News Mobilfunkpakt NRW: Über 99 Prozent der Haushalte empfangen LTE

Auch wenn das die Generation Internet vielleicht nicht als relevant ansieht, seien alle die hier die Erreichbarkeit im Allgemeinen anzweifeln daran erinnert, dass Telefonie (und SMS, bitte googeln, falls unbekannt) immer noch über das Arbeitspferd GSM abgewickelt werden kann. Die Abdeckung durch GSM wird auf 99,7% geschätzt - in der Fläche!
2G (Edge) würden die Funklöcher, in denen kein einziger Netzbetreiber aktiv ist, auf nur noch 0,3 Prozent der Landesfläche schrumpfen.
Quelle: https://www.heise.de/news/Bundesnet...landkarte-mit-Mobilfunkabdeckung-4942408.html

Für einen Notruf ist dabei nichtmal der Netzbetreiber entscheidend.

Gefällt den ganzen Deutschland einig Rückstandsland Predigern vielleicht nicht, sind aber erfreulicherweise die gar nicht so düsteren Fakten...
 
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Moep89 schrieb:
Da leider dort nicht steht, wie die Zahlen zur Flächenabdeckung zustande gekommen sind leider unglaubwürdig.
Das sieht eher nach eine Test von Endusern aus. Die Ersteller der Studie sind nicht jeden Quadratmeter angefahren und haben gemessen.

Edit: Sieht man ja schon in dem Link von Heise oben, wo LTE in Deutschland eine Flächendeckung von 96,5% attestiert wird, während dein Link von um die 60% spricht.
 
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brainDotExe schrieb:
Edit: Sieht man ja schon in dem Link von Heise oben, wo LTE in Deutschland eine Flächendeckung von 96,5% attestiert wird, während dein Link von um die 60% spricht.
Ja, und wie glaubwürdig die 96,5% sind sieht man dann, wenn man da mal genauer hinschaut. Das melden die Netzbetreiber. Schaut man dagegen mal die Funklochkarte an, merkt man schnell, dass das eher nicht der Realität entspricht (mal reinzoomen). Mich interessieren tatsächliche Nutzungsdaten mehr als irgendwelche Fantasiezahlen der Anbieter. Dass wir keine 96,5% haben dürfte aber jedem klar sein, der öfter auf dem Land, mit dem Zug bzw. über die Autobahn unterwegs ist. Theoretische Netzabdeckung und Nutzbarkeit sind auch zwei Paar Schuhe. Ein Balken, der bei Nutzung des Netzes dann immer wieder verschwindet wird bei Telekom und Co. ganz sicher als "abgedeckt" zählen. Für alle anderen Menschen wohl eher nicht. Von daher sind Daten von Endnutzern sehr viel sinnvoller. Wären die Daten der Netzbetreiber so toll, hätte unsere Regierung keine Programme zu Speedmessung und Funklochsuche ins Leben gerufen. ;)
 
Moep89 schrieb:
Ja, und wie glaubwürdig die 96,5% sind sieht man dann, wenn man da mal genauer hinschaut. Das melden die Netzbetreiber.
Die haben bessere Möglichkeiten das zu bestimmen als Otto Normal.
Bestes Beispiel, ist der Empfang auf der Autobahn bzw. generell im Auto. Was höre ich da immer wie schlecht das Mobilfunknetz ist. Wenn ich dann frage ob die betroffenen denn eine Außenantenne im Auto und das Handy entsprechend damit verbunden haben kommt Unverständnis auf die Art: das muss heutzutage auch ohne gehen. Nein!
Moep89 schrieb:
Schaut man dagegen mal die Funklochkarte an, merkt man schnell, dass das eher nicht der Realität entspricht (mal reinzoomen).
Und wie werden die Daten dort ermittelt? Von Leuten die, unter anderem, ohne Außenantenne im Auto unterwegs sind...
Moep89 schrieb:
Dass wir keine 96,5% haben dürfte aber jedem klar sein, der öfter auf dem Land, mit dem Zug bzw. über die Autobahn unterwegs ist.
Ich glaube nicht, dass normale Verbraucher beurteilen können ob sie in diesen Fällen nicht mit einem der anderen beiden Netzbetreiber Empfang hätten.
 
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Crazy_Bon schrieb:
Eine Frage allgemein, welcher Provider setzt noch/nur auf 3G? Gibt es sie noch?
3G wird noch bis Juni/Juli bei allen Betreibern genutzt. Aber schon mit weniger Frequenzbreite.
Im Anschluss wird die Frequenz für 4G genutzt.
 
brainDotExe schrieb:
Die haben bessere Möglichkeiten das zu bestimmen als Otto Normal.
Das mag sogar stimmen, nur haben sie kein Interesse daran die realen Daten zu melden. Einzig möglichst hohe Zahlen sind wichtig. Die Netzbetreiber nach der Abdeckung zu fragen ist wie Tönnies nach guten Arbeitsbedingungen. Kann man tun, wenn man Märchen hören will.
Nochmal: Wenn die Daten der Netzbetreiber und die nahezu 100%ige Abdeckung stimmen würden, warum haben dann noch immer ganze Dörfer keinen Empfang? Warum hat die Regierung ein großes Programm zur Suche und Schließung von Funklöchern ins Leben gerufen? Weil nur noch ein paar m² im Schwarzwald ohen LTE sind? Sicher nicht.
brainDotExe schrieb:
Und wie werden die Daten dort ermittelt? Von Leuten die, unter anderem, ohne Außenantenne im Auto unterwegs sind...
Ich wüsste nicht wozu man als Wanderer eine Außenantenne, ja überhaupt ein Auto mit sich rumschleppen sollte. Es soll Areale abseits der Autobahnen geben.

Ich habe übrigens ein Auto mit Außenantenne und nutze diese. Außerdem habe ich im Auto meist zwei Telefone mit den beiden größten Netzen (Telekom und Vodafone) und dennoch oft keinen durchgehenden LTE-Empfang. Und nun?
brainDotExe schrieb:
Ich glaube nicht, dass normale Verbraucher beurteilen können ob sie in diesen Fällen nicht mit einem der anderen beiden Netzbetreiber Empfang hätten.
Für die Fläche zählen ohnehin nur 2. O2 ist abseits der Ballungsgebiete weitestgehend irrelevant. Wenn also zwei Leute, einer Telekom, einer Vodafone, keinen Empfang haben, dann gibt es da zu 99,9% auch keinen.
Ich bin desöfteren in Wäldern und generell in der Feldmark unterwegs, zu Fuß und mit dem Auto. Ich weiß wie es da um LTE Empfang steht.

Die 96,5% sind massiv schöngerechnete Fantasiewerte.
 
Moep89 schrieb:
Von den Festnetzanbindungen brauchen wir gar nicht anzufangen, da sind wir jenseits von Gut und Böse. Und das alles während gleichzeitig die Kosten für die Tarife zu den höchsten gehören.
Jenseits von Gut und Böse? Was meinst du damit? Woran machst du das fest?
Die USA widersprechen dir da in beiden Punkten.
 
Moep89 schrieb:
Ach komm, diese Albernheiten brauchen wir ja wohl nicht. Beide haben über 95%.

a) Du ersetzt eine unbewiesene Behauptung durch eine andere unbewiesene Behauptung. Dir dürfte mit etwas Glück mittlerweile selbst klar geworden sein dass zwar allenthalben von den fablulösen Mobilfunknetzen anderer Länder erzählt wird, dies aber scheinbar niemals mit Zahlen unterlegt wird.

b) und nun geht es plötzlich um 95%? Was wurde denn aus
Nichts weniger als 100% Abdeckung der Fläche wäre im Jahr 2021 für eine führende Industrienation angemessen

Haben Japan und Südkorea also nun doch kein Mobilfunknetz das einer führenden Industrienation angemessen wäre?


Moep89 schrieb:

Da wiederum werden die Aussagen eines kommerziellen Anbieters wiedergekäut der davon lebt die wenigen Daten die er hat möglichst spektakulär zu präsentieren und so zu verkaufen. Wenn Du da mal etwas genauer hinschaust wirst Du feststellen dass es keine Aussagen zur Mobilfunkverfügbarkeit im Land gibt sondern zum Ergebnis einer Anzahl von Messungen deren Umstände so unkontrollierbar sind (Messung während einer Zugfahrt im ICE? Noch mit alten oder schon mit neuen Glasscheiben? Messung in einem Auto mit Frontscheibenheizung? Messung mit einem Handy das nur einen Teil der Bänder benutzen kann? etc. etc. etc.) wie die Orte.

Wenn Du diese Aussagen mit der staatlichen Aussage zur Netzabdeckung vergleichst dann erhältst Du "Mittwochs ist es kälter als Haferbrei" als einzige valide Aussage.
 
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chartmix schrieb:
Woran machst du das fest?
Erhebungen und Vergleiche zu anderen Nationen. Dass Deutschland in Sachen Internetanbindungen alles andere als Spitze ist, dürfte doch mittlerweile bekannt sein. Das hat sich auch noch nicht wirklich geändert, wenn auch leicht gebessert.
Hayda Ministral schrieb:
Haben Japan und Südkorea also nun doch kein Mobilfunknetz das einer führenden Industrienation angemessen wäre?
Nicht ganz, aber deutlich eher als wir hier. Und bitte nicht alles einzeln rauspicken. Du wolltest wissen welche Nationen 100% Abdeckung haben oder darauf hinarbeiten. Mit teils 98% dürfte das beantwortet sein.

Hayda Ministral schrieb:
Da wiederum werden die Aussagen eines kommerziellen Anbieters wiedergekäut der davon lebt die wenigen Daten die er hat möglichst spektakulär zu präsentieren und so zu verkaufen.
Aach, und die Netzbetreiber haben natürlich keinerlei Interesse daran gute Zahlen zu präsentieren? Und die Politik will auch nicht gut dastehen, besonders im internationalen Vergleich zwecks Anpreisung des Wirtschaftsstandortes? Alles ganz selbstlose Verfechter der absoluten, ungeschönten Wahrheit. :rolleyes:
Hayda Ministral schrieb:
Wenn Du da mal etwas genauer hinschaust wirst Du feststellen dass es keine Aussagen zur Mobilfunkverfügbarkeit im Land gibt sondern zum Ergebnis einer Anzahl von Messungen deren Umstände so unkontrollierbar sind
Und? Die Daten dienen vornehmlich dem Vergleich. Und am Ende ist das einzig relevante auch das, was Endnutzer mit Endgeräten vorfinden. Das Netz dient schließlich nicht dazu einfach schöne Zahlen zu produzieren sondern einem praktischen Zweck. Was nützen staatlich bestätigte Aussagen von 100%, wenn der Nutzer trotzdem keinen Empfang hat? Mit laschen Vorgaben und viel Wohlwollen "gemessene" Werte interessieren nur die Politik und die Vorstände der Anbieter, weil sie sich damit brüsten können.
Ansonsten wäre unsere Luft ja auch blütenrein und wir hätten keine neuen Messzyklen und Messmethoden für Fahrzeugabgase gebraucht. Schließlich waren in den standardisierten Messungen doch alle vorbildlich.
Hayda Ministral schrieb:
Wenn Du diese Aussagen mit der staatlichen Aussage zur Netzabdeckung vergleichst dann erhältst Du "Mittwochs ist es kälter als Haferbrei" als einzige valide Aussage.
Na wenn du meinst. Dann ist ja alles super bei uns. Nahezu keine weißen Flecken. Da braucht man ja auch nicht weiter dran arbeiten, ist praktisch alles perfekt. Wozu also den Aufwand betreiben, den die Regierung betreibt? Warum reißen sich Gemeinden um irgendwelche Ausbauverlosungen, warum wird eine Plattform zur Meldung von Funklöchern hochgezogen, warum wurden für die letzte Frequenzversteigerung deutlich höhere Auflagen gemacht? Warum beschweren sich viele Landwirte über fehlende bzw. unzuverlässige Anbindung der Maschinen zwecks Telemetrie und Steuerung?
Laut Regierung gibt es auch keinen Rassismus in der Polizei außer natürlich den extrem seltenen "bedauerlichen Einzelfällen".
 
Moep89 schrieb:
Erhebungen und Vergleiche zu anderen Nationen. Dass Deutschland in Sachen Internetanbindungen alles andere als Spitze ist, dürfte doch mittlerweile bekannt sein. Das hat sich auch noch nicht wirklich geändert, wenn auch leicht gebessert.
Du hast von jenseits von gut und böse gesprochen. Da widerspreche ich dir.
Und jetzt sprichst du von alles andere als Spitze.
Was denn nun?
Und was hat sich noch nicht wirklich geändert sondern laut deiner Meinung wenn nur leicht gebessert?
 
chartmix schrieb:
Du hast von jenseits von gut und böse gesprochen. Da widerspreche ich dir.
Das ist natürlich relativ. Absolut betrachtet sind wir eher im Mittelfeld, was für mich angesichts unseres Status als große Industrienation mit hohem Entwicklungsstand aber absolut nicht angemessen ist. Deshalb "jenseits von Gut und Böse", relativ betrachtet.
chartmix schrieb:
Und was hat sich noch nicht wirklich geändert sondern laut deiner Meinung wenn nur leicht gebessert?
Der Netzausbau allgemein, vor allem in Sachen Glasfaser und Versorgung außerhalb der Ballungsgebiete. Außer haben wir eine verbesserungsbedürftige Mobilfunkabdeckung, insgesamt eher mittelmäßige erreichbare Datenrate und gleichzeitig relativ teure Tarife. Verbessert haben sich in den letzten Jahre eigtl. all diese Punkte, aber es ist noch immer viel zu tun.
 
Moep89 schrieb:
Erhebungen und Vergleiche zu anderen Nationen.

Aber wenn man etwas vergleichen will braucht man doch vergleichbare Daten.
Wir diskutieren hier über eine staatliche offizielle Meldung der Verfügbarkeiten. Der Vergleich würde voraussetzen dass Du andere staatliche offizielle Meldungen über Verfügbarkeiten hast.

Hast Du eine staatliche staatliche offizielle über die Verfügbarkeiten der japanischen oder koreanischen Mobilfunknetze?

Dass Deutschland in Sachen Internetanbindungen alles andere als Spitze ist, dürfte doch mittlerweile bekannt sein.

Unabhängig davon ob das jemand bestreitet: 1000fache Wiederholung macht aus einer Meinung noch keinen Fakt.


Moep89 schrieb:
Du wolltest wissen welche Nationen 100% Abdeckung haben oder darauf hinarbeiten. Mit teils 98% dürfte das beantwortet sein.

Nö. 98% ist erstmal keine offizielle Zahl. Es ist weiterhin nur eine Zahl, sie liefert keinerlei Information über ein eventuelles Commitment, 100% zu erreichen.

Aach, und die Netzbetreiber haben natürlich keinerlei Interesse daran gute Zahlen zu präsentieren?

Was fragst Du mich das? Habe ich bei Dir den Eindruck erweckt das ich den Zahlen der Netzbetreiber bedingungslos vertraue?

Und die Politik will auch nicht gut dastehen, besonders im internationalen Vergleich

Und das ist nur ein deutsches Phänomen? Politiker anderer Nationen haben noch nicht bewiesen dass sie einerseits ein für unsere Begriffe sehr eigenartiges Verhältnis zur Wahrheit haben und sehr sehr sehr sehr weit gehen würden um sich selbst und ihr Land gut dastehen zu lassen? Wieso noch gleich sollte das also ein Argument für irgendwas sein?

Moep89 schrieb:
Und? Die Daten dienen vornehmlich dem Vergleich. Und am Ende ist das einzig relevante auch das, was Endnutzer mit Endgeräten vorfinden.

Du hast noch nicht verstanden was ich sagen wollte: Statistik is a bitch. Was Du selbst erlebst mag zwar dem entsprechen was Dir irgendwelche phantasievoll zusammengestellten Zahlen scheinbar bestätigen, es muss aber trotzdem nicht der Realität entsprechen. Dazu sind die Zahlen zu komplex und ist das Gebiet zu groß um das es geht und sind die Länder zu weit weg mit denen verglichen wird.

Was nützen staatlich bestätigte Aussagen von 100%, wenn der Nutzer trotzdem keinen Empfang hat?

Aber ich habe doch Empfang!!!111einseinseins

Nun kommst Du und sagst das Du keinen Empfang hast. Und nun? Ist Dein Erlebnis wertvolller als meines? Sind 20 User hier im Forum die berichten in irgendeiner Weise relevant?

Mit laschen Vorgaben und viel Wohlwollen "gemessene" Werte interessieren nur die Politik

Außer wenn sie ins Konzept passen und/oder dem eigenen Erlebten scheinbar entsprechen. Dann sind diese Zahlen plötzlich so bedeutend wie der heilige Gral.

Na wenn du meinst. Dann ist ja alles super bei uns.

Darauf läuft es bei manchen hinaus. Entweder man stimmt bedingungslos jedem noch so schwachsinnigen Kokolores zu oder man ist sowieso nicht ernst zu nehmen weil man ja rundheraus ablehnt das es überhaupt irgendwas zu verbessern gäbe. Immer wieder schwierig, mit solchen Leuten zu diskutieren.
 
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Moep89 schrieb:
Japan, Südkorea? Selbst die USA sind noch besser. Aber Länder mit (deutlich) besserer Abdeckung in der Fläche gibt es es generell genug. Trotz vermehrter Ausbautätigkeit sind wir noch lange nicht in der Spitzengruppe.

Moep89 schrieb:
Als Anmerkung: der Artikel spricht zwar von Flächenabdeckung, aber er bezieht sich auf Daten von OpenSignal. Aber OpenSignal veröffentlicht keine Daten zur Flächenabdeckung. Bei den Daten handelt es sich um "LTE Availability" ("LTE Verfügbarkeit"), wie OpenSignal es bezeichnet.

OpenSignal gewinnt die Daten durch CrowdSourcing. Eine OpenSignal-App protokolliert nach Installation die Netztechnologie, mit der das Smartphone verbunden ist. 95% Verfügbarkeit bedeutet, dass die Nutzer im Schnitt 95% der Zeit mit LTE verbunden waren. Das ist letztlich die Flächenabdeckung gewichtet mit der Aufenthaltswahrscheinlichkeit der Nutzer. Da wird also die Abdeckung in Städten und auf wichtigen Verkehrswegen wesentlich stärker bewertet als auf einsamen Landstraßen. Gebiete in denen kein Nutzer im betrachteten Zeitraum vorbei kam sind irrelevant.

Nebenbei: Der Artikel bezieht sich auf Daten von 2018, und konstatiert für Deutschland eine Abdeckung von 65%. Auch hier muss man wieder bedenken: dass ist der Durchschnittswert aller Nutzer, und die Ergebnisse können je nach Mobilfunknetz sehr unterschiedlich ausfallen. In einer Auswertung speziell für Deutschland von Oktober 2018 betrachtet OpenSignal die Netze separat, und kommt auf Werte von 60% (O2), 70% (Vodafone) und 82% (Telekom). Es ist völlig unsinnig von 65% Abdeckung in Deutschland zu sprechen wenn der Wert so stark davon abhängt welchen Anbieter man hat.

Wobei man O2 und Vodafone zugehalten kann, dass sie sich in den letzten zwei Jahren ein bisschen mehr Mühe gegeben haben und deutlich aufgeholt haben. Stand November 2020:
Bildschirmfoto 2021-02-14 um 18.36.29.png
 
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Moep89 schrieb:
Der Netzausbau allgemein, vor allem in Sachen Glasfaser und Versorgung außerhalb der Ballungsgebiete. Außer haben wir eine verbesserungsbedürftige Mobilfunkabdeckung, insgesamt eher mittelmäßige erreichbare Datenrate und gleichzeitig relativ teure Tarife. Verbessert haben sich in den letzten Jahre eigtl. all diese Punkte, aber es ist noch immer viel zu tun.
Bezüglich Festnetzinternet hat sich und tut sich im Moment sehr viel. Auch der Mobilfunkausbau schritt in letzter Zeit in großen Schritten voran.
Ausbaumaßnahmen bei begrenzter Tiefbaukapazität und Bürokratie (Planung und Fördergelder) brauchen ordentlich Vorlauf. Das Schiff ist träge und gewinnt langsam an Fahrt.
Warum sagst du erst, dass es sich nicht wirklich geändert (wenn nur leicht) und nun, dass sich die letzten Jahre einiges gebessert hat?
Das noch viel zu tun ist streitet keiner ab. Aber (Super)vectoring und DOCSIS 3.1 bringen einem Großteil der Haushalte eine befriedigende bis gute Geschwindigkeit. Daneben wird auch fleißig FTTH geplant und verbaut.
Natürlich müssen die Kommunen, besonders auf dem Land, was tun.
 
chartmix schrieb:
Warum sagst du erst, dass es sich nicht wirklich geändert (wenn nur leicht) und nun, dass sich die letzten Jahre einiges gebessert hat?
Relationen ;) Ich sagte, dass Deutschland in Sachen Internet eher schlecht bzw. Mittelmaß ist. DAS hat sich nicht geändert, weil natürlich auch andere nicht geschlafen sondern ausgebaut haben. Absolut gesehen hat sioch relativ viel getan.
T1984 schrieb:
Aber OpenSignal veröffentlicht keine Daten zur Flächenabdeckung. Bei den Daten handelt es sich um "LTE Availability" ("LTE Verfügbarkeit"), wie OpenSignal es bezeichnet.
RIchtig. Man müsste es eher "Netzverfügbarkeit dort, wo Nutzer Netz nutzen wollten" nennen. Aber das ist ja für alle gleich. In Sache Fläche sind die Zahlen damit sogar eher zu hoch, denn dort wo sich Menschen oft aufhalten ist das Netz tendenziell ja eh besser ausgebaut. Aber schon dort lagen die Werte eben nur zwischen 60% und 82%. Damit ist es rein logisch unmöglich auf Werte über 90% zu kommen. Da die Zahlen nicht topaktuell sind, dürften die Werte in der Zwischenzeit natürlich etwas gestiegen sein.
Hayda Ministral schrieb:
Wir diskutieren hier über eine staatliche offizielle Meldung der Verfügbarkeiten. Der Vergleich würde voraussetzen dass Du andere staatliche offizielle Meldungen über Verfügbarkeiten hast.
Siehe Antwort im Absatz hierüber. über 90% in der Fläche sind rein logisch nicht möglich, wenn schon in den häufiger frequentierten Gebieten maximal 82% drin sind.
Hayda Ministral schrieb:
Und das ist nur ein deutsches Phänomen?
Eben nicht. Aber du hast die Daten ja wegen der eventuellen Intentionen der Erhebenden in Frage gestellt. Damit sind sie in dieser Hinsicht so gut oder schlecht wie andere auch. Wobei fraglich wäre, warum OpenSignal die Zahlen z.B. massiv schönen und schlechtrechnen sollte.
Hayda Ministral schrieb:
Sind 20 User hier im Forum die berichten in irgendeiner Weise relevant?
Selbst ein einziger wäre relevant. Hat ein Nutzer irgendwo keinen Empfang, KANN dort keine vollständige Abdeckung vorliegen. Wenn du andeuten willst, dass die Leute lügen, dann trifft das auch auf "offizielle" Zahlen zu. Gründe haben wir ja geklärt. Auch hier ist also keiner besser als der andere.
Hayda Ministral schrieb:
Dann sind diese Zahlen plötzlich so bedeutend wie der heilige Gral.
Du meinst wenn mal jemand nach einer Covid Impfung stirbt und die Querdenkerfraktion dann ihre Verschwörungstheorien bestätigt sieht? Über solche Leute wollen wir doch lieber nicht reden. Bringt nichts...

Es bleibt dabei: Nimmt man die verschiedenen Quellen zusammen (OpenSignal, Funklochkarte, Berichte über Probleme von Landwirten bis hin zu ganzen Ortschaften) dann sind über 96% Flächenabdeckung einfach nicht haltbar. Jede einzelne Quelle mag ihre Schwächen haben, aber die Tendenz ist doch recht deutlich.
 
Die Daten von OpenSignal sind in der Hinsicht schon mehr oder weniger ungenau, da nicht sichergestellt ist, dass die Endgeräte der Nutzer auch alle in Deutschland relevanten LTE Bänder unterstützen.

Moep89 schrieb:
Selbst ein einziger wäre relevant. Hat ein Nutzer irgendwo keinen Empfang, KANN dort keine vollständige Abdeckung vorliegen.
Der eine Nutzer hat drei SIM Karten der drei verschiedenen Netze im Smartphone? In den meisten Fällen wird über fehlende Abdeckung bei einem Netz gemeckert ohne weitere Netze in Betracht zu ziehen.
 
Crazy_Bon schrieb:
Eine Frage allgemein, welcher Provider setzt noch/nur auf 3G? Gibt es sie noch?

Luxusfrage:
Stellenweise hatte es nur 3G, aber Lte nicht ausgebaut.
Mittlerweile ist 3g teilweise abgeschaltet.

Und dann stelle man sich mal vor, man hat selber kein brauchbares Festnetz. Je nach Örtlichkeit ist das in DE wirklich hässlich. Internet wird da schnell mal zum Fremdwort.
 
Moep89 schrieb:
Relationen ;) Ich sagte, dass Deutschland in Sachen Internet eher schlecht bzw. Mittelmaß ist. DAS hat sich nicht geändert, weil natürlich auch andere nicht geschlafen sondern ausgebaut haben. Absolut gesehen hat sioch relativ viel getan.

Kommt eben darauf wie man "Breitbandausbau" quantifiziert. Wenn man die kombinierte Verfügbarkeit von FTTC /B/H und DOCSIS als Maßstab nimmt, sind die meisten EU-Länder Stand 2019 (dem letzten mir bekannten Stand einer EU weiten Statistik) schlechter aufgestellt als Deutschland. Auch und gerade was die Versorgung auf dem Land anbetrifft. In Deutschland wurde in den letzten Jahren relativ viele Gebiete mittels FTTC erschlossen, da liegt die Glasfaser zumindest schon mal in der Nachbarschaft. In vielen anderen Länder hat man mehr Gebiete gleich per FTTH erschlossen. Dafür aber ebenfalls mehr Gebiete noch garnicht. Da kann man sich ja überlegen was in Zeiten von Home Office besser ist...

Bildschirmfoto 2021-02-14 um 23.30.19.png



Moep89 schrieb:
RIchtig. Man müsste es eher "Netzverfügbarkeit dort, wo Nutzer Netz nutzen wollten" nennen. Aber das ist ja für alle gleich. In Sache Fläche sind die Zahlen damit sogar eher zu hoch,
Richtig. Was Deine Beispiele noch weiter ungeeigneter macht für Deine ursprünglichen Behauptung, nicht weniger 100% Flächenabdeckung sei 2021 angemessen.

Und ja, die Werte sind gestiegen. Ich habe ja extra einen Screenshot mit den aktuellen Zahlen angehängt.
 
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Moep89 schrieb:
Aber du hast die Daten ja wegen der eventuellen Intentionen der Erhebenden in Frage gestellt.

Bitte versuche das zu trennen:

a) die Methodik ist Sch...rott. OpenSignal kriegt nur Messungen von Freiwilligen die dazu sich aus diesem oder jenem Grund dazu veranlasst sehen eine Messung zu machen. OpenSignal hat keine Möglichkeit die Empfangssituation selbst zu bewerten. Eine Messung aus dem zweiten Untergeschoß einer Tiefgarage heraus als praxisfernes Extrembeispiel wäre völlig sinnfrei, ließe sich aber nicht aus den Daten heraus rechnen.

b) Open Signal muss aber versuchen, das wenige was es hat möglichst gut dastehen zu lassen um Käufer zu finden. Also werden die Daten solange und derart betrachtet bis eine möglichst aufsehenerregende und zum Kauf anregende Aussage dabei heraus kommt

-> zeige mir Deine Statistik und ich sage Dir wer Dich bezahlt

Moep89 schrieb:
Damit sind sie in dieser Hinsicht so gut oder schlecht wie andere auch.

Ja, sind sie. Aber vergleichbar sind sie nicht. Nicht einmal von einem Land zum nächsten.

Moep89 schrieb:
Selbst ein einziger wäre relevant. Hat ein Nutzer irgendwo keinen Empfang, KANN dort keine vollständige Abdeckung vorliegen.

Es kann keine vollständige Abdeckung geben, in keinem Land. Im zweiten Untergeschoß der Tiefgarage oder im farradayschen Käfig des Hochspannungs-Versuchslabors wirst Du immer Netzlücke haben. Und es gibt auch Geräte die bestimmte Frequenzen nicht beherschen. Da gibt es dann Netz, der Nutzer kann es aber trotzdem nicht nutzen. Und dann gibt es noch das angefaulte Fallobst, da ist ja bekanntlich der Nutzer schuld weil er es falsch hält wenn das Gerät keinen Empfang hat weil die Hand vor der Antenne plaziert wurde.

Häng Dich nicht an den einzelnen Beispielen aus, die sind bewußt so abstrus gewählt um Extremwerte zu veranschaulichen. Was bleibt ist die Aussage dass eben sehr wohl Netz da sein kann, auch dann wenn die einzelne Messung das nicht so sieht.

Moep89 schrieb:
Es bleibt dabei: Nimmt man die verschiedenen Quellen zusammen (OpenSignal, Funklochkarte, Berichte über Probleme von Landwirten bis hin zu ganzen Ortschaften) dann sind über 96% Flächenabdeckung einfach nicht haltbar.

So funktioniert Statistik nicht.
 
brainDotExe schrieb:
Und wie werden die Daten dort ermittelt? Von Leuten die, unter anderem, ohne Außenantenne im Auto unterwegs sind...
Warum auch nicht? Ich halte das für eine vollkommen legitime Erwartungshaltung des Benutzers, dass Mobilfunk auch in normalen Autos (ohne empfangsverbessernde Maßnahmen) funktioniert.
 
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