am meisten erreichen. Viele Menschen auf wenig Raum, trotzdem kann ich den Energieverbrauch auf einen sehr niedrigen Level halten. Aber nein, es wird ja jedem sein großes kleines Königreich gewährt. Versteht mich nicht falsch. Ich möchte den Leute nicht das Haus verbieten, wir müssen nur mit dem begrenzten Raum den wir haben effektiver umgehen.

B.XP schrieb:
Es müssen dazu nicht mal hohe Ladeleistungen dafür her, wichtig ist die intelligente Steuerung und viele Teilnehmer.
So ein Auto verfährt gerne in einer Woche die selbe Menge an Strom wie sonst der restliche Haushalt in der Woche (Wärmeerzeugung ausgenommen) - in einer Akkuladung.
So Wahr. Gerade hier könnten wir auch wieder das Eingangsthema aufgreifen. Warum nicht in Großstädten (modulare) Parkhäuser nur für E-Autos schafen. Diese könnten dann wunderbar als Speicher fungieren, denn jedes Auto an jeder Laterne (ihr wisst was ich damit meine) zu steuern, ist einfach ein viel zu hoher Aufwand. Problem hier ist die Großstadt als solche mit ihrem Verkehr. Normalerweise sollte der Verkehr, ob E-Auto oder Verbrenner, hier komplett verschwinden (Individual). der ÖPNV sollte einen Anteil von 75% haben, der Rest sind Car-Sharing oder Transporter, die dir deine sperringen Teile liefern.
Denn wenn wir unser Verbrenner/Strom Problem "gelöst" haben, bleibt unser Verkehr Problem.
 
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