Nachhaltigkeit im Alltag - Erfahrungen der Community (1. Beitrag beachten!)

Früher konnte man bei einem Auto einfach Rückleuchter und frontlampen unterwegs einfach austauschen, die gab es an jeder Tankstelle zu kaufen und oft bei Aldi und co im Angebot. Wenn dir heute der LED Scheinwerfer kaputt geht, musst du das ganze Modul austauschen und da ist ein Haufen Elektrik drin ohne Mehrwert. Im Gegenteil, die neuen Scheinwerfer blenden ander Verkehrsteilnehmer extrem und gefährden somit den Straßenverkehr.

Aber weil das mantra LED sei nachhaltig so eingebrannt hat, gelten die als ökologischer und wurden zugelassen. In den 2000ern hat die Polizei noch Tuner gejagt, die eine neonunterbodenbeleuchtung eingebaut hatten (die übrigens garnicht blendet im Gegensatz zu den led Scheinwerfern.)
 
Rote Rose schrieb:
Wenn dir heute der LED Scheinwerfer kaputt geht,
Was eben nur noch sehr sehr selten Passieret und du eben nicht mehr alle naslang Birnen tauschen musst ich vermisse die Hallogen Dinger jedenfalls nicht.

Erkekjetter schrieb:
Der ölwechsel und batteriewechsel ist heute genauso einfach wie „damals“.
Je nach Fahrzeug ist das schon etwas umständlicher gerade bei der Batterie gibt's einige wo du ohne ein Diagnosegerät nicht klar kommst.

Ford_Prefekt schrieb:
Öl nur noch absaugen kann,
propitiere Schlüssel für plastikölwannenschrauben benötigt,
Was heute alles für schmales Geld zu bekommen ist.
 
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Buttkiss schrieb:
Die Anzahl der Halter spielt ja letztendlich keine Rolle bei der Haltbarkeit.
Nö ... spielt keine Rolle ... aber.
Schau mal in die Dritte Welt, und frage dich, warum man da noch recht viele Autos aus den 1970ern und 80ern sieht, aber kaum welche aus den 2000ern und den Folgejahren. Es liegt nicht nur daran, dass diese Autos noch zu jung wären, um auf diesen Märkten aufzutauchen. Die Leute wollen sie nicht, weil man an denen nichts selbst machen kann und es die komfortable Wekstattinfrastruktur, die wir in DE vorfinden, in Zentralafrika eben nicht gibt.

Gerade ausserhalb Europas ist die einfache Wart- und Reparierbarkeit ein Verkaufsargument, welches für Oldtimer und gegen Youngtimer spricht.

Die Letzthalter sitzen meist nicht in Essen oder Kassel. Die haben eher 500 als 50km zur nächsten Vertragswerkstatt mit Reparaturbefugnissen.
 
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Erkekjetter schrieb:
Und ich sage, so kann man das nicht beurteilen.
Die Erfahrung sagt, daß Nachhaltigkeit konstruiert wird.
Das sehe ich in neuen Produkten immer weniger.

Beim Akkuwechsel bei Handys zum Beispiel sieht es ganz düster aus.

https://geizhals.de/?cat=umtsover&pagesize=30&sort=p&promode=true

Von den ca. 5.400 gefundenen Geräten in dem Preisvergleich sind nur ca. 500 (9.3%) Geräte (mit wechselbarem Akku kaufbar.
Niemand läßt sich ein Gerät mit 100 oder 180.- EUR Restwert nach 5 Jahren den Akku für 100.- EUR wechseln.
Da fliegt die Touchbeule in den Müll.

Man hat gar keine Wahl.
Entweder der Tausch der Teile geht gar nicht oder ist ökonomischer Blödsinn.
Der Kunde kann eben nicht immer selbst bestimmen, ob er nachhaltig ist.

Mein TV hat ein defektes Mainboard gehabt mit diversen, schweren Fehlern.
Natürlich 3 Monate außerhalb der Garantie.
Ein fabrikneues Board hätte im Großmarkt 500.- EUR gekostet.
Das war der Restwert des TVs oder sogar noch mehr.

Dann habe ich ein Gebrauchtteil für unter 100.- EUR bekommen von einem Service-Fachbetrieb.
Das hab ich dann mit Videoanleitung und jahrelanger Erfahrung selber eingebaut.
Der TV läuft seit einem Jahr problemlos damit.

Das kann aber ein unerfahrener Amateur ohne langjährige Reparaturpraxis nicht.
Also fliegt die Kiste in den Elektronikschrott.

Man Der Hersteller will nicht, daß die Kiste repariert wird.
Das wird irgendwie verhindert, technisch oder finanziell mit aberwitzigen Ersatzteilpreisen.

Beim Auto ist es genau so schlimm.
Ein Scheinwerfereinsatz für einen Golf 2 kostete um die 18.- EUR Industriepreis, sagen wir mal 40.- EUR Endkundenpreis. Vier schrauben raus / rein, Birne wechseln und Kappe drauf.
10 Minuten Arbeitszeit die jeder, der die Motorhaube öfnnen konnte, ausführen kann.

Beim Xenon-Brenner war das schon wesentlich komplizierter.
Erst mal ist der Motorraum beim Golf 7 ff, so voll, daß man nur mit Handschuhen arbeiten kann, um sich die Hände nicht aufzureißen.
Dann kommt man auch viel schwerer an den Brennereinsatz heran.

Und man mußte sicherstellen, daß die Hochspannung wirklich abgeschaltet war.
Die allermeisten Werkstätten lösen dafür das Massekabel von der Batterie.
Was die Rücksetzung der Steuergeräte bedeutet, weiß jeder hier.

Ein Xenon Brenner kostet um die 200.- EUR das Paar, Xenon-Scheinwerfer einige hundert Euro beim Ersatz, die neuesten LED-Scheinwerfer bis zu 2.000 EUR pro Stück.
Beim Ersatz eines Scheinwerfers muß die gesamte Stoßstange abmontiert werden.

Das zeigt eindeutig, daß die Industrie gar nicht daran interessiert ist, nachhaltig zu produzieren.
"Schmeiß weg - Kauf neu" ist die Konstruktionsdevise.
Und mit den Ersatzteilpreisen wird das eindeutig dokumentiert.

Ein Xenonbrenner ist rein konstruktionmäßig eine plumpe Gasentladungslampe.
Die besteht aus einem Quarzglasrohr mit zwei eingeschmolzenen Elektroden und etwas Xenon.
Fast noch einfacher, als eine H7-Birne, wo noch das Vakuum stabil sein muß, damit das Wolfram nicht abbrennt.

Wo da die 100.- EUR Herstellungkosten in millionenfacher Massenproduktion herkommen, kann mir mal jemand erklären, wenn ein Hochleistungs-V-MOS Transistor IXFT320N10T2, der 1.000W bei 100A Drainstrom schaltet, so um die 19.- EUR kostet.
Der ist ein kleines bißchen komplizierter herzustellen mit Reinstsilizium, Epitaxial-Planar-Technik und Ladungsträgerimplantation.

Der Kunde hat gar keine Wahl, weil es ausnahmslos alle Firmen so machen.

Ja, es gibt Bereiche, wo man wählen kann, aber oft geht das auch nicht.
Deswegen muß man die Industrie zwingen, servicefreundlich - also nachhaltig - zu produzieren und nicht nur auf den Verbraucher einprügeln, der oft nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hat.
 
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BOBderBAGGER schrieb:
Je nach Fahrzeug ist das schon etwas umständlicher gerade bei der Batterie gibt's einige wo du ohne ein Diagnosegerät nicht klar kommst.
Was genau übertragbar auf "früher" ist. Auch da gab es Fahrzeuge, wo es einfacher und wo es umständlicher war. Vom grundlegenden Prinzip ist es aber nicht unmöglich oder bedeutend schwerer geworden. Ich rede natürlich auch von der Anlasserbatterie. Den andere Batterien gab es damals im Auto nicht.
 
BOBderBAGGER schrieb:
Was heute alles für schmales Geld zu bekommen ist.
Auch richtig, aber anstatt mir ein Werkzeug zu kaufen und jedes Mal fast 10 € für die nicht wieder verwendbare plastikschraube zu investieren kann ich auch einfach die ölwanne für 30 € aus Stahl im Zubehör vom direkten Vorgängermodell holen und mache dann den ölwechsel mit einem 10 Cent Dichtring.
Und das alles weil man 1 kg Gewicht sparen wollte und ein paar Cent in der Herstellung.
 
BOBderBAGGER schrieb:
Was heute alles für schmales Geld zu bekommen ist.
Das zwingt die Hersteller dazu, sich immer wieder neues auszudenken, damit der Kunde nicht selbst Hand anlegen kann.
Man will ja seinen Vertragswerkstätten auch den Umsatz sichern und dafür muss man sicherstellen, dass der Kunde das nicht selbst erledigt.
 
Rote Rose schrieb:
Früher konnte man bei einem Auto einfach Rückleuchter und frontlampen unterwegs einfach austauschen, die gab es an jeder Tankstelle zu kaufen und oft bei Aldi und co im Angebot.
Das zeigt doch gerade die Absurdität dieser Diskussion um Wartbarkeit und "selbst machen". Das beste Teil ist das, was erst gar nicht kaputt geht und keine Wartung braucht.
Ich habe bei jedem Auto mit Halogenscheinwerfern bestimmt 80-100€ pro Jahr in Leuchtmittel investiert. Waren sie billiger, waren sie in der halben Zeit kaputt. Waren es "Longlife"-Teile haben sie statt einem halben Jahr halt ein dreiviertel Jahr gehalten und überland konntest du mit den Funzeln im Dauer-Fernlicht fahren ohne jemanden zu blenden. Hat man hellere genommen, waren sie wieder schneller durch. Die Xenon-Teile haben auf den 150.000km nie Stress gemacht, das Auto hab ich nach knapp 8 Jahren verkauft. Bei meinen Eltern war ein Xenon-Brenner nach 10 Jahren fällig. Kostenpunkt 20€, Einbau 80€ für ne halbe Stunde Arbeit im Autohaus - immer noch 900€ gespart.

wuselsurfer schrieb:
Ein Xenon Brenner kostet um die 200.- EUR das Paar, Xenon-Scheinwerfer einige hundert Euro beim Ersatz, die neuesten LED-Scheinwerfer bis zu 2.000 EUR pro Stück.
Beim Ersatz eines Scheinwerfers muß die gesamte Stoßstange abmontiert werden.
Und genau so ein Golf 7 war das. Wer 200€/Paar rechnet betreibt halt Wucher, das gleiche gilt für "Stoßstange abbauen". Nein, muss man nicht.
Auch bei meinem damaligen Auto (Polo V) konnte man im Motorraum nicht am Scheinwerfer arbeiten (wenn man das gewollt hätte. Die Lösung liegt darin, dass man die eine Schraube zur Fixierung löst, absteckt und den Scheinwerfer heraus schiebt und dann bequem dran arbeiten kann. Aber gut, ein Vertragshändler wollte für den ganzen Tausch auch 300-400€ sehen und dafür einen ganztägigen Termin zwei Monate in der Zukunft ausmachen, der andere hat das mit "kommen sie vorbei" und auf dem Hof gelöst.

Generell ist mir in den letzten 15 Jahren ein einziges LED-Leuchtmittel kaputt gegangen - da hab ich aber selbst den Anschluss durch Gewalt beim Einbau zerstört. Sogar die technik-geladenen Hue-Leuchtmittel von 2016 tun noch einwandfrei.

Die einzige Technik, die bei uns leider regelmäßig den Geist aufgibt sind Smartphones. Nach 4 Jahren Benutzung gibt's dann irgendeinen dummen Defekt, der sich nicht mehr wirtschaftlich reparieren lässt.
 
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Erkekjetter schrieb:
Auch da gab es Fahrzeuge, wo es einfacher und wo es umständlicher war
Es geht da teilweise nicht nur um umständlich manche Sachen sind ohne Zugriff auf ein Diagnosegerät tatsächlich unmöglich.
Wobei auch die in den letzten Jahren auch für Privatleute erschwinglich geworden sind nichts was man für ein Mal kauft aber der ambitionierte schrauber ist da ab ~300€ dabei.

Autos sind "komplizierter" geworden aber auf der anderen Seite ist der Zugang zu wissen und Werkzeug und Ersatzteilen ist besser den jeh.

Und das gilt für so ziemlich alles was wir heute benutzen nur habe ich irgendwie den Eindruck ( vielleicht liege ich auch falsch) das Leute sich selbst an einfachste Dinge nicht mehr selbst ran trauen da wird dann der Handwerker gerufen wenn der Spülkasten Schwimmer undicht ist.
 
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BOBderBAGGER schrieb:
Es geht da teilweise nicht nur um umständlich manche Sachen sind ohne Zugriff auf ein Diagnosegerät tatsächlich unmöglich.
Bei welchen Fahrzeugen soll es ohne Diagnosegerät nicht Möglich sein, die Anlasserbatterie zu tauschen?

PS: Du meinst Fahrzeuge mit Start Stop automatik? Also einer Technik, die damals nicht existent war und die auch heute optional ist?
 
Erkekjetter schrieb:
Was genau übertragbar auf "früher" ist. Auch da gab es Fahrzeuge, wo es einfacher und wo es umständlicher war.
Sorry, aber einen Akku hab ich im Golf, Ford oder Opel mit zwei Fingern gewechselt bei schlechter Beleuchtung.

Nur BMW hat oft ein eigenes Süppchen gekocht nach der E30-Serie, da war die Battrie im Kofferrraum eingebaut.
Aber auch das war keine Hürde.

Schon ab Golf 4 mußte man einen Haufen Zusatzanschlüsse vom Pluspol demontieren, ehe man an den eigentlichen Anschluß kam.

Erkekjetter schrieb:
Vom grundlegenden Prinzip ist es aber nicht unmöglich oder bedeutend schwerer geworden.
Wie lange willst Du den Quatsch eigentlich wiederholen.
Es ist schwerer geworden.
Und wer die Diagnosegeräte nicht hat oder die falsche Batterie im Bordcomputer anmeldet, kann zusehen, wie sie abraucht.

Erkekjetter schrieb:
Ich rede natürlich auch von der Anlasserbatterie.
Das heiß Starterbatterie im ProfiShop.

Erkekjetter schrieb:
Den andere Batterien gab es damals im Auto nicht.
Aber nur, wenn Dein Autoradio zu leise war.
 
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Erkekjetter schrieb:
war und die auch heute optional ist?
Ist das so? ich hab schon ewig keins mehr ohne Start Stopp Automatik gesehen.
Und ja bei vielen davon besonders vag ist das nicht mehr so einfach andere z.B MB haben Systeme die sich selbst anlernen da ist das kein Drama.
 
BOBderBAGGER schrieb:
Es geht da teilweise nicht nur um umständlich manche Sachen sind ohne Zugriff auf ein Diagnosegerät tatsächlich unmöglich.
An der Stelle mit dem Diagnosezeug muss man aber auch einhaken. Auf der einen Seite möchte man ja einfachen Zugang zur Diagnose, was mit einem 30€-Dongle und einer Smartphone/Tablet-App erledigt ist. Auf der anderen Seite gibt es über den Diagnosekanal aber auch Kalibirermöglichkeiten und Codiermöglichkeiten bis hin zum Hacking. Und da kommen dann die Wünsche zur Cybersecurity rein, die einfach im Konflikt zum einfachen und unkomplizierten Zugang stehen.

Ford_Prefekt schrieb:
@B.XP
Dann stimmte was mit deinem Fahrzeug nicht, hatte ich am Focus 1 auch damals.
Dann stimmte nicht nur mit einem Fahrzeug nichts, sondern mit drei Fahrzeugen unterschiedlicher Hersteller. Dito mit den Autos im Freundeskreis. Das sind einfach Autos, bei denen die Spannung nicht gefiltert oder aktiv stabilisiert wird. Spannungsspitzen aus dem Anlassvorgang und aus der Lichtmaschine schlagen da einfach völlig durch.

Ford_Prefekt schrieb:
LED alles geil aber dieser Nachhaltigkeit und Klimakram mit dem das immer wieder begründet wird ist wenn man sich weiter damit beschäftigt oft nur vorgeschobener oder schön gerechneter Quatsch.
Das ist halt witzlos. Der Mehrverbrauch ist nicht hoch, 0,1-0,2l/100km im NEFZ. Ähnlich der ach so verhassten Start-Stopp-Automatik die je nach Auto mit um die 0,5l/100km zuschlägt. Aber das sind alles viele kleine Dinge die sich summieren und auch nicht den ach so gewaltigen Ressourcenverbrauch haben. Alleine die Produktion von Halogenleuchtmitteln ist energetisch ja alles andere als ohne. Ja, man kann Longlife-Halogenleuchtmittel einsetzen, dann ist es halt zappenduster. Fürs handgestreichelte Sonntag-Schönwetterauto tut's das auch noch; wenn man im Winter 150-200km am Tag damit fährt sieht die Welt halt anders aus.

Man muss bei dem ganzen Autoteile-Zeug echt aufpassen, dass man niedrige Preise durch Skaleneffekte nicht mit "wenig Energieeinsatz" bzw. "wenig Rohstoffeinsatz" verwechselt. Bei den Lithium-Akkus sind die Preise pro kWh in den letzten 15 Jahren um 95% gefallen, gleichzeitig der Ressourcen- und Energieeinsatz.
 
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BOBderBAGGER schrieb:
Ist das so? ich hab schon ewig keins mehr ohne Start Stopp Automatik gesehen.
Okay, fairerweise Optional = nicht gesetzlich vorgeschrieben. Ob man es aktiv abwählen kann, ich behaupte nicht alle Modelle aller Marken zu kennen. Insbesondere VAG meide ich wie der Teufel des Weihwasser.

Selbst wenn es mit dem Steuergerät so stimmt: SO teuer sind die Dinger nicht, zumindest ich könnte mir auf Anhieb 4 leihen im Bekanntenkreis, aber das ist auch anekdotische Evidenz.
Aber auch hier wird dann etwas von den entsprechenden Herren konstruiert: Diese Batterien sind ja nicht aus Jux und Tollerei verbaut. AGM Batterien haben ja einen technischen Hintergrund und werden nicht verbaut, um es den Menschen schwerer zu machen. Wenn man diese Logik heranzieht, Notwendigkeiten durch technischen Fortschritt ausblendet, müssten die 3-4 Herren hier ja zu Fuß oder per Pferd unterwegs sein. Denn sind wir mal ehrlich, der Aufwand, dort sowas durchzuführen, ist gar nicht existent und technische Notwendigkeit durch Fortschritt zählt ja nicht.

Der Punkt ist, auch wenn es dann in Teilen aufwendiger ist, es ist noch immer möglich, die Gründe sind technischer Natur und nicht nur ums den Leuten schwerer zu machen und die alten Karren, die von diesen Herren angepriesen werden, sind dadurch immer noch nicht nachhaltiger, insbesondere beim Thema CO2 und Abgase. Grade Start Stopp spielt hier ja rein.

PS: Und was natürlich auch unterschlagen wird. Die AGM Batterien, bei denen das anlernen nötig ist, halten eben auch einfach mal deutlich länger als die alten Starterbatterien. Sind vor Tiefenentladung geschützt und haben bessere Zyklenfestigkeit. Sie sind auslaufsicher und wartungsfrei. Die Gefahr von Leckage sind umhin erheblich geringer.

Sie sind um Welten nachhaltiger als alte Starterbatterien aus den gelobten Autos von damals. Also auch wenn herkömmliche Starterbatterien einfacher zu wechseln sind, wiegt das nicht die Vorteile der AGM Batterien auf, die sie faktisch und belegt nachhaltiger machen. Die Aussagen der 3-4 User ist auf der sachlichen Eben komplett konträr zu den Fakten.
 
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B.XP schrieb:
Und da kommen dann die Wünsche zur Cybersecurity rein, die einfach im Konflikt zum einfachen und unkomplizierten Zugang stehen.
Gängige Funktionen im Rahmen eines Service in ein frei zugängliches Service Menü und die Leute müssen halb so oft an den den Diagnoseport. Aber das geht dann entgegen den wünschen die Kunden in die eigenen Werkstätten zu zwingen. ;).

Ich mein manche Hersteller schaffen es ja mit Stepptanzen und knöpfen drücken die hintere bremse zu entriegeln andere wollen selbst von der freien Werkstatt einen 50€ einmalcode damit der beläge wechseln kann.

@Erkekjetter

Vielleicht reden wir an einander vorbei. Ich bin da ganz bei dir das sind keine unlösbaren Probleme und wenn man nur Mal bei der Werkstatt um die Ecke nachfragt ob die das fix erledigen könnnen. Ich habe die Erfahrung gemacht das die meisten von denen nicht beißen und durchaus hilfsbereit sind aber vielleicht ist das nur so ein Dorf Ding.
 
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@Erkekjetter

Ach ich habe den Artikel gefunden beim ADAC aber die Argumente die LED vorbehaltlos abfeiern habe ich da irgendwie auch beim zweiten Mal lesen nicht drin gesehen. Hilf mir die belegten Fakten zu finden.

AGM + Start Stopp + geänderte Pleuellager und weitere Anpassungen am Motor und Schmiersystem für geringste Einsparungen durch das Start Stopp System ist leider auch wieder so ein Thema. Ja natürlich bringt das im Zyklus einen geringeren Verbrauch/Austoß aber es gibt auch wieder Nachteile die den über die Nutzungszeit auffressen (können) und ja auch hier ist es wieder leider so dass es viel zu oft der Fall ist dass am Ende nur Mist bei rauskommt, der dem Klima schadet.
Quelle Beleg schiebs dir in die Haare.
 
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BOBderBAGGER schrieb:
andere wollen selbst von der freien Werkstatt einen 50€ einmalcode damit der beläge wechseln kann.
Das ist halt die Vorgabe aus der Cybersecurity-Richtlinie, die von den Herstellern zu unterschiedlichen Zeitpunkten implementiert wurde. Die freie Werkstatt kann natürlich auch nen permanenten Account bei den häufigsten Herstellern erstellen, wie die rechnen müssen sie halt selbst wissen.

Ford_Prefekt schrieb:
Ja natürlich bringt das im Zyklus einen geringeren Verbrauch/Austoß aber es gibt auch wieder Nachteile die den auffressen (können) und ja auch hier ist es wieder leider so dass es viel zu oft der Fall ist dass am Ende nur Mist bei rauskommt, der dem Klima schadet.
Welcher Mist soll denn da genau rauskommen?

https://www.auto-motor-und-sport.de...topp-systeme-was-bringt-die-technik-wirklich/

Fördern Start-Stopp-Systeme den Verschleiß technischer Komponenten?​

Das war in den Anfangsjahren der Technik eine verbreitete und nicht ganz unbegründete Befürchtung. Die Technik von heute entschärft jedoch viele Probleme. Eine elektrische Wasserpumpe beispielsweise kühlt den Motor auch dann, wenn er steht, und der Turbolader wird nach dem Abschalten weiterhin mit Öl versorgt. Viele Hersteller ertüchtigen zudem das Automatik- oder Doppelkupplungsgetriebe, die Schwung- beziehungsweise Riemenscheibe und die Lagerschalen der Kurbelwelle. Ein smarter Kurbelwellensensor ermöglicht es, den Motor in der idealen Position für den Wiederstart abzustellen. Die 48-Volt-Batterien von MHEV-Autos sind zyklenfest, ebenso wie 12-Volt-Akkus in so genannter AGM-Technik. Bei ihnen ist der Elektrolyt in einer Glasfasermatte gebunden, was die Robustheit erhöht.
Der Minderverbrauch ist je nach Profil eben deutlich oder weniger deutlich. Ein Motor, der nicht läuft, verbraucht keinen Kraftstoff. Wer ausschließlich Langstrecke fährt hat davon nichts außer am Ende der Fahrt. Wer Kurzstrecken mit kaltem Motor fährt hat davon auch nix, da ist das System nicht aktiv. Wer relativ viel urban oder Überland fährt kann einen deutlichen Unterschied spüren.
Das ganze Thema kommt auch nicht aus irgendwelchen "Klimaideologie"-Kreisen, sondern war ende der 2000er eines DER Mittel um Kraftstoff aufgrund der explodierenden Kosten zu sparen, nicht um Emissionen zu verhindern. 10-15% Minderverbrauch (nach ADAC) sind halt bei den aktuellen Kraftstoffpreisen 1,50-2€/100km. Das Ganze abzuschalten ist genauso sinnvoll wie mit E5 statt E10 zu fahren oder als "profitipp" beim Betriebssystem die automatischen Updates zu deaktivieren.
 
...Ja schade, war ein interessantes Thema.
 
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B.XP schrieb:
Das ist halt die Vorgabe aus der Cybersecurity-Richtlinie
Das ist eine Faule Ausrede für wir haben keine frei zugängen Servicestellungen.

wenn's um reparierbarkeit geht wird das liedchen mit der Sicherheit wird ja gerne auch in anderen Bereichen gesungen. Dabei ist vieles per Design so umständlich
 
Kleiner Combobreaker sorry^^:

Denke das folgende ist nachhaltig/ressourcen schonend, auch wenn der Aspekt der Nachhaltigkeit für mich dabei zu 100% irrelevant ist - mir gehts nur um die gesparten Kröten^^

->
Ich kaufe gebrauchte Handys. Auch für die Eltern. Da gibts dann halt alle 3-4 Jahre mal das "Topmodell" von vor 3 Jahren oder so. Muss ich erstens keine 1000 EUR für so ein neues Klump zahlen und einwandfrei funzen die alten Dinger ja auch noch (höchstens der Akku kann eine "Lotterie" sein, wenn nicht explizit im Angebot angegeben).
Entweder beim Händler als refurbished oder vom Arbeitgeber bisher auch, wenn neue Modelle in der Belegschaft ausgerollt werden, dass man das alte für nen schmalen Taler erwerben kann.
Einmal auch von Privat erworben, da "vertrauenswürdig" und auch Screenshots vom Akkuzustand etc.

MfG, R++
 
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