Mögliche Ausbildung aber Umziehen?

120km am Tag mal 220 Arbeitstage macht 26.400km und gehen wor mal von einem 5 Liter auf 100km Dieselfahrzeug aus, wären es im Jahr NUR für Sprit ca. 1.720€.
Dazu kommen noch Anschaffungskosten, Wertverlust des Autos, Tüv, Service, Öl, Bremsflüssigkeit, Reparaturen, Versicherung (min. 300€ im Jahr), ADAC Clubmitgliedschaft,...
Die Benzinpreise sind ein relativ kleiner Teil der Kosten, die ein Auto verursacht. Allerdings wird man täglich damit konfrontiert.

Obendrein leidet auch noch die Lebensqualität unter der vielen Herumfahrerei. Früh aufstehen - spät heim. Für mich wäre das nichts.

@DunklerRabe
Glaubst du wirklich, dass 120km dem durchschnittlichen täglichen Arbeitsweg entsprechen? 120km sind wirklich nicht so ohne, auch wenn die Autobahn immer frei ist und die Auffahrt direkt vor der Garage und die Ausfahrt direkt vor der Arbeitsstelle liegen. (von diesem Optimalfall gehe ich jetzt mal nicht aus):D
 
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Wertverlust zählt nicht, das belastet nicht monatlich deinen Geldbeutel :)

120 km sind natürlich nicht der Durchschnitt. Aber auch unter dem Durchschnitt sind es absolut noch eine ganze Menge Menschen, die sowas machen. Ein Bekannter ist jeden Tag von Düsseldorf nach Leverkusen gefahren. Mit ca. 40 km einfache Strecke auch noch absolut akzeptabel, summiert sich aber auch. Einige Kollegen von mir haben es auch nicht gerade leicht. Einer kommt aus Dülmen (ca. 100 km einfach) und einer aus Hamminkeln (ca. 75 km einfach). Aus dem Ruhrgebiet kommen auch einige, bis zu 50 km einfach.
Mein Vater andererseits hatte lange Zeit einen Weg von 200 Metern, eine Freundin ca. 1 km.
Es betrifft natürlich nicht jeden, aber es ist auch nichts besonderes. Ich liege irgendwo dazwischen und wohne in der Stadt in der ich auch arbeite, trotzdem sind es ca. 18 km einfach und ich verbringe mindestens 50 Minuten am Tag im Auto.
Als Beispiel, wenn du für deine Ausbildung nach Düsseldorf ziehen willst, dann kannst du das eigentlich direkt vergessen, wenn du nicht irgendwo nen dicken Zuschuss bekommst. Umziehen ist daher auch nicht die Lösung, zumindest nicht zwangsweise.
Ich bin ein großer Hasser von öffentlichen Verkehrsmitteln, aber ich würde sie für diesen Fall schlicht und ergreifend nutzen. Da du dann auch noch bequem schlafen kannst kommst du auch nicht müde nach Hause.
 
DunklerRabe schrieb:
Wertverlust zählt nicht, das belastet nicht monatlich deinen Geldbeutel :)
Sollte es aber. Was meinst du, weshalb man im Unternehmen abschreiben muss? Richtig, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die Dinger mit fortschreitender Nutzung irgendwann ersetzt werden müssen. Du glaubst doch nicht, dass die Kiste das ewig mitmacht, erst recht mit dem gleichen Wartungsaufwand?
 
Ich weiß was du meinst, und es stimmt natürlich. Allerdings ist es nicht der Fall und der gemeine Mensch ist kein Unternehmen ;)
Besonders bei einem alten Auto ist der Wertverlust sowieso extrem gering. Mein erstes Auto damals während der Ausbildung hat ca. 100 Euro pro Jahr an Wert verloren. Mein aktuelles Auto verliert im Moment vermutlich 100 Euro pro Monat und es gibt ein paar berühmte Beispiele an PKWs, die anfangs als Neuwagen ca. 1600 Euro pro Woche verlieren.
 
Ich stand vor der gleichen Entscheidung:

- Nach der Schule Ausbildungsplatz etwa 50km vom Wohnort entfernt bekommen
- Fahrzeit, da keine Autobahn, ca. 45min (Sommer)

Was habe ich gemacht:

- 1-Zimmer Wohnung für 190,-(kalt) im Monat gefunden
- Auto gekauft um zu Freunden am We und zur Schule zu fahren

Vor allem in diesem Winter freue ich mich jeden Morgen nur 3min zur Arbeit laufen zu müssen, in der Mittagspause nach Hause gehen zu können.

Mit meinem Ausbildungsgehalt, damals noch 600 Brutto plus zusätzlichem Kindergeld, dass du noch bekommst wenn du in der Ausbildung bist und deine Eltern dir dann eigentlich überweisen könnten, bin ich mit Auto, Sprit, Essen, Zigaretten, Internet, Handy immer gut über die Runden gekommen.

Was du machst hängt eigenltich nur davon ab, ob du dir eine eigene Wohnung + Nebenkosten leisten kannst. Hotel Mama ist zwar schön und gut, aber ich bereue meine Entscheidung bis heute nicht.

Falls du dort nicht übernommen wirst, dann hast du 3 Jahre alleine gewohnt und ziehst dann halt wieder übergangsweise zu Hause ein. Mit 19 wirst du auch nicht soviel Zeug haben, dass dein Umzug zur Riesenaktion ausartet.

Also ich habe es getan und kann es dir nur empfehlen.
 
@FidelZastro

man schreibt vor allem Sachgüter ab, weil man dadurch im Endeffekt Steuern reduziert. Dem ganzen Rechnung tragen tut man auch nicht, weil die Gegenstände ja weiterhin genutzt werden können. Doch meistens werden sie dann doch verkauft oder unter die Leute gebracht. Aber deine Aussage kann nicht ganz stimmen, wenn man sich bestimmte Einrichtungen (ja, die werden auch abgeschrieben) in Deutschland ansieht, welche jetzt mehrere Jahre länger laufen. Sind die nicht schon abgeschrieben?

Naja, zurück zum Thema. Abschreibung kann jetzt wirklich nicht Thema für einen Azubi sein. Allerdings könnte er sich mal über die "Fahrkosten auf Lohnsteuerkarte einschreiben"-Geschichte Gedanken machen.
 
Mein Tipp: Erstmal pendeln.
Solange es kein fixer Job ist (d.h. ein unbefristeter), würde ich nicht umziehen.
60km ist nicht soo viel. Ich fahre täglich 30, meine Freundin täglich 60 km zur Arbeit (wohnen in der Schweiz, ich arbeite in der Schweiz, sie fährt rüber nach Deutschland).

Erst wenn die Sache fester wird, kannste dir ja ne Wohnung suchen. Viel Geld koste beide Varianten. Aber ein Job vor der Haustür ist heute eben nicht mehr ganz selbstverständlich...
 
Airbag schrieb:
120km (je 60km) lohnen sich preislich mit der Bahn nicht außer man fährt Regionalbahn(dauert zu lange, weil sei an den ganzen Kuhdörfer hält ) oder kriegt es vom Arbeitgeber finanziert (wie sieht es eigentlich mit Pendlerpauschale bie Azubis aus ?).
Was ist das denn für eine Aussage? Kann man doch überhaupt nicht verallgemeinern weil die Begebenheiten ziemlich unterschiedlich sind.
Die Strecke Hamm-Bochum macht der Regionalexpress in einer halben Stunde. Das will ich sehen wie du die 60km mit dem Auto in der Zeit schaffst...

Ich würde mich als erstes erkundigen was eine kleine 1-Zimmer Wohnung kosten würde. Wenn die Mieten recht niedrig sind würde ich umziehen. Wenn die Mieten zu hoch sind und du es dir nicht leisten kannst würde ich dann mal Auto und Bahn vergleichen, Kosten und Zeitbedarf.
 
Dann müsste der Regionalexpress ja 130(Durchschnitt) fahren ......, was die meisten nicht machen. ICEs fahren oft nicht mal so schnell.
Außerdem darf ich raten, wie oft der Express dann pro Tag fährt ? 4mal oder ? Außerdem darf man noch die Zeit von zu Hause zum Bahnhof und dann vom Zielbahnhof zur Arbeitsstelle mit einrechnen.
 
Der Regionalexpress muss nur etwa 50km fahren und ich geb es zu es sind 32min (fährt übrigens eine Höchstgeschwindigkeit von 160km/h). 60 sind es dann mit dem Auto, da die Autobahn nicht den kürzesten weg nimmt. ICEs fahren selbst durch das Ruhrgebiet an den langsamsten stellen mit 160, halt nur nicht durch die Bahnhöfe.
Und es fahren 4! Züge pro Stunde, wovon aber zweie etwas länger brauchen. Aber mit dem Auto brauchst du 50min wenn die Autobahn leer ist. Und das ist sie zu 100% nicht im Berufsverkehr. Da steht man eher im Stau.
Klar wenn man in der Pampa wohnt kommt man schlecht zum Zug, aber in Großstädten eigentlich kein Problem.
 
TE: Ich würde umziehen, das ist die Chance für dich auf eigenen Füßen zu stehen und die Fahrzeit und das Spritgeld kann man sich sparen, lieber die erste eigene Bude beziehen und die Freizeit genießen.
 
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also ich würde das mal mit deinen eltern absprechen. du musst erstmal gucken ob es in der nähe deiner arbeitsstelle eine bezahlbare wohnung gibt, und ob deine eltern dir dort nicht auch was zuschießen.
weisst du denn schon wieviel du da ungf verdienst? und wie lange du arbeiten musst? bei meinem kumpel zb wäre ein argument wie"freudinn/freunde, freizeit" gar kein argument, weil der von morgens 6 bis abend 18-19 uhr ausm haus ist, und samstags bis mittags oft. theoretisch kannst du ja am wochenende immer nach hause kommen. aber das mal nur so am rande als entscheidungshilfe.
im endeffekt musst du gucken, ob sich kosten und zeit auf nen guten nenner bringen lassen.

ich hoffe, du triffst eine sinnvolle entscheidung
MfG, Teddymaddy

ps: oder kauf dir ne 600er ssp. bist in 20 minuten da und stau is au egal. sprit ist dann immer sone sache :P
 
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Ich würde umziehen!
Unsere Kinder haben letzten Oktober beide mit ihrem Studium begonnen. Entfernung 65 km bzw. 75 km. Wir dachten zunächst, klar, da wird gependelt. Mit den Schülermonatskarten für den Zug war das auch wesentlich günstiger, als mit dem Auto.
Die ganze Angelegenheit mit dem Pendeln hat sich aber als extrem nervig herausgestellt. Je nach Zugverbindung waren sie dann 3 - 4 Std. täglich unterwegs. Es ist sehr anstrengend u. sie hatten echt wenig Zeit zum Lernen.
Beide haben mittlerweile ein Zimmer und das ist viel entspannter. Außerdem macht man einfach auch eine Menge Erfahrungen, die man sonst nicht hat. Wenn es dir möglich ist und deine Eltern dich unterstützen, wäre ein Umzug sicher besser.
 
Als ehemaliger Berufpendler (jeden Tag 80km, ca. 50:50 Landstraße/Autobahn und während meiner Ausbilung stellenweise länger) kann ich dir nur raten: Zieh um! Aber nicht um jeden Preis.

Man kommt morgens geschlaucht an und geschlauchter nach Hause. Das Auto verschleißt enorm, frisst km ohne Ende und die Reperaturen, die das nach sich zieht, mal abgesehen von den enormen Spritkosten, sind es meines Erachtens nicht wert.

Ich wollte auch nie in die Stadt ziehen, wo ich arbeite, da die Gegend nebenbei auch nicht das Gelbe vom Ei ist.

Nachdem ich diese Entscheidung 6 Jahre rausgezögert habe und dann doch noch eine schöne Wohnung in der Nähe gefunden habe, denke ich mir nur... warum nicht gleich?

Ich habe weniger Stress und die Wohnung kostet warm soviel wie die Spritkosten im Monat.

Insofern würde ich es in Erwägung ziehen und mal mit deinen Eltern drüber sprechen. Vielleicht greifen sie dir während der Ausbildung auch ein wenig unter die Arme oder so. ;)
 
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